Naturdenkmal stillschweigend entwidmet?

Areal Ratiborstraße 14

140-jährige Ulme in Gefahr!

Gegen die geplante Nachverdichtung der drei Hektar großen Fläche nahe Ratiborstraße und Landwehrkanal mit fünfstöckigen MUFs, Wohnbebauung etc., welche die Berliner Mischung aus Kleingewerbe (rund 20 Handwerksbetriebe mit 80 Arbeits- sowie Ausbildungsplätzen), KiTa, Kultur, Wagenplatz- und Grünfläche zu beeinträchtigen, wenn nicht zu verdrängen und zuzubetonieren droht, macht die Initiative Ratiborstr. 14 schon seit längerem mobil.

Sie hat u.a. ein eigenes Nutzungskonzept erstellt, es gab etliche Runde Tische etc., doch dann verkaufte die BIMA das einst dem WSA gehörende Gelände an die BGG (Berlinovo Berliner Grundstücksentwicklungs GmbH), die schon im August beginnen will, ihre eigene Planung umzusetzen.

Ratibor-Ulme

140 Jahre alte Ulme auf dem Gelände des Biergartens Jokel, Ratiborstraße in Kreuzberg

Den Rest des Beitrags lesen »

Fridays and Sundays For Future — auch am Landwehrkanal?

Beteiligung droht in Routinen zu ersticken

Bericht von der 11. WSA-Informationsveranstaltung

Aufregende Ereignisse lassen uns erst jetzt dazu kommen, noch auf die 11. WSA-Informationveranstaltung, die schon am vorletzten Dienstag stattfand, zurückzublicken.

Denn ganz überwiegend junge Menschen, allen voran Greta Thunberg, FridaysForFuture und Extinction Rebellion, also vielfach solche noch ohne Wahlberechtigung, ist es gelungen, nach fast halbjähriger, allfreitäglicher Streik-Kampagne für Climate Action Now! und einer fulminanten weltweiten Demonstration letzten Freitag nicht nur am Sonntag (jedenfalls hierzulande) für eine phänomenale Wahlbeteiligung bei einer Europawahl zu sorgen, sondern sie tatsächlich auch zu einer „Klimawahl“ zu machen − mit enormen Erfolgen für eben die Partei, der beim Klimaschutz die größte Kompetenz zugetraut wird. Den Rest des Beitrags lesen »

Für Variante Stadtnaturhalt

Große Mehrheit für Rettung des Crelle-Urwalds

Update, 16.6.: Liebe Tempelhof-SchönebergerInnen: So Ihr über 16 seid, bitte unterschreibt bis 31. August für den Einwohnerantrag zum Erhalt des Grüns im Wannseebahngraben und für weitere Bürgerbeteiligung!

1000 Unterschriften sind nötig, damit sich die BVV TS mit den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der Anwohner- und NutzerInnen befasst und sie an der Planung der „Umgestaltung“ des Wannseebahngrabens weiterhin beteiligt! − Und wenn Ihr noch bisschen mehr tun wollt: Druckt die Unterschriftenliste mit Vor- und Rückseite aus, sammelt einige weitere, schickt sie an die angegebene Adresse, oder gebt sie in der Geschäftsstelle des BUND Berlin, Crellestr. 35 ab und seid vielmals bedankt − nicht zuletzt auch von unseren nichtmenschlichen MitbewohnerInnen!

Planungswerkstatt Umgestaltung Wannseebahngraben

Kaum fünfzig BürgerInnen fanden letzten Samstag um zehn in den Willy-Brand-Saal im Rathaus Schöneberg: die fürs Verteilen der Einladungen beauftragte „professionelle“ Firma habe diese als Werbung missverstanden und alle Briefkästen mit entsprechendem Einwurfverbot ausgespart. Nun ja. − Dazu kommt unserer Meinung nach noch die Uhrzeit: „10 Uhr am Samstagmorgen ist für Berufstätige eine unmenschlich Zeit!“ verlautete aus dem Publikum. Kurz: viele bekannte Gesichter, wenig neue und weit und breit kein Allgemeininteresse.

Moderatoren, Publikum

Moderatoren, Publikum

Verfahrenskritik unerwünscht

Kritik an der Aufbereitung der in der vorigen Ideenwerkstatt schriftlich fixierten Interessen, Wünsche und Bedürfnisse von Anwohner- und NutzerInnen, an der Ausstellung der Variantenentwürfe im Rathaus-Foyer, der Gestaltung der Fragebögen u.v.m. konnte so gut wie gar nicht thematisiert werden, vielleicht auch, weil neben Planer-Moderator Martin Seebauer diesmal der Landesgeschäftsführer des BUND, Tilmann Heuser, mit der Co-Moderation betraut wurde, der nicht müde wird, vorm Hintergrund der miserablen Öffentlichkeitsbeteiligung auf Senatsebene, die am Sonntag ja die verdiente Quittung erhielt, Qualität und Standards der Partizipation sei’s nun an der Landwehrkanal-Sanierung, also auf Bundesebene, oder auf der kommunalen wie eben in Tempelhof-Schöneberg über den grünen Klee zu loben. Erst sollten mal die Planer ihre Entwürfe vorstellen. Den Rest des Beitrags lesen »

Verwaltungskonforme Beteiligung

Keine Veranlassung, auch nur den Schein zu wahren?

Partizipation braucht Kontinuität!

Vielleicht noch im April, aber ganz sicher dann im Mai wird die BürgerInnenbeteiligung zur Schöneberger Schleife, hier: zum Wannseebahngraben (Bebauungsplan 7-69), moderiert von Planer-Moderator Martin Seebauer, fortgesetzt. Und zwar in Form einer Ortsbegehung mit anschließender Planungswerkstatt. Derlei erhellt zumindest aus Bürger- oder Bezirksverordnetenanfragen – bzw. aus deren Beantwortung. Eigeninitiativ wird nicht mehr groß für die öffentliche Beteiligung an der Beplanung des Wannseebahngrabens geworben. Da wähnt sich manch eineR in die Ära Bernd Krömer zurückversetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Stadtumbau Südkreuz

[Update, 5.9.: Hier die Präsentationen der Veranstaltung auf der BA-Site.]

Information statt Beteiligung

Same Procedure

Passend zur lauwarmen Plakatphase dieses originellen Nicht-Wahlkampfs wurde es am Donnerstagabend letzter Woche (29.8.) auch im Willy-Brand-Saal des Schöneberger Rathauses wieder mal nichts mit dem „Mehr Demokratie wagen!“, auch nicht in Sachen zivilgesellschaftlicher Beteiligung an der Stadtplanung. Im Gegenteil.

Publikum

Publikum und Vortragende (Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!)

Obwohl deutlich über hundert BürgerInnen der Einladung des Tempelschöner Bezirksamts zur „Informationsveranstaltung zum Stadtumbau Südkreuz“ gefolgt waren, nachdem sie sich im Netz schon einen Eindruck von der vortragslastigen Tagesordnung hatten holen können, wurde das abgeschmackte Format des Frontalunterrichts mit dekretiertem Ablauf von sechseinhalb datengesättigten Inputs nebst jeweils streng reglementiertem „Nachfrage“-Anhängsel und einer Diskussion tatsächlich unterm allerletzten Punkt 9 mehr oder minder klaglos geschluckt. An diesem letzten Punkt angekommen, hatten erwartungsgemäß ca. drei Viertel des Auditoriums die Stuhlreihen geräumt. Den Rest des Beitrags lesen »

Grünverbindung entlang Bautzener Str. bleibt!

IG Stadtplanung von unten plant Bürgerbegehren

Ökologisch wertlos?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nachdem, wie berichtet, die rot-grüne Zählgemeinschaft in der BVV Tempelhof-Schöneberg ihren ursprünglichen Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit dem schon skurrilen Titel „Wohnungsbau und neue Wege an der Bautzener Brache − Chancen für einen ökologischen und sozialen Ausgleich nutzen!“ für eine Fläche ohne Baurecht in noch gegenüber der März-Version tüchtig verwässerten Fassung und auch mit den Stimmen der CDU beschlossen hat, plant die Initiativgruppe Stadtplanung von unten die Durchführung eines Bürgerbegehrens mit dem Ziel eines Bürgerentscheids.
Den Rest des Beitrags lesen »

Bauprojekt Crellestr. 22a vorläufig ausgesetzt – alle andern durchgewunken

Wohnen mit Weitblick auf Kosten des Bestands

[Update 17.6.: Zu den „Verbesserungen“ der Beschlussempfehlung „Wohnungsbau und neue Wege an der Bautzener Straße − Chancen für einen ökologischen und sozialen Ausgleich nutzen!„, ursprünglich von der Grünen-Fraktion eingebracht, nun vom Ausschussvors. Jahnke von der Zählgemeinschaftspartnerin SPD unterschrieben:

  • Statt 7 Jahren nur noch 5 Jahre Mietpreisbindung
  • nun doch Bebauung südlich der Großgörschenstraße statt der ursprünglich noch geforderten Grünflächen
  • für den Grünstreifen wird keine Breite mehr festgelegt (war 10 Meter)
  • keine Umzäunung des Grünstreifens
  • keine Begrenzung der Kfz-Stellplätze
  • keine überdachten Fahrradstellplätze
  • kein Vorbehalt für Klimagutachten und Einzelhandelskonzept (aus Sicht des BA erledigt?)
  • keine Forderungen mehr bez. GRZ/GFZ oder Versiegelung

Mit Dank an Matthias S.!
 
Update 15.6.: Gestriges Abstimmungsgespräch zwischen Bezirksamt und Bauherrn führte u.a. zum zweiwöchigen Aussetzen der Fällung der drei Linden, bis Gutachten zu Möglichkeit ihres Erhalts vorliegt. Siehe BA-Site.]

Hände weg vom Crelle-Eck!

Auf dem Weg ins Rathaus Schöneberg am Mittwochabend (12.6.) noch ein Abstecher zum eigentlichen Ort des dort Verhandelten und von der Langenscheidtbrücke in die Crellestraße abgebogen. Vor den drei, wegen des nächsten Neubauprojekts im Schöneberger Norden zur Fällung ausgeschriebenen Linden sitzen ein halbes Dutzend AnwohnerInnen auf Klappstühlen und haben ein wachsames Auge auf ihre Bäume. Wir unterschreiben ihren Protest, kleben uns Sticker an − Keine Bebauung! Keine Fällung! − und weiter geht’s, den anderen hinterher, in den Stadtentwicklungsausschuss.

Drei-Linden-Wacht

Drei-Linden-Wacht an der Crellestr. 22a in Schöneberg

Den Rest des Beitrags lesen »

« Older entries