Berlin baut sich zu

Wahlkämpfende Politiker*innen zu Immer.Grün

Bericht von einer facettenreichen Veranstaltung zum Naturschutz

Vor gut einer Woche (30.8.) stellten sich Antje Kapek (Grüne), Katrin Lompscher (LINKE), Wolfram Prieß bzw., weil frisch vermählt, Rohst von den Piraten (alles stadtentwicklungspolitische Sprecher*innen ihrer AGH-Fraktionen) sowie Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) in der schon wärmeren Wahlkampfphase Vertreter*innen aus Berlins vielgestaltiger Naturschutzszene. Das informationsreiche Event wurde von Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des BUND, routiniert moderiert. Kurzfristig abgesagt hatte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU, Stefan Ewers, ohne einE VertreterIn zu entsenden.

Das Auditorium

Das Auditorium im Kreuzberger TAK

Wir haben fleißig mitgeschrieben, denn (größtenteils) so gut vorbereitet, so flüssig und detailreich referierend, erleben wir unsere Politiker*innen ja leider zumeist nur im Wahlkampfmodus, und es gilt wie immer, die künftigen Koalitionäre an ihre Wahlaussagen und -versprechen wenigstens erinnern zu können. − Wir erlauben uns eine weitgehend chronologische Darstellung, haben also die jeweiligen „Positionen“ nicht fertig herausdestilliert, denn das wäre auf Kosten der Darstellung des Dialogs gegangen. Und in [ ] kommen unsere undisziplinierten Zwischenrufe. Das Ergebnis ist allerdings ein Triple-Post oder XL-Longread, heuer womöglich von vielen nur ratenweise genießbar… [Aber das Ganze will auch so was wie die kompilierten Wahlprüfsteine der BaL sein, das die Bekenntnisse der Parteien gleich mitliefert]

Das Podium

Das Podium

Entscheidungshilfen für die Wahl sollten geboten, dazu aber die essentiellen Fragen geklärt werden, wie Berlins Grün- und ökologisch wertvolle Freiflächen geschützt und langfristig gesichert werden können, und zwar entlang folgender kardinalen Punkte:

  • Die Problematik der Verdichtung der Stadt der Zukunft.
  • Wie können wir den klein gesparten Naturschutz stärken?
  • Wie können grüne Freiflächen gesichert werden (am Beispiel von Berlins KGA, also den Kleingartenanlagen)?

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Stadtökologischer Lückenschluss?

Die Gleisdreieckwestpark-Eröffnung

Grün wird immer mitgedacht!

Mit einem Crash-Kurs in Neusprech wussten Senator Müller, Christoph Schmidt von Grün-Berlin und Leonard Grosch vom Atelier-Loidl aufzuwarten, als sie am vergangenen Freitag bei kurzzeitig strahlendem Sonnenschein den Gleisdreieckwestpark offiziell eröffneten. − Neben den BürgervertreterInnen in der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) folgte nur der scheidende Xhainer Bürgermeister Schulz einem anderen Skript. Mehr davon unten
[Update 3.6.: nebst Fotogalerie von AkteurInnen und Highlights ganz unten.]

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Die Verwandlung der „unzugänglichen Bahnbrache“ zum grünen Angebot eines „innovativen City-Parks“ führe nun endlich die beiden Bezirke Kreuz- und Schöneberg zusammen, begeisterte sich Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt vor ein wenig Presse, viel Verwaltung, beruflich Interessierten sowie etlichen AnwoherInnen. Das zeige, wie übrigens auch die Beispiele Mauerpark und Tempelhofer Feld, dass in der hauptstädtischen Stadtplanung Grün nicht zu kurz komme, ja immer mitgedacht werde. Den Rest des Beitrags lesen »

Parallelwelten

Verwaltung arbeitet insgeheim an Billigvariante

Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ am Ende?

Während viele in Sommerloch und Urlaub abgetaucht sind, beugte sich in der 10. Sitzung der AG Lösungssondierung am vergangenen Montag (2.7.) ein harter Kern von Mitgliedern des Mediationsforums „Zukunft Landwehrkanal“ erneut über den Strauß technisch möglicher Realisierungsvarianten für die bekanntlich seit fast einem Jahr völlig darnieder liegende Kanalsanierung. Zumindest was die Bewilligung von Geldern angeht, befindet sich das Verfahren, ums zu wiederholen, im Endspurt.

Forumsmitglieder hatten kürzlich per Wassertaxi den Kanal befahren, u. a. auch Vertreter der Denkmalpflege, und waren reichlich entsetzt übers Ausmaß des Verfalls. In Höhe der CDU-Zentrale Ecke Corneliusstraße in Mitte, um ein markantes Beispiel herauszugreifen [u.z. ggü. des sanierten Uferabschnitts, also am Lützowufer; desgleichen am Reichpietschufer vorm Bendlerblock etc.], verschwindet ein Zollstock sechzig Zentimeter tief in Mauerfugen. Abschnittsweise schwebt die Quaderwand völlig losgelöst von der Ziegelflachschicht, die eigentlich für kraftschlüssigen Verbund zwischen sichtbarem Denkmal und Schwergewichtskörper unter Wasser sorgen soll − auch gemäß allerneuster, allzu spät beauftragter Statik die Achillesverse der gesamten Konstruktion. Den Rest des Beitrags lesen »

Mediationsverfahren in der Zielgeraden

Die Schubkraft einer Statik

Mit der 36. Forumssitzung am vergangenen Montag (14.5.) − dem Tag, als die TAU gen Rummelsburg entschwand − ist das Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ nach Aussage von Beteiligten auf die Zielgerade eingeschwenkt. Das Forum fasste den förmlichen Beschluss, das neue statische Gutachten künftig als unhintergehbare Grundlage aller weiteren Berechnungen zu Baugrund und Tragwerk zu nehmen. Das Mediationsteam ließ einen Weckruf erschallen und prompt wurde die verdienstvolle Fortschreibung des Großen gartendenkmalpflegerischen Gutachtens (GgG) präsentiert; die WSV ging in eine Transparenzoffensive…, aber der Reihe nach.

Verholen des TAU-Wracks

Verholen der TAU aus dem Urbanhafen ©WSA

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