Noch mehr Fällungen in der Hufeisensiedlung!

Neben 30 Hainbuchen sollen 24 Bergahorne fallen

Das Ende der winterlichen Fällsaison naht, allenthalben in der Stadt scheint’s deshalb mit den entsprechenden „Pflegemaßnahmen“ in den Endspurt zu gehen, und so auch in der Britzer Hufeisensiedlung in Neukölln. Es ist schon ein schlimmes Wechselbad, was den AnwohnerInnen dort zugemutet wird!

Drei unterschiedliche Standorte

Hufeisen-Ahorne 01

Fällwürdige Bergahorne? ©BUND

Nach dem Kampf um die dreißig Hainbuchen am Lowise-Reuter-Ring, der zunächst zugunsten der Bäume gewonnen schien, indem die Deutsche Wohnen AG ihren Fällantrag zurückzog, wurde ein gleicher, wie berichtet, umgehend erneut gestellt und hat jetzt, da ihn der Bezirk ein zweites Mal ablehnte, die Schleife bis zur Obersten Denkmalbehörde genommen, die fürs noch nicht lange auch in den Gartendenkmal-Stand erhobene Hufeisen zuständig ist. Die ODB aber hat, wie leider nicht anders zu erwarten, ohne sich um die Meinung des bezirklichen Grünflächenamts, geschweige der AnwohnerInnen zu scheren, der Fällung der gesunden Bäume zugestimmt, obschon sie weder die Fassade schädigen, unzumutbar Wohnungen verschatten oder die ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommene Bruno-Taut-Schöpfung verstellen. Ihre Art ist offenbar nicht denkmalverträglich. − Eine derart rigoristisch-dogmatische, unökologische und bürgerInnenferne Auslegung ihres gesetzlichen Auftrags seitens der ODB darf nicht tatenlos hingenommen werden! Den Rest des Beitrags lesen »

Was Positives: Weit über 1000 Bäume gerettet!

Vor entschlossenen BürgerInnen weichen Denkmalschützer zurück!

Überraschende Wende in der Britzer Hufeisensiedlung

Die Hainbuchen der Hufeisensiedlung

Gerettete Hainbuchen © BUND

Wie wir erst heute erfahren haben, sind in der berühmten, von Bruno Taut gestalteten Hufeisensiedlung im Neuköllner Ortseil Britz nicht nur die dreißig Hainbuchen gerettet − die Deutsche Wohnen AG hat ihren Fällantrag zurückgezogen! −, sondern nach einer bereits am Montag dieser Woche (17.1.) vom Verein „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung“ organisierten und mit 120 AnwohnerInnen voll besetzten Veranstaltung, zu der neben Frau Lesser von der Unteren Denkmalbehörde Neukölln [Korrektur: Frau Lesser ist freie Landschaftsarchitektin und nicht Vertreterin der UDB Neukölln  (siehe auch den Kommentar von Ben Buschfeld). Wir bitten, unseren Irrtum zu entschuldigen.] auch Dr. Klaus-Hennig von Krosigk und Klaus Lingenauber vom Landesdenkmalamt erschienen, kann auch für alle übrigen Gehölze inklusive der Sträucher und Büsche auf Privatgrundstücken Entwarnung gegeben werden: ab sofort gilt für sie Bestandsschutz! Wir können diese Wende nach den Schlagabtauschen der Vergangenheit kaum glauben, möchten aber noch einmal darauf hinweisen, dass auf Bezirksseite sowohl von der Unteren Naturschutz- als auch der Denkmalschutzbehörde von jeher große Vorbehalte gegenüber den Rodungen bestanden. − [Update 25.1.: Gestern mussten wir nun erfahren, dass die Deutsche Wohnen AG den zurückgezogenen Fällantrag für die dreißig Hainbuchen etwas wortreicher − erneut gestellt hat. Die auf Grund des Weltkulturerbe-Status der Siedlung zuständige Oberste Naturschutzbehörde, also SenStadt, wird mit Blick auf die Fördermittel den Antrag, den der Bezirk seinerzeit abschlägig beschied, woraufhin die Sache gerichtsanhängig wurde, mit ziemlicher Sicherheit genehmigen −, ohne Rücksicht auf die Intentionen Bruno Tauts, die ökologische Funktion der Bäume oder gar die Wünsche und Bedürfnisse der AnwohnerInnen…] Den Rest des Beitrags lesen »

Schützt unsere Bäume vor dem Denkmalschutz!

In der Britzer Hufeisensiedlung sollen 30 gesunde Hainbuchen fallen

Die Hainbuchen der Hufeisensiedlung

Die Hainbuchen © BUND

Bezirkliche Natur- und Denkmalschutzbehörde gegen Fällung

Ein Vertreter des Neuköllner Grünflächenamts konnte im Sommer unsere Kritik daran nicht verstehen, dass die als Baudenkmal ins Weltkulturerbe aufgenommene Britzer Hufeisensiedlung quasi handstreichartig und hinter verschlossenen Türen nun auch noch den Status eines Gartendenkmals zuerkannt bekommen hat.

Das sei doch durchaus nichts Ungewöhnliches. Und unsere Besorgnis unbegründet, dass dies nur dem Zweck dienen solle, neben der Sanierung der Wohngebäude auch die vernachlässigte Grünanlage der Siedlung gegen den Willen der AnwohnerInnen im Wortsinn radikal neu zu gestalten, also erstmal tabula rasa zu machen − schließlich sind mal wieder Millionen von Steuermitteln aus diversen Fördertöpfen zu verausgaben − und bei dieser Gelegenheit, nachdem vor Jahresfristschon ihrer 17 gerodet wurden, auch noch weitere 30 völlig gesunde Hainbuchen zu fällen. Dies nämlich betreibt die Eigentümerin der Siedlung, die Deutsche Wohnen AG, schon länger und will, nachdem die UNB die Genehmigung verweigerte, seit einiger Zeit ihr Ansinnen auf dem Klageweg gegen den Bezirk durchsetzen. Den Rest des Beitrags lesen »

Fördermittel zur Zerstörung von Stadtnatur

Beispiel Hufeisensiedlung Britz

Schon seit dem Frühjahr setzt sich eine AnwohnerInnen-Initiative mit Unterstützung des BUND gegen die im Namen des Denkmalschutzes geplante Rodung von 25 Bäumen, einer Vielzahl von Büschen und Hecken, Zerstörung von Hochbeeten sowie der Umpflügung von Wildblumenwiese in der Großsiedlung Britz ein, besser bekannt als „Hufeisensiedlung“.  [Update vom 23.09.: Hier der aktuelle BUND-Flyer zum Thema…] Den Rest des Beitrags lesen »