Ökologische Aufwertungsmaßnahmen am Berliner Landwehrkanal

Einladung zum Workshop

Donnerstag, 15. November, 14 − 18 Uhr

Erinnerung

Kommenden Donnerstag, also in zwei Tagen, ist es endlich so weit: Der Expertenkreis ‚Zukunft Landwehrkanal‘ hat in etlichen Sitzungen die bereits 2012 grob identifizierten Bereiche, die auch aus Sicht hinzugezogener Fachleute für die ökologischen ‚Schrittsteine‘ geeignet scheinen, näher unter die Lupe genommen, auf Basis der Mediationsvereinbarung von 2013 und des aktualisierten Unterhaltungsplans ‚Landwehrkanal‘ der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) von 2016, worin die Stellen als im Rahmen der Unterhaltung oder der Instandsetzung und Entwicklung sortiert sind (Tabelle S. 42), und dabei die fünf geeignetsten herausgefiltert, die bis auf eine

  1. an der Müller-Breslau-Str. in Charlottenburg unabhängig von der Sanierung umzusetzen sind, und zwar
  2. am Wehrgraben, ebenfalls in Charlottenburg,
  3. zwischen dem Restaurantschiff van Loon und der Baerwaldbrücke in Kreuzberg,
  4. am Lohmühlendreieck oder ‚Drei-Länder-Eck‘ von Kreuzberg, Neukölln und Treptow, wo der Neuköllner Schifffahrtskanal (NSK) ins Studentenbad mündet und welcher Bereich zum Teil in der Obhut des Landes liegt sowie
  5. am Flutgraben, wo Wasser aus der Spree nahe Oberschleuse in den Kanal fließt.
Öko-Workshop-Flyer

Einladungsflyer Öko-Workshop

Öko-Workshop-Flyer

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(Ohnehin müsste die Planfeststellungsbehörde bei allen Orten erst noch ihr Plazet erteilen, ob sie nun von der Instandsetzung betroffen sind oder nicht.)

Ziel der ganzen Unternehmung ist,

die blau-grüne Infrastruktur als Habitat und Verbindungsbiotop aufzuwerten, wie es die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) von 2000 den Mitgliedstaaten auch für künstliche Gewässer aufgibt: nämlich die Herstellung des guten ökologischen Potenzials.− Gleichzeitig läuft noch bis zum 23.11. das Dialogverfahren zu einer Charta für Berlins Stadtgrün, worin es nicht nur um die grüne, sondern auch um die blau-grüne Infrastruktur geht, also Berlins Wasserläufe mit ihren Ufern.

Da die Aufwertungsmaßnahmen ebenfalls der Wasserqualität, die Sache der Länder ist, zugute kommen und auch landseitig flankiert werden müssen, erhoffen wir uns in einer Verwaltungsebenen übergreifenden Kooperation synergetische Effekte, wovon Sts Stefan Tidow anlässlich des Auftaktkolloquiums am 12. Oktober mit Bezug auf Ressorts sowie Land und Bezirke gesprochen hat.

Bereiche und Angedachtes

Flutgraben nahe Oberschleuse

Flutgraben nahe Oberschleuse

Um mit der letztgenannten Stelle, dem Flutgraben, zu beginnen, soll geklärt werden, ob sie sich zur naturnahen Umgestaltung eignet, damit evtl. Fische aus der Spree auf anzulegenden Kiesbänken zum Laichen animiert werden können, um die Artenvielfalt im Kanal zu erhöhen, während der Bereich Lohmühlendreieck im Hinblick auf geeignete Maßnahmen noch relativ offen ist.

Urbanhafen Baerwaldbrücke

Urbanhafen Baerwaldbrücke

An der Baerwaldbrücke (wie auch am Lohmühlendreieck) stellt sich die Frage, ob eine anzulegende strömungsberuhigte Flachwasserzone (FWZ) mit einem Regenüberlaufbecken kombiniert werden kann, das zugleich als künstliche Insel bepflanzt werden soll und bei Starkregenfällen in einem Container unter der Wasserlinie das aus dem dortigen Auslauf der Berliner Wasserbetriebe (BWB) ‚entsorgte‘ Mischwasser aufnehmen und zwischenspeichern kann, damit es nicht wie bisher ungeklärt im Landwehrkanal verklappt wird.

Wehrgraben + Müller-Breslau-Str.

Wehrgraben und Müller-Breslau-Straße

An der Müller-Breslau-Straße sollen u.a. ebenfalls die Anlage einer Flachwasserzone wie auch weitere Optionen geprüft werden.

Am Wehrgraben nahe Unterschleuse sind die Vorstellungen noch vergleichsweise offen.

Lohmühlendreieck

Lohmühlendreieck

Zum Ablauf

Im Format eines World-Café sollen die eingeladenen Fachleute etwa im halbstündigen Takt an drei verschiedenen Tischen zu den fünf Bereichen von Mitgliedern des Expertenkreises, die als Gastgeber*innen fungieren, aber auch vom Publikum jeweils zu ihren Ideen und Vorschlägen interviewt werden.

Je nach Empfehlungsgrad sollen die Ideen auf verschiedenfarbigen Karten stichwortartig festgehalten und daraufhin angepinnt werden. Dabei sind Interessierte eingeladen, ihre Anregungen, Ergänzungen, Fragen und kritischen Anmerkungen ebenfalls auf unterschiedlichen Karten allerdings selbst zu notieren und an die betreffenden Stellwände zu heften.

Nach einer Pause (für Snacks und Getränke wird gesorgt) gibt es eine abschließende Plenardiskussion, worauf noch alle in einem letzten Durchgang ihre bevorzugten Umsetzungen mit Punkten zu markieren eingeladen sind.

Ein Bericht wird dann anlässlich der 10. WSA-Öffentlichkeitsveranstaltung am 20.11., also dem darauffolgenden Dienstag, präsentiert, wozu wir ebenfalls alle Interessierten ganz herzlich einladen!

Die genauen Daten

  • Workshop kommenden Donnerstag, 15. November und die
  • 10. WSA-Öffentlichkeitsveranstaltung am darauf folgenden Dienstag, 20. November, 16:30 Uhr

Beide Veranstaltungen im Dienstgebäude des
Wasserstraßen- & Schifffahrtsamt Berlin
10965 Mehringdamm 129
(nahe Platz der Luftbrücke)

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

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