Blick zurück voraus

Krisen, Katastrophen und MutbürgerInnen

Ein wechselvolles, katastrophenreiches Krisenjahr neigt sich dem Ende: Für den dringend nötigen ökologischen Umbau gab’s herbe Rückschläge, Banken und Spekulanten gelang es tatsächlich, statt für ihr verantwortungsloses Vabanquespiel zu haften, ob ihrer Systemrelevanz nun nicht nur Staaten, sondern gleich den ganzen Euro als Geisel zu nehmen. Wen interessieren da noch Themen wie Green New Deal, umweltverträgliches, Ressourcen schonendes Wachstum oder gar Natur- und Artenschutz und dergleichen soft subjects, wenn der Mainstream, seine Leitmedien und Chefideologen * erstmal die wahren Schuldigen an der Misere mal wieder ganz unten ausgemacht haben: in Gestalt von Leistungs- und Integrationsverweigerern?!

Allen für Mensch & Natur Engagierten ein
gesundes, spannendes, produktiv unruhiges
und im besten Sinn erfolgreiches 2011er Jahr!

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Zu Weihnachten Rosinen mit Wermutstropfen

Rasche Antwort des Ministeriums auf Kleine Grünen-Anfrage

In ihrer Kleinen Anfrage vom 6.12.10 zur „nachhaltigen und ökologischen Sanierung des Berliner Landwehrkanals“ erkundigten sich MdB Christian Ströbele und andere Abgeordnete sowie die Bundestagsfraktion von B’90/Die Grünen auch nach den übrigen baulichen Projekten und Unterhaltungsmaßnahmen des WSA Berlin seit 1990, nach dem Umsetzungsstand von geplanten Projekten, den dafür zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Ressourcen, den Qualifizierungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen, der Struktur und Budgetierung der „Arbeitsgruppe LWK“ sowie nach dem Mediationsverfahren „Zukunft LWK“ und etlichen sehr konkreten Details.

Bereits am 17.12. erfolgte die vom Parlamentarischen Staatssekretär im BMVBS, Enak Ferlemann, unterzeichnete Antwort, die noch gestern (23.12.) dankenswerterweise vom Mediationsteam den Forumsmitgliedern übersandt worden ist.

Urbanhafen im Dezember 2010

Urbanhafen im Dezember 2010

Seasonal Greetings

Zunächst aber weihnachtet es ganz in weiß, und wir möchten an dieser Stelle ganz herzlich allen Mitgliedern, Unterstützer-, Förder- und FreundInnen von
BI & Verein Bäume am Landwehrkanal und der BI Bäume für Kreuzberg,
allen KanalanrainerInnen wie -nutzerInnen sowie
allen sich für den Schutz unserer Stadtnatur und einer
nachhaltigen, sozial-ökologisch gerechten Stadtentwicklung
mit echter BürgerInnenbeteiligung Engagierenden
stressfrei-besinnliche, angenehme Feiertage unterm Ökotannenbaum wünschen!

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Magische Orte der Kontemplation?

Zur weiteren Überarbeitung der Westpark-Planung

Winterliche Ortsbegehung

Unsere Kritik der Schieflage zwischen institutionalisierter oder formeller (Quartiersmanagement und -räte) und informeller BürgerInnenbeteiligung (BIs) am Beispiel der Gleisdreieckwestpark-Planung vermöge der unterschiedlichen materiellen Ressourcen und auch Interessenlagen (Schaffung von Sportflächen im Rahmen des Konzepts der „Sozialen Stadt“) hat erwartungsgemäß einigen Widerspruch provoziert [Kommentar]. Uns wurde gar unterstellt, wir hätten von einer direkten Bezahlung der Quartiersräte gesprochen bzw. bewusst den Anschein, dass es so sei, aufkommen lassen, und unsere gegenteiligen Versicherungen weggewischt.

Am gestrigen Dienstag (21.12.) nun tagte die PAG zum „Schwerpunkt-„, sprich: strittigem Thema des Pilotprojekts „Gärten im Garten“, womit nicht nur die zu begrüßende Integration der glücklicherweise erretteten Kleingartenkolonie POG konkret ausgestaltet, sondern auch die sehr kontrovers diskutierte Lage, Ausdehnung, Beschaffenheit und Funktion des sog. Marktplatzes sowie die Durchwegung der „Oefelein-Bauten“ in Richtung Nelly-Sachs-Park verhandelt werden sollte.

Zwischen U1 und Landwehrkanal

Beräumung des Westparks zwischen U1 und Landwehrkanal

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Kommunale Klimaschutzkonferenz in Kreuzberg-Friedrichshain

Act locally!

Podium

Das Podium

Im Angesicht des Klimagipfel-Scheiterns bzw. kleinstmöglicher Schrittchen, in Erinnerung an den Act-Locally-Imperativ und mit Blick aufs Programm für die im nächsten Jahr anstehenden Wahlen veranstalteten die FrieKe-Bündnisgrünen vergangenen Samstag (11.12.) im ehemaligen Rathaus Kreuzberg eine Kommunale Klimaschutzkonferenz. Da zeitgleich Großdemos in Greifswald (Lubmin-niX-da) und Stuttgart (Widerstand plus) stattfanden, blieb die Zahl der TeilnehmerInnen mit rund fünfzig überschaubar. Doch Qualität rangierte vor Quantität.

Zur Eröffnung saßen die grünen MdA Franziska Eichstädt-Bohling (Stadtentwicklung) und Michael Schäfer (Klimaschutz und Energie) auf dem Podium, von der Xhainer Grünen-Fraktion Sprecherin Antje Kapek und Paula Riester (Klimapolitik) sowie der Klimareferent des BUND, Ulf Sieberg, und last not least Bezirksbürgermeister Franz Schulz. Der blieb auch über die volle Distanz bis zum Spätnachmittag , weil er so eine überzeugende Ausrede habe, sich vor der Hausarbeit zu drücken. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Rangfolge von BürgerInnenvertretung

Westparkplanung in StadtPlan- & Umweltausschuss

Ausschuss Westpark, 7.12.10

Gemeinsame Ausschusssitzung Westpark (Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!)

In der gemeinsamen Sitzung von Umwelt- und Stadtplanungsausschuss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg am vergangenen Dienstag (7.12.) ging es in Anwesenheit von Bürgermeister Schulz und zum Verdruss besonders von Bezirksverordneten (BzV) aus CDU- und SPD-Fraktion noch einmal um die Entwurfsplanung für den Westteil des Gleisdreieck-Parks. Wegen notwendiger Weiterentwicklungen waren einige Anträge [s.u.] von den Fraktionen der Grünen und Linken  nochmals in die Ausschüsse rücküberwiesen worden, die deswegen gemeinsam tagten. Den Rest des Beitrags lesen »

Westpark-News

Verlust der Vertrauensbasis in der PAG

Wintereinbruch stoppte vorerst weiteres Roden

Leider wurde der Wunsch der Naturschutzengagierten innerhalb und außerhalb der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) ignoriert und die insgesamt zu rodenden Bäume und Sträucher auf dem Westparkgelände nicht noch einmal gemeinsam begutachtet, auch weil die Fällungen laut Grün Berlin ja bereits in Auftrag gegeben worden seien. − Das öffentlich bejubelte angebliche Einvernehmen aller Beteiligten über die modifizierte Planung ungeachtet der verbliebenen Konflikt- bzw. „Arbeitsschwerpunkte“ hat auch dabei sicher geholfen.

Bei einigen Bäumen entlang der ICE-Trasse sei man noch am Überlegen, hieß es, und tatsächlich: paar Birken stehen dort noch! Anlässlich der Begehung der Kleingartenkolonie POG zwecks Vorbereitung der Bearbeitung des Themas „Gärten im Garten“, Lage und Ausmaß des sog. Marktplatzes etc. sollte einzig die Baumreihe entlang der Kolonie noch einmal gemeinsam begutachtet werden − und hier ist eben zu befürchten, dass, wie so oft, plötzlich noch viel mehr nicht Erhaltenswertes entdeckt wird −, doch dieser für kommenden Dienstag (7.12.)  anberaumte Termin fällt wegen des Wintereinbruchs aus, wurde nun zwar auf kurz vor Weihnachten verschoben, wird voraussichtlich aber auch dann eher nicht stattfinden. − Klar sollte indessen den Verantwortlichen sein, dass vor dieser Begehung keine irreversiblen Fakten in Form weiterer Fällungen geschaffen werden dürfen! Den Rest des Beitrags lesen »

Nach Verpressungsproblemen kriegt Corneliusufer neue Spundwand

Erstmal bringt Kälteeinbruch alles zum Erliegen

Crush Piler an Kastanien

Crush Piler dicht an Kastanien

Das Fertigstellen der wasserseitigen Sicherung durchs Einbringen einer Spundwand entlang der Corneliusstraße in Mitte erweist sich im Wortsinn als harter Brocken. Nachdem die Firma Johann Bunte Mitte vergangener Woche die Arbeit mit dem Crush Piler aufgenommen hatte und auch der notwendig gewordene weitere Rückschnitt einer der seit dreieinhalb Jahren landseitig gesicherten, also angepflockten Rosskastanien erfolgt war *, gelang zwar in dem 35 Meter langen Abschnitt, der sozusagen nur halbe Stahlbohlen aufweist, das Aufständern, sprich Aufschweißen des zweiten Teilstücks perfekt −, doch dann schaffte auch der Crush Piler (CP) nicht, die Bohlen auf die statisch erforderliche Endtiefe in die Kanalsohle zu treiben. Nach zwei Metern war Schluss. Die auf der bereits eingebrachten Spundwand selber schreitende Presse mit integrierter Bohrschnecke konnte ihre immensen Kräfte allerdings auch gar nicht voll einsetzen, da die Bohlen, worauf sie „sitzt“, bislang nur drei Meter tief im Boden stecken − zu wenig, um das Gerät mit seinen über zwanzig Tonnen Eigengewicht auf volle Leistung zu fahren: statt die Bohle in den Untergrund zu bohren, würde es eher seinen „Sitzplatz“ wieder herausziehen, mit ihm um- und in den Kanal kippen. [Beachte auch die „kleine Richtigstellung“ des WSA am Ende dieses Postings…] Den Rest des Beitrags lesen »