Was ist bloß mit den Grünen los?

Wenn schon weder „Stadtbalkon“ noch „-fenster“, denn halt eine Treppe statt der Bäume

Bautzener Platz braucht keine Grün-Anbindung auf Kosten des Grüns!

[Update 26.4.: Die Abstimmung in der gestrigen TempelSchöner BVV ging sehr knapp 27:25 Stimmen für die Bautzener Treppe und gegen die Interessen der überwiegenden Mehrheit der Anwohner- und BürgerInnen am Erhalt der wertvollen Böschungsvegetation und ihres grünen Wohnumfelds aus. − Ein bündnisgrüner Bezirksverordneter hat gegen diesen unsinnigen Treppenbau gestimmt, mehrere aus der rot-grünen Zählgemeinschaft haben sich enthalten, und dies hätten sicher auch noch weitere getan, wären sie nur ausreichend informiert gewesen über die wenigen einvernehmlichen Ergebnisse eines völlig unzureichenden Partizipationsprozesses . − Sehr schade: Wieder ein Sieg des Betons über Bäume, Bürgerwillen und jahrelanges Engagement für den Schutz unserer Stadtnatur.]

Als das Planungsbüro Thomanek Duquesnoy Boemans Landschaftsarchitektur (TDB) in einem der sogenannten Werkstattgespäche zu Schöneberger Schleife und Nord-Süd-Grünzug seine Planung eines „Stadtbalkons“ am Bautzener Platz vorstellte, war die Ablehnung von Seiten der AnwohnerInnen aus unterschiedlichen Gründen weitestgehend einhellig.

Eins der wichtigsten Argumente war der Erhalt des restlichen, 2008 aus (damals) unerfindlichen Gründen schon arg ausgelichteten Baumbestands sowie der wertvollen Böschungsvegetation. Der Kompromiss-Vorschlag eines „Landschafts-„ oder „Stadtfensters“, um, wie es der Leiter des Planungsamts, Siegmund Kroll, seinerzeit formulierte, den „Höhenversprung zur Teltower Platte erlebbar“ zu machen und (natürlich) Sichtbeziehungen zu schaffen, wurde, da es auf Rodung eines Großteils der Vegetation hinausliefe, ebenfalls abgelehnt.

Außerhalb der „Werkstatt“ sprachen sich zudem insgesamt rund 150 AnwohnerInnen mit ihrer Unterschrift gegen diese Art Umbau ihres Wohnumfelds aus. − Entsprechend beschloss nach vorangegangenem Hin und Her im Stadtplanungsausschuss die TempelSchöner BVV in ihrer 57. Sitzung am 31.8.11, auch das „Bautzener Fenster“ zu schließen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Kaum ein Baum bleibt unversehrt

Aushöhlung von Natur- und Artenschutzrecht

Aus unserer Serie „Kreuzhainer Frühjahrsschnitt“

Wiener Straße

Wiener Straße entlang des Görlitzer Parks | Zum Vergrößern Fotos bitte anklicken!

Nach einigen Missgriffen noch in der vegetationsfreien Zeit (in Berlin vom 1. September bis zum 28. bzw. 29. Februar), indem z. B., wie berichtet, die stattlichen Platanen am Paul-Lincke-Ufer verschnitten wurden, was dem Mediationsforum „Zukunft Landwehrkanal“ mindestens hätte avisiert werden müssen, hatten wir den anschließenden Zusicherungen vertraut, mit Beginn der diesjährigen Vegetations- und Brutperiode am 1. März werde Natur- und Artenschutzrecht beachtet und nur bei Gefahr im Verzug gehandelt, ansonsten aber bei Bäumen nur Totholz entfernt und allenfalls behutsame Pflegeschnitte vorgenommen.

Wiener Straße 02

Wiener Straße / Görlitzer Park

Allein seit es zu grünen und zu blühen beginnt, rücken − noch emsiger als im vergangenen Frühjahr − sowohl amtseigene Kräfte als auch beauftragte Privatfirmen aus und nehmen sich Straße um Straße vor, um entweder durch rigoroses Aufasten der ihr erstes junges Laub tragenden Bäume den „Lichtraum“ freizuschneiden“, wie es eine behördliche Angestellte nach kurzem Abschalten ihrer Kettensäge ausdrückte, oder um durch Entfernen von armdicken Starkästen die Kronen auszulichten oder per Kappung am Wachsen zu hindern. Den Rest des Beitrags lesen »

Experiment mit Wildwiese in Alt-Treptow

Aus behördlichem Kahlschlag das Beste machen und weiteren verhindern!

Abergläubisch dürfen Naturschützerinnen nicht sein: Am Freitag, dem 13. April, wollten Bürgerinnen, die sich für den Schutz und die Förderung urbaner Artenvielfalt in einem lebendig grünen Kiez einsetzen, in Alt-Treptow ein kleines Beispiel-Projekt für  naturnähere Anlage von Grünflächen starten.

Wildwiesen-Einsaat nahe Studentenbad

Wildwiesen-Einsaat nahe Studentenbad, Alt-Treptow

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