Erstaunlicher innerstädtischer Artenreichtum

Schutzbedürftiges Kleinod Landwehrkanal

Von der 4. turnusmäßigen WSA-Öffentlichkeitsveranstaltung

4. Öffentliche WSA-Infoveranst

4. Öffentliche WSA-Infoveranstaltung am 17.11.15

[Update: Hier nun der Link auf relevante Unterlagen im Kontext der Veranstaltung.]

Die Tagesordnung der mittelgut besuchten 4.WSA-Infoveranstaltung zur Instandsetzung des Landwehrkanals blieb erwartungsgemäß genauso, wie den Interessierten vor Wochen vorgesetzt (und fand trotzdem auf der schon anrührend tristen Ankündigungsseite keinen Platz). Die per Mail an die Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB) rechtzeitig herangetragenen ergänzenden TOPs wurden in der „Fragerunde“, wie vorausgesagt, zu einem Zeitpunkt verlesen, zu beantworten versucht und diskutiert, als viele der nicht direkt in den Beteiligungsprozess Involvierten die Veranstaltung schon verlassen hatten. Den an einer vertieften Diskussion, sei’s der Vorträge, sei’s ihrer Kritikpunkte Interessierten reichten wiederum die angesetzten zwei Stunden nicht, und so wurde die übliche Dreiviertelstunde überzogen.

Mitglieder des Expert*innenkreises waren an der Senatsbaumaßnahme Lohmühlenpark in Treptow ebenso interessiert wie am Schicksal des „Masterplans Tiergartengewässer“, doch während für die Erstgenannte der Zuständige der SenStadtUm-Abt. X [der Betreffende hat aus besonderen persönlichen Gründen um Löschung seines Namens gebeten] wenigstens eine Mail geschrieben hatte, war über die Tiergartengewässer überhaupt nichts rauszukriegen: Personalmangel verhindert die  (zumindest öffentliche) Beteiligung des Senats am Fortgang des Landwehrkanal-Verfahrens, was wir insbesondere in Rücksicht auf die Abteilung „Integrativer Umweltschutz“ lebhaft bedauern.

Das Podium

Das Podium

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Verwaltete Beteiligung in Kreuzberg

Planungsprozess zum Urbanhafen Rückschritt in Partizipationskultur

Sträuben gegen aufoktroyierte Strukturen

Die Bestuhlung des Saals im Haus des Sports reichte nicht aus, so groß war der Andrang bei der Präsentation des „Siegervorentwurfs“ zur Neugestaltung des nördlichen Urbanhafen-Ufers von Hanke + Partner am Mittwoch (13.3.).

Interessierte

BürgerInnenbeteiligung Nordufer Urbanhafen

Das „unabhängige“ Moderatorenteam von Barbara Willecke (planung ∙ freiraum; auch Jury-Mitglied) und Holger Scheibig (conceptfabrik), das schnell in medias res strebte, musste jedoch ein halb Dutzend Mal innehalten und neu anheben, um ihren vorgefertigten Programmablauf zu servieren und reagierte mit Befremden, als sich das Publikum mit der Abfolge der Gänge nicht unwidersprochen abspeisen lassen mochte. Den Rest des Beitrags lesen »

Das WSA und die Stadtökologie

Zum Langen Tag der StadtNatur am Landwehrkanal

Perspektiven-Pluralismus gewährleistet

Einigermaßen raffiniert war es schon, dass das WSA, wo es sich bekanntlich mit Stadtökologie so schwer tut, ja gar nicht für zuständig hält − die sei Ländersache! −, am vergangenen Samstag (16.6.) unter genau diesem Thema zum diesjährigen Langen Tag der StadtNatur eine Veranstaltung zum Landwehrkanal und seiner Sanierung anbot, sich dabei aber vorsorglich nur durch eine externe Kraft, die Öffentlichkeitsarbeiterin in Sachen LWK, Evelyn Maria Bodenmeier, vertreten ließ. (Bei der Schiffstour am folgenden Sonntag zu den als Ausgleichsmaßnahme vorgenommenen Röhrichtanpflanzungen entlang der Unteren Havel war hingegen die Senatsverwaltung mit an Bord.)

Stadtökologische LWK-Führung zum 6. LTdStN

Stadtökologische LWK-Führung des WSA zum 6. Langen Tag der StadtNatur 2012

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Ein Monstrum im Urbanhafen

Die neue van Loon

Empfehlung des Mediationsforums auf unzureichender Datenbasis

Neue van Loon 01

Neue van Loon mit Urbankrankenhaus

Ein Schiff ist gekommen, letzte Woche schon, und wenn auch wegen seiner Größe und der niedrigen Kanalbrücken unter Schwierigkeiten, mit vielen Säcken Ballast an Bord und eingelegten Masten sowieso, denn die werftneue van Loon lief in den Kreuzberger Urbanhafen ein. Der ist bekanntlich längst kein Hafen mehr, die breiteste Stelle des Landwehrkanals heißt nur noch so und die, zumindest nach Süden hin, ausgedehnte Grünanlage vorm düster-beklemmend aufragenden Urban-Krankenhaus, mit sanftem Land-Wasser-Übergang, der sogar noch jetzt in diesen sonnig-bunten Novembertagen spazieren Gehende einlädt, sich eine Weile auf dem Rasen niederzulassen, wo sich sommers dicht an dicht wahre Menschenmassen lagern.

Inzwischen ist die van Loon II an verschobenen bzw. neu eingelassen Dalben fest vertäut, denn wenn sie, mal abgesehen von den großen Aussichtsfenstern, mit ihren beiden hohen Masten und der drei Meter Bordwand an Bug und Heck auch eher wie ein Segelfrachter aussieht, soll sie doch die alte van Loon als Restaurantschiff ablösen. Den Rest des Beitrags lesen »

Wieder mal Brand auf der TAU

Schicksal des Wracks als Sinnbild blockierter Verwaltung

Freitagabend brannte es mal wieder auf dem seit elf Jahren im Urbanhafen verrottenden Schiffswrack namens TAU. Rauch stieg auf,  Polizisten sahen, Feuerwehrleute  löschten. Laut Springerpresse sollen Unbekannte zwei Holzbänke angezündet haben, weshalb nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt wird.

TAU nach Brand

TAU im Urbanhafen nach x-tem Brand

[Siehe auch das Update am Schluss!]
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Ungenehmigte Nachtarbeit

Verstöße gegen Baum-, Denkmalschutz & Mediation

Neuer Lärm an der Admiralbrücke

Denkmalplatten

Steinplatten auf Wurzeltellern

Wieder einmal fühlten sich AnwohnerInnen nahe Admiralbrücke in Kreuzberg nach Einbruch der Dunkelheit durch Lärm gestört und riefen die Polizei. Doch ausnahmsweise ging die Belästigung diesmal nicht von lärmenden Gästen auf der berühmten Partybrücke aus − die Witterung war am Donnerstagabend (14.4.) noch nicht danach −, sondern ein Bagger stand auf dem nur zu einer Seite hin abgesperrten Uferweg der Grünanlage nahe Riedel-Anleger und ehemaliger Iskele-Liegestelle und bugsierte die schweren, rot durchnummerierten Granitplatten der denkmalgeschützten, von Mitarbeitern der Reederei, wie berichtet, inzwischen abgerissenen Uferbefestigung in den geschlossenen Laderaum eines großen weißen Lkw ohne Firmenlogo oder dgl. − Mehrere Tage waren die massiven Platten vorschriftswidrig auf den Wurzeltellern der Uferbäume zwischengelagert worden. Den Rest des Beitrags lesen »

Riedel baut, wann und wie er es für richtig hält

Grobe Verstöße gegen Baumschutz am Landwehrkanal

Schon im Verlauf der letzten Mediationsforumssitzung hatte sich eine AnwohnervertreterIn nach der Bautätigkeit erkundigt, die sie nahe dem Liegeplatz des 2008 ausgebrannten Restaurantschiffs Iskele auf der Südseite der Einfahrt in den Urbanhafen in Kreuzberg beobachtet habe. Hier unterhält die Reederei Riedel einen Anleger und obschon das WSA eine Veränderungssperre aufrechterhält, bevor nicht ein Gesamtkonzept für den Kanal entwickelt und beschlossen worden ist, und bei Anträgen auf Umgestaltung/Erweiterung bestehender Anlagen seine Entscheidung von einer Forumsempfehlung abhängig macht, war über die Maßnahme am genannten Anleger unter der Rubrik „Vorhaben Dritter“ weder am 4. April noch vorher berichtet worden. Riedel-Geschäftsführer Lutz Freise, der die jüngste Forumssitzung früher verließ, schwieg sich jedenfalls aus.

Riedelanleger Urbanhafen

Verstoß gegen Baumschutz am Bau auch am Landwehrkanal

An dieser Anlegestelle, so die Anwohnervertreterin, seien Abdeckplatten der Mauerkrone wie auch die Granitquader der bekanntlich denkmalgeschützten Uferbefestigung aufgenommen und nach ihrer Beobachtung Materialien teilweise abtransportiert worden. − Die Arbeitsgruppe LWK war zu diesem Zeitpunkt nicht informiert und konnte zur Aufklärung nichts beitragen. Den Rest des Beitrags lesen »