Nächste Auffahrt Bülowstraße

Team Play von ADAC und ADFC

BürgerInnen wollten Entschleunigung

[Visuelles Update vom 8.3.14 zum Vorher−Nachher (leider nur als verschlüsseltes PDF). Es ist − ähnlich den „einladenden“ Betonklöpsen im „zur Wiederbelebung“ gründlich ausgelichteten Kleinen Tiergarten in Moabit − emblematisch fürs unbeirrbare Versäumen einer an die Klimawandelfolgen und die Bedürfnisse von Fauna (inkl. Mensch) und Flora angepasste und damit zukunftsfähige Landschaftsplanung; steht vielmehr fürs fördermittel- und betongesättigte Retro der Stadtentwicklung gerade in Berlin. Oberdrein aber mit der Pointe der Beteiligungszertifizierung, wiewohl der in den bekannten Info- und Mitmach-Schleifen, fehlterminierten Ortsbegehungen etc. lebhaft umstrittene Aufschlagsentwurf auch hier wieder ohne wesentliche Abstriche durch- und umgesetzt wurde!]

Frappierender Weise zeigte gleich das Einladungsplakat der Infoveranstaltung am 21. Januar letzten Jahres zur „Barrierefreie(n) Neugestaltung Eingangsbereich Bülowstraße 69“, in welch unverfrorener Weise die mit den Beteiligten der Projekt begleitenden Arbeitsgruppe (PAG) abgestimmte Planung für diesen Eingang in den Gleisdreieck-Westpark beiseite geschoben und ein Konzept umgesetzt wurde, das die PAG-Mitglieder nie zu Gesicht bekommen haben und das mit seiner brutalen Asphaltierung einer breiten Trasse und ein wenig Dekogrün mit den unvermeidlichen Kiefern niemals die Zustimmung der BürgervertreterInnen gefunden hätte. Auch der Baum-und Strauchbewuchs des ehemaligen Bahndamms [siehe das Foto auf der Site des QM Schöneberger Norden] musste rest- und ersatzlos weichen, doch dafür wurde sein ursprünglicher Belag − eben grober Bahnschotter − in ansprechenderer Färbung rekonstruiert.

Westparkeingang Bülowstraße

Westparkeingang Bülowstraße

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Stadtumbau Südkreuz

[Update, 5.9.: Hier die Präsentationen der Veranstaltung auf der BA-Site.]

Information statt Beteiligung

Same Procedure

Passend zur lauwarmen Plakatphase dieses originellen Nicht-Wahlkampfs wurde es am Donnerstagabend letzter Woche (29.8.) auch im Willy-Brand-Saal des Schöneberger Rathauses wieder mal nichts mit dem „Mehr Demokratie wagen!“, auch nicht in Sachen zivilgesellschaftlicher Beteiligung an der Stadtplanung. Im Gegenteil.

Publikum

Publikum und Vortragende (Fotos zum Vergrößern bitte anklicken!)

Obwohl deutlich über hundert BürgerInnen der Einladung des Tempelschöner Bezirksamts zur „Informationsveranstaltung zum Stadtumbau Südkreuz“ gefolgt waren, nachdem sie sich im Netz schon einen Eindruck von der vortragslastigen Tagesordnung hatten holen können, wurde das abgeschmackte Format des Frontalunterrichts mit dekretiertem Ablauf von sechseinhalb datengesättigten Inputs nebst jeweils streng reglementiertem „Nachfrage“-Anhängsel und einer Diskussion tatsächlich unterm allerletzten Punkt 9 mehr oder minder klaglos geschluckt. An diesem letzten Punkt angekommen, hatten erwartungsgemäß ca. drei Viertel des Auditoriums die Stuhlreihen geräumt. Den Rest des Beitrags lesen »

Der Flaschenhals ist freigemacht

BürgerInnenvorschläge überwiegend ignoriert

Bericht von einem Ortstermin

Die Rodungsarbeiten im sog. Flaschenhals südlich der Yorckstraße, um auch diesen Teil einer einst einzigartigen Bahnbrachenlandschaft barrierefrei nicht nur für Gehbehinderte und SenorInnen, sondern auch für den Fernradverkehr nach Leipzig zu erschließen, wurden noch außerhalb der Vegetations- und Brutperiode zu Ende gebracht. Im unbelaubten Zustand erscheinen Vorwald und Wäldchen jetzt sehr licht. Allein über sechzig Bäume , die der Baumschutzverordnung unterlagen, wurden entnommen.

Aufbruch

Aufbruch von unter der Monumentenbrücke | zum Vergrößern bitte jeweils anklicken!

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Hände weg vom Wiesenmeer!

Machtvolle Demonstration übers Tempelhofer Feld

Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 vom Tisch, 62Mio.€-Pläne für die Gestaltung eines Designer-Parks mit Felsenfirlefanz vom Tisch −, doch die Pläne für die sog. „Rand“-Bebauung des Tempelhofer Felds, das die diversen Senats-GmbHs zynischerweise  „Tempelhofer Freiheit“ titulieren, und andere Vorhaben mehr [s.u.] sind es mitnichten. Den Rest des Beitrags lesen »

Freies Feld für Alle!

Breite Ablehnung des bisherigen Planungs- und Beteiligungsprozesses zum Tempelhofer Feld

Eine Klatsche für Grün Berlin

Es wehte ein Hauch aus Hausbesetzerzeiten herüber, als letzten Donnerstag (7.6.) Engagierte von Initiativen wie 100% Tempelhofer Feld, Mieterrat Chamissoplatz, Wem gehört Kreuzberg? u.a. oder auch (noch) nicht Organisierte die sorgsam einstudierte Choreographie des 3. „Bürgergesprächs“ zur Verplanung des Tempelhofer Felds so richtig aufmischten und dabei von der überwiegenden Mehrheit der zeitweilig rund 100 nicht aus beruflichen Gründen Anwesenden leidenschaftlich unterstützt wurden.

Freies Feld!

Freies Tempelhofer Feld für Alle!

Die senatseigenen Grün Berlin und Tempelhof Projekt GmbHs hatten auch jetzt, als das Kreuzberger Stück des Kuchens parallel zum Columbiadamms dran sein sollte, das Büro Kolbrenner engagiert, um mit einer schon weit gediehenen Planung „in die Kieze hineinzugehen“, den Dialog mit den Betroffenen zu suchen, zu kanalisieren und zu steuern.

Turbulentes Introite

Turbulentes Introite

Doch wie schon beim Auftaktgespräch in Neukölln wollte die Strategie so gar nicht aufgehen. Die Wut der BürgerInnen über ihre faktische Nichtbeteiligung an allen bisherigen Entscheidungen und Weichenstellungen (Stichworte Zentralbibliothek, IGA 2017, umrandende Wohnbebauung) drohte gleich zum Auftakt der Veranstaltung jeden Damm zu brechen.

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Naturzerstörung für Citypark geht ihren Gang

Angstlöcher sollen in großer Öde verschwinden

Noch ein anschaulicher Nachklapp zum Beitrag über kriminalpräventive Parkgestaltung im Vollzug. Der westliche Teil des Gleisdreieckparks, der ja als Fallbeispiel genannt wurde, zumal sich „hinter“ ihm horribile dictu ein Straßenstrich erstrecken soll, weshalb aus polizeilicher Sicht hier eine Parkanlage angeblich überhaupt deplaziert sei −, der Westpark also wird unter der Regie der senatseigenen Grün Berlin GmbH in neuerlichem Bruch der in der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) getroffenen Vereinbarungen sukzessive von Wildblumenwiesen-Narbe und jedweder Krautschicht, von allem Unterwuchs und Buschwerk, sprich: von den Angsträumen befreit.

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Berlins neuer City-Park

Von der Brachlandschaft zur Designer-Natur

Presserundgang

Presserundgang am 2.9.11 im neuen City-Park

Die Eröffnung des Gleisdreieck-Ostparks am letzten Wochenende (2./3.9.) ist in diesen ereignisreichen Zeiten fast schon wieder Geschichte, aber wir möchten nicht verfehlen, aus der Perspektive von Stadtnaturschutz, nachhaltiger Stadtentwicklung und BürgerInnenbeteiligung noch etwas Nachlese zu halten, zumal der Gestaltungsprozess ja weitergeht, nicht nur auf dem West-, sondern eben auch auf dem nun der Öffentlichkeit übergebenen Ostteil des neuen „City-Parks“. Den Rest des Beitrags lesen »

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