Der Biber in Berlin

Kleingärter*innen beklagten Altfälle

Präzisierung unserer Kritik zur Gehölzpflege am Teltowkanal

Die Beschwerden von Kleingärtner*innen über unfachgerechte Baumpflege am Teltowkanal (TK) bezogen sich offensichtlich auf ältere Maßnahmen, lassen sich jedenfalls auch nach einigen ergebnislosen Rückspracheversuchen nicht konkretisieren. − Wir müssen uns deshalb für unsere nicht verifizierte Weitergabe der Kritik beim WSA-Außenbezirk (Abz) und dessen Leiter, Jörg Augsten, entschuldigen!

Biber und Baumschutz

Probleme gibt es hingegen bezüglich des Bibers, der am Kanalufer immer weitere Bäume anschneidet oder fällt. Hier seien Mitarbeiter*innen des Bezirksamts Treptow-Köpenick mehrfach mit der Bitte an Abz-Leiter Augsten herangetreten, Teile der Kronen vom Biber abgeschnittener Bäume – das sind vorzugsweise Zitterpappeln − am Ufer liegen zu lassen und allenfalls ein Stück die Böschung hinaufzuziehen, denn andernfalls würden eben nur immer weitere Bäume angeschnitten bzw. gefällt.

[Sorry! Keine Ahnung, ob’s in den gegenwärtigen Zeitläuften missverstandener Quellenschutz war, aber unprofessioneller Weise haben wir einfach anzugeben vergessen, dass die Auskünfte über den Biber vom Gewässerexperten des BUND Berlin, Manfred Krauß, stammen, der schon oft den Expertenkreis „Zukunft LWK“ beraten hat, und bitten das besser spät als nie korrigierte Versäumnis zu entschuldigen!] Den Rest des Beitrags lesen »

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Wertvolle Altbäume unnötig gefällt

Entgegen behördlicher Zusage blieb fachliches Gutachten unberücksichtigt

Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf beachtet Mediationsvereinbarung und Unterhaltungsplan zum Landwehrkanal höchst unzureichend!

 

Salzufer

Salzufer, von der Dovebrücke aus

Viel haben wir in den letzten fünf Jahren schon angeschrieben gegen die Nichtachtung von Verträgen zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung, die diese, und zwar auf allen Ebenen, ob nun kommunal, Land oder Bund, wenn’s drauf ankommt, also Geld, Zeit und/oder Mühe kostet, schlicht ignoriert.

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf z.B. hat schon bei der Anlage des Spreeradwegs oder später bei der Vergabe einer Konzession für die Bespielung vom Alten Wiegehaus am Einsteinufer entweder gar nicht oder erst nach einiger Intervention des Expertenkreises die Mediationsvereinbarung ‚Zukunft Landwehrkanal‘, die Grünflächenamtsleiter Walter Schläger 2013 doch eigenhändig mitgezeichnet hat, allenfalls erst nachträglich und auch dann nur ein wenig beachtet.

Totholzentnahme im Verzug

Wenn jedes Frühjahr die Abstimmungsfahrt des WSA-Außenbezirks (Abz) Neukölln zu den Gehölzpflegemaßnahmen am Kanalufer stattfindet, sind Vertreter*innen aus Charlottenburg-W’df. gewöhnlich mit von der Partie, aber seit nunmehr neun Jahren immer relativ einsilbig, wenn’s zur Sache, also zu den am Uferabschnitt ihres Bezirks fälligen Gehölzarbeiten geht, nehmen die Ermahnungen des Abz-Leiters gelassen auf, so als wüssten sie nichts vom eigentlichen Zweck der Unternehmung: der Festlegung von Eingriffen in den Vegetationsbestand nicht nur des WSA sondern eben auch der Anrainerbezirke, und zwar nach transparenten, nachvollziehbaren Kriterien, fachgerechter Beurteilung und möglichst im Konsens. Deswegen sind auch immer zwei Baumgutachter mit an Bord: einer vom Abz und der langjährige, sog. Vertrauensgutachter der Bürgervertreter*innen im Expertenkreis.

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Zur Charta für Berlins Stadtgrün

Berlins Grüne Infrastruktur

Integrierte doppelte Innenentwicklung von Beton und Grün

Seit dem 12. Oktober, dem Tag der Auftaktveranstaltung, läuft nun der Online-Dialog zur Erarbeitung einer Charta für Berlins Stadtgrün, wird bis zum 23. November fortgeführt und bedarf noch deutlich regerer Teilnahme: diese Formate müssen, auch wenn hierzulande manches noch Jahrzehnte Neuland bleiben mag, in Beteiligungsverfahren von der Stadtgesellschaft unbedingt viel intensiver genutzt werden!

Impulspapier zur Charta Stadtgruen

Impulspapier zur Charta Stadtgrün

In diesen Tagen hat auch das Bundesumweltministerium den Entwurf zu einem ‚Masterplan Stadtnatur‘ samt Maßnahmenprogramm vorgelegt, d.h. zumindest auf der Verlautbarungsebene tut sich was in Richtung doppelter Innenentwicklung: Es kann und darf nicht nur um Wohnungsbau gehen, womöglich im gründerzeitlichen Blockrandstil, und auch nicht nur um den Ausbau der grauen, sondern mindestens ebenso wichtig ist die Sicherung, Entwicklung und der Ausbau unserer grünen Infrastruktur! Sie hat ihren Nutzen für den Klimaschutz, dient aber hauptsächlich der existenziell notwendigen Anpassung an die absehbaren Folgen der Klimakatastrophe, worauf der diesjährige, sicher schon halb vergessene Dürre- und Hitzesommer hindeutete, nicht zuletzt jedoch dem Arten- und Biotopschutz! Den Rest des Beitrags lesen »

Nachtrag zu einem Ortstermin

Lang geplant, gerät hoffentlich gut

BWB-Vorhaben Lohmühleninsel

Zu erhaltende Eiche 104

Zu erhaltende Eiche 104

Bereits während der WSA-Infoveranstaltung im November 2016(!) angekündigt, sind wir noch immer in der strenggenommen seit 2011 laufenden Planungsphase des vom WSA den BWB abverlangten Rückbaus eines teilweise frei gespülten und später auch nicht mehr erforderlichen Mischwasserdükers von der Lohmühleninsel zum Heckmannufer unweit Ernst-Heilmann-Steg in Kreuzberg.

Da der Senat die Umgestaltung des Gewerbegebiets (Mörtelfabrik) im nordöstlichen Teil der Insel in ein Wohngebiet für 1500 Menschen plant und der Bereich in sich abgeschlossen ist, bietet sich der Wechsel des Entwässerungssystems vom Misch- aufs ökologisch zumal für den LWK sehr vorteilhafte Trennsystem an, weil es ihn vor Entlastungen verschont. Deshalb jedoch müssen vor dem Dükerausbau (Bauabschnitt 3) erst die beiden anderen in Angriff genommen werden [Näheres zu den einzelnen Bauabschnitten siehe im verlinkten Blog-Beitrag vom 3.10.2017 ab der Zwischenüberschrift „Musterhaftes Beteiligen durch die BWB“]

Birke 107 (ungenehmigt)

Zu fällende Birke 107 (ungenehmigt)

Ursprünglich sollte mit der Ausführung diesen Herbst begonnen werden, aber da die für die erwähnten ersten beiden Bauabschnitte nötigen Genehmigungsverfahren sich weiter in die Länge ziehen, weil das WSA jeweils sehr genaue Ausführungsfestlegungen fordere, aber auch nur einmal genehmigen mag, konnten die BWB , so der Vertreter des Planungsbüros, noch keine Baufirma beauftragen (und hier kommen ja nur sehr spezielle überhaupt in Betracht, die hoffentlich in der gegenwärtigen Boomzeit noch Kapazitäten frei haben) und sind jedenfalls noch immer längst nicht in der Ausführungsplanung. Den Rest des Beitrags lesen »

Schöneberg: 30°-Sommer + Kettensäge

Damit die Brutzeit-Grünpflege nicht als F'hain-Kreuzbergs Alleinstellungsmerkmal 
unter den Bezirken erscheint, aus dem benachbarten Tempelhof-Schöneberg folgender
Gastbeitrag:

Grünes Bezirksamt pflegt Straßenbäume

Es ist schon einigermaßen erstaunlich mit welch (fehlendem) Fingerspitzengefühl das Gartenbauamt Tempelhof-Schöneberg sogenannte Grünflächenpflege betreibt: „Der Fachbereich Grünflächen pflegt im Bezirk rund 36.000 Straßenbäume.“ Wie macht er das?

Da haben wir die heißesten und trockensten Monate seit Jahrzehnten, in Brandenburg brennen Felder und Wälder, in den Medien wird dazu aufgerufen, die Straßenbäume zu wässern, und was passiert? In den Morgenstunden des 4. Juli 2018, rückt mit großem Gerät, Hubwagen, Häcksel und weiteren LKW eine Säge-bewehrte Truppe an. Auftrag: Baumarbeiten. Auftraggeber: Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, hier „das Straßen- und Grünflächenamt bestehend aus dem Fachbereich Straßen, dem Fachbereich Grünflächen sowie dem Fachbereich Straßen- und Grünflächenverwaltung“. Den Rest des Beitrags lesen »

Obstruktion von Amts wegen

WSA-Beteiligung scheitert schon am Mailversand

Ökologie-Sitzung ohne Sachkundige

Leider sind wir überfordert, unablässig auf dem Kiwif zu sein, um die Arbeit der ‚Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung‘ (ZÖB) im Beteiligungsverfahren ‚Zukunft Landwehrkanal‘ zu kontrollieren. Das ist selbstredend auch nicht unsere Aufgabe. Doch wie schon oft geklagt: wir haben skandalöser Weise keinerlei unabhängige Instanz, an die wir unsere Beschwerden über die chronischen Unzulänglichkeiten richten können. Hier gibt’s eindeutig politischen Handlungsbedarf! Die vorgesetzten Stellen in der Verwaltungshierarchie bis hinauf zur zuständigen Referatsleiterin im Verkehrsministerium nehmen sie offenbar schon aus Fürsorgepflicht gegenüber ihren Untergebenen in keiner Weise ernst. (Wer aber hat dem Gemeinwohl gegenüber so etwas wie eine Fürsorgepflicht wenn nicht die Verwaltung?) Jedenfalls ändert sich nichts, aber auch gar nichts zum Positiven! Und weitere Schreiben unsererseits werden halt nicht mehr beantwortet, ja, Frau Gesa Schwoon schreibt uns wie zum Hohn, inhaltlich hätten wir ja keine Kritik an der ZÖB-Arbeit.

Jüngstes Beispiel

Erst heute, quasi am Vorabend der nicht ganz unwichtigen zweiten Expertenkreissitzung zur Ökologie und zur Planung der 2012(!) konzipierten ökologischen Aufwertungsmaßnahmen für den LWK, fällt uns viel zu spät auf, dass der Inhaber der ZÖB, Björn Röske, weder die Naturschutzverbände noch Senatsvertreter*innen noch sonstige Fachleute noch Reeder eingeladen hat, sondern die betreffende Mail nur ganzen neun Leuten zugegangen ist, deren Adressen großenteils auch noch doppelt eingegeben wurden, auf dass der Verteiler größer erscheine. Dafür ist sie aber einer neuen Mitarbeiterin im F’hain-Kreuzberger SGA zugegangen, die gar kein Expertenkreismitglied ist.

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Abgesang auf ein gescheitertes Format

Von der 9. WSA-Informationsveranstaltung

Weniger interessierte Öffentlichkeit war nie!

Inständig war Björn Röske, Inhaber der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB), von Bürgervertreter*innen im Expertenkreis ‚Zukunft Landwehrkanal‘ gebeten worden, doch diesmal die turnusmäßige Infoveranstaltung auch angemessen zu bewerben. Schließlich stand das Thema Ökologie und Umweltplanung im Zentrum. Zwar sagte er zu, doch tat wieder nichts dergleichen, verschickte vor Monatsfrist, als die Tagesordnung noch gar nicht vorlag, eine lapidare Pressemitteilung an einen offenbar viel zu unpersönlichen Presseverteiler und versteckte sie alsdann im Archiv der Landwehrkanal-Site auf dem Portal der WSV, wie es seit Jahren kritisierter Usus ist und wo sie garantiert kein Uneingeweihter weder sucht noch auch per Zufall findet. Eine erneute Erinnerung der Medienvertreter*innen kurz vor der Veranstaltung, obschon doch allgemein üblich, unterblieb ebenfalls.

Eine Woche vorher folgte eine dilettantisch formatierte Einladung in drei unterschiedlichen Varianten nur noch an den Verteiler der sog. Interessierten Öffentlichkeit. Durch brutalstmögliche Umständlichkeit im Vorgehen, all jene, die sich bereits in diesen Verteiler hatten aufnehmen lassen, per Mail aufzufordern, ihrerseits eine Mail mit der Versicherung retour zu senden, unter den neuen rechtlichen Auflagen der DSGVO auch weiterhin ZÖB-Mails bekommen zu wollen, habe übrigens der ohnehin überschaubare Kreis nochmals halbiert werden können, so dass also nach viereinhalb Jahren ZÖB keine drei Dutzend Bürger*innen überhaupt noch Post vom Beteiligungsbeauftragten wünschen.

9. Info-TO

Tagesordnung der 9. WSA-Infoveranstaltung, 5.6.18 | Zum Vergrößern klick!

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