Kampf um die Wikingeruferbäume

BVV beschließt Fällstopp und Einzelfallprüfung

Pressetermin

Vergangenen Donnerstag beschloss die BVV Mitte (fast) einstimmig den Dringlichkeitsantrag der LINKEn, die Fällungen der Bäume am Wikingerufer der Spree in Moabit zu stoppen und Einzelfallprüfungen vorzunehmen, ob ihre jeweilige Fällung wegen Erneuerung der maroden Uferwand tatsächlich „alternativlos“ ist, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz (SenUVK) mehrstimmig und durch sachverständige Einwände unbeirrbar verkündet. − Auf Antrag von SPD, Grüne und CDU wurde noch der Satz „Die Anlieger*innen und Interessenverbände sind laufend zu jedem Bauabschnitt zu hören und zu informieren“ ergänzt.

Damit ist die Untere Naturschutzbehörde gehalten, die bereits erteilten Fällgenehmigungen zu widerrufen und ihre Beauftragung umgehend zu stornieren, denn die Begründung ihrer Notwendigkeit hält trotz aller Apodiktik fachlicher Überprüfung nicht stand.

SenUVK-Presseeinladung Wikingerufer

SenUVK-Presseeinladung Wikingerufer

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Ökolog. Unterhaltungsplan Landwehrkanal

Aktualisierung nach fünfzehn Jahren

Vorstellung des Entwurfs der Zielkonzeption

Donnerstag letzter Woche (8. Dezember) stellten Karin Karras und Detlef Wahl von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) sowie Jochen Halfmann vom ausführenden Büro für ökologischen Naturschutz RANA dem Expertenkreis den Entwurf der aktualisierten Zielkonzeption für den Unterhaltungsplan Landwehrkanal von 2001 vor, der seit 2015 fortgeschrieben wird.

Mit Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), Senat, Bezirken und den anderen Trägern öffentlicher Belange (TÖB) sei er bereits abgestimmt. WNA-Projektleiter Christoph Bonny, bei Besprechungen quasi immer dabei, war nur jetzt krankheitshalber entschuldigt, ebenso sein Mitarbeiter Marcel Heier. Gabriele Weigelt-Pilhofer aus Charlottenburg-Wilmersdorf war als einzige Bezirksamtsvertreterin gekommen. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung stieß noch der chronisch überlastete Klaus Lingenauber vom Landesdenkmalamt (LDA) hinzu, der bei der TÖB-Präsentation zwar nicht dabei sein konnte, aber bereits eine Stellungnahme abgegeben hatte. Die Bürgervertreter*innen im Expertenkreis waren fast vollständig und bedauerten, dass von BUND und NABU niemand auf die Einladung der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB), also Björn Röskes, reagiert hatte. Röske war der einzige WSA-Vertreter und moderierte die Veranstaltung.

Öffentlichkeit Schlusslicht wie immer

Das Prozedere war mithin das hergebrachte, um nicht zu sagen altbackene: Wäre es denn für die TÖB nicht gerade von Interesse, auch etwas von den Wünschen, Erwartungen, Einschätzungen und Stellungnahmen der Bürger*innen „mitzunehmen“, bevor sie die jeweils eigenen formulieren − oder in wessen Auftrag tun sie das? „Herr Götte vom Bezirksamt Mitte hat den U-Plan sogar schon zitiert, bevor er ihn kannte“, wurde im Hinblick auf Mittes Kahlschlag am Schöneberger Ufer im Februar d.J. statt dessen gewitzelt. Den Rest des Beitrags lesen »

Kommt zur 6. WSA-Infoveranstaltung Zukunft Landwehrkanal!

Planer stellen sich vor, geben Auskunft zu Inhalten

Im Wetterleuchten der heraufziehenden Trumpokalypse und zugleich eines hoffnungsfrohen „Habemus R2G“ wollen wir uns dennoch dem Landwehrkanal zuwenden, insbesondere was die Planung seiner Instandsetzung angeht: Schon nächsten

Dienstag, 22. November, 16:30 Uhr

lädt die Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB) des Wasser- und Schifffahrtsamts Berlin (WSA-B) zur sechsten turnusmäßigen Informationsveranstaltung in seinen Amtssitz am

Mehringdamm 129 nahe Platz der Luftbrücke in Kreuzberg!

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Biotopentwicklung am Maybachufer

Nachtrag zum Ortstermin vom 14. Juli

Schon seit geraumer Zeit ist bekannt, dass der Bezirk Neukölln das Maybachufer des Landwehrkanals auslichten will, doch wegen leerer Kassen musste die Maßnahme mehrfach aufgeschoben werden. Da aber Schösslinge und auch viele ältere Bäume vor ca. zwei Jahren plötzlich rote Markierungen aufwiesen, entstand unter Baumfreunden* einige Unruhe. Zu vielen roten Zeichen haben sich inzwischen grüne gesellt.

Teilnehmer*innen

Teilnehmer*innen der Ortsbegehung am 14. Juli

Anlässlich der Abstimmungsfahrt zur Gehölzpflege im Frühjahr tat jedenfalls der Neuköllner Bezirksamtsvertreter (der zugleich Mitglied im Expertenkreis ist) kund, das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) sei nun wieder flüssig, und noch diesen Oktober solle ab Lohmühlenbrücke das Ausdünnen beginnen. Also wurde mit Vertreter*innen des Expertenkreises, dem Baumsachverständigen und der WSAZÖB in Gestalt Björn Röske eine Ortsbegehung vereinbart und am Donnerstag, 14. Juli durchgeführt. Den Rest des Beitrags lesen »

„Wenn ich mir in meinem Job so ein Ding leiste, bin ich ihn los!“

Mediationsvereinbarungsbruch einhellig verurteilt

Bericht von der 5. turnusmäßigen WSA-Infoveranstaltung

Publikum

Publikum

Gut besucht war die 5. WSA-Infoveranstaltung am vergangenen Dienstag (26.4.), was angesichts der Tagesordnung mit zwei von Bürger*innenseite eingebrachten TOPs − Baumfrevel und Bruch des Mediationsvertrags am Schöneberger Ufer sowie Bürgerbegehren zum Fraenkelufer − besonders erfreulich war.

Leider ließen sich die Leiter von WSA und WNA aus terminlichen Gründen entschuldigen. Wenn wir allerdings bedenken, dass dieses Event nur zwei Mal jährlich stattfindet und der Termin jeweils gemeinsam festgelegt wird, lässt sich füglich bezweifeln, ob es mit dem Rang von Öffentlichkeitsbeteiligung, den ihr die WSV neuerdings beizumessen behauptet, wirklich so weit her ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Mediationsvereinbarung wird ignoriert!

Einladung zur 5.WSA-Informationsveranstaltung, Dienstag, 26. April 2016, 16:30 Uhr

Der nackte Frust

Wildwuchs

Wildwuchs-Beseitigung…

Wir mussten tatsächlich ein Weilchen innehalten, so sehr waren wir am Ende unseres Lateins. Kleine Anfragen, mündliche wie schriftliche, im Abgeordentenhaus oder in der BVV Mitte, die sich nach dem Wieso und Warum der Rodung fast des gesamten Baum- und Gehölzbestands entlang des Schöneberger Ufers zwischen Flottwellstraße und Marshall-Brücke erkundigten − ihrerseits schon nicht übermäßig gehaltvoll −, wurden von oben herab mit wenig stimmigen Ausflüchten, Scheinargumenten und abgegriffenen Textbausteinen abgefertigt. Die Bürger*innen wurden einfach gar keiner Information gewürdigt, es sein denn, auch sie fragten direkt nach: dann erfolgte Desinformation in unterschiedlicher Dosierung, durchaus mit glatten Unwahrheiten gespickt.

vorher

den links…

Die Zuständigen im WSA mussten mit Recht außer sich sein über diese Vorgehensweise und vor allem die ausbleibende Reaktion seitens der Bürger*innen und der BaL, ebensosehr die Bezirke, deren Vertreter schon mal die Tatsache, dass wir angeblich jegliche Schnittmaßnahme skandalisieren, das Unterlassen aller Pflegemaßnahmen rechtfertigen, doch − im Ernst − welche Signalwirkung wird da gänzlich unbekümmert versendet, welche Nichtachtung der Öffentlichkeit und zivilgesellschaftlichen Engagments und welch penetrante Selbstgerechigkeit treten da zu Tage!

Update, 19.04.: Und heute erschien eine erweiterte Einladung mit der Tagesordnung, in die erstmals auch TOPs der Bürgervertreter*innen Eingang gefunden haben.

Einladung zur 5. Infoveranstaltung mit TO

Einladung zur 5. Infoveranstaltung mit TO | Ein Klick führt zum PDF

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Der ignorierte Skandal

Provozierend substanzlose Antwort des Baustadtrats Spallek

Kurzmeldung zum Zwischenstand Rodungen am Schöneberger Ufer

Zwei detaillierte Offene Briefe [siehe hier und hier] verhallten ohne wirkliches Echo, obwohl sie die lange abgewarteten Einlassungen des Baustadtrat Spallek (CDU) auf eine mündliche Anfrage der Grünen Fraktion vom Februar objektiv und umfassend als falsch erweisen. Nun setzen Überlegungen ein, welche anderen Mittel angemessen sein könnten. Gestern (17.3.) verstrich die zweite BVV, deren Tagesordnung wie immer zu voll gewesen sein wird, um die kostbare Zeit mit einem weiteren Fall von Baumfällungen zu verschwenden [siehe aber DRS 2621/IV]: Je mehr bezirkliche Fällorgien gefeiert werden wie etwa an der Leipziger Straße/Fischerinsel oder in der Dortmunder Straße und passim, desto geringer das Gewicht des Einzelfalls. Den Rest des Beitrags lesen »

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