Vereinbarungen in durchsonnter Kälte

Nach Bedauern behutsameres Freiräumen zugesagt

PAG-Vor-Ort-Termin

PAG-Vor-Ort-Termin

Nachdem AnwohnerInnen in der vergangenen Woche entsetzt festgestellt hatten, dass, wie berichtet, auf dem Gelände des künftigen Gleisdreieck-Westparks dort, wo im Rahmen des Pilotprojekts „Gärten im Garten“ der nördliche Teil der Kleingartenkolonie POG in den Park integriert werden soll, im Zuge der Freiräumung bereits Fakten im Sinne von Zerstörung des vorhandenen Baum- und Vegetationsbestands geschaffen wurden, noch bevor ein Konsens über die Gestaltung des (ja streng genommen bereits vorhandenen) Naturspielplatzes sowie des sog. Marktplatzes erzielt und vor allem die beauftragte detaillierte Vermessung des Gehölzbestands durchgeführt worden ist. Damit hat die senatseigene Grün Berlin GmbH zum x-ten Mal Vereinbarungen gebrochen. Der von der Inititativenplattform geforderte Baustopp führte dann mit Wochenbeginn tatsächlich zur Einstellung der Arbeiten und zur Anberaumung eines Sondertermins der PAG am vergangenen Mittwoch, 23.2., vor Ort.

[Update: Siehe Text und Fotos zur Rodung ökologisch hochwertigen Bahndamm-Baum- und Gehölzbestands für einen HELLWEG-Baumarkt auf dem Yorckdreieck am Schluss des Beitrags (Zum Vergrößern Fotos jeweils anklicken!). Hier das Schreiben einer Anwohnerin an die ausführenden Firma Semer GmbH.
Und wie derzeit im Westpark mit schwerem Gerät und Ausgleich- & Ersatzmitteln für die Große Weite (Atelier Loidl) gesorgt wird, zeigt eine Foto-Serie auf dem Gleisdreieck-Blog] Den Rest des Beitrags lesen »

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Vom Innehalten zum Überholen

Forum bereitet Gespräch im Ministerium nach

AG LWK

Leiterin AG Landwehrkanal, Dr. Ernst (m.), mit Pressesprecherin Bodenmeier, Ingenieur Heier

Recht turbulent ging’s streckenweise zu in der gut sechsstündigen 27. Sitzung des Mediationsforums „Zukunft Landwehrkanal“, das sich am Montag, 21.2., u. a. die Nachbereitung der Dialogveranstaltung im BMVBS vorgenommen hatte. Es kam zu emotionalen Ausbrüchen, welche die inzwischen mühsam erreichte Qualität des Umgangs miteinander zu beschädigen drohten und auf Neulinge arg irritierend gewirkt haben müssen, doch − und das wurde auch mehrfach ausgesprochen − nicht zum wenigsten dem plötzlichen Druck geschuldet sind, den die von Regionalleiter WSD Ost, Tjark Hildebrandt, schon anlässlich jenes Termins unvermittelt aus dem Aktenkoffer gezogene Zeitschiene mit ihren Meilensteinen erzeugt hat. „Vom Innehalten zum Überholen“, nannte es ein Anwohnervertreter, was nicht zuletzt die Leiterin der AG LWK, Frau Dr. Ernst, sehr treffend fand. [Update: Ihre Präsentation zur Konzeption E-HU, Zeitschiene und Meilensteine siehe jetzt auch hier und hier ihre aus Zeitgründen nicht präsentierte Präsentation.] Den Rest des Beitrags lesen »

Gleisdreieck: Iniplattform fordert Baustopp!

Erneut wertvoller Vegetationsbestand zerstört

Protest wegen fortgesetzter Verstöße gegen Vereinbarungen der PAG

Kletterbaum vorher

Kletterbaum mit Zaun (vorher)

Schon auf der 53. Sitzung der Projekt begleitenden Arbeitsgruppe (PAG) zum Gleisdreieck-Westpark am 11. Februar, die das Thema Pilotprojekt „Gärten im Garten“ vertiefen sollte, wurde den AnwohnervertreterInnen sowie den QR von Schöneberger Norden und Tiergarten Süd deutlich, dass sich Grün Berlin und die Planer des Atelier Loidl nur höchst unzureichend mit ihrer Kritik an den bisherigen Entwürfen auseinandersetzen − vor allem was die Wegeführung in der Kleingartenkolonie POG, um den Natur- und konventionellen Spielplatz herum und zwischen beiden, die überdimensionierten Wegebreiten und Ausmaße des Marktplatzes sowie die umstrittene Durchwegung der sog. Oefelein-Bauten betrifft − geschweige Kritik und Korrekturvorschläge in ihre Planungen einarbeitet.

Hier muss nicht zuletzt Moderator Seebauer endlich auch gegenüber Planern und Vorhabenträger auf die Einhaltung gemeinsam getroffener Vereinbarungen dringen!

[Update Fotos: Der Kletterbaum oben wurde nun auch noch halbiert (s.u.), ohne Rücksicht darauf, dass zwei AnwohnervertreterInnen und PAG-Mitglieder am 10.2. ein intensives Gespräch mit der bauausführenden Firma führten und erstens verlangten, den besonders bei Kindern beliebten Baum nicht zu beschädigen, und zweitens vorschlugen, den im Bild zu sehenden Eisenträger und die Zaunpfosten von innerhalb der Umfriedung herauszunehmen, denn dort war selbst für den Kleinbagger genügend Bewegungsraum. Die Zaunpfosten steckten übrigens nur ca. 40 cm tief im Boden und hätten mit geringem Kraftaufwand und per Handschachtung ohne größeren Aufwand entfernt werden können. Drittens forderten die BürgerInnen die Bauleute auf, die Schaufel durch einen Haken zu ersetzten, um Beschädigungen des Baums zu vermeiden, und im weiteren bestandsschonend vorzugehen. − Die unten zu sehende Kappung des seitlichen Stämmlings war absolut nicht erforderlich! − Und zum „halben Baustopp“ siehe auch hier und hier.]

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Die Bäume auf dem Bunkerberg

Rund Hundert sollen im nächsten Halbjahr fallen

In der Sitzung des Umweltausschusses der BVV Friedrichshain-Kreuzberg am gestrigen Dienstag, 15.2., präsentierte Michael Hartmann aus Bad Bramstedt, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Verkehrssicherheit von Bäumen, sein Gutachten zur Verkehrssicherheitskontrolle von 224 Bäumen auf dem Nordost-Hang des Großen Bunkerbergs im Volkspark Friedrichshain. Das Areal, das etwa 15 Prozent des Hügels umfasst, ist seit Sommer 2010 von einem teuren, jedoch nach allen vier Winden offenen Bauzaun geziert, der weder als Installation so recht gefällt noch seinen eigentlichen Zweck erfüllt, Jogger- und SpaziergängerInnen vom Gebiet fernzuhalten und vor evtl. umstürzenden Bäumen zu schützen. − Hartmann empfiehlt die Fällung von 95 Bäumen, die er in Dringlichkeitsstufe II einordnet, binnen des nächsten halben Jahres und, da die winterliche Fällperiode am 28.2. endet, am besten noch innerhalb der nächsten zwei Wochen. Den Rest des Beitrags lesen »

Konflikt linear vs. geschwungen ungelöst?

BI Bäume für Kreuzberg

Aufforderung zur Partizipation!

Workshop zur Aufwertung des Luistenstädtischen Grünzugs:

17. Februar, 18 Uhr, Statthaus Böcklerpark

Auftakt südl. ELK 02

Auftakt BürgerInnenbeteiligung südl. ELK

Kommenden Donnerstag wird es den ersten Workshop zur ökologischen und gartendenkmalpflegerischen Aufwertung des südlichsten Abschnitts des ELK geben  (ELK = Ehemaliger Luisenstädtischer Kanal). In der Auftaktveranstaltung am 8.2., woran sich trotz Verteilung von mindestens fünfzig Prozent der (einsprachig deutschen) 2500 Flyer an deutsch-türkische AnwohnerInnen leider niemand aus dieser großen Bevölkerungsgruppe beteiligte, wurden zunächst die verschiedenen Interessen- und Themenschwerpunkte gesammelt. − Ein von BI-Vertretern angemahntes, möglichst zeitnah zu erstellendes Protokoll ist bereits verteilt worden und kann formal wie inhaltlich durchaus als vorbildlich gelten.

[Update, 14.02.11: Sorry! Erst beim zweiten Lesen fiel uns auf,  dass im Protokoll auf S. 3 unter LEITBILD – GRUNDSÄTZE als Grundlage eine frühere als die geltende, also die falsche Beschlusslage der BVV zitiert wird.
Es handelt sich vermutlich um die Drucksache 1008/III −; die aktuell gültige Fassung trägt aber die Nummer DRS 1008-1/III und wurde am 25.11.2009 von der BVV beschlossen.
Dies verwundert umso mehr, weil die BI im Vorfeld mehrfach gerade auf die geänderten Passagen aufmerksam gemacht hat; und btreffende Drucksache ist im Einladungsposting vom 5. Februar auch richtig verlinkt.
Wir erwarten, dass die mit der Organisation der BürgerInnenbeteiligung beauftragte Fa. Stattbau (bzw. das praktischerweise gleich mit der Protokollerstellung befasste Planungsbüro STEINBRECHER u. PARTNER Ingenieurgesellschaft mbH) den richtigen Beschluss bzw. die entsprechenden Passagen umgehend an die TeilnehmerInnen der Veranstaltung verschickt. − Update: Stattbau hat das Versehen eingeräumt, den richtigen Beschluss an die TeilnehmerInnen versendet und zugesagt, nach Erörterung am 17.2. auch die korrigierte Protokollfassung zu versenden.] Den Rest des Beitrags lesen »

Mediation meets Ministerium

Stadtökologie, Landeskultur und betriebswirtschaftlicher Nutzen

Rückblick auf eine für beide Seiten lehrreiche Begegnung

Informationsaustausch BMVBS - Mediationsforum 03

Infoaustausch BMVBS – Mediationsforum

Letzten Montag (7.2.) kam es also endlich zum lange überfälligen Direktkontakt mit den Verantwortlichen im BMVBS über die Zukunft der Sanierung und des Mediationsverfahrens „Zukunft Landwehrkanal“, wobei die Tagungsörtlichkeit einer gewissen allegorischen Bedeutsamkeit nicht ermangelte: Die Medianten im nunmehr vierten Jahr trafen nicht im repräsentativen denkmalgeschützten Altbau des Ministeriums, sondern im gründlich misslungenen und schon gleich nach Einweihung von Wasserschäden heimgesuchten Dudler-Kasten mit dem Abteilungsleiter Wasserstraßen und Schifffahrt, MDir. Reinhard Klingen, seinem Unterabteilungsleiter Felix Stenschke, mit Dr. Katja Rettemeier, Referentin Wasserstraßen-Management, und Volker Keitel, dem zuständigen Referatsleiter zusammen, von der Profession her, sofern zumindest wir das überblicken, allesamt Menschen aus dem Baufach: die „Kollegin von der Ökologie“, wie sie an einer Stelle genannt wurde, saß leider nicht mit am großen rechteckigen Tisch, um den sich rund fünfzig versammelt hatten. Den Rest des Beitrags lesen »

Noch mehr Fällungen in der Hufeisensiedlung!

Neben 30 Hainbuchen sollen 24 Bergahorne fallen

Das Ende der winterlichen Fällsaison naht, allenthalben in der Stadt scheint’s deshalb mit den entsprechenden „Pflegemaßnahmen“ in den Endspurt zu gehen, und so auch in der Britzer Hufeisensiedlung in Neukölln. Es ist schon ein schlimmes Wechselbad, was den AnwohnerInnen dort zugemutet wird!

Drei unterschiedliche Standorte

Hufeisen-Ahorne 01

Fällwürdige Bergahorne? ©BUND

Nach dem Kampf um die dreißig Hainbuchen am Lowise-Reuter-Ring, der zunächst zugunsten der Bäume gewonnen schien, indem die Deutsche Wohnen AG ihren Fällantrag zurückzog, wurde ein gleicher, wie berichtet, umgehend erneut gestellt und hat jetzt, da ihn der Bezirk ein zweites Mal ablehnte, die Schleife bis zur Obersten Denkmalbehörde genommen, die fürs noch nicht lange auch in den Gartendenkmal-Stand erhobene Hufeisen zuständig ist. Die ODB aber hat, wie leider nicht anders zu erwarten, ohne sich um die Meinung des bezirklichen Grünflächenamts, geschweige der AnwohnerInnen zu scheren, der Fällung der gesunden Bäume zugestimmt, obschon sie weder die Fassade schädigen, unzumutbar Wohnungen verschatten oder die ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Bruno-Taut-Schöpfung verstellen. Ihre Art ist offenbar nicht denkmalverträglich. − Eine derart rigoristisch-dogmatische, unökologische und bürgerInnenferne Auslegung ihres gesetzlichen Auftrags seitens der ODB darf nicht tatenlos hingenommen werden! Den Rest des Beitrags lesen »

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