BI Bäume am Landwehrkanal

Verein für Stadtnaturschutz

BI und Verein „Bäume am Landwehrkanal e.V.“ engagieren sich im Sinne der in der Lokalen Agenda 21 und der Leipziger Charta formulierten Nachhaltigkeits- und Partizipationsziele dafür, dass bei der Sanierung des LWK Belange von Umwelt-, Natur- und Artenschutz sowie der Erholungsnutzung so weit wie möglich berücksichtigt, die BürgerInnen über den Prozess der Sanierung informiert und zur Beteiligung an Entscheidungen motiviert werden und dass unter Beteiligung aller Betroffenen ein Nutzungskonzept für den Landwehrkanal und seine Umgebung entwickelt wird, welches die unterschiedlichen Interessen von AnwohnerInnen, BesucherInnen und Gewerbetreibenden in einer ökologisch nachhaltigen Weise miteinander in Einklang bringt.

Weiterhin setzen sich die BaL für Erhalt, Förderung und fachkundige Pflege der Stadtnatur in Friedrichshain-Kreuzberg und darüber hinaus ein, damit Berlin auch künftig wenn nicht “Europas grünste Metropole” (Senatswerbung), so doch eine grüne bleibt und einen beispielhaften Beitrag zum Klima-, Arten- und Biotopschutz, zur Adaption an den Klimawandel und zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks urbaner Ballungsräume leistet. Dies kann nur in konsequenter Umsetzung der 2006 beschlossenen Lokalen Agenda 21 sowie der noch zu beschließenden Berliner Strategien zu Stadtlandschaft und Biologischer Vielfalt gelingen und unter echter Beteiligung der zivilgesellschaftlichen Akteure.

8 Kommentare

  1. Dietmar.Weis said,

    7. März, 2008 um 8:30

    Das was hier im Blog geschildert wird, passiert täglich überall in Berlin, in jedem Ortsteil, in jedem Bezirk. Ich versuche als Betroffener in Heiligensee (Reinickendorf) Mitbürger, Politik und Verbände zu mobilisieren. In Heiligensee wurden flächendeckend Grünanlagen gerodet und Bäume gefällt. Die Argumentation der Verantwortlichen ist immer die gleiche, Pflegemaßnahmen und Verkehrssicherheit, plus einiger abenteuerlichen Argumente wie zuviel Müll in den Grünanlagen sowie Schutz der Bürger vor Kriminalität. Ich weiß, dass spätestens am 01.10.2008 der Kettensägenterror wieder losgeht. Es gleicht einem rücksichtslosen und absolutem Vernichtungsfeldzug gegen die Stadtnatur. Der Kampf dagegen ist schwieriger als der Kampf David gegen Goliath, weil die Voraussetzungen ungleich sind: Die Täter (Gartenbauämter, ehem. Natur- und Grünflächenämter, aber auch andere Verwaltungen und Institutionen), und Ihre Vollstrecker agieren entweder in Nacht und Nebel (z. B. Rodung der Grünstreifen und Bäume entlang der A111 und A105) oder tagsüber, wenn die betroffenen Anwohner arbeiten sind. Lassen Sie uns bitte die Kräfte bündeln und uns vernetzen.

  2. Oliver Ginsberg said,

    5. Oktober, 2008 um 23:06

    Was sich hier zeigt ist, dass Berlin nicht zu wenig Geld ausgibt, sondern zu viel, zu viel Geld nämlich für Personal, welches weder die Interessen und Bedürfnisse der Bürger berücksichtigt, noch die Prinzipien einer nachhaltigen Stadtentwicklung (siehe Charta von Leipzig) kennt, geschweige denn anwendet.

    Hier muss wohl erst eine Gesundschrumpfung im Personalbestand durchgeführt werden, bevor es nach der Erstverschlimmerung der Zustände mit der Stadt wieder aufwärts gehen kann. Indessen ist aktuell zu befürchten, dass Personal in alter Manier nach Parteiverdiensten anstatt nach Kompetenz neu eingestellt wird.

  3. Baumfreund said,

    7. Mai, 2013 um 20:34

    Ströbele gegen Baumfällen am Landwehrkanal (dpa) // SPD- und CDU-Senatoren lassen sägen

    dpa heute:
    http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/3054072-958092-geplante-baumfaellung-fuer-kanal-sorgt-f.html

    Die Berliner Wasserbetriebe dürfen nicht per Motorsäge vollendete Tatsachen schaffen
    (wie gestern versucht:
    http://twitpic.com/conlev
    http://twitpic.com/conlda

    Der Regierende Bürgermeister sollte die SPD- und CDU-Senatsmitglieder im Aufsichtsrat der Wasserbetriebe per Weckruf dazu anhalten, die Sägefreunde im BWB-Vorstand umgehend zu stoppen.

    Offener Brief vom 6.5.2013 an Senats- und BWB-Spitze:
    http://www.stroebele-online.de/show/6783179.html

    • klimaschutz überall said,

      23. Juni, 2013 um 13:59

      @ Baumfreund

      Auch grüne Politiker lassen oft trotz berechtigter Proteste von Anwohnerinnen und Anwohnern sägen und zwar in Ströbeles Wahlkreis.

      – Wieso engagieren sich Ströbele und Behrendt nicht längst auch dagegen – gegen die langjährige Naturzerstörung durch ihre eigene Partei in Friedr.-Kreuzberg???

  4. 14. Mai, 2013 um 8:50

    ich warte auf die Veröffentlichung des anschließend verfassten Briefes vom12.Mai.13 Die Verhandlungen scheinen ja zu fruchten….Meine Frage ist:
    – Wer sind die Finanziers?
    Wie weit hat die Senatsverwaltung einem bereits seid Jahren EU Projekt Rechnung zu tragen?
    Wie hoch ist das Finanzvolumen des GroßProkektes?
    Wer schweigt am beständigsten? Verschweigt am Beständigsten und warum?

  5. Stephan Hundsdörfer said,

    31. Oktober, 2020 um 12:10

    Lieber Oliver, lieber Dietmar,

    auch wenn das Geschehen schon lange zurückliegt, Eure Kommentare treffen den Nagel auf den Kopf – und bis zum heutigen Tage haben sich die Zustände nicht geändert – im Gegenteil!
    Insbes. hier in unserem Bezirk Kreuzberg wurde in den letzten 3-4 Jahren in einem Ausmaß geschnitten, gekappt und gefällt, das gegen sämtliche Vorschriften und Richtlinien (u.a. ZTV-Baumpflege, Baumschutzverordnung von Berlin) sowie gegen die Grundsätze der Baumpflege so eklatant verstößt, daß man nicht mehr nachvollziehen kann, warum die Bezirksregierung – die ironischerweise auch noch von ‚Grünen‘ besetzt ist – diese ökologiefeindliche und nachgewisenerweise auch rechtswidrige Praxis schon so lange duldet – und sogar mit unseren Steuergeldern fördert und fínanziert(!).
    Selbst Laien (BewohnerInnen) aus der Gegend rund um den Mariannenplatz ist aufgefallen, daß die vom Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg angeordneten Baumschnittmaßnahmen der letzten Jahre z.T. höchst baumschädlich und ökonomiefeindlich sind…

    Herzliche Grüße,
    Stephan Hundsdörfer- Bauen mit Grün
    Garten- u. Landschaftsbau, Baumpflege und Baumbegutachtung; bürgeramtlich engagierteter Landschaftspfleger im Bezirk

    • St. Hundsdörfer said,

      31. Oktober, 2020 um 12:15

      ‚ökologiefeindlich‘ soll es natürlich heissen…

  6. Grüne Liebe said,

    2. November, 2020 um 9:43

    Hallo Herr Hundssdörfer,
    vielen Dank für Ihre Stellungnahme zu den Schnittmaßnahmen. Wenn Sie möchten, könnten wir zusammen in den Umweltausschuß gehen.
    Es gibt außerdem noch ein weiteres großes Vergehen gegen den Baumschutz. Ich hatte im Sommer WOCHENLANG (10) dem Bezirksamt Kreuzberg die 2 mittlerweile vertrockneten über 3- jährigen Eichen-Neupflanzungen am Moritzplatz und mehrere im Görlitzer Park gemeldet.
    Entweder schrieb man mir, daß das Grünflächenamt keine Parkbäume gieße oder daß meine Information ans das betreffende Baumrevier weitergeleitet wird. Leider hatte niemand ein Herz, sich um die Bäume zu kümmern. So kann es nicht weiter gehen. Die Senatsaktion: 10000 neue Bäume für Berlin, die dazu da ist, den Baumverlust der letzten 10 Jahre auszugleichen, wird hier schändlich missbraucht. Überhaupt pflanzt der Bezirk F’hain Kreuzberg nur bzw fast nur noch die vom Senat bezahlten Bäume. Wenn aber anschließend auch noch viele davon vertrocknen, ist das nicht länger hinnehmbar.
    (Selber goß ich in meiner Wohnumgebung viele Bäume.)

    Herzliche Grüße
    Gabi Alscher
    von
    Bäume am Landwehrkanal eV


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