Das Alte Wiegehaus

Vom permanenten Kampf um Berücksichtigung

Ortstermin am Einsteinufer, Charlottenburg

Ortstermin Altes Wiegehaus

Ortstermin am 11.12.2017

Wahrhaftig: es kam zum Ortstermin am Alten Wiegehaus (sogar mit Teilnahme der WSA-ZÖB, also Björn Röske!) − Monate, nein, ein gefühltes Halbjahr, nachdem der Expertenkreis „Zukunft Landwehrkanal“ zuerst von den Machenschaften des neuen Pächters des kleinen historischen Bauwerks Wind bekommen hatte. In dem Backsteinhäuschen wurde dereinst das per Treidel-Kahn auf dem Landwehrkanal transportierte Salz gewogen.

Das Alte Wiegehaus

Das Alte Wiegehaus in neu

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hatte dem Pächter gestattet, das Gebäude einer neuen, und zwar gastronomischen Nutzung zuzuführen. Die Studierenden an den in der Umgebung ansässigen Fachbereichen der TU und natürlich auch der Touristenverkehr auf Kanalexkursion winken mit lukrativen Aussichten. Um das Vermüllen des Ufers zu vermeiden, hatte der Gastronom, der schon mal voller Tatendrang, aber ohne Genehmigung einen Anlegesteg errichtet hatte, gleich einen Container aufstellen wollen − bei den heutigen Konsumgepflogenheiten eigentlich naheliegend −, aber das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) Charlottenburg-W’df. genehmigte zu Recht nur einen kleinen Papierkorb: die Wesensmerkmale einer Grünanlage müssten beachtet werden. Ob da ein unbedingt eine Gaststätte dazugehört?

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Zweite Rettung einer Linde

Widerstreitende Gutachten und ein Ortstermin

Sinnbild eines zehnjährigen Beteiligungsprozesses

Tempelhofer Uferlinde 124

Ortstermin Tempelhofer Ufer, 23.11.2017

Im Frühling dieses Jahres begutachtet und für erhaltenswert beurteilt, allerdings angesichts des Lackporling-Befalls, eines wurzelbürtigen, holzzersetzenden Pilzes am Stammfuß, nur mit dreißigprozentiger Kroneneinkürzung, musste es überraschen, dass das Grünflächenamt F’hain-Kreuzberg im September plötzlich dennoch die Fällung der in Rede stehenden Linde am Tempelhofer Ufer ankündigte. Aus Verkehrssicherungsgründen sei dies dringend geboten und alternativlos.

Offenbar war ein neues Gutachten beauftragt worden, das neben dem Lackporling auch noch von einem Stammriss sprach und ihn auch fotografisch dokumentierte. Überdies zeigten Resistographen-Kurven, also die Grafiken der Bohrwiderstandsmessungen, eine schon weit fortgeschrittene Holzzersetzung am Stammfuss. Der Baum habe zudem viel Totholz in der Krone und sei insgesamt nurmehr von eingeschränkter Vitalität.

[Aus gegebenem Anlass nochmals der Hinweis auf die Kurzfassung des neuen Unterhaltungsplan LWK der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) | Heute (12.12.17) hat auch das WSA die entsprechende Webseite aktualisiert.]

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Zehn Jahre Landwehrkanal-Beteiligung

Werden Warnungen Wirklichkeit?

Zur 8. WSA-Informationsveranstaltung

Haushaltsmittel

Haushaltsmittel | Zum Vergrößern anklicken!

Als Umweltverbände und Bürgervertreter*innen im Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ (LWK) die von der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verlangte Herstellung ökologischer Durchgängigkeit, also der Passierbarkeit von Ober- und Unterschleuse für die Aquafauna forderten, wurde im Fall LWK immer und ständig auf die WSV-Prioritätenliste verwiesen, in der Haushaltsunterlage (HU) aber sind rund drei Mio. Euro dafür vorgesehen und genehmigt.

Keine Herstellung ökologischer Durchgängigkeit bei künstlichen Gewässern

Wie so vieles Relevante erfuhr die interessierte Öffentlichkeit im Lauf der 8. Informationsveranstaltung des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) am vergangenen Dienstag (21.11.) nur ganz nebenbei, dass der LWK auf jener Liste an letzter Stelle rangiert, so dass er laut Leiter des WSA, Michael Scholz, erst 2075(!) an der Reihe sei, es also nicht die Aufgabe unserer Enkel sei, wie Scholz gewöhnlich zu formulieren pflegte, sondern eher für unsere „Ururenkel“, so lautete sein Update.

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Evaluierung der Gehölzpflege am Maybachufer

Im Ganzen zufriedenstellend

Teilnehmende

Teilnehmende

Vergangenen Dienstag hatte Klaus Kittelmann vom Straßen- und Grünflächenamt Neukölln (und Vertreter des Bezirks im Beteiligungsverfahren Landwehrkanal seit nunmehr fast zehn Jahren!) die anderen Mitglieder des Expertenkreises Landwehrkanal, dem Nachfolgegremium des Mediationsforums, sowie den Vertrauensbaumsachverständigen der Bürger, Dr. Barsig, zu einer Ortsbegehung entlang des Maybachufers eingeladen. Dabei waren noch der Leiter der Baumkontrolle, Guido Fellhölter, und Stefan Wiedemann vom Neuköllner Umwelt- und Naturschutzamt kam auch wieder dazu. Nur ZÖB-Beauftragter Björn Röske konnte nicht teilnehmen, und das WSA entsandte leider auch keine Vertretung.

Kahlschlag

Kahlschlag

Mitte Juli letzten Jahres hatte, wie berichtet, die ‚Auftakt‘-Begehung stattgefunden und war gemeinsam festgelegt worden, wie die Gehölzpflege auf der streckenweise sehr dicht bewachsenen Böschung erfolgen, die Auslichtung geschehen sollte, wobei versucht wurde, die Zielstellungen des aktualisierten Unterhaltungsplans zu antizipieren. Denn wenn auch ein regelrechtes Dickicht etwa für Heckenbrüter wie die Nachtigall, Kleinsäuger etc. wie geschaffen sein mag, sterben doch viele Sträucher und Schösslinge, von Klematis restlos überwuchert, einfach ab. Die floristische Artenvielfalt geht kontinuierlich zurück. Wenn ein Keim mehrere Schösslinge getrieben hat, die zusammen aufwachsen, wird der spätere Kampf ums Licht dazu führen, dass sich die Bäume gegenseitig die Entwicklungschancen nehmen. So stimmten Baumsachverständiger und Bürgervertreter*innen sowie die Bezirksvertreter darin überein, dass manche Schösslinge abgesägt und jeweils die Jungbäume mit den offensichtlich besten Aussichten freigestellt werden sollten. Den Rest des Beitrags lesen »

Unterhaltungsplan ersetzt kein Gesamtkonzept

Doch ein großer Schritt in die richtige Richtung!

Leider fehlten bei der Vorstellung des entsprechend der drei eingegangenen Stellungnahmen [Nr. 4, die des BUND, wurde inzwischen nachgereicht] modifizierten Entwurfs der Zielkonzeption für den Unterhaltungsplan Landwehrkanal der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) vor gut einer Woche (1. März) wieder zwei von fünf Anrainerbezirken. Diesmal blieben Treptow-Köpenick und ausgerechnet F’hain-Kreuzberg mit dem größten Kanalabschnitt fern −, und vom Senat brauchen wir natürlich gar nicht erst zu reden.

Bessere Voraussetzungen für Senatsbeteiligung

Dass seine aktive Beteiligung aber jetzt, nach den Abgeordnetenhauswahlen, mit gestiegenen Erfolgschancen eingefordert werden kann und es im beginnenden Wahlkampf für diese Farbkonstellation auch auf Bundesebene evt. möglich wird, mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts für die ökologische LWK-Unterhaltung endlich auf offenere Ohren zu stoßen, muss die Bürgervertreter*innen unbedingt zu einem neuen Anlauf animieren, denn die Verwaltungen sind da „leidenschaftslos“, werden kaum etwas von sich aus signalisieren. Immerhin sagten die BfG-Vertreter*innen pauschal ihre Unterstützung zu, und falls es für das Land nicht kostenneutral bleiben sollte, kann ja was von den 7,5 Mio. Euro für Berlins Stadtgrün abgezweigt werden: der LWK wartet schon sehr lange. Den Rest des Beitrags lesen »

Ökolog. Unterhaltungsplan Landwehrkanal

Aktualisierung nach fünfzehn Jahren

Vorstellung des Entwurfs der Zielkonzeption

Donnerstag letzter Woche (8. Dezember) stellten Karin Karras und Detlef Wahl von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) sowie Jochen Halfmann vom ausführenden Büro für ökologischen Naturschutz RANA dem Expertenkreis den Entwurf der aktualisierten Zielkonzeption für den Unterhaltungsplan Landwehrkanal von 2001 vor, der seit 2015 fortgeschrieben wird.

Mit Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV), Senat, Bezirken und den anderen Trägern öffentlicher Belange (TÖB) sei er bereits abgestimmt. WNA-Projektleiter Christoph Bonny, bei Besprechungen quasi immer dabei, war nur jetzt krankheitshalber entschuldigt, ebenso sein Mitarbeiter Marcel Heier. Gabriele Weigelt-Pilhofer aus Charlottenburg-Wilmersdorf war als einzige Bezirksamtsvertreterin gekommen. Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung stieß noch der chronisch überlastete Klaus Lingenauber vom Landesdenkmalamt (LDA) hinzu, der bei der TÖB-Präsentation zwar nicht dabei sein konnte, aber bereits eine Stellungnahme abgegeben hatte. Die Bürgervertreter*innen im Expertenkreis waren fast vollständig und bedauerten, dass von BUND und NABU niemand auf die Einladung der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB), also Björn Röskes, reagiert hatte. Röske war der einzige WSA-Vertreter und moderierte die Veranstaltung.

Öffentlichkeit Schlusslicht wie immer

Das Prozedere war mithin das hergebrachte, um nicht zu sagen altbackene: Wäre es denn für die TÖB nicht gerade von Interesse, auch etwas von den Wünschen, Erwartungen, Einschätzungen und Stellungnahmen der Bürger*innen „mitzunehmen“, bevor sie die jeweils eigenen formulieren − oder in wessen Auftrag tun sie das? „Herr Götte vom Bezirksamt Mitte hat den U-Plan sogar schon zitiert, bevor er ihn kannte“, wurde im Hinblick auf Mittes Kahlschlag am Schöneberger Ufer im Februar d.J. statt dessen gewitzelt. Den Rest des Beitrags lesen »

2. Zwischenbericht zu Mittes krassem Bruch der Mediationsvereinbarung „Zukunft LWK“

Nichts Neues aus der BVV

Kontraproduktive Abwarterei!

Fällungen Schöneberger Ufer

Fällungen Schöneberger Ufer

[Update 9.3.: Ein engagierter Anwohner Am Karlsbad hat dankenswerterweise anhand des neuen gesamtberliner Baumkatasters im Fis-Broker rekonstruiert, wie viele Bäume das Grünflächenamt von Mitte als „verkehrsgefährdender Aufwuchs“ hat fällen lassen: es waren 19, wovon drei auch noch auf Kreuzberger Gebiet standen. (Siehe hier.) Wir sind sehr gespannt, ob diese Belege den Bezirksverordneten endlich Handlungsbedarf gegenüber dem Bezirks- bzw. Grünflächenamt demonstrieren können.)]

Fällungen Schöneberger Ufer

Fällungen Schöneberger Ufer

Vor über einer Woche kündigte ein zuständiger Senatsmitarbeiter den Stapellauf des lange ersehnten Online-Baumkasters für Berlin an, dessen Launch nur deshalb hinausgezögert werde, weil die WSA-eigenen Bäume am LWK noch aufgenommen werden müssten. Doch nach wie vor finden wir nichts, was einem solchen Kataster ähnlich sähe, wobei eine Verzögerung angeblich durch die WSA-Bäume  umso mehr verwundern muss, da doch auf Betreiben der Bürgervertreter*innen im Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ bereits ein aufwändiges Online-Kataster für den Baumbestand am LWK erstellt worden war. − Das aber ist aus unerfindlichen Gründen mit Hinweis auf das Senatskataster schon länger offline, als sei gerade bei diesem Senat nicht Abwarten der Lieferung angesagt…

[Update 7.3.: Heureka! Die ZÖB teilt mit, dass im  Fis-Broker des Senats das gesamtberliner Baumkataster online ist, hier gleich ein Ausschnitt aus Kreuzberg. Bitte die Navigationsleite oben für die Detailangaben benutzen.] Den Rest des Beitrags lesen »

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