Zur Charta für Berlins Stadtgrün

Berlins Grüne Infrastruktur

Integrierte doppelte Innenentwicklung von Beton und Grün

Seit dem 12. Oktober, dem Tag der Auftaktveranstaltung, läuft nun der Online-Dialog zur Erarbeitung einer Charta für Berlins Stadtgrün, wird bis zum 23. November fortgeführt und bedarf noch deutlich regerer Teilnahme: diese Formate müssen, auch wenn hierzulande manches noch Jahrzehnte Neuland bleiben mag, in Beteiligungsverfahren von der Stadtgesellschaft unbedingt viel intensiver genutzt werden!

Impulspapier zur Charta Stadtgruen

Impulspapier zur Charta Stadtgrün

In diesen Tagen hat auch das Bundesumweltministerium den Entwurf zu einem ‚Masterplan Stadtnatur‘ samt Maßnahmenprogramm vorgelegt, d.h. zumindest auf der Verlautbarungsebene tut sich was in Richtung doppelter Innenentwicklung: Es kann und darf nicht nur um Wohnungsbau gehen, womöglich im gründerzeitlichen Blockrandstil, und auch nicht nur um den Ausbau der grauen, sondern mindestens ebenso wichtig ist die Sicherung, Entwicklung und der Ausbau unserer grünen Infrastruktur! Sie hat ihren Nutzen für den Klimaschutz, dient aber hauptsächlich der existenziell notwendigen Anpassung an die absehbaren Folgen der Klimakatastrophe, worauf der diesjährige, sicher schon halb vergessene Dürre- und Hitzesommer hindeutete, nicht zuletzt jedoch dem Arten- und Biotopschutz! Den Rest des Beitrags lesen »

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Berlin baut sich zu

Wahlkämpfende Politiker*innen zu Immer.Grün

Bericht von einer facettenreichen Veranstaltung zum Naturschutz

Vor gut einer Woche (30.8.) stellten sich Antje Kapek (Grüne), Katrin Lompscher (LINKE), Wolfram Prieß bzw., weil frisch vermählt, Rohst von den Piraten (alles stadtentwicklungspolitische Sprecher*innen ihrer AGH-Fraktionen) sowie Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) in der schon wärmeren Wahlkampfphase Vertreter*innen aus Berlins vielgestaltiger Naturschutzszene. Das informationsreiche Event wurde von Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des BUND, routiniert moderiert. Kurzfristig abgesagt hatte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU, Stefan Ewers, ohne einE VertreterIn zu entsenden.

Das Auditorium

Das Auditorium im Kreuzberger TAK

Wir haben fleißig mitgeschrieben, denn (größtenteils) so gut vorbereitet, so flüssig und detailreich referierend, erleben wir unsere Politiker*innen ja leider zumeist nur im Wahlkampfmodus, und es gilt wie immer, die künftigen Koalitionäre an ihre Wahlaussagen und -versprechen wenigstens erinnern zu können. − Wir erlauben uns eine weitgehend chronologische Darstellung, haben also die jeweiligen „Positionen“ nicht fertig herausdestilliert, denn das wäre auf Kosten der Darstellung des Dialogs gegangen. Und in [ ] kommen unsere undisziplinierten Zwischenrufe. Das Ergebnis ist allerdings ein Triple-Post oder XL-Longread, heuer womöglich von vielen nur ratenweise genießbar… [Aber das Ganze will auch so was wie die kompilierten Wahlprüfsteine der BaL sein, das die Bekenntnisse der Parteien gleich mitliefert]

Das Podium

Das Podium

Entscheidungshilfen für die Wahl sollten geboten, dazu aber die essentiellen Fragen geklärt werden, wie Berlins Grün- und ökologisch wertvolle Freiflächen geschützt und langfristig gesichert werden können, und zwar entlang folgender kardinalen Punkte:

  • Die Problematik der Verdichtung der Stadt der Zukunft.
  • Wie können wir den klein gesparten Naturschutz stärken?
  • Wie können grüne Freiflächen gesichert werden (am Beispiel von Berlins KGA, also den Kleingartenanlagen)?

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Lückenschluss um jeden Preis?

Schädigung von Stadtnatur und Beteiligung

Einwohnerversammlung zur Rettung des Crelle-Urwalds in Schöneberg

In ihrer Begründung des mit exakt 1162 gültigen Unterschriften erfolgreichen Einwohnerantrags zum größtmöglichen Erhalt der Natur im Wannseebahngraben, einer Umsetzung der sie weitestgehend schonenden Planungsvariante 1 und der Fortsetzung des Beteiligungsverfahrens machte Anwohnerin und Mitglied der BI Crellekiez Zukunft, Anja Jochum, zum Auftakt der mit Hilfe der CDU-Fraktion der Tempelhof-Schöneberger BVV durchgesetzten Einwohnerversammlung nach §42 des Berliner Bezirksverwaltungsgesetzes (BezVG) zu ebendiesen Themen sehr deutlich, dass es kein Sich-Abfinden der BürgerInnen mit dem Votum ihrer gewählten VertreterInnen geben werde, sollten sie wirklich für ein Abbruch des Verfahrens und die Umsetzung der zynischerweise noch immer so genannten modifizierten Variante 1 stimmen, denn diese würde noch mehr Naturzerstörung bedeuten als die auf den verschiedenen Veranstaltungen mit jeweils über neunzig Prozent von den BürgerInnen abgelehnten Varianten 2 und 3.

78 Prozent der Befragten hatten sich bei einer vom Bezirksamt durchgeführten Fragebogen-Aktion [siehe auch hier] für eine modifizierte Variante 1 ausgesprochen, die den liebevoll „Crelle-Urwald“ genannten, ganz von selbst gewachsenen Vorwald entlang der Trasse der Wannseebahn schützt und erhält. Das Bezirksamt jedoch plant, die rot-grüne Zählgemeinschaft im Rücken, seine Vernichtung durch Erschließung. Den Rest des Beitrags lesen »

Natur im Wannseebahngraben akut bedroht!

Bezirk Tempelhof-Schöneberg will 91 Bäume fällen

Unterstützung und Protest dringend gebraucht!

Nachdem sich letztes Jahr bei allen sogenannten Beteiligungsveranstaltungen zum Wannseebahngraben (siehe hier, hier und dort) jeweils über neunzig Prozent der Anwesenden für den Erhalt der vorhandenen Vegetation aussprachen, haben Bezirksamt und Planer des Büros Seebauer, Wefers & Partner als „Ergebnis der Bürgerbeteiligung“ eine Planungsvariante erarbeitet, die maximale Naturzerstörung bedeutet. [Vgl. auch den Brief der BI an die Tempelschöner Bezirksverordneten vom 27.8.14 auf crellestrasse.de.]

Bahnweg Wannseebahngraben

S-Bahngleis und Bahnweg, dessen Nutzung Natur schonen würde

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Für Variante Stadtnaturhalt

Große Mehrheit für Rettung des Crelle-Urwalds

Update, 16.6.: Liebe Tempelhof-SchönebergerInnen: So Ihr über 16 seid, bitte unterschreibt bis 31. August für den Einwohnerantrag zum Erhalt des Grüns im Wannseebahngraben und für weitere Bürgerbeteiligung!

1000 Unterschriften sind nötig, damit sich die BVV TS mit den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der Anwohner- und NutzerInnen befasst und sie an der Planung der „Umgestaltung“ des Wannseebahngrabens weiterhin beteiligt! − Und wenn Ihr noch bisschen mehr tun wollt: Druckt die Unterschriftenliste mit Vor- und Rückseite aus, sammelt einige weitere, schickt sie an die angegebene Adresse, oder gebt sie in der Geschäftsstelle des BUND Berlin, Crellestr. 35 ab und seid vielmals bedankt − nicht zuletzt auch von unseren nichtmenschlichen MitbewohnerInnen!

Planungswerkstatt Umgestaltung Wannseebahngraben

Kaum fünfzig BürgerInnen fanden letzten Samstag um zehn in den Willy-Brand-Saal im Rathaus Schöneberg: die fürs Verteilen der Einladungen beauftragte „professionelle“ Firma habe diese als Werbung missverstanden und alle Briefkästen mit entsprechendem Einwurfverbot ausgespart. Nun ja. − Dazu kommt unserer Meinung nach noch die Uhrzeit: „10 Uhr am Samstagmorgen ist für Berufstätige eine unmenschlich Zeit!“ verlautete aus dem Publikum. Kurz: viele bekannte Gesichter, wenig neue und weit und breit kein Allgemeininteresse.

Moderatoren, Publikum

Moderatoren, Publikum

Verfahrenskritik unerwünscht

Kritik an der Aufbereitung der in der vorigen Ideenwerkstatt schriftlich fixierten Interessen, Wünsche und Bedürfnisse von Anwohner- und NutzerInnen, an der Ausstellung der Variantenentwürfe im Rathaus-Foyer, der Gestaltung der Fragebögen u.v.m. konnte so gut wie gar nicht thematisiert werden, vielleicht auch, weil neben Planer-Moderator Martin Seebauer diesmal der Landesgeschäftsführer des BUND, Tilmann Heuser, mit der Co-Moderation betraut wurde, der nicht müde wird, vorm Hintergrund der miserablen Öffentlichkeitsbeteiligung auf Senatsebene, die am Sonntag ja die verdiente Quittung erhielt, Qualität und Standards der Partizipation sei’s nun an der Landwehrkanal-Sanierung, also auf Bundesebene, oder auf der kommunalen wie eben in Tempelhof-Schöneberg über den grünen Klee zu loben. Erst sollten mal die Planer ihre Entwürfe vorstellen. Den Rest des Beitrags lesen »

Verwaltungskonforme Beteiligung

Keine Veranlassung, auch nur den Schein zu wahren?

Partizipation braucht Kontinuität!

Vielleicht noch im April, aber ganz sicher dann im Mai wird die BürgerInnenbeteiligung zur Schöneberger Schleife, hier: zum Wannseebahngraben (Bebauungsplan 7-69), moderiert von Planer-Moderator Martin Seebauer, fortgesetzt. Und zwar in Form einer Ortsbegehung mit anschließender Planungswerkstatt. Derlei erhellt zumindest aus Bürger- oder Bezirksverordnetenanfragen – bzw. aus deren Beantwortung. Eigeninitiativ wird nicht mehr groß für die öffentliche Beteiligung an der Beplanung des Wannseebahngrabens geworben. Da wähnt sich manch eineR in die Ära Bernd Krömer zurückversetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Rot-Grün hebelt BürgerInnenbeteiligung aus

Schöner radeln durch asphaltierte Natur

In der Bezirksverordnetenversammlung im Rathaus Schöneberg am Mittwoch vergangener Woche (22.1.) wurde mit der Mehrheit von Rot-Grün und gegen die Stimmen von CDU, LINKE und Piraten auch die Drucksache 0949/XIX „Ja zur Schöneberger Schleife!“ beschlossen. Insofern ist das Beteiligungsverfahren zum Wannseebahngraben, das laut Planer/Moderator Martin Seebauer mit seiner „Ideenwerkstatt“ so ganz anders als die bisherigen, nämlich ergebnisoffen ablaufen sollte, ad absurdum geführt, noch bevor es richtig begonnen hat.

Ohnehin würde es ja viel zu lange dauern angesichts des drohenden „Verfalls der Förderzusage“ aus dem Programm Stadtumbau West. Während den BürgerInnen weisgemacht wurde, es stehe das ganze Jahr zur Verfügung, drängt die BVV nun zur Eile und zum Umsetzen dessen, wofür sich doch engagierte BürgerInnen dreißig Jahre lang eingesetzt hätten und was zu formulieren einzig die BI Westtangente legitimiert sei −, so jedenfalls der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Ralf Kühne. Eine gelungene Realsatire, wobei wir allerdings nicht wissen, ob wir lachen oder weinen sollen. Den Rest des Beitrags lesen »

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