Gute Nachrichten zu ökologischen Belangen!

Leider nur geringes öffentliches Interesse

Von der 10. WSA-Informationsveranstaltung „Zukunft Landwehrkanal“

Am vorletzten Dienstag, 20. November, kamen trotz des fünf Tage zuvor mit knapp sechzig Teilnehmer*innen recht gut besuchten Ökologie-Workshops leider nur wenige Interessierte und Presse schon gar nicht − vielleicht folgten die Termine zu dicht −, aber immerhin war die Bezirksvertreter*in von Friedrichshain-Kreuzberg erschienen, die wir sehr gern auch zum Workshop begrüßt hätten. Ein Bereich möglicher Aufwertungsmaßnahmen, der sich größten Zuspruchs erfreute, liegt nämlich in Kreuzberg. Den Rest des Beitrags lesen »

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Öko-Workshop sehr gut besucht!

Zwei Bereiche in Kreuzberg bevorzugt

Flachwasserzonen und künstliche Inseln

Frontalauftakt

Frontalauftakt im Wasserstraßenneubauamt

Großen Anklang fand unser Workshop zu ökologischen Aufwertungsmaßnahmen an den fünf, schon seit längerem ausgewählten Stellen des Landwehrkanals (LWK) am letzten Donnerstag (15.11.) [siehe auch hier]. Besonders Studierende der Beuth Fachhochschule, angehende Landschafts- oder Objektplaner*innen, kamen zahlreich, dazu Anwohner*innen vom Kanal, interessierte Bürger*innen sowie Vertreter*innen aus der Verwaltung, von <abbr title=Senatsverwaltung für Umwelt-, SenUVK und Anrainerbezirken, von Letztgenannten, mit einer Ausnahme aus Neukölln, leider keine persönlich bekannten Expertenkreismitglieder, sodass wir zunächst darüber im Ungewissen blieben, doch aus dem Bezirk mit dem längsten LWK-Abschnitt, nämlich F’hain-Kreuzberg, war leider niemand interessiert, obwohl sie die WSA-ZÖB gleich mehrfach eingeladen hatte und der Bezirk doch sicher ein Wort wird mitreden wollen, wenn auch in seiner Zuständigkeit ökologisch aufgewertet werden soll.

Fachleute der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), vom Wasserstraßenneubauamt (WNA), der Planungsfirmen Pöyry, WITE, von BUND und NABU standen den Bürger-Expert*innen Rede und Antwort, wie sich welche Aufwertungsmaßnahmen an den schon vor sechs Jahren auserkorenen Stellen nun konkret umsetzen lassen, denn WSA-Leiter Scholz möchte ja am liebsten noch diesen Winter die Objektplanung ausschreiben. Den Rest des Beitrags lesen »

Zur Charta für Berlins Stadtgrün

Berlins Grüne Infrastruktur

Integrierte doppelte Innenentwicklung von Beton und Grün

Seit dem 12. Oktober, dem Tag der Auftaktveranstaltung, läuft nun der Online-Dialog zur Erarbeitung einer Charta für Berlins Stadtgrün, wird bis zum 23. November fortgeführt und bedarf noch deutlich regerer Teilnahme: diese Formate müssen, auch wenn hierzulande manches noch Jahrzehnte Neuland bleiben mag, in Beteiligungsverfahren von der Stadtgesellschaft unbedingt viel intensiver genutzt werden!

Impulspapier zur Charta Stadtgruen

Impulspapier zur Charta Stadtgrün

In diesen Tagen hat auch das Bundesumweltministerium den Entwurf zu einem ‚Masterplan Stadtnatur‘ samt Maßnahmenprogramm vorgelegt, d.h. zumindest auf der Verlautbarungsebene tut sich was in Richtung doppelter Innenentwicklung: Es kann und darf nicht nur um Wohnungsbau gehen, womöglich im gründerzeitlichen Blockrandstil, und auch nicht nur um den Ausbau der grauen, sondern mindestens ebenso wichtig ist die Sicherung, Entwicklung und der Ausbau unserer grünen Infrastruktur! Sie hat ihren Nutzen für den Klimaschutz, dient aber hauptsächlich der existenziell notwendigen Anpassung an die absehbaren Folgen der Klimakatastrophe, worauf der diesjährige, sicher schon halb vergessene Dürre- und Hitzesommer hindeutete, nicht zuletzt jedoch dem Arten- und Biotopschutz! Den Rest des Beitrags lesen »

„Was macht eigentlich …?“

Und vom selben Autor noch ein weiterer Gastbeitrag

Die nachhaltigen Wohnbunker stehen, Fragen bleiben

Kritischer Blick auf ein modellhaft umstrittenes Bauprojekt

Bautzener Brache 06

Verschwunden: die Bautzener Brache 2013

Ein weiteres Highlight der bezirklichen Architektur- und Stadtplanung geht seiner Vollendung entgegen: Die Bebauung der „Bautzener Brache“. Es mutet so an, als hätten die Baukünstler die begrabene „Brache“ − die gar nicht so V„brach“ war! − als Begriff versucht, in ihr Werk einfließen zu lassen.

Die Bautzener Brache

Bautzener Brache 2012

Der Versuch ist misslungen, die Öde der Fassadengestaltung, die gestalterische Einbindung in die Umgebung gehört zu den grandiosen Beispielen von Unfähigkeit, Ignoranz und Täuschung des weit verbreiteten organisierten Klüngel (OK) von Politik, Verwaltung und Immobiliensektor. Ein Exempel, um der Nachwelt nachhaltig deutlich zu machen, was immobile Einöde im Gegensatz zu Brache bedeutet.

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Schöneberg: 30°-Sommer + Kettensäge

Damit die Brutzeit-Grünpflege nicht als F'hain-Kreuzbergs Alleinstellungsmerkmal 
unter den Bezirken erscheint, aus dem benachbarten Tempelhof-Schöneberg folgender
Gastbeitrag:

Grünes Bezirksamt pflegt Straßenbäume

Es ist schon einigermaßen erstaunlich mit welch (fehlendem) Fingerspitzengefühl das Gartenbauamt Tempelhof-Schöneberg sogenannte Grünflächenpflege betreibt: „Der Fachbereich Grünflächen pflegt im Bezirk rund 36.000 Straßenbäume.“ Wie macht er das?

Da haben wir die heißesten und trockensten Monate seit Jahrzehnten, in Brandenburg brennen Felder und Wälder, in den Medien wird dazu aufgerufen, die Straßenbäume zu wässern, und was passiert? In den Morgenstunden des 4. Juli 2018, rückt mit großem Gerät, Hubwagen, Häcksel und weiteren LKW eine Säge-bewehrte Truppe an. Auftrag: Baumarbeiten. Auftraggeber: Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, hier „das Straßen- und Grünflächenamt bestehend aus dem Fachbereich Straßen, dem Fachbereich Grünflächen sowie dem Fachbereich Straßen- und Grünflächenverwaltung“. Den Rest des Beitrags lesen »

Lücken im Grünbereich schließen

…floristisch und personell!

Vom Xhainer Brutzeitfällen 2018

Gestern entdeckten wir mit bisschen Verzug, da unter ‚Impressum‘, den Hilferuf einer Kreuzbergerin, auf dem Hof der Robert-Koch-Oberschule seien Platanen gefällt worden und morgen, also heute, kämen die Straßenbäume. Im Straßen- und Grünflächenamt war um 17 Uhr niemand mehr zu erreichen. Also erteilten wir die in solchen Fällen angezeigten Ratschläge und richteten zugleich auch eine Anfrage an mehrere Adressen in Straßen- und Grünflächen- (SGA) sowie dem Umweltamt.

F’hain-Kreuzbergs SGA hat auf verschiedenen Accounts gefühlt seit Monaten einen Autoresponder, und der geht bspw. so:

„[…] wir weisen darauf hin, dass aus personellen Engpässen, die Bearbeitung Ihrer Anliegen nur sehr zeitverzögert bearbeitet werden können.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, das aus diesem Notstand heraus die eingehenden Anfragen nach Dringlichkeit sortiert und abgearbeitet werden.“ —

Die Lücken, welche die unseligen Personaleinsparungen gerade im Grünbereich gerissen haben, erweisen sich offenbar als nachhaltig.

[Nachtrag 15.7.: Wir vergaßen den Hinweis, dass sich in den Platanen auf dem Robert-Koch-Schulhof Nester von Rabenvögeln befunden haben sollen, d.h. hier scheint ein eklatanter Verstoß gegen Artenschutzrecht vorzuliegen! Im Anschluss an die Fällungen fanden Anwohner*innen der Dieffenbachstraße jetzt Aushänge in ihren Hausfluren.

In diesem Kontext wirkt die Nonchalance, mit der ‚Bewegungsstadtrat‘ Florian Schmidt eine Einwohner*innenanfrage zu Fällungen in der Großbeerenstraße abfertigte, schon sehr krass. Den Rest des Beitrags lesen »

Abgesang auf ein gescheitertes Format

Von der 9. WSA-Informationsveranstaltung

Weniger interessierte Öffentlichkeit war nie!

Inständig war Björn Röske, Inhaber der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB), von Bürgervertreter*innen im Expertenkreis ‚Zukunft Landwehrkanal‘ gebeten worden, doch diesmal die turnusmäßige Infoveranstaltung auch angemessen zu bewerben. Schließlich stand das Thema Ökologie und Umweltplanung im Zentrum. Zwar sagte er zu, doch tat wieder nichts dergleichen, verschickte vor Monatsfrist, als die Tagesordnung noch gar nicht vorlag, eine lapidare Pressemitteilung an einen offenbar viel zu unpersönlichen Presseverteiler und versteckte sie alsdann im Archiv der Landwehrkanal-Site auf dem Portal der WSV, wie es seit Jahren kritisierter Usus ist und wo sie garantiert kein Uneingeweihter weder sucht noch auch per Zufall findet. Eine erneute Erinnerung der Medienvertreter*innen kurz vor der Veranstaltung, obschon doch allgemein üblich, unterblieb ebenfalls.

Eine Woche vorher folgte eine dilettantisch formatierte Einladung in drei unterschiedlichen Varianten nur noch an den Verteiler der sog. Interessierten Öffentlichkeit. Durch brutalstmögliche Umständlichkeit im Vorgehen, all jene, die sich bereits in diesen Verteiler hatten aufnehmen lassen, per Mail aufzufordern, ihrerseits eine Mail mit der Versicherung retour zu senden, unter den neuen rechtlichen Auflagen der DSGVO auch weiterhin ZÖB-Mails bekommen zu wollen, habe übrigens der ohnehin überschaubare Kreis nochmals halbiert werden können, so dass also nach viereinhalb Jahren ZÖB keine drei Dutzend Bürger*innen überhaupt noch Post vom Beteiligungsbeauftragten wünschen.

9. Info-TO

Tagesordnung der 9. WSA-Infoveranstaltung, 5.6.18 | Zum Vergrößern klick!

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