„Was macht eigentlich …?“

Und vom selben Autor noch ein weiterer Gastbeitrag

Die nachhaltigen Wohnbunker stehen, Fragen bleiben

Kritischer Blick auf ein modellhaft umstrittenes Bauprojekt

Bautzener Brache 06

Verschwunden: die Bautzener Brache 2013

Ein weiteres Highlight der bezirklichen Architektur- und Stadtplanung geht seiner Vollendung entgegen: Die Bebauung der „Bautzener Brache“. Es mutet so an, als hätten die Baukünstler die begrabene „Brache“ − die gar nicht so V„brach“ war! − als Begriff versucht, in ihr Werk einfließen zu lassen.

Die Bautzener Brache

Bautzener Brache 2012

Der Versuch ist misslungen, die Öde der Fassadengestaltung, die gestalterische Einbindung in die Umgebung gehört zu den grandiosen Beispielen von Unfähigkeit, Ignoranz und Täuschung des weit verbreiteten organisierten Klüngel (OK) von Politik, Verwaltung und Immobiliensektor. Ein Exempel, um der Nachwelt nachhaltig deutlich zu machen, was immobile Einöde im Gegensatz zu Brache bedeutet.

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Schöneberg: 30°-Sommer + Kettensäge

Damit die Brutzeit-Grünpflege nicht als F'hain-Kreuzbergs Alleinstellungsmerkmal 
unter den Bezirken erscheint, aus dem benachbarten Tempelhof-Schöneberg folgender
Gastbeitrag:

Grünes Bezirksamt pflegt Straßenbäume

Es ist schon einigermaßen erstaunlich mit welch (fehlendem) Fingerspitzengefühl das Gartenbauamt Tempelhof-Schöneberg sogenannte Grünflächenpflege betreibt: „Der Fachbereich Grünflächen pflegt im Bezirk rund 36.000 Straßenbäume.“ Wie macht er das?

Da haben wir die heißesten und trockensten Monate seit Jahrzehnten, in Brandenburg brennen Felder und Wälder, in den Medien wird dazu aufgerufen, die Straßenbäume zu wässern, und was passiert? In den Morgenstunden des 4. Juli 2018, rückt mit großem Gerät, Hubwagen, Häcksel und weiteren LKW eine Säge-bewehrte Truppe an. Auftrag: Baumarbeiten. Auftraggeber: Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, hier „das Straßen- und Grünflächenamt bestehend aus dem Fachbereich Straßen, dem Fachbereich Grünflächen sowie dem Fachbereich Straßen- und Grünflächenverwaltung“. Den Rest des Beitrags lesen »

Nachtrag zu Kreuzbergs Brutzeitfällen

Exegese der Bezirksamts-Antwort war unvollständig

Der in seinem Fach verdiente Baustadtrat hat vom Naturschutz wenig Ahnung

Da wir an der BVV am 27. Juni leider nicht teilnehmen konnten und auch von der Fällung sechs gesunder Linden in der Großbeerenstraße gar nichts mitbekommen haben, hatten wir die erste Antwort von F’hain-Kreuzbergs Baustadtrat, Florian Schmidt, auf eine Einwohner*innenanfrage glatt überlesen.

Gehwegschäden durch Wurzeln von Straßenbäumen − das sei mal vorausgeschickt − sind bekanntermaßen stadtweit vorfindlich und stammen durchaus nicht nur von Flachwurzlern wie Weiden, Birken, Pappeln, sondern auch von Herz- und Pfahlwurzlern wie Linden, Buche, Kastanie oder Eiche, da der Stadtboden vielfältig durch Leitungstrassen durchzogen ist, Schutt enthält etc. und die Wurzeln sich dort Wasser suchen müssen, wo es vorkommt.

Wenn all diese Bäume beseitigt würden, wäre es jedenfalls um einen Großteil des Berliner Straßenbaumbestands geschehen. Nein −, wir werden uns damit zu arrangieren haben wie in der Vergangenheit auch und den Sicherheitswahn, oder eher die behördliche Angst vor Haftung und Regress, auch hier zügig eindämmen müssen!  Den Rest des Beitrags lesen »

Lücken im Grünbereich schließen

…floristisch und personell!

Vom Xhainer Brutzeitfällen 2018

Gestern entdeckten wir mit bisschen Verzug, da unter ‚Impressum‘, den Hilferuf einer Kreuzbergerin, auf dem Hof der Robert-Koch-Oberschule seien Platanen gefällt worden und morgen, also heute, kämen die Straßenbäume. Im Straßen- und Grünflächenamt war um 17 Uhr niemand mehr zu erreichen. Also erteilten wir die in solchen Fällen angezeigten Ratschläge und richteten zugleich auch eine Anfrage an mehrere Adressen in Straßen- und Grünflächen- (SGA) sowie dem Umweltamt.

F’hain-Kreuzbergs SGA hat auf verschiedenen Accounts gefühlt seit Monaten einen Autoresponder, und der geht bspw. so:

„[…] wir weisen darauf hin, dass aus personellen Engpässen, die Bearbeitung Ihrer Anliegen nur sehr zeitverzögert bearbeitet werden können.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, das aus diesem Notstand heraus die eingehenden Anfragen nach Dringlichkeit sortiert und abgearbeitet werden.“ —

Die Lücken, welche die unseligen Personaleinsparungen gerade im Grünbereich gerissen haben, erweisen sich offenbar als nachhaltig.

[Nachtrag 15.7.: Wir vergaßen den Hinweis, dass sich in den Platanen auf dem Robert-Koch-Schulhof Nester von Rabenvögeln befunden haben sollen, d.h. hier scheint ein eklatanter Verstoß gegen Artenschutzrecht vorzuliegen! Im Anschluss an die Fällungen fanden Anwohner*innen der Dieffenbachstraße jetzt Aushänge in ihren Hausfluren.

In diesem Kontext wirkt die Nonchalance, mit der ‚Bewegungsstadtrat‘ Florian Schmidt eine Einwohner*innenanfrage zu Fällungen in der Großbeerenstraße abfertigte, schon sehr krass. Den Rest des Beitrags lesen »

Abgesang auf ein gescheitertes Format

Von der 9. WSA-Informationsveranstaltung

Weniger interessierte Öffentlichkeit war nie!

Inständig war Björn Röske, Inhaber der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB), von Bürgervertreter*innen im Expertenkreis ‚Zukunft Landwehrkanal‘ gebeten worden, doch diesmal die turnusmäßige Infoveranstaltung auch angemessen zu bewerben. Schließlich stand das Thema Ökologie und Umweltplanung im Zentrum. Zwar sagte er zu, doch tat wieder nichts dergleichen, verschickte vor Monatsfrist, als die Tagesordnung noch gar nicht vorlag, eine lapidare Pressemitteilung an einen offenbar viel zu unpersönlichen Presseverteiler und versteckte sie alsdann im Archiv der Landwehrkanal-Site auf dem Portal der WSV, wie es seit Jahren kritisierter Usus ist und wo sie garantiert kein Uneingeweihter weder sucht noch auch per Zufall findet. Eine erneute Erinnerung der Medienvertreter*innen kurz vor der Veranstaltung, obschon doch allgemein üblich, unterblieb ebenfalls.

Eine Woche vorher folgte eine dilettantisch formatierte Einladung in drei unterschiedlichen Varianten nur noch an den Verteiler der sog. Interessierten Öffentlichkeit. Durch brutalstmögliche Umständlichkeit im Vorgehen, all jene, die sich bereits in diesen Verteiler hatten aufnehmen lassen, per Mail aufzufordern, ihrerseits eine Mail mit der Versicherung retour zu senden, unter den neuen rechtlichen Auflagen der DSGVO auch weiterhin ZÖB-Mails bekommen zu wollen, habe übrigens der ohnehin überschaubare Kreis nochmals halbiert werden können, so dass also nach viereinhalb Jahren ZÖB keine drei Dutzend Bürger*innen überhaupt noch Post vom Beteiligungsbeauftragten wünschen.

9. Info-TO

Tagesordnung der 9. WSA-Infoveranstaltung, 5.6.18 | Zum Vergrößern klick!

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Das Alte Wiegehaus

Vom permanenten Kampf um Berücksichtigung

Ortstermin am Einsteinufer, Charlottenburg

Ortstermin Altes Wiegehaus

Ortstermin am 11.12.2017

Wahrhaftig: es kam zum Ortstermin am Alten Wiegehaus (sogar mit Teilnahme der WSA-ZÖB, also Björn Röske!) − Monate, nein, ein gefühltes Halbjahr, nachdem der Expertenkreis „Zukunft Landwehrkanal“ zuerst von den Machenschaften des neuen Pächters des kleinen historischen Bauwerks Wind bekommen hatte. In dem Backsteinhäuschen wurde dereinst das per Treidel-Kahn auf dem Landwehrkanal transportierte Salz gewogen.

Das Alte Wiegehaus

Das Alte Wiegehaus in neu

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hatte dem Pächter gestattet, das Gebäude einer neuen, und zwar gastronomischen Nutzung zuzuführen. Die Studierenden an den in der Umgebung ansässigen Fachbereichen der TU und natürlich auch der Touristenverkehr auf Kanalexkursion winken mit lukrativen Aussichten. Um das Vermüllen des Ufers zu vermeiden, hatte der Gastronom, der schon mal voller Tatendrang, aber ohne Genehmigung einen Anlegesteg errichtet hatte, gleich einen Container aufstellen wollen − bei den heutigen Konsumgepflogenheiten eigentlich naheliegend −, aber das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) Charlottenburg-W’df. genehmigte zu Recht nur einen kleinen Papierkorb: die Wesensmerkmale einer Grünanlage müssten beachtet werden. Ob da ein unbedingt eine Gaststätte dazugehört?

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Zweite Rettung einer Linde

Widerstreitende Gutachten und ein Ortstermin

Sinnbild eines zehnjährigen Beteiligungsprozesses

Tempelhofer Uferlinde 124

Ortstermin Tempelhofer Ufer, 23.11.2017

Im Frühling dieses Jahres begutachtet und für erhaltenswert beurteilt, allerdings angesichts des Lackporling-Befalls, eines wurzelbürtigen, holzzersetzenden Pilzes am Stammfuß, nur mit dreißigprozentiger Kroneneinkürzung, musste es überraschen, dass das Grünflächenamt F’hain-Kreuzberg im September plötzlich dennoch die Fällung der in Rede stehenden Linde am Tempelhofer Ufer ankündigte. Aus Verkehrssicherungsgründen sei dies dringend geboten und alternativlos.

Offenbar war ein neues Gutachten beauftragt worden, das neben dem Lackporling auch noch von einem Stammriss sprach und ihn auch fotografisch dokumentierte. Überdies zeigten Resistographen-Kurven, also die Grafiken der Bohrwiderstandsmessungen, eine schon weit fortgeschrittene Holzzersetzung am Stammfuss. Der Baum habe zudem viel Totholz in der Krone und sei insgesamt nurmehr von eingeschränkter Vitalität.

[Aus gegebenem Anlass nochmals der Hinweis auf die Kurzfassung des neuen Unterhaltungsplan LWK der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) | Heute (12.12.17) hat auch das WSA die entsprechende Webseite aktualisiert.]

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