Gute Nachrichten zu ökologischen Belangen!

Leider nur geringes öffentliches Interesse

Von der 10. WSA-Informationsveranstaltung „Zukunft Landwehrkanal“

Am vorletzten Dienstag, 20. November, kamen trotz des fünf Tage zuvor mit knapp sechzig Teilnehmer*innen recht gut besuchten Ökologie-Workshops leider nur wenige Interessierte und Presse schon gar nicht − vielleicht folgten die Termine zu dicht −, aber immerhin war die Bezirksvertreter*in von Friedrichshain-Kreuzberg erschienen, die wir sehr gern auch zum Workshop begrüßt hätten. Ein Bereich möglicher Aufwertungsmaßnahmen, der sich größten Zuspruchs erfreute, liegt nämlich in Kreuzberg.

Teststrecke

Der Projektleiter des Planungsbüros Ramboll berichtete vom Erkenntnisstand an der 85m-Teststrecke entlang des Prinzenbads am rechten, nördlichen Kanalufer, deren verschiedene Schadensbilder mit unterschiedlichen Randbedingungen Grund für die Auswahl war und die durch Vorschüttung von Wasserbausteinen instandgesetzt werden soll. Wie mehrfach berichtet, werden hier verschiedene Methoden der Ertüchtigung von Ziegelflachschicht (ZFS) und Schwergewichtsfundament (SGF) darunter erprobt.

Die Taucher-Untersuchungen 2018 seien gegenüber jenen von 2011 auf keine gravierende Verschlimmerung gestoßen; die Schäden der ZFS zwischen oberirdischer Uferwand und SGF unter Wasser, nach den Statiker von Krebs und Kiefer die ‚Achillesferse‘ der Gesamtkonstruktion, seien mitunter gar nicht so stark wie befürchtet.

Teststrecke

Teststrecke mit Ausführungsvarianten (©Ramboll/WNA)

Die Verwendung von vorgesetzten 1,5 cm starken Stahlplatten à 2 x 3 Meter oder einer Sperrholzverschalung oder dort, wo die ursprüngliche Holzspundwand noch tauglich ist, nur mit Geotextil werden getestet, bevor zur Gewährleistung der Standsicherheit bei allen drei Varianten Wasserbausteine vorgeschüttet werden. − Die Sanierung soll vierzig Jahre dauerhaft sein (man beachte die dreifach längere Haltbarkeit des ursprünglichen Baus!), und so lange halte auch dieses Geotextil.

Während der Arbeiten wird es nur eine Teilsperrung der Uferwegs geben, bei der Kampfmittelsondierung/-beräumung (KMR) allerdings eine Vollsperrung.

Die Ausschreibung ist erfolgt, die Bauleistungen wurden kurz zuvor vergeben (wieder an die Wasserbaufirma Züblin). Noch im Dezember beginnen die Vorbereitungen, im Januar dann die eigentlichen Bauarbeiten, die im Optimalfall bis zum Beginn der Schifffahrtssaison am 1. April abgeschlossen sein sollen. − Eine gleichzeitige Methoden-Erprobung sei bei der Kürze der Strecke nicht möglich. − Der Termin für einen weiteren Tag der offenen Baustelle für die interessierte Öffentlichkeit wird noch bekanntgegeben.

Nachfragen

gab es zum Motiv, das Podest mit der Rettungstreppe abzubauen, doch nach der notwendigen Entfernung der Steine unterhalb zu arbeiten, sei sicherheitstechnisch nicht ratsam. Die auf die Steine gesprühten Graffiti machten übrigens eine Nummerierung zur exakten Wiedererrichtung überflüssig − ein kleiner Synergieeffekt dieser Kunst am Bau.

Erstaunen musste die Frage eines behördlichen Expertenkreismitglieds nach besonderen Schadstellen erregen und ob sich diese z.B. auch am Paul-Lincke-Ufer fänden:

Landwehrkanal-Gesamtplan

Landwehrkanal-Gesamtplan (©WNA)

Über die vorrangig zu sanierenden 1,8 km mit höchster Schadensklasse wurde inzwischen schon sehr oft referiert, die Bauvermessung dieser Stellen, die prioritär angegangen werden müssen, ist abgeschlossen und ihre Lage auch den Plänen zu entnehmen und zwar die mit Kreuzen gekennzeichneten Abschnitte.

Die Teststrecke ist ein solcher Bereich, der sich noch bis zur Zossener Brücke erstreckt; ein weiterer liegt westlich des Urbanhafens. Ein größerer Schadensbereich findet sich noch am Einsteinufer in Charlottenburg, und sonst gibt es viele kleinere eben dort, wo Anlegemanöver der Berufsschifffahrt die Ufer besonders beanspruchen. − Am PLU aber sind jedenfalls keine.

Zu den Erfolgskriterien

beim Auswerten der Teststrecke gehört auch die Erprobung verschiedener Anker mittels Zugversuchen; einer Wanne, um das Arbeiten im Trockenen zu ermöglichen, und eine Bewertung unterschiedlicher Methoden, von oben den Beton einzufüllen.

Natürlich dürfen die Kosten nicht auf die gesamten 15 km instandzusetzendes Kanalufer hochgerechnet werden wie es in diesem Stadium auch noch gar nicht um Kostenermittlung gehe.

Öffentlichkeitsarbeit

Expertenkreismitglieder regten an, über ausführlich erläuternde Tafeln vor Ort und Infos auf der WSA-Website (wo sich bereits aktuelle Präsentationen finden) die Öffentlichkeit zu unterrichten, was ab Januar geschehen soll.

WNA-Projektleiter Bonny resümierte noch einmal die beiden Kampagnen zur Baugrunduntersuchung. Die erste Auswertung wurde bereits von der BAW abgesegnet. Eine Bohrkernbegutachtung der zweiten, vorgenommen durch die Fa. Steinfeld & Partner, stehe noch aus. Für Januar wird der entsprechende geotechnische Bericht erwartet.

Die Auswertung der Teststrecke beinhaltet auch einen erneuten dreimaligen Tauchereinsatz, um in der durch die Schüttung um zwanzig Prozent verengten Fahrrinne die unterschiedlichen Strömungseinflüsse der Schifffahrt auf entsprechend unterteilte Sohlflächen zu prüfen.

Ab Januar werde der Expertenkreis über die tatsächlich beschlossene Vorplanung informiert und − eingebunden, welche Formulierung den Charakter der Einbindung gut beschreibt. Auch die BWB, die Verkehrslenkung Berlin und die BVG würden solchermaßen beteiligt. Darauf folge das Erstellen der Genehmigungsplanung sowohl zu Technik und Umwelt (Pöyry) für das dann 2020 endlich zu beantragende Planfeststellungsverfahren.

Umweltgutachten ex post

Der Pöyry-Vertreter fasste sich kurz: das Umweltgutachten könne erst nach Vorliegen der Vorplanung erfolgen, da sie direkt auf die technische Planung aufsetze. Wir wollten es bekanntlich umgekehrt: dass ein vorläufiges Umweltgutachten die technische Planung mitbestimme, konnten damit, wie berichtet, aber nicht durchdringen.

Der WSA-Leiter

Michael Scholz berichtete über die Routinearbeiten hinaus von der Verfüllung einer am Görlitzer Ufer festgestellten Absackung, die inzwischen nach Abnahme des Asphalts verfüllt sein dürfte. Wasserseitig werde die Stelle durch eine Stahlplatte gesichert.

Die Auswertung des Ökologie-Workshops

mit Konkretisierung der Bereiche und Maßnahmen, die leider erst im Januar geschehen soll, verschiebt die ursprünglich noch für diesen Winter geplante Beauftragung eines entsprechenden Büros. Die Aufwertungsmaßnahmen sollen aber lt. Scholz vielleicht noch bis Ende 2019 abgeschlossen werden, „damit wir etwas vorweisen können.“

Das WSA komme im lfd. Jahr mit den 400.000 Euro Haushaltsmitteln aus. Für 2019 seien 500.000 € geplant, doch v.a. erfreute die Mitteilung, dass für ökologische Aufwertungsmaßnahmen nunmehr nicht nur eine, sondern ‚1,5 bis 2 Mio. €‘ in Aussicht gestellt wurden.

Verschiebungen Richtung Ökologie

Nach einer institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen WSA und Senat, Bund und Land (Stichwort ‚blau-grüne Infrastruktur‘, siehe Impulspapier zur Stadtgrün-Charta) gefragt, die ja vom SenUVK-Vertreter im Expertenkreis, Matthias Rehfeld-Klein, schon lange unterstützt wird, berichtete Scholz von einer veränderten Sicht im BMVI ggü. der des früheren BMVBS in der Zeit der Mediation, als noch von einer strikten Trennung der Zuständigkeiten der involvierten Verwaltungsebenen ausgegangen worden sei − (völlig ungerechtfertigter Weise, müssen wir gleich einhaken, denn die Erlass- und Gesetzeslage forderte von der WSV schon damals [2008] längst anderes, doch die redete sich immer mit Ressourcenmangel heraus. Über die permanenten Hinweise und Forderungen aus der Zivilgesellschaft setzte man sich, wie hoffentlich noch erinnerlich, in aller Arroganz hinweg.)

Jetzt sei im BMVI unterm Stichwort ‚Blaues Band‘ ein verändertes Herangehen eingeleitet worden. Der Senat von Berlin hingegen habe doch bislang immer nur Ideen geäußert, ohne Butter bei die Fische zu geben und Finanzielles zu berühren. Jetzt aber gäbe es im BMVI ‚Visionen‘ (doch, wie wir gleich sehen, keine einer institutionalisieren Kooperation).

Eine ‚Verschiebung‘ vom Land zum Bund im Hinblick auf Ökologie sei bereits mit der WHG-Novelle bzgl. Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit erfolgt und die Zuständigkeit vom Land auf den Bund übergegangen. Entsprechend solle es jetzt bei Nebenwasserstraßen zu einer Verschiebung in Richtung einer ökologisch orientierten Uferunterhaltung ‚weg von den Ländern hin zum Bund‘, also der WSV kommen.

U.U. könne es aber gelingen, so Michael Scholz, Senats- und Bundesbelange am LWK zu integrieren: nicht gerade unterm großen Label ‚Masterplan‘, wie dereinst v.a. von Vertreter*innen von Zivilgesellschaft und Naturschutzverbänden gefordert, welche Zurückweisung damals übrigens willkommenen Anlass zum Auszug eines Teils der Bürgervertreter*innen aus dem Mediationsverfahren bot (zumal auch das Mediationsteam die Zuständigkeit des Forums fürs Einnehmen einer stadtökologischen Perspektive bei der Kanalsanierung ungerechtfertigt in Abrede stelle), sondern vergleichbar der Workshop-Thematik kleinteiliger formatiert.

Die Bauplanung jedenfalls verbleibe beim WSA! − Ob sich nun der Senat mit der Beschränkung aufs (Mit-)Zahlen bescheidet, steht freilich zu bezweifeln. Wer sich an der Rechnung beteiligt, will i.d.R. auch bei der Auswahl der Musik mitreden.

Ferner rekurrierte Michael Scholz an dieser Stelle auch auf die protokollarisch fixierte Bereitschaft des Inhabers der van Loon, im Gegenzug zur Zustimmung des Mediationsforums zur massiven Vergrößerung seiner gastromischen Einrichtung, also des schwimmenden Restaurants, sich an ökologischen Aufwertungsmaßnahmen zu beteiligen. (Leider war Kleinreeder Carsten Sahner nur zu einer der fünf Vorbereitungssitzungen des Expertenkreises erschienen, dem eigentlichen Workshop am 15.11. aber ferngeblieben.)

Bauhaus-Erweiterung

Ein weiterer Höhepunkt dieser Veranstaltung bot die Vorstellung der geplanten Erweiterung von Bauhaus-Archiv & Ausstellungsraum am Herkulesufer in Mitte. Gleich sechs Vertreter*innen von Senat bis Landschaftsarchitekt waren erschienen (während eine Bezirksvertretung fehlte) und erläuterten den Entwurf der im betreffenden Wettbewerb 2015 siegreichen Staab-Architekten [siehe auch hier, hier und dort].

Zum einen geht es um die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes von Walter Gropius, das von späteren Gebäuden immer mehr verdeckt werde, und auch deshalb um die Errichtung eines turmartigen Erweiterungsbaus mit 6.800 Quadratmeter Nutzfläche. Ein Großteil dieses neuen Bauwerks wird sich unterirdisch befinden, da viele Ausstellungsstücke kein Tageslicht vertragen. − Im zweiten Quartal 2019 werde die enorme Baugrube erstellt; der Abschluss des Vorhabens sei für 2022 geplant, die Entwurfsplanung aber noch in Arbeit.

Die Baugrube soll durch eine sog. Schlitzwand stabilisiert werden und im oberen Bereich durch eine später wieder zu entfernende Trägerbohlwand, die unterhalb(!) des LWK rückverankert werden müsse. Auch diese Erdanker würden später wieder gezogen werden, während besagte Schlitzwand im Boden verbleibe.

Die Grube kommt an ihrer engsten Stelle dem Kanal auf 3,70 Meter nah, was lt. einbezogenem Baumgutachter (selbstverständlich gäbe es eine Ökologische Baubeteiligung!) zwei Bäume der Uferallee kosten werde, doch seien diese ohnehin krank und stark in ihrer Vitalität eingeschränkt.

Da der Innenhof, das Plateau etc. somit eigentlich Dachfläche seien, kämen Baumpflanzungen dort nicht in Frage. V.a. aber solle auch nichts die Sicht aufs Bestandsgebäude verstellen (also weder Beton noch Baum), d.h. es kommen nur Rasen, Hecken und Büsche in Betracht. − Ein Regenrückhaltebecken werde angelegt, damit bei Starkregen nicht in den LWK entlastet werde. − Schon die Auflage, das Bestandsgebäude zu erhalten, garantiere erschütterungsarmes Arbeiten.

Bäume vielleicht zu erhalten?

Der Baumgutachter des Expertenkreises kennt die beiden Fällkandidatinnen, rotblühende Rosskastanien, und gab zu bedenken, dass sie, da es sich um Höhlenbäume handele, womöglich aus Artenschutzgründen gar nicht so einfach gefällt werden dürfen. Andererseits aber könnten ihre Wurzeln durchaus stärkere Eingriffe vertragen, gerade weil die Kronen nicht mehr voll ausgebildet seien und folglich weniger Wurzelmasse zur Versorgung bräuchten.

Eine artenschutzrechtliche Begutachtung, so der von Staab beauftragte Landschaftsarchitekt, sei erfolgt, doch gäbe es ‚bei Bäumen immer Unwägbarkeiten‘ − in der Praxis von Baufirmen nicht minder, wurde mehrstimmig zurückgewiehert.

Im Übrigen habe es bereits Vorgespräche mit der ZÖB gegeben, die bei dieser Gelegenheit die Dokumentation des Landwehrkanal-Mediation vorgestellt habe. Beteiligung von Expertenkreismitgliedern war also auch hier kein Thema, und es bestand somit wenig Grund, sich für den ‚tiefen Einblick‘ in dieses Vorhaben Dritter zu bedanken, wie es ein Expertenkreismitglied dennoch in aller Höflichkeit tat. Solche Einbeziehung wurde nämlich im Mediationsvertrag detailliert geregelt. Die ZÖB, also Björn Röske, versicherte, das bei besonderen Vorfällen anzuwendende Format „Sofort vor Ort“ erläutert zu haben, und wir freuten uns natürlich sehr, dies zu hören.

Risikobetrachtung

Angesichts des beachtlichen Eingriffs sind die Risiken für den LWK nicht zu unterschätzen, zumal es bei der u.U. nachgebenden Schlitzwand und der horizontal zu erstellenden Düsenstrahlsohle ebenfalls Unwägbarkeiten gibt. Entsprechend erkundigte sich ein Expertenkreismitglied nach der notwendigen Risikobetrachtung für die Stabilität der Kanalufer? Hierzu gäbe es Auflagen, wurde ihm etwas ungehalten entgegnet, die selbstverständlich berücksichtigt würden. Ebenso die Gefahr des Vogelschlags angesichts der geplanten großflächigen Glasfassade. − Die Einhaltung artenschutzrechtlicher Belange würde von Vertreter*innen der ONB selbst überprüft.

BWB-Vorhaben

Der für Netzausbau zuständige Vertreter der Wasserbetriebe, Peter Kreis, unternahm eine Parforceritt durch die aktuellen BWB-Vorhaben, doch zur Düker-Entfernung nahe Ernst-Heilmann-Steg/ Lohmühleninsel in Kreuzberg gab es keine neuen Infos im Hinblick auf die dort nötigen, letztlich noch nicht ganz abgeklärten Eingriffe in den Baumbestand nahe Spielplatz.

Fraenkelufer

Auch am Fraenkelufer gibt es ein BWB-Vorhaben (und zwar nicht direkt am Ufer, sondern gegenüber, nahe der Häuserfront), und an dieser Stelle wollen wir ausdrücklich anerkennen, dass sowohl Bauhaus wie BWB ihre sog. Vorhaben Dritter dem Expertenkreis vorstellen, während der Bezirk F’hain-Kreuzberg, der ja das ganze Fraenkelufer ohne Not erneuert, hierzu keine weitere Veranlassung sieht, obwohl es ja durchaus Berichtenswertes gegeben hat: das sattsam bekannte Xhainer Verständnis von Partizipation!

Auch beim Workshop zu den ökologischen Aufwertungsmaßnahmen glänzte der Bezirk mit dem längsten Kanalabschnitt, wie gesagt, durch Abwesenheit, eingeladene Poliker*innen (auch von anderen Parteien) schickten, wenn überhaupt, Absagen, so dass sich auch im Kleinen bestätigt, dass Grüne und Linke in der Opposition und in der ‚Regierung‘ zwei ganz verschiedene Parteien scheinen (was aber für die anderen Parteien sicherlich auch zutrifft..).

Zurück zum Vortrag von Peter Kreis: Eine große Maßnahme der BWB am Schöneberger Ufer bzw. an der gleichnamigen Straße, wo eine, den LWK unterquerende Abwasserdruckleitung erneuert werden müsse, sei erst für 2020 geplant, so dass sich noch nichts Näheres sagen lasse. Bis Jahresende würden WSA und WNA Ausführungsvarianten vorgelegt. Dass Bäume tangiert werden, könne nicht ausgeschlossen werden. Eine Einbindung des Expertenkreises stellte Peter Kreis fürs kommende Jahr in Aussicht.

Teltowkanal

Beschwerden von Kleingärtner*innen über brachiale Eingriffe in die Ufervegetation am TK veranlassten uns zur Beschwerde über den Abz Neukölln, doch konnten wir den Bereich bis dato noch immer nicht konkretisieren, haben erst in dieser Woche einen Gesprächstermin, während der Abz postwendend ausrichten ließ, alle Auflagen gewissenhaft einzuhalten. − Später also mehr.

Geplanter Ostkampus der Technischen Universität

Eine weitere Sache haben wir leider anzusprechen vergessen, nämlich die Planungen zum Ostkampus der TUB, der ökologisch wertvolle Uferabschnitte bedroht wie schon jetzt das Café im Alten Wiegehaus, das sich zur beliebten Anlegestelle für kleine Wasserfahrzeuge (Kanus, Kajaks, Paddelboote) und zum wahren Hotspot für Sommerübernachtungen gemausert habe. Auch hier wird der Expertenkreis nie bzw. nicht mehr einbezogen, v.a. aber der BfG-Unterhaltungsplan Landwehrkanal missachtet.

So lässt auch die TU-Erweiterung Schlimmes befürchten, und es gibt hier den erwägenswerten Vorschlag, den Expertenkreis als Träger öffentlicher Belange (TÖB) ins laufende B-Planverfahren einzubeziehen. Wir brauchen keine, in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit ausgehandelten Vereinbarungen sowie mit Steuermitteln erstellte Unterhaltungspläne, wenn das nächste Vorhaben Dritter die Auflagen mit Füßen tritt, ja nicht mal die äußere Form von Information, geschweige Einbeziehung gewahrt wird.

Das Vorgehen des Straßen- und Grünflächen- wie Umweltamts Charlottenburg-Wilmersdorf lieferte inzwischen abermals Anlass zu scharfer Kritik, doch auch dazu in einem gesonderten Beitrag.

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