Begehungen am Hohenzollernkanal

Unterhaltungspläne und ihre Implementierung

Ein Nachtrag

Nach den unfachgerechten und weitgehend sinnfreien Rodungs- und Schnittmaßnahmen am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal  (BSK) im Winter 2009/10 [siehe hier, hier und dort], einer Krisensitzung im Rahmen des Mediationsverfahrens „Zukunft Landwehrkanal“ [was für den LWK recht ist, sollte für den BSK billig sein!], Ausspracheterminen zur Gehölzpflege an Bundeswasserstraßen, Vereinbarung und anschließende Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen durch die WSV, Bereisungen und Begehungen unter Beteiligung von BürgervertreterInnen…− nach dieser Vorgeschichte hat mittlerweile die BfG mit der von ihr beauftragten Pyöry Gruppe einen Unterhaltungsplan (UP) auch für den BSK aufgestellt, der bereits im April dieses Jahres verbindlich in Kraft gesetzt worden ist.

Das Besondere an diesem UP liegt nicht nur darin, dass er − angestoßen von zivilgesellschaftlichen Protesten − quasi als Nebeneffekt eines großen Beteiligungsverfahrens initiiert, sondern, neben der Beteiligung von Vertretern der Naturschutzverbände BUND, NABU und Grüne Liga auch mit Partizipation von BürgervertreterInnen entwickelt worden ist, deren Stellungnahmen und Hinweise, wenn möglich, Eingang ins komplexe Regelwerk gefunden haben. Diese frühzeitige Einbeziehung von Initiativen und Naturschutzverbänden sollte in der Tat bundesweit Vorbildcharakter haben! Den Rest des Beitrags lesen »

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Aus Anlass des Enttäuschungsgipfels

Erinnerung an die Berliner Strategie zur natürlichen Vielfalt

Nachklapp zur stadtökologischen WSA-Tour

Auch wenn es schon aus unserm vorigen Bericht (und manch anderen) hervorgeht, möchten wir gerne noch mal eigens darauf hinweisen, wie kontraproduktiv und höchst misslich es doch ist, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt aus Angst vor Auswirkungen auf die Finanzplanung sich in Sachen Qualifizierung der Ufergrünzüge am Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ partout nicht (mehr) beteiligen mag.

In der im Mai beschlossenen Berliner Strategie zur biologischen Vielfalt heißt es in der Begründung zum Ziel Numero 7: „Auch wenn viele Gewässer städtisch geprägt sind, soll der Spielraum für die Entwicklung naturnaher Gewässer- und Uferabschnitte verstärkt genutzt werden.“

Messerschnitt

Dafür hat das Bezirksamt immer Ressourcen: Kahlrasur am Prinzenbad

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Das WSA und die Stadtökologie

Zum Langen Tag der StadtNatur am Landwehrkanal

Perspektiven-Pluralismus gewährleistet

Einigermaßen raffiniert war es schon, dass das WSA, wo es sich bekanntlich mit Stadtökologie so schwer tut, ja gar nicht für zuständig hält − die sei Ländersache! −, am vergangenen Samstag (16.6.) unter genau diesem Thema zum diesjährigen Langen Tag der StadtNatur eine Veranstaltung zum Landwehrkanal und seiner Sanierung anbot, sich dabei aber vorsorglich nur durch eine externe Kraft, die Öffentlichkeitsarbeiterin in Sachen LWK, Evelyn Maria Bodenmeier, vertreten ließ. (Bei der Schiffstour am folgenden Sonntag zu den als Ausgleichsmaßnahme vorgenommenen Röhrichtanpflanzungen entlang der Unteren Havel war hingegen die Senatsverwaltung mit an Bord.)

Stadtökologische LWK-Führung zum 6. LTdStN

Stadtökologische LWK-Führung des WSA zum 6. Langen Tag der StadtNatur 2012

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Freies Feld für Alle!

Breite Ablehnung des bisherigen Planungs- und Beteiligungsprozesses zum Tempelhofer Feld

Eine Klatsche für Grün Berlin

Es wehte ein Hauch aus Hausbesetzerzeiten herüber, als letzten Donnerstag (7.6.) Engagierte von Initiativen wie 100% Tempelhofer Feld, Mieterrat Chamissoplatz, Wem gehört Kreuzberg? u.a. oder auch (noch) nicht Organisierte die sorgsam einstudierte Choreographie des 3. „Bürgergesprächs“ zur Verplanung des Tempelhofer Felds so richtig aufmischten und dabei von der überwiegenden Mehrheit der zeitweilig rund 100 nicht aus beruflichen Gründen Anwesenden leidenschaftlich unterstützt wurden.

Freies Feld!

Freies Tempelhofer Feld für Alle!

Die senatseigenen Grün Berlin und Tempelhof Projekt GmbHs hatten auch jetzt, als das Kreuzberger Stück des Kuchens parallel zum Columbiadamms dran sein sollte, das Büro Kolbrenner engagiert, um mit einer schon weit gediehenen Planung „in die Kieze hineinzugehen“, den Dialog mit den Betroffenen zu suchen, zu kanalisieren und zu steuern.

Turbulentes Introite

Turbulentes Introite

Doch wie schon beim Auftaktgespräch in Neukölln wollte die Strategie so gar nicht aufgehen. Die Wut der BürgerInnen über ihre faktische Nichtbeteiligung an allen bisherigen Entscheidungen und Weichenstellungen (Stichworte Zentralbibliothek, IGA 2017, umrandende Wohnbebauung) drohte gleich zum Auftakt der Veranstaltung jeden Damm zu brechen.

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