Bürgerbeteiligung und Demokratiereform

Transformation von unten?

Kandidatin Künast und Vordenker Leggewie zu neuen zivilgesellschaftlichen Formaten

Renate Künast und Claus Leggewie

Renate Künast und Claus Leggewie

In Sachen zivilgesellschaftlicher Partizipation brauche das Rad nicht neu erfunden zu werden, versicherte Wowereits Herausforderin, Renate Künast,  Donnerstag letzter Woche (16.6.) im EnergieForum am Friedrichshainer Spreeufer. Drei Monate vorm Showdown in der Hauptstadt veranstaltete die Wahlinitiative Für Renate Künast mit der grünen Spitzenkandidatin und dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie einen öffentlichen Dialog über „Neue Formate für die Zivilgesellschaft“, an dem sich das Publikum − darunter etliche Mitglieder von Initiativen − nur sehr marginal beteiligen durfte. Dafür sorgte nicht zuletzt die Moderation Hartmut Gaßners von der in der ersten Etage des Hauses residierenden, renommierten Anwaltskanzlei für Umweltrecht und Mitbegründer der Wahlinitiative. Auch von Professor Leggewie, dem nach eigenem Bekenntnis ehemaligen Sponti und jetzigen Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung zu den globalen Umweltveränderungen( WBGU) war zum eigentlichen Thema nicht allzu viel aus der Erfahrungswelt bürgerschaftlich Engagierter zu hören. Den Rest des Beitrags lesen »

Gleisdreieck: Iniplattform fordert Baustopp!

Erneut wertvoller Vegetationsbestand zerstört

Protest wegen fortgesetzter Verstöße gegen Vereinbarungen der PAG

Kletterbaum vorher

Kletterbaum mit Zaun (vorher)

Schon auf der 53. Sitzung der Projekt begleitenden Arbeitsgruppe (PAG) zum Gleisdreieck-Westpark am 11. Februar, die das Thema Pilotprojekt „Gärten im Garten“ vertiefen sollte, wurde den AnwohnervertreterInnen sowie den QR von Schöneberger Norden und Tiergarten Süd deutlich, dass sich Grün Berlin und die Planer des Atelier Loidl nur höchst unzureichend mit ihrer Kritik an den bisherigen Entwürfen auseinandersetzen − vor allem was die Wegeführung in der Kleingartenkolonie POG, um den Natur- und konventionellen Spielplatz herum und zwischen beiden, die überdimensionierten Wegebreiten und Ausmaße des Marktplatzes sowie die umstrittene Durchwegung der sog. Oefelein-Bauten betrifft − geschweige Kritik und Korrekturvorschläge in ihre Planungen einarbeitet.

Hier muss nicht zuletzt Moderator Seebauer endlich auch gegenüber Planern und Vorhabenträger auf die Einhaltung gemeinsam getroffener Vereinbarungen dringen!

[Update Fotos: Der Kletterbaum oben wurde nun auch noch halbiert (s.u.), ohne Rücksicht darauf, dass zwei AnwohnervertreterInnen und PAG-Mitglieder am 10.2. ein intensives Gespräch mit der bauausführenden Firma führten und erstens verlangten, den besonders bei Kindern beliebten Baum nicht zu beschädigen, und zweitens vorschlugen, den im Bild zu sehenden Eisenträger und die Zaunpfosten von innerhalb der Umfriedung herauszunehmen, denn dort war selbst für den Kleinbagger genügend Bewegungsraum. Die Zaunpfosten steckten übrigens nur ca. 40 cm tief im Boden und hätten mit geringem Kraftaufwand und per Handschachtung ohne größeren Aufwand entfernt werden können. Drittens forderten die BürgerInnen die Bauleute auf, die Schaufel durch einen Haken zu ersetzten, um Beschädigungen des Baums zu vermeiden, und im weiteren bestandsschonend vorzugehen. − Die unten zu sehende Kappung des seitlichen Stämmlings war absolut nicht erforderlich! − Und zum „halben Baustopp“ siehe auch hier und hier.]

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