Lückenschluss um jeden Preis?

Schädigung von Stadtnatur und Beteiligung

Einwohnerversammlung zur Rettung des Crelle-Urwalds in Schöneberg

In ihrer Begründung des mit exakt 1162 gültigen Unterschriften erfolgreichen Einwohnerantrags zum größtmöglichen Erhalt der Natur im Wannseebahngraben, einer Umsetzung der sie weitestgehend schonenden Planungsvariante 1 und der Fortsetzung des Beteiligungsverfahrens machte Anwohnerin und Mitglied der BI Crellekiez Zukunft, Anja Jochum, zum Auftakt der mit Hilfe der CDU-Fraktion der Tempelhof-Schöneberger BVV durchgesetzten Einwohnerversammlung nach §42 des Berliner Bezirksverwaltungsgesetzes (BezVG) zu ebendiesen Themen sehr deutlich, dass es kein Sich-Abfinden der BürgerInnen mit dem Votum ihrer gewählten VertreterInnen geben werde, sollten sie wirklich für ein Abbruch des Verfahrens und die Umsetzung der zynischerweise noch immer so genannten modifizierten Variante 1 stimmen, denn diese würde noch mehr Naturzerstörung bedeuten als die auf den verschiedenen Veranstaltungen mit jeweils über neunzig Prozent von den BürgerInnen abgelehnten Varianten 2 und 3.

78 Prozent der Befragten hatten sich bei einer vom Bezirksamt durchgeführten Fragebogen-Aktion [siehe auch hier] für eine modifizierte Variante 1 ausgesprochen, die den liebevoll „Crelle-Urwald“ genannten, ganz von selbst gewachsenen Vorwald entlang der Trasse der Wannseebahn schützt und erhält. Das Bezirksamt jedoch plant, die rot-grüne Zählgemeinschaft im Rücken, seine Vernichtung durch Erschließung. Den Rest des Beitrags lesen »

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Natur im Wannseebahngraben akut bedroht!

Bezirk Tempelhof-Schöneberg will 91 Bäume fällen

Unterstützung und Protest dringend gebraucht!

Nachdem sich letztes Jahr bei allen sogenannten Beteiligungsveranstaltungen zum Wannseebahngraben (siehe hier, hier und dort) jeweils über neunzig Prozent der Anwesenden für den Erhalt der vorhandenen Vegetation aussprachen, haben Bezirksamt und Planer des Büros Seebauer, Wefers & Partner als „Ergebnis der Bürgerbeteiligung“ eine Planungsvariante erarbeitet, die maximale Naturzerstörung bedeutet. [Vgl. auch den Brief der BI an die Tempelschöner Bezirksverordneten vom 27.8.14 auf crellestrasse.de.]

Bahnweg Wannseebahngraben

S-Bahngleis und Bahnweg, dessen Nutzung Natur schonen würde

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Für Variante Stadtnaturhalt

Große Mehrheit für Rettung des Crelle-Urwalds

Update, 16.6.: Liebe Tempelhof-SchönebergerInnen: So Ihr über 16 seid, bitte unterschreibt bis 31. August für den Einwohnerantrag zum Erhalt des Grüns im Wannseebahngraben und für weitere Bürgerbeteiligung!

1000 Unterschriften sind nötig, damit sich die BVV TS mit den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der Anwohner- und NutzerInnen befasst und sie an der Planung der „Umgestaltung“ des Wannseebahngrabens weiterhin beteiligt! − Und wenn Ihr noch bisschen mehr tun wollt: Druckt die Unterschriftenliste mit Vor- und Rückseite aus, sammelt einige weitere, schickt sie an die angegebene Adresse, oder gebt sie in der Geschäftsstelle des BUND Berlin, Crellestr. 35 ab und seid vielmals bedankt − nicht zuletzt auch von unseren nichtmenschlichen MitbewohnerInnen!

Planungswerkstatt Umgestaltung Wannseebahngraben

Kaum fünfzig BürgerInnen fanden letzten Samstag um zehn in den Willy-Brand-Saal im Rathaus Schöneberg: die fürs Verteilen der Einladungen beauftragte „professionelle“ Firma habe diese als Werbung missverstanden und alle Briefkästen mit entsprechendem Einwurfverbot ausgespart. Nun ja. − Dazu kommt unserer Meinung nach noch die Uhrzeit: „10 Uhr am Samstagmorgen ist für Berufstätige eine unmenschlich Zeit!“ verlautete aus dem Publikum. Kurz: viele bekannte Gesichter, wenig neue und weit und breit kein Allgemeininteresse.

Moderatoren, Publikum

Moderatoren, Publikum

Verfahrenskritik unerwünscht

Kritik an der Aufbereitung der in der vorigen Ideenwerkstatt schriftlich fixierten Interessen, Wünsche und Bedürfnisse von Anwohner- und NutzerInnen, an der Ausstellung der Variantenentwürfe im Rathaus-Foyer, der Gestaltung der Fragebögen u.v.m. konnte so gut wie gar nicht thematisiert werden, vielleicht auch, weil neben Planer-Moderator Martin Seebauer diesmal der Landesgeschäftsführer des BUND, Tilmann Heuser, mit der Co-Moderation betraut wurde, der nicht müde wird, vorm Hintergrund der miserablen Öffentlichkeitsbeteiligung auf Senatsebene, die am Sonntag ja die verdiente Quittung erhielt, Qualität und Standards der Partizipation sei’s nun an der Landwehrkanal-Sanierung, also auf Bundesebene, oder auf der kommunalen wie eben in Tempelhof-Schöneberg über den grünen Klee zu loben. Erst sollten mal die Planer ihre Entwürfe vorstellen. Den Rest des Beitrags lesen »