Unbefriedigendes zu Mieten, Bauen + Wohnen

Politik der Selbstimmunisierung

Von einer Veranstaltung des Präventionsrats im QM Schöneberger Norden

Eine Strategie selbstgerechter Selbstimmunisierung (Dopplung bitte verzeihen!) verfolgte die Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) in der sehr gut besuchten Sondersitzung des Präventionsrats des Quartiersmanagement Schöneberger Norden am vergangenen Mittwoch, 26. März, im PallasT: Sie sei nun zwei Jahre für Stadtentwicklung zuständig und habe ein Erbe angetreten, dass ihr in manchem nicht behage, das sie aber exekutieren müsse: „Da gibt’s keinen Reset-Knopf!“ Und wo es eigentlich um Handlungsmöglichkeiten und Instrumente für den Schutz Kaufkraft schwächerer Bevölkerungsteile gehen sollte, hieß es in Richtung Zukunft erst mal generell : „Wir können die Veränderungen nicht aufhalten.“

Präventionsrat Schöneberger Norden zu Miete + Wohnen

Präventionsratsitzung des QM Schöneberger Norden zu Miete und Wohnen

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Westpark-News

Verlust der Vertrauensbasis in der PAG

Wintereinbruch stoppte vorerst weiteres Roden

Leider wurde der Wunsch der Naturschutzengagierten innerhalb und außerhalb der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) ignoriert und die insgesamt zu rodenden Bäume und Sträucher auf dem Westparkgelände nicht noch einmal gemeinsam begutachtet, auch weil die Fällungen laut Grün Berlin ja bereits in Auftrag gegeben worden seien. − Das öffentlich bejubelte angebliche Einvernehmen aller Beteiligten über die modifizierte Planung ungeachtet der verbliebenen Konflikt- bzw. „Arbeitsschwerpunkte“ hat auch dabei sicher geholfen.

Bei einigen Bäumen entlang der ICE-Trasse sei man noch am Überlegen, hieß es, und tatsächlich: paar Birken stehen dort noch! Anlässlich der Begehung der Kleingartenkolonie POG zwecks Vorbereitung der Bearbeitung des Themas „Gärten im Garten“, Lage und Ausmaß des sog. Marktplatzes etc. sollte einzig die Baumreihe entlang der Kolonie noch einmal gemeinsam begutachtet werden − und hier ist eben zu befürchten, dass, wie so oft, plötzlich noch viel mehr nicht Erhaltenswertes entdeckt wird −, doch dieser für kommenden Dienstag (7.12.)  anberaumte Termin fällt wegen des Wintereinbruchs aus, wurde nun zwar auf kurz vor Weihnachten verschoben, wird voraussichtlich aber auch dann eher nicht stattfinden. − Klar sollte indessen den Verantwortlichen sein, dass vor dieser Begehung keine irreversiblen Fakten in Form weiterer Fällungen geschaffen werden dürfen! Den Rest des Beitrags lesen »

Zweifel an der Statikprüfung der Staffelrammung bleiben

Blinde Flecken

Die skeptischen Nachfragen der BI zur Statikprüfung haben sich nämlich als berechtigt erwiesen und konnten – entgegen der offiziellen Sprachregelung des WSA − während eines gesonderten Gesprächstermins zwischen WSA– und BI-VertreterInnen sowie Mitarbeitern von Plass Ingenieure und den Prüfingenieuren der Firma Krone nicht geklärt werden. (Dazu sei vermerkt, dass man sich auch gegenüber kompetenter BürgerInnen-Beteiligung nicht sonderlich kooperativ zeigte.) Das, wonach die BI als Voraussetzung ihrer Zustimmung zur Vorpressung der Spundbohlen in Abschnitt 6 (Tempelhofer Ufer mit den vier Linden) gefragt hatte, nämlich nach den abgeprüften rechnerischen Nachweisen zur Standsicherheit der Spundwand bei einer verminderter Einbindungstiefe jeder zweiten Spundbohle gemäß der sog. Staffelrammung, wurde, obschon man um das Desiderat ja wusste, auch bei dieser Gelegenheit nicht vorgelegt.

In den uns zur Verfügung gestellten Unterlagen sind die unterschiedlichen Bohlenlängen jedenfalls an keiner Stelle Gegenstand rechnerischer Nachweise. Dazu hieß es nun, das Prüfexemplar für die antragstellende Firma Mette Wasserbau GmbH & Co. KG (worüber SB2-Leiterin Gerrit Riemer, wie berichtet, schon vor Monatsfrist zu verfügen behauptete) werde gerade eben fertig gestellt…

Keine BI-Empfehlung!

Stattdessen wurden der BI textliche Versicherungen von Plass, wonach alles seine Ordnung habe, versehen mit Krones amtlichem Prüfzeichen, nachgereicht. − Auf Treu und Glauben will und kann jedoch die BI hier weder eine Empfehlung noch eine Ablehnung der Umsetzung dieser Variante verantworten und damit dem Vorhabensträger womöglich auch noch einen Teil der Verantwortung abnehmen.

Unsere Zweifel an einem zureichenden Qualitätsmanagement des WSA haben sich nur weiter verstärkt. Und hier sind auch die Gründe für die Verzögerungen im Bauablauf zu suchen und nicht (wie es unter WSA-MitarbeiterInnen und Wasserbauern zur stehenden Rede geworden ist) den unqualifizierten Einwänden der BaumschützerInnen!