Westpark-News

Verlust der Vertrauensbasis in der PAG

Wintereinbruch stoppte vorerst weiteres Roden

Leider wurde der Wunsch der Naturschutzengagierten innerhalb und außerhalb der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) ignoriert und die insgesamt zu rodenden Bäume und Sträucher auf dem Westparkgelände nicht noch einmal gemeinsam begutachtet, auch weil die Fällungen laut Grün Berlin ja bereits in Auftrag gegeben worden seien. − Das öffentlich bejubelte angebliche Einvernehmen aller Beteiligten über die modifizierte Planung ungeachtet der verbliebenen Konflikt- bzw. „Arbeitsschwerpunkte“ hat auch dabei sicher geholfen.

Bei einigen Bäumen entlang der ICE-Trasse sei man noch am Überlegen, hieß es, und tatsächlich: paar Birken stehen dort noch! Anlässlich der Begehung der Kleingartenkolonie POG zwecks Vorbereitung der Bearbeitung des Themas „Gärten im Garten“, Lage und Ausmaß des sog. Marktplatzes etc. sollte einzig die Baumreihe entlang der Kolonie noch einmal gemeinsam begutachtet werden − und hier ist eben zu befürchten, dass, wie so oft, plötzlich noch viel mehr nicht Erhaltenswertes entdeckt wird −, doch dieser für kommenden Dienstag (7.12.)  anberaumte Termin fällt wegen des Wintereinbruchs aus, wurde nun zwar auf kurz vor Weihnachten verschoben, wird voraussichtlich aber auch dann eher nicht stattfinden. − Klar sollte indessen den Verantwortlichen sein, dass vor dieser Begehung keine irreversiblen Fakten in Form weiterer Fällungen geschaffen werden dürfen!

NaturschützerInnen in der Minderheit

Bei alldem ist sehr zu bedauern, dass nach den schlimmen Erfahrungen mit Naturzerstörung auf dem Ostpark-Gelände ausgerechnet jene AnwohnervertreterInnen, die sich seit Jahrzehnten (!) besonders für den Stadtnaturschutz und den Erhalt der immensen Artenvielfalt auf dieser einzigartigen innerstädtischen Bahnbrache einsetzen, nach der Erweiterung der PAG-Runde um insgesamt vier Quartiersräte (je zwei vom QM Schöneberger Norden und QM Tiergarten Süd/ Magdeburger Platz), die sich vehement für Spiel- und Sportflächen stark machen, mit ihren ökologischen Anliegen in die Minderheit gerieten und regelmäßig überstimmt werden.

Moderation und Mediation

Diese Entwicklung zeigte wenigstens sehr schön die methodischen Grenzen von Moderation gegenüber Mediation und dem Mehrheits- gegenüber dem Konsensprinzip. Wenn nämlich die Positionen einander derart widerstreiten, ist zunächst einmal eine Phase der Klärung von Interssen und Bedürfnisse angezeigt. Und die Akzeptanz von Lösungen und damit ihre Nachhaltigkeit wird niemals durch Niederstimmen erreicht, noch dazu, wenn die Anzahl der Stimmberechtigten unterwegs immer mal variiert werden kann.

Verlorene Vertrauensbasis

Doch damit nicht genug: als die BürgervertreterInnen daraufhin nicht ruhten, sondern zu andern Hebeln griffen, Briefe an Bezirksverordnete sowie an die Senatorin richteten, u.a. ein sehr fruchtbares Gespräch mit der Staatssekretärin und dem zuständigen Abteilungsleiter führten, den BUND einschalteten usw. − kurz: im besten Sinn Lobbying für eine Sache betrieben, die bekanntlich immer die schwächste bis gar keine Lobby hat −, wurden sie, namentlich von den Newcomern in der PAG, öffentlich aufs übelste persönlich diskreditiert, diffamiert, verleumdet und herabgewürdigt, sei’s nun in Blog-Kommentaren oder aber in langen Mails an Bezirksverordnete  (samt umfangreichem CC-Verteiler. Immer wieder wurde die Legitimität dieser „sogenannten“ Anwohnervertreter in Frage gestellt, ihr weiteres Eintreten für den Schutz der Restnatur und entsprechende Kritik auch an der modifizierten Planung als „feiges Nachtreten“ apostrophiert, von einem fundamentalistischen Extrem-Naturschutz schwadroniert, eine „Instrumentalisierung von Bezirksverordneten“ beklagt und zu allem Überfluss auch noch pekuniäre Eigeninteressen unterstellt. Sodann folgten noch Drohungen,  gegen diese „Hinterhältigkeit“ vorzugehen. Obwohl diese Anwürfe unter allen BürgervertreterInnen ein offenes Geheimnis waren, distanzierten sich zwei [Korrektur: nur eines; ein weiteres, das sich distanzierte, gehört nicht zur PAG] der vier QR-Mitglieder erst, als sich die derart Geschmähten öffentlich beschwerten und ihrerseits Konsequenzen zogen.  − Damit dürfte jedenfalls einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in der PAG der Boden entzogen sein und wie es nach den beiden weiteren Sitzungen im ersten Quartal 2011 weitergehen soll, ist völlig ungewiss.

Formelle vs. informelle BürgerInnenbeteiligung

Wenn wir uns nun kurz inhaltlich auf diese perfiden Unterstellungen einlassen, möchten wir beim Geld beginnen: Das Missverhältnis zwischen formeller und informeller BürgerInnenbeteiligung manifestiert sich nicht zuletzt darin, dass die QRs im Gegensatz zu den BIs mit durchaus ansehnlichen öffentlichen Mitteln subventioniert werden. Allein der Kinder- und Jugendrat (KiJuRa) vom Magdeburger Platz, der an der Gestaltung der Multifunktionsfläche an der U1 beteiligt war und auch weiter mitgestalten soll, wird mit knapp 20.000 Euro unterstützt. BIs hingegen fehlen die Ressourcen, ihrerseits einen KiJuRa, Schulen oder KITAs mit ins Boot zu holen. Dabei gibt es umgekehrt eine Fülle von Belegen, dass Kinder und Jugendliche durchaus ein Interesse an naturbelassener Natur haben, u.a. sogar ein ganz konkretes Dokument in Holz, nämlich ein großformatiges, gebundenes Album, worin Kinder verschiedener Altersstufen fasziniert ihre Abenteuer auf der Gleisdreieck-Brache schildern, als die Beräumungsbagger noch fern waren, der „Wildwuchs“ noch stand und der Boden noch nicht verkehrssicher nivelliert war.

Kein Käfig-Bolzen und Hundeauslauf auf Kosten von Stadtnatur!

Auch POG-Mitglieder haben sich erfreulicherweise gegen einen Bolzplatz auf der letzten zusammenhängenden Ruderalfläche südlich der U2 ausgesprochen, der bereits öffentlich als beschlossene Sache kommuniziert worden ist. − Ein von den Linken eingebrachter und von den Grünen unterstützter Antrag, der in der gemeinsamen Sitzung von UMV- und StadtPlan-Ausschuss der F’hain-Kreuzberger BVV am Dienstag, 7.12., 18:30 Uhr, im ehem. Rathaus Kreuzberg debattiert werden wird, spricht sich gleichfalls dagegen aus − und fordert selbstverständlich die Suche nach Alternativstandorten, geht es doch nicht gegen Fußball schlechthin, sondern gegen Fußball auf Kosten ökologisch wertvoller Ruderalvegetation!

Gleichermaßen geht’s auch nicht gegen Hunde und ihre HalterInnen, aber gegen ein Hundeauslauf- und -trainingsgebiet mit Agility-Konzept ausgerechnet nahe des südlichen Eingangsbereichs aus Richtung Bautzener Kiez. Dadurch muss die mühsam durchgesetzte Fortsetzung der Planung auch auf diesem planungsbefangenen, aber wohl noch Jahrzehnte einer öffentlichen Zwischennutzung offen stehenden Areal, was eine attraktive Zuwegung im Interesse der aus Schöneberg kommenden ParkbesucherInnen betrifft, sofort wieder an Attraktivität einbüßen. − Und auch diese Entscheidung über einen Hundeauslauf an ebendieser Stelle geht ausschließlich auf den Beschluss der vier QuartiersrätInnen zurück.

Stadtnatur- und Artenschutz für QRs kein Thema?

Im zu Ende gehenden Jahr der Biodiversität, vor allem aber angesichts internationaler Abkommen und einschlägiger EU-Richtlinien ist das Thema Artenschutz, wie wir zumindest von diversen Veranstaltungen, Verlautbarungen und aus den Medien wissen, auch ein Anliegen von Senat und Abgeordnetenhaus. Da muss es schon ins Auge springen, dass bspw. bei den jüngsten Quartiersratswahlen in Tiergarten-Süd kein einziger der vier QM-VertreterInnen und auch niemand unter den 13 KandidatInnen Natur- und Umweltschutzbelange als ihr/sein besonderes Anliegen thematisierte. Das Stichwort von der „ökologischen Gerechtigkeit“ bildet aber die Klammer von „sozialer Stadt“ auf der einen, Stadtnatur- und Umweltschutz auf der anderen Seite.

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4 Kommentare

  1. 16. Dezember, 2010 um 8:11

    Der Artikel ist voller Fehlinformationen!

    Erste Fehlinformation: Unter der Überschrift „NaturschützerInnen in der Minderheit“ wird behauptet, dass die Anwohnervertreterinnen in der PAG regelmäßig überstimmt worden seien. Diese Behauptung ist falsch. Es gab überhaupt keine Abstimmungen in der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe Gleisdreieck. Richtig ist, dass der jetzt vorliegende Plan einschließlich abschließendem Protokoll im Konsens verabschiedet wurde. In diesem Protokoll, das sicher auch den Autoren des Landwehrkanalblogs vorliegt, werden die noch offenen, zu lösenden Punkte ausdrücklich benannt: der Marktplatz, der Hundesauslauf, die Konkretisierung der Planungen südlich der U2 mit den Wegen Richtung Yorckstraße und Bautzener Kiez.

    Zweite Fehlinformation: Anwohnerverterinnen seien persönlich diskreditiert, diffamiert, verleumdet und herabgewürdigt, worden. Diese Behauptung wird einfach in den Raum gestellt – ohne Beleg. Richtig ist, dass die Quartiersräte in der PAG das Vorgehen einiger Anwohnerverterinnen kritisiert haben. Die Quartiersräte haben kritisiert, dass diese Anwohnervertreterinnen einerseits in der Projektbegleitenden AG der Planung einschließlich abschließendem Protokoll zugestimmt haben, aber andererseits dann Abgeordneten der BVV Anträge in die Feder diktierten, die sich gegen den von ihnen selbst mitentwickelten Plan wenden. In dem Brief der Quartiersräte an die BVV F’hain-Kreuzberg haben wurde gefordert, dass sich die Abgeordneten mit der gesamten Planung auseinandersetzten sollten und nicht ohne Kenntnis der Gesamtplanung isoliert Entscheidungen zu zwei Detailflächen fällen sollten.

    Dritte Fehlinformation:“ …. dass die QRs im Gegensatz zu den BIs mit durchaus ansehnlichen öffentlichen Mitteln subventioniert werden…“ So ein Quatsch! Ich berichte hier aus meiner eigenen Erfahrung im Quartiersrat Schöneberger Norden: meine Mitarbeit im Quartiersrat ist rein ehrenamtlich und wird nicht finanziell honoriert. Das gilt auch für alle anderen Mitglieder des Quartiersrates.

    Vierte Fehlinformation: dass sich kein einziger der vier QM-VertreterInnen für Belange des Natur- und Umweltschutz einsetzen würde. Das ist falsch. Das Gegenteil ist richtig. Es waren die Quartiersräte, die durch ihren Vorschlag für eine Verlagerung des Hundesauslaufes gesorgt haben. In einem früheren Planungsstadium war der Hundeauslauf im Zipfel südlich des Beachvolleyballs vorgesehen. Mit ihrem Vorschlag zur Verlagerung des Hundeauslaufes haben die Quartiersräte mitgeholfen, diese wunderbar bewachsene Fläche zu retten. Weiter haben die QR’s gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der PAG erreicht, dass die Kleingärten nun in den Plan für den Park integriert sind, dass die Wegeführung im Park nun Rücksicht nimmt auf die vorhandene Vegetation, die z. B. zwischen Hauptweg und Kleingärten komplett erhalten bleibt, dass die multifunktionale Platzfläche verkleinert wurde und nicht mehr voll asphaltiert ist, sondern nur noch teilweise versiegelt ist, dass es dort nun das Königskerzenfeld geben wird, dass die Wiese auf dem Tunnelmund erhalten bleibt.

    Fünfte Fehlinformation: Der jetzige Standort für den Hundeauslauf würde auf Kosten von „Stadtnatur“ realisiert. Richtig ist: Dieser Standort ist eine Böschung, die während der Bauarbeiten für die ICE-Trasse geschaffen wurde und die anschließend von Bodendeckern nach Normen der Deutschen Bahn bepflanzt wurde. Ist das Stadtnatur? Auf jeden Fall ist die Fläche in keiner Weise ökologisch wertvoll. Dies wurde auch von der Gutachterin Fr. Dr. Markstein bestätigt. Falsch ist auch die Behauptung, der Hundeauslauf würde den Eingangsbereich aus Richtung Bautzener Kiez beeinträchtigen. Wer aus dem Bautzener Kiez Richtung Norden ins Gleisdreieck läuft hat (von der Yorckstraße aus gerechnet) eine Wegstrecke von 350 m hinter sich, bevor er auf den Hundeauslauf trifft. Das ist eine der Aufgaben der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe in den nächsten Monaten, diese Wegstrecke vernünftig und attraktiv zu planen.

    Richtig berichtet der Artikel, dass im Bereich der zukünftigen großen Wiese die vorhandene Vegetation abgeräumt wurde. Meine Zustimmung innerhalb der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe hierzu beruht auf der Abwägung unterschiedlicher Interessen. Diese Vegetation ist maximal 10 Jahre alt.. Das zeigen Luftbilder der ehemaligen Baulogistikfläche. Der Erhalt dieser sehr jungen Vegetation hätte bedeutet, auf einen erheblichen Teil der Wiese zu verzichten und dafür nicht nutzbare und bzw. teilweise sogar Flächen mit sehr hoch verdichtetem Boden zu behalten. Dies hätte aus meiner Sicht keinen Gewinn für den zukünftigen Park dargestellt. Deswegen halte ich das Abräumen dieser Vegetation für legitim. Wenn es Lösungen für einen Erhalt oder teilweisen Erhalt dieser Bäume, Büsche und Gräser gegeben hätte, hätten hierzu Vorschläge in der projektbegleitenden AG gemacht werden können. Leider gab keine praktikablen Vorschläge dieser Art.

    Ein besonderer Fall ist der Bolzplatz, der laut Plan nun südlich der großen Wiese zwischen Beachvolleyball und Kleingärten platziert werden soll. Natürlich bedeutet der Bolzplatz an dieser Stelle einen Eingriff . Ich bin jedoch sicher, dass dieser Eingriff vertretbar ist und dass bei der Feinabstimmung des Plans hier noch Veränderungen möglich sind, um möglichst wenig Natur in Anspruch zu nehmen.

    Nicht nur die Dimension Naturschutz ist wichtig, sondern auch die soziale Dimension des Parks. In diesem Sinn ist der Bolzplatz für mich unverzichtbar, genauso wie die Kleingärten und die interkulturellen Gärten, wie Spielplätze, Ruhezonen, wie die Erfahrung wildgewachsener Natur und wie kulturelle Aktivitäten im zukünftigen Park. Wenn es einen besseren Standort für den Bolzplatz geben sollte, bin ich dafür offen und werde mich mit jedem Vorschlag auseinandersetzen.

    Kritisieren und Nein-Sagen ist sicher wichtig und in der Regel der Ausgangspunkt für jede Bürgerbeteiligung. Aber dann muss es weitergehen. Bürgerbeteiligung bedeutet für mich auch, sich mit den Argumenten aller unterschiedlicher Interessen auseinanderzusetzen, sich in andere Hineinzuversetzen, im Dialog Vorschläge zu entwickeln und dann auch Verantwortung für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen.

    • BaL said,

      17. Dezember, 2010 um 3:00

      Ohne uns hier & heute Punkt für Punkt auf ein rechthuberisches Hickhack einzulassen − die aktuellen Entwicklungen auf dem Gleisdreieck und im Partizipationsprozess sowie die für den Bau des Flaschenhalsparks geplanten sprechen u. E. für sich − nur so viel zur Klarstellung:

      Mit der Formulierung, „dass die QRs im Gegensatz zu den BIs mit durchaus ansehnlichen öffentlichen Mitteln subventioniert werden“, meinen wir selbstverständlich nicht, dass sie direkt bezahlt würden, sondern dass sie Mittel der Institution Quatiersmangement verwenden können, um im konkreten Fall die Durchsetzung besonderer Interessen zu fördern. − „Bloßen“ BI- und AnwohnervertreterInnen stehen solche Mittel und Möglichkeiten auch dann nicht zu Gebote, wenn sie allgemeine Interessen verfolgen.

      • 17. Dezember, 2010 um 9:54

        Schon wieder eine Falschinformation!

        Es gab im Zusammenhang mit den Planungen am Gleisdreieck keinen konkreten Fall (auch keinen unkonkreten Fall), in dem die Quartiersräte finanzielle Mittel zur „Förderung besonderer Interessen“ eingesetzt hätten. Ich bitte die Autoren des Landwehrkanalblogs darum, diese falschen Behauptungen zurückzuziehen.

        Matthias Bauer

        Mitglied des Quartiersrat Schöneberger Norden
        Mitglied der Interessengemeinschaft Gleisdreieck von 1992 bis 1998
        Mitglied der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck seit 1998

  2. Holger S. said,

    17. Dezember, 2010 um 21:11

    Zur Versachlichung dieser Diskussion sei allen daran Interessierten die Lektüre der Protokolle der Quartiersräte aus den QM-Gebieten Schöneberger Norden und Tiergarten Süd empfohlen, die „ein wenig“ Einblick geben. „Ein wenig“ deswegen, weil man das QM Schöneberger Norden erst einmal dazu bewegen musste, die Protokolle der QR-Sitzungen vom März bis Oktober 2010 auf die Seite zu stellen, die – das sei erwähnt – inhaltlich nicht sonderlich ergiebig sind.
    Der Link zu den Protokollen des QR Schöneberger Norden (SN) ist hier:
    => http://schoeneberger-norden.de/Protokolle-QR-Sitzungen.2249.0.html
    Der Link zu den Protokollen des QR Tiergarten Süd (TGS) hier:
    => http://www.tiergarten-sued.de/QR-Sitzungs-Protokolle.4437.0.html

    Es sei darauf hingewiesen, dass das Gleisdreieck (Ost- wie Westpark) nicht zu den Quartiersmanagement-Gebieten SN und TGS gehört.
    Der Hinweis nicht deswegen, um die AnwohnerInnen von einer Diskussion über den Westpark auszuschließen, sondern aus dem Grunde, weil die Zuständigkeit der Quartiersräte an den Grenzen „ihres“ Vertragsgebietes eigentlich enden sollte.

    Als Privatpersonen, AnwohnerInnen und Interessierte sollen (!) sie aber durchaus eine Meinung haben und sich dieser entsprechend engagieren !!!

    Sich auf ihre Rolle als Quartiersräte in Bezug auf den Westpark zu beziehen, erscheint mir denn doch als etwas gewagt.

    Es gibt die Mail eines Mitarbeiters des QM Tiergarten-Süd vom Nov. 2010 an einen recht großen Verteiler, in der dieser von einer seitens der Grün Berlin GmbH geäußerten Bitte um Unterstützung hinsichtlich des Westparks berichtet, die im Frühjahr 2009 gestellt wurde.
    Dieser Bitte wurde der Mail nach entsprochen.
    Aber dafür müsste es – meiner Meinung nach – auch eine Vertragsgrundlage geben. Mittel aus dem QM dürften direkt und indirekt nur für Maßnahmen innerhalb des Vertragsgebietes zur Verfügung stehen und verwandt werden.
    Wenn es eine Finanzierung/Kostenübernahme seitens der Grün Berlin GmbH geben würde, so wäre darüber Auskunft zu geben. Wer sind dann ggf. die Vertragsnehmer ? Oder agieren alle Beteiligten ehrenamtlich ?

    Der stellvertretende Quartiersrat L. verwies bei der Vorstellung der Kandidaten zum QR des QM TGS im November 2010 (Elisabeth-Krankenhaus) darauf, dass der QR TGS wesentlich zum Gelingen der Veranstaltungen zum Westpark in den Jahren 2009 und 2010 beigetragen hätte.
    Der betriebene Aufwand war sicherlich sehr zeitintensiv und bestimmt fielen Kosten an.
    Als ehrenamtliches – also unentgeltliches – Engagement von Privatpersonen unter Verwendung eigener Ressourcen würde ich es sehr begrüßen.

    Was die in dem Artikel der Autoren des LWK-Blogs gefallene Bemerkung zum KiJuRa (Kinder- und Jugendrat) angeht: Dieser wird von interessierter Seite gern angeführt, um auf das Interesse von Kindern an Spielflächen im Westpark hinzuweisen, was auch ich nicht grundsätzlich in Frage stelle.

    Ausweislich der auf der Seite des QM TGS zu findenden Projektliste (Stand: 14.09.10) wird der KiJuRa im QF3 für die Jahre 2010/2011 mit insgesamt 19.400,00 € gefördert. Wessen Wunsch war es, dass sich der KiJuRa mit dem Westpark befasst ? Wie wurde das initiiert ?
    Das Interesse am Park verstehe ich natürlich und – wiederhole mich damit.

    Da ich z. B. die verteilte und plakatierte Werbung zur letzten Westpark-Veranstaltung im September 2010 in der 12-Apostel-Kirche kenne, sei auch die Frage gestattet, wer hat diese mit den Logos des QRs und der Grün Berlin versehenen Flyer und deren Verteilung bezahlt ?
    Wurden QM-Mittel genutzt ? Gab und gibt es dafür QR-Mittel ?
    War es die Grün Berlin GmbH, die – unabgesprochen und natürlich ganz uneigennützig – das Logo des/der QRs auf den Einladungen veröffentlichte und verteilte, um diesen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen ?

    All das sollte schon offen dargestellt werden können.

    Was M. B. dazu bewegt, in dem diesen Kommentaren zugrunde liegenden Beitrag der Autoren vom Landwehrkanal-Blog einen Angriff auf seine Person und zudem noch verquickt mit der den Autoren zugeschriebenen Unterstellung, dass er – M. B. – Geld für sein Engagement erhalten würde, zu lesen, das verstehe ich nicht. Ich habe nichts gefunden, was diese Ableitung gestatten würde.

    In seinem zweiten Kommentar schreibt M. B. sehr plakativ, dass „schon wieder eine Falschinformation“ seitens der Autoren des LWK-Blogs festzustellen sei und dringt darauf, dass zurückzuziehen ist, dass „… die Quartiersräte finanzielle Mittel zur ‚Förderung besonderer Interessen‘ … eingesetzt hätten“.
    Dazu das: Man kann nicht zurückziehen, was NICHT geschrieben wurde.

    Und so manche seine anderen Aussagen betrachte ich als nette, kleine Spielereien, die allenfalls zur Unterhaltung und Ablenkung dienen.
    Dass er die Wahrheit für sich reklamiert und hier den LWK-Autoren alles andere attestiert, das nehme ich natürlich gern zur Kenntnis und freue mich für ihn für sein sehr gesundes Selbstvertrauen und Urteilsvermögen.

    Im Ernst: Gerade weil ich sein langjähriges Engagement für das Gleisdreieck sehr respektiere und ihn in der Vergangenheit gern unterstützte, bin ich über die eine und die andere Bemerkung und Wertung in den Zeilen von M. B. (und nicht nur hier) erstaunt.
    Ich habe aber weder Zeit noch Lust, mich weiter damit auseinanderzusetzen.

    Als langjähriges und (seit kurzem und aus guten Gründen gern ausgetretenes) ehemaliges Mitglied der AGG (AG Gleisdreieck) und der sog. Initiativenplattform gestatte ich mir die Meinung, dass es einigen schlicht nicht passt, dass es Kritik an ihrem Vorgehen, Abstimmungsverhalten, ihren Urteilen, Zielen und ihrer sozialen Kompetenz gibt.
    Durchaus Verständnis habe ich aber für eitle Posen, bitte aber auch das zu bedenken: Nicht unter jedem dünnen und grauen Zopf verbirgt sich auch ein kluger Kopf. 😉

    Was die schrille Tonlage einiger Diskutanten angeht, so habe ich in den letzten Jahren in der AGG etc. einiges erlebt, könnte spannende Beispiele nennen und zum Teil belegen, die deren diffamierende Aussagen dokumentieren.

    Mit den besten Wünschen für 2011 für alle – also auch M. B. [schöner wär’s, wenn’s schöner wär]
    Holger S.


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