Beteiligung in Abwicklung

Ein Konflikte stabilisierendes ‚Brainstorming‘

Extern moderierte Konfliktbearbeitung unerlässlich!

ZÖB-Evaluierung Scholz

ZÖB-Evaluierung Scholz

Der Dissens um die intransparent und einseitig entschiedene sowie unangekündigt auch sogleich umgesetzte Kappung des Zeitanteils, den der lange und intensiv ausgehandelte Dienstposten für eine ‚Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung‘ (ZÖB) eben hierfür verwenden kann, zugunsten sachfremder, technischer Aufgaben aus einem WSA-Sachbereich schwelt nun fast ein halbes Jahr.

WSA-Leiter Michael Scholz hatte ihn doch schon in der 8. WSA-Öffentlichkeitsveranstaltung vom 21.11.17 für beendet erklärt und ist des Redens von Dissens und Konflikt nunmehr müde. Er möchte endlich wieder zum „normalen Arbeiten“ kommen.  Den Rest des Beitrags lesen »

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Im Lernlabor ‚Rathausblock‘

Was gehört in eine Kooperationsvereinbarung?

Vorgezogene Beteiligung

Als Mitglieder eines Stadtnaturschutzvereins, engagiert für Schutz und Förderung von Berlins Grüner Infrastruktur, für ein Klimafolgen berücksichtigendes Bauen, eine das Artensterben ernst nehmende Stadtnaturentwicklung und zu diesem Zweck für echte Bürger*innenbeteiligung, kommen wir, was die inhaltliche oder Sachebene der Sanierung des Dragonerareals betrifft, so wie sie im Werkstadtprozess und zahlreichen Veranstaltungen schon bearbeitet worden ist, ziemlich von außen. − Vor allem wurden wir hellhörig, als wir vom Vorhaben der Konzipierung einer Kooperationsvereinbarung (KV) zwischen Bezirk, Senat und Stadtgesellschaft erfuhren.

Impulsgeber*innen

Impulsgeber*innen, Moderatorin

Vergleichbares haben wir schließlich auch im Beteiligungsverfahren Landwehrkanal (LWK) entwickelt, wobei unsere Mediationsvereinbarung (MV) natürlich nicht umstandslos mit der KV zu vergleichen ist, da sie einerseits die Umsetzung von schon umfangreich Ausgehandeltem sicherstellen soll, andererseits eine KV jedoch auch das umfassen sollte, was wir zu Verfahrensbeginn in einem Arbeitsbündnis gemeinsam vereinbarten.  Den Rest des Beitrags lesen »

Und morgen geht’s ins Lernlabor!

Kooperationsvertrag für den Rathausblock

Inis von HH bis LWK sorgen für Input

Morgen, Dienstag, 20. Februar, soll sich der BVV-Saal im ehemaligen Rathaus Kreuzberg, Yorckstr. 1-4, von 18 bis 21 Uhr in ein Lernlabor verwandeln. Ziel ist die Konzipierung eines Kooperationsvertrags zwischen Bezirk, Senat und Zivilgesellschaft über die gemeinsame Entwicklung des sog. Dragonerareals bzw. neuerdings „Rathausblocks“, der, wie sicher weitgehend bekannt, von der BImA schon mal meistbietend verkauft worden war, was jedoch später im Bundesrat glücklicherweise noch gekippt werden konnte.

Als Bestandteil des Hauptstadtfinanzierungsvertrags wurde das Filetstück inmitten der Hauptstadt schon vor einem knappen Jahr vom Bund dem Land Berlin übertragen, doch so richtig ist die Übergabe noch immer nicht erfolgt, die BImA hatte gar Normenkontrollklage erhoben, doch bis zum Frühsommer soll alles bewerkstelligt sein und im Grundbuch stehen. Den Rest des Beitrags lesen »

Ein durchwachsener Januar

Kursorische Umschau

Der BaL bleibt widerständig!

Silberahorn

Kerngesunder Silberahorn

Auch wenn es in diesem Jahr noch keinen einzigen Post gab und doch wahrlich schon genug Anlässe: nein, der Landwehrkanal-Blog wurde nicht − womöglich zugunsten von Twitter − geschlossen!

Nachdem die Baugenehmigungen für die Projekte, die wir in letzter Zeit neben dem LWK am ausführlichsten kommentierten, nämlich Blücher Str. 26 und der Campus Ohlauer, auf dem Grundstück der Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS), erteilt, man möchte fast sagen, gefällt worden waren, konnte und kann alles Aufbäumen Engagierter wenig am gegen Bürger* und ihren gewählten Vertreter*innen vorbei beschlossenen Kurs des Verwaltungshandelns ändern.

Der Rossowgarten in der Blücherstr. 26 wurde schnell noch vor Weihnachten zerstört, der Einwohnerantrag schlicht und ergreifend ignoriert, und auf dem Gelände der GHS, wo im August für das nach der falschen Richtung hin geöffnete, klobige Hufeisen erst mal ‚bauvorbereitende Maßnahmen‘ ergriffen werden sollen, kämpfen Bürger*innen um jeden Baum.  Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Rück- und Ausblick aus Kanalperspektive

2017 — Ein Jahr der Turbulenzen

Ungefeiertes Jubiläum

In diesem vergehenden Jahr – wie das vorige berstend voll von Menschen gemachter Jahrhundert-Katastrophen nehmen sich die Vor-, Zwischen- und Unfälle am Landwehrkanal und darüber hinaus in Berlins Stadtnatur vergleichsweise unspektakukär aus, selbst wenn Orkan Xavier (angeblich) zwei Prozent des Berliner Baumbestands entwurzelt oder beschädigt haben soll.

Menschen, deren Einsatz für eine ökologische Instandsetzung, Unterhaltung und Pflege des Landwehrkanals nun bereits in die zweite Dekade geht, aber auch all jene, die das Gewässer mit seinen grünen Böschungen als Naherholung schätzen, sehen das naturgemäß etwas anders.

Und für uns „Expert*innen“ geht es dazu halt nach wie vor um das größte Beteiligungsprojekt im deutschen Sprachraum, das nicht schon deshalb beendet ist, weil die Medien nicht mehr darüber berichten, und dessen Dissense nicht schon dadurch beendet werden, dass die Generaldirektion Wasserstraßen (GDWS) sie in einer Art letztgültigem Machtwort dafür erklärt.

Blick über die Ufermauer

Viel Bedauerliches wird im Gefolge hastigen Neubaus in unserer Stadt derzeit angerichtet, ein Herangehen, das den Bestand, zumal den lebendigen, zu bewahren trachtet und integrieren will, muss explizit verpönt sein, so wenig Postivbeispiele gibt es im Neubaubereich, doch auch wenn jetzt logischerweise noch eine messbare Wirkung fehlen muss, sind wir sehr im Zweifel, ob das allgegenwärtige Betonieren und Asphaltieren tatsächlich den dringend gebrauchten bezahlbaren Wohnraum schafft, denn daran und nicht an Wohnraum als solchem fehlt es in Berlin, in das bekanntlich viele streben, nicht nur weil es hip und noch relativ billig ist, sondern neben ihren vielen Facetten immer noch eine der grünsten und artenreichsten Metropolen ist.

Urbanhafen

Urbanhafen

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Das Alte Wiegehaus

Vom permanenten Kampf um Berücksichtigung

Ortstermin am Einsteinufer, Charlottenburg

Ortstermin Altes Wiegehaus

Ortstermin am 11.12.2017

Wahrhaftig: es kam zum Ortstermin am Alten Wiegehaus (sogar mit Teilnahme der WSA-ZÖB, also Björn Röske!) − Monate, nein, ein gefühltes Halbjahr, nachdem der Expertenkreis „Zukunft Landwehrkanal“ zuerst von den Machenschaften des neuen Pächters des kleinen historischen Bauwerks Wind bekommen hatte. In dem Backsteinhäuschen wurde dereinst das per Treidel-Kahn auf dem Landwehrkanal transportierte Salz gewogen.

Das Alte Wiegehaus

Das Alte Wiegehaus in neu

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hatte dem Pächter gestattet, das Gebäude einer neuen, und zwar gastronomischen Nutzung zuzuführen. Die Studierenden an den in der Umgebung ansässigen Fachbereichen der TU und natürlich auch der Touristenverkehr auf Kanalexkursion winken mit lukrativen Aussichten. Um das Vermüllen des Ufers zu vermeiden, hatte der Gastronom, der schon mal voller Tatendrang, aber ohne Genehmigung einen Anlegesteg errichtet hatte, gleich einen Container aufstellen wollen − bei den heutigen Konsumgepflogenheiten eigentlich naheliegend −, aber das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) Charlottenburg-W’df. genehmigte zu Recht nur einen kleinen Papierkorb: die Wesensmerkmale einer Grünanlage müssten beachtet werden. Ob da ein unbedingt eine Gaststätte dazugehört?

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Zweite Rettung einer Linde

Widerstreitende Gutachten und ein Ortstermin

Sinnbild eines zehnjährigen Beteiligungsprozesses

Tempelhofer Uferlinde 124

Ortstermin Tempelhofer Ufer, 23.11.2017

Im Frühling dieses Jahres begutachtet und für erhaltenswert beurteilt, allerdings angesichts des Lackporling-Befalls, eines wurzelbürtigen, holzzersetzenden Pilzes am Stammfuß, nur mit dreißigprozentiger Kroneneinkürzung, musste es überraschen, dass das Grünflächenamt F’hain-Kreuzberg im September plötzlich dennoch die Fällung der in Rede stehenden Linde am Tempelhofer Ufer ankündigte. Aus Verkehrssicherungsgründen sei dies dringend geboten und alternativlos.

Offenbar war ein neues Gutachten beauftragt worden, das neben dem Lackporling auch noch von einem Stammriss sprach und ihn auch fotografisch dokumentierte. Überdies zeigten Resistographen-Kurven, also die Grafiken der Bohrwiderstandsmessungen, eine schon weit fortgeschrittene Holzzersetzung am Stammfuss. Der Baum habe zudem viel Totholz in der Krone und sei insgesamt nurmehr von eingeschränkter Vitalität.

[Aus gegebenem Anlass nochmals der Hinweis auf die Kurzfassung des neuen Unterhaltungsplan LWK der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) | Heute (12.12.17) hat auch das WSA die entsprechende Webseite aktualisiert.]

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