Beteiligungsveranstaltung?

Rückblick nach vollendeten Tatsachen

Partizipationsfail

[Update 27.3.: Seit heute, also gerade mal fünf Wochen später, sind auch die Präsentation von UTB, ROBERTNEUN™ und Atelier Loidl sowie eine bezirksamtliche Dokumentation der sogenannten Beteiligungsveranstaltung online verfügbar.] − [Update 15.4.: Und hier das Tondokument]

Obgleich in der von Baustadträtin Dr. Sibyll Klotz (B’90/Die Grünen) als „Beteiligungsveranstaltung“ deklarierten Bürgerversammlung am vergangenen Dienstag (21.2.), wie berichtet, die übergroße Mehrheit der BürgerInnen ihre Unzufriedenheit sei’s mit dem gesamten Bauvorhaben, das die Eylauer Straße an der Grenze von Kreuz- und Schöneberg verbauen soll, sei’s mit der bereits genehmigten Kopfbebauung entweder selbst kundtaten oder vorgebrachter Kritik anhaltend applaudierten, und sich sage & schreibe nur ein einziger Anwohner (aus der Dudenstraße) positiv dazu äußerte, wurde gestern und heute − mit dem Zerstörungswerk jeweils vor Sonnenaufgang beginnend − alles gerodet, was nach Baum oder Strauch aussah. Noch bevor die Rechtslage, deren amtliche Auslegung nicht nur von AnwohnerInnen nachdrücklich angezweifelt wird, endgültig geklärt ist, werden auch über das zu bebauen genehmigte Areal hinaus Bäume gefällt, irreversibel Fakten geschaffen und leichtfertig gleich mehrere Schutzgüter: Mensch, Tier, Pflanze, Luft und (Mikro-)Klima, in unterschiedlichem Maße verletzt.

Podium

Podium mit Baustadträtin Sibyll Klotz

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Erst Fakten, dann Alternativen?

Altbaum-Allee in Nacht- und Nebelaktion gefällt

Umstrittenes Bauvorhaben wird durchgepeitscht

Auf der proppenvollen Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag (21.2.) tönte Investor Bethges von UTB: „Wir [sc. die Privatunternehmer] sind doch die einzigen, die noch Wohnungen bauen!“ Zuvor hatte die neue Baustadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Dr. Sibyll Klotz (B’90/Grüne), gegenüber der mehrheitlich mit den fertigen Planungsentwürfen absolut unzufriedenen „Bestandsbevölkerung“ bedauert, dass es von Seiten des Landes und der öffentlichen Hand keinerlei Wohnungsbau mehr gebe, auch keinerlei Instrumente, für bezahlbaren Neubau zu sorgen, und dass nun ihr Bezirk keine weiteren baurechtlichen Möglichkeiten hinsichtlich Ausführung der Kopfbauten des Projekts „Wohnen am Lokdepot“ mehr habe.

Zerstört

Zerstört

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Von Berlin nach Leipzig durch den Flaschenhals

Zerstörung der nächsten Brachlandschaft beginnt

Noch eine Partizipationsfarce

In der vergangenen Woche sollte eigentlich schon die Rodung und Beräumung der künftigen Fernradweg-Trasse Berlin − Leipzig diagonal durch den sogenannten Flaschenhals südlich des Gleisdreiecksparks beginnen, damit bis zum Anbruch der Vegetationsperiode am 1. März aller Bewuchs entfernt ist, auf dass es danach an den Rückbau der Gleisanlage und die Entsorgung kontaminierten Schotters [!] gehen kann.

Der letzte verbliebene Rest artenreicher Bahnbrachlandschaft rund ums Gleisdreieck, an der sich alle Phasen der Sukzession einer Ruderalflur, alle Stadien der Aneignung stark anthropogen überformten Geländes durch Ausprägung einer „neuen“ Art von Natur in der Abfolge von Magerrasen über Krautschicht, Büsche, Hochstauden und Vorwald bis zum Stadtwäldchen, worin Bussarde nisten, wunderbar beobachten lassen, so dass selbst Senatsvertreterin Ursula Renker von einem „Kleinod“ spricht −, dieses Kleinod wird jetzt zu seiner „Erschließung“ in einem ersten vier bis fünf Meter breiten Schnitt zweigeteilt.

Moderator Seebauer mit Gästeliste

Moderator Seebauer mit Planungsprozess- und Gästeliste, 9.2.12, Rathaus Schöneberg

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Bemühte Schadensbegrenzung

Zu keiner Zeit will sich die WSV über gemeinsame Beschlüsse des Mediationsforums hinwegsetzen!

Von der 34. Sitzung des Mediationsforums „Zukunft Landwehrkanal“

Wenn die Zusammenstellung der Beschlüsse des Mediationsforums „Zukunft Landwehrkanal“ in der WSA-Präsentation zur 34. Forumssitzung heute vor einer Woche (6.2.) schon bis in den August 2012 vorauseilt und dazu beteuert wird, dass „die WSV […] sich an alle gemeinsam beschlossenen Beschlüsse [hält]“, muss doppelt schmerzlich ins Auge stechen, wenn ausgerechnet der fragliche Beschluss zur Beauftragung einer ökologischen Bestandserfassung und Bewertung  „zur Vorbereitung eines Scoping-Termins“ vom 25. Juni 2010 schlicht unterschlagen wird −, und das, obwohl wir in unserm Beitrag zur so schnell nicht zu vergessenden AG-Sitzung am 24. Januar d. J. eigens darauf verlinkten. Tun wir’s also noch mal. Den Rest des Beitrags lesen »

Frische Brise im Rathaus Schöneberg

Vom Baumarkt zum gehobenen Wohnungsbau

In einer gemeinsamen, aber nicht schon deshalb denkwürdigen Sitzung der (BVV-Stadtplanungsausschüsse von Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg am vergangenen Mittwoch (8.2.) im Rathaus Schöneberg, an der neben der neuen Baustadträtin von T-S, Dr. Sibyll Klotz (Grüne), auch der Xhainer Bürgermeister, Dr. Franz Schulz (dito), teilnahm, platzte wegen des Andrangs interessierter BürgerInnen beider Bezirke der Sitzungsraum aus allen Nähten.

Mit solchem Zulauf habe ja niemand rechnen können, behauptete der TempelSchöner Ausschussvorsitzende, Reinhard Janke (SPD), während mit Blick auf die Tagesordnungspunkte HELLWEG-Baumarkt im Yorckdreieck und Bauvorhaben entlang der Eylauer Straße manch andere das durchaus vermutet hatten.

Gemeinsame Sitzung der Stadtplanungsausschüsse von T-S & Xhain

Gemeinsame Sitzung der Stadtplanungsausschüsse von T-S & Xhain

Wie auch immer, Janke musste die Gäste aus der Bürgerschaft auffordern, Sitzplätze für die Gäste der nachbarbezirklichen BVV freizumachen, denn um in eine größere Räumlichkeit umzuziehen − im Kreuzberger Rathaus geht’s in solchen Fällen in den BVV-Saal −, fehlten leider die Schlüssel. Den Rest des Beitrags lesen »

Sechs Fällungen in Kohlfurter nur der Anfang?

Vor Kahlschlag Wiederaufnahme der Partizipation!

[Update: Inzwischen hat der Friedrichshain-Kreuzberger Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne) bestätigt, dass in Sachen Gehölzumbau in der Kohlfurter Straße eine Wiederaufnahme der BürgerInnenbeteiligung notwendig ist.]

Ortstermin leider ohne AnwohnerInnen

Dankenswerterweise lud uns der Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Grünflächen, Hilmar Schädel, in die Kohlfurter Straße in Kreuzberg, die, beidseitig überwiegend von Pappeln gesäumt, eben drum Gehwegschäden aufweist. Die Flachwurzler heben, um an Wasser zu gelangen, bekanntlich auch Platten und Asphalt an, was vor einer Behindertenwerkstätte, wie sie sich in der Straße befindet (nämlich eine Zweigwerkstätte von Mosaik in der Nr. 10), tatsächlich unzumutbar sein mag, und deshalb wurden 2007 ja auch drei Birkenpappeln gefällt und später der Gehsteig saniert. Die verbliebenen sechs Pappeln haben jetzt wieder Schäden verursacht und sollen deshalb noch bis Monatsende fallen.

Fällkandidaten

Nächste Fällkandidaten in der Kohlfurter Straße in Kreuzberg

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