Der Flaschenhals ist freigemacht

BürgerInnenvorschläge überwiegend ignoriert

Bericht von einem Ortstermin

Die Rodungsarbeiten im sog. Flaschenhals südlich der Yorckstraße, um auch diesen Teil einer einst einzigartigen Bahnbrachenlandschaft barrierefrei nicht nur für Gehbehinderte und SenorInnen, sondern auch für den Fernradverkehr nach Leipzig zu erschließen, wurden noch außerhalb der Vegetations- und Brutperiode zu Ende gebracht. Im unbelaubten Zustand erscheinen Vorwald und Wäldchen jetzt sehr licht. Allein über sechzig Bäume , die der Baumschutzverordnung unterlagen, wurden entnommen.

Aufbruch

Aufbruch von unter der Monumentenbrücke | zum Vergrößern bitte jeweils anklicken!

Den Rest des Beitrags lesen »

Berlins neuer City-Park

Von der Brachlandschaft zur Designer-Natur

Presserundgang

Presserundgang am 2.9.11 im neuen City-Park

Die Eröffnung des Gleisdreieck-Ostparks am letzten Wochenende (2./3.9.) ist in diesen ereignisreichen Zeiten fast schon wieder Geschichte, aber wir möchten nicht verfehlen, aus der Perspektive von Stadtnaturschutz, nachhaltiger Stadtentwicklung und BürgerInnenbeteiligung noch etwas Nachlese zu halten, zumal der Gestaltungsprozess ja weitergeht, nicht nur auf dem West-, sondern eben auch auf dem nun der Öffentlichkeit übergebenen Ostteil des neuen „City-Parks“. Den Rest des Beitrags lesen »

Gleisdreieck-Ostpark kurz vor Fertigstellung

Beispiel, wie Bürgerbeteiligung nicht aussehen darf

Den 3. September schon mal vormerken!

Am  Tag des diesjährigen Hornstraßenfests soll’s auf dem Gleisdreieck soweit sein: Nachdem sie am Vortag (Freitag,2.9., 16 Uhr) PressevertreterInnen informiert und rumgeführt hat, will Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer am folgenden Samstag den Ostpark auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs feierlich seinen NutzerInnen übergeben.

Zur Komposition dieser „Geste“, mit der dieser denkwürdige Akt gebührend vollzogen werden soll, und der sonstigen Inszenierung dieses von den AnwohnerInnen buchstäblich seit Jahrzehnten herbeigesehnten Moments hat die Verwaltung, wie könnte es anders sein, ein privates Unternehmen angeheuert, jedoch mit recht schmalem Budget ausgestattet.

Baumtopf

Baumtopf vor ehem. Verladehalle, Gleisdreieck-Ostpark

Den Rest des Beitrags lesen »

Die allerletzte Bürgerversammlung

Nord-Süd-Grünzug: Amt unterdrückt BürgerInnenvorschläge

Das Podium

Das Podium

Die PlanerInnen bekannten es freimütig ein und straften damit Baustadtrat Krömer (CDU), der gerade das Gegenteil behauptet und von Einarbeitung der Kritik und Anregungen der BürgerInnen schwadroniert hatte, tendentiell Lügen: „Wir haben unsere Planungen nur geringfügig verändert“, so Eva Mühlbauer vom Atelier Loidl und Eva-Maria Boemans vom Landschaftsarchitketurbüro Thomanek Duquesnoy Boemans (TDB) jeweils zu Beginn ihrer Präsentationen.

Das vierte Werkstattgespräch im November 2010 hatte Bernd Krömer, im Nebenjob Generalsekretär der Landes-CDU, vorab selbstherrlich als das letzte deklariert, eine von insgesamt elf Initiativen unterzeichnete kritische Resolution, die dagegen protestierte und die endliche Aufnahme echter Bürgerbeteiligung forderte, unbeantwortet gelassen, ebenso wie übrigens auch die gleichfalls adressierte Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer,  die anlässlich eines Wahlkampfspaziergangs sogar öffentlich eine Antwort in Aussicht gestellt hatte.

[Beachte auch den Nachtrag am Schluss!]

Den Rest des Beitrags lesen »

Gleisdreieck: Iniplattform fordert Baustopp!

Erneut wertvoller Vegetationsbestand zerstört

Protest wegen fortgesetzter Verstöße gegen Vereinbarungen der PAG

Kletterbaum vorher

Kletterbaum mit Zaun (vorher)

Schon auf der 53. Sitzung der Projekt begleitenden Arbeitsgruppe (PAG) zum Gleisdreieck-Westpark am 11. Februar, die das Thema Pilotprojekt „Gärten im Garten“ vertiefen sollte, wurde den AnwohnervertreterInnen sowie den QR von Schöneberger Norden und Tiergarten Süd deutlich, dass sich Grün Berlin und die Planer des Atelier Loidl nur höchst unzureichend mit ihrer Kritik an den bisherigen Entwürfen auseinandersetzen − vor allem was die Wegeführung in der Kleingartenkolonie POG, um den Natur- und konventionellen Spielplatz herum und zwischen beiden, die überdimensionierten Wegebreiten und Ausmaße des Marktplatzes sowie die umstrittene Durchwegung der sog. Oefelein-Bauten betrifft − geschweige Kritik und Korrekturvorschläge in ihre Planungen einarbeitet.

Hier muss nicht zuletzt Moderator Seebauer endlich auch gegenüber Planern und Vorhabenträger auf die Einhaltung gemeinsam getroffener Vereinbarungen dringen!

[Update Fotos: Der Kletterbaum oben wurde nun auch noch halbiert (s.u.), ohne Rücksicht darauf, dass zwei AnwohnervertreterInnen und PAG-Mitglieder am 10.2. ein intensives Gespräch mit der bauausführenden Firma führten und erstens verlangten, den besonders bei Kindern beliebten Baum nicht zu beschädigen, und zweitens vorschlugen, den im Bild zu sehenden Eisenträger und die Zaunpfosten von innerhalb der Umfriedung herauszunehmen, denn dort war selbst für den Kleinbagger genügend Bewegungsraum. Die Zaunpfosten steckten übrigens nur ca. 40 cm tief im Boden und hätten mit geringem Kraftaufwand und per Handschachtung ohne größeren Aufwand entfernt werden können. Drittens forderten die BürgerInnen die Bauleute auf, die Schaufel durch einen Haken zu ersetzten, um Beschädigungen des Baums zu vermeiden, und im weiteren bestandsschonend vorzugehen. − Die unten zu sehende Kappung des seitlichen Stämmlings war absolut nicht erforderlich! − Und zum „halben Baustopp“ siehe auch hier und hier.]

Den Rest des Beitrags lesen »

Magische Orte der Kontemplation?

Zur weiteren Überarbeitung der Westpark-Planung

Winterliche Ortsbegehung

Unsere Kritik der Schieflage zwischen institutionalisierter oder formeller (Quartiersmanagement und -räte) und informeller BürgerInnenbeteiligung (BIs) am Beispiel der Gleisdreieckwestpark-Planung vermöge der unterschiedlichen materiellen Ressourcen und auch Interessenlagen (Schaffung von Sportflächen im Rahmen des Konzepts der „Sozialen Stadt“) hat erwartungsgemäß einigen Widerspruch provoziert [Kommentar]. Uns wurde gar unterstellt, wir hätten von einer direkten Bezahlung der Quartiersräte gesprochen bzw. bewusst den Anschein, dass es so sei, aufkommen lassen, und unsere gegenteiligen Versicherungen weggewischt.

Am gestrigen Dienstag (21.12.) nun tagte die PAG zum „Schwerpunkt-„, sprich: strittigem Thema des Pilotprojekts „Gärten im Garten“, womit nicht nur die zu begrüßende Integration der glücklicherweise erretteten Kleingartenkolonie POG konkret ausgestaltet, sondern auch die sehr kontrovers diskutierte Lage, Ausdehnung, Beschaffenheit und Funktion des sog. Marktplatzes sowie die Durchwegung der „Oefelein-Bauten“ in Richtung Nelly-Sachs-Park verhandelt werden sollte.

Zwischen U1 und Landwehrkanal

Beräumung des Westparks zwischen U1 und Landwehrkanal

Den Rest des Beitrags lesen »

Zweites Forum Westpark

Planer und BürgervertreterInnen präsentieren modifizierten Entwurf

Das 5. Planungsforum, das unter Leitung von Moderator Seebauer am Anfang  dieser turbulenten letzten Woche, nämlich am 27.9. im Gemeindesaal der Zwölf-Apostel-Kirche stattfand, war das zweite, das sich mit der Loidl-Planung zum Westpark auf dem Gelände des ehemaligen Potsdamer Güterbahnhofs auseinandersetzte. Der Großteil der interessierten BürgerInnen kam aus Schöneberg und Mitte (Tiergarten), ein kleinerer aus Kreuzberg; viele hatten schon am ersten Forum im November ’09 und an der Begehung im vergangenen April teilgenommen.

Auf die Frage von Moderator Seebauer (der auch die letzten fünf Sitzungen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe erfolgreich moderierte), wer den künftigen Park persönlich nutzen werde, reckten sich die meisten Hände, doch diese bei der Parkpflege selber anzulegen, sind − nicht weiter verwunderlich − nur eher wenige bereit. − Anwesend waren u. a. Beate Profé und Ursula Renker von der Senatsverwaltung, der Bürgermeister von F’hain-Kreuzberg, Dr. Franz Schulz, und Manfred Sperling vom Fachbereich Planen des Bezirksamts T’hof-Schöneberg, VertreterInnen der Spielplatzkommissionen aller drei Anrainerbezirke, Regina Krokowski von Grün Berlin und last not least junge Mitglieder des KiJuRa Magdeburger Platz mit Projektleiterin Dr. Christa Schäfer. Den Rest des Beitrags lesen »

« Older entries