Dokumentation oder Selbstbeweihräucherung?

Am Weltfriedenstag Uneinigkeit unter den Ex-Forumsmitglieder der Landwehrkanal-Mediation

Die Verschiedenverstehbarkeit von Datenschutz

Manche haben die Einladung nicht gefunden, vielleicht gar nicht bekommen, so auch wir. Unsere ZÖB-Mail vom 14.7., an der die Einladung höchst unprofessionell unten angehängt war, haben auch andere bloß erhalten. Der frisch gekürte Inhaber der ZÖB und „Sieger“ eines über achtmonatigen Auswahlverfahrens, der Techniker Björn Röske, hat sie nach eigener Aussage gesondert verschickt, und sein Chef riet zur Geduld: auch er kriege hausintern manche Mail erst Tage später…

Wie auch immer, zum meterologischen Herbstanfang hatten acht „ExpertInnen“ ins WSA gefunden, darunter dankenswerter Weise auch die BezirksvertreterInnen von Neukölln und Treptow-Köpenick. (Letztgenannte sogar mit einem Plan zur Umgestaltung des Lohmühlen-Dreiecks im Gepäck, die sieben Bäume kosten soll!) Frau Kayser von der Obersten Denkmalbehörde hatte sich entschuldigt, andere urlaubten noch, aber die rhetorische Klage von Amtsleiter Scholz gegenüber der Presse, die Expertenkreissitzungen würden nur wenig besucht, erwies sich trotz erneut mangelhafter Einladung als unbegründet. Den Rest des Beitrags lesen »

Überraschung in Urlaubszeit und Sommerloch

Was lange währt, wird nicht schon deshalb gut

Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB) besetzt

Gestern erfuhr der sog. ExpertInnenkreis, das Nachfolgegremium des Mediationsforums „Zukunft Landwehrkanal“, via WSA-Pressemitteilung, dass knapp ein dreiviertel Jahr nach Ausschreibungsbeginn endlich „der beste Kandidat“ gefunden sei und die „Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung“ (ZÖB) in der Umsetzungsphase der Konsensvariante der LWK-Sanierung endlich „ein Gesicht“ erhalten habe. − Allein dies Gesicht entpuppt sich als ein altbekanntes. Den Rest des Beitrags lesen »

Harun Faroqhi ist tot

Ein Nachruf

Völlig überrascht und tief betroffen hat uns die Nachricht, dass am gestrigen Mittwoch, 30. Juli, unser liebes Vereinsmitglied, der herausragende, international renommierte Dokumentarfilmer, Medienkünstler und Lehrer,
Harun Faroqhi, im Alter von nur siebzig Jahren gestorben ist.
.
Mitglied der „Bäume am Landwehrkanal“ von der ersten Stunde an, widersetzte er sich ab dem Frühsommer 2007 mit so vielen anderen den Kahlschlagsplänen des WSA, war Gründungsmitglied von BI und dem späteren Verein BaL, filmte mit seiner Frau Antje Ehmann Menschenkette und Auftaktveranstaltung des Mediationsverfahrens, spendete und sammelte Spenden für rechtlichen Beistand gegen die Bundesbehörde und unterstützte trotz seiner vielen beruflichen Verpflichtungen unsere Arbeit, wann immer es seine Zeit erlaubte und er auf seinen vielen Reisen und Auslandsaufenthalten mal wieder in Berlin zwischenlandete, zuletzt erst vor einigen Wochen. Bei dieser letzten Zusammenkunft wirkte er so vital, energiegeladen und mitreißend wie je, so dass wir ausriefen: „Du veränderst Dich nie!“, worauf er nur in sein unverwechselbares Lachen ausbrach.
.
Nun werden wir es nie mehr hören und können es noch nicht glauben. − Wir möchten seiner Frau, seinen Kindern, Freunden und KollegInnen unser tiefes Mitgefühl ausdrücken und wünschen ihnen allen und uns selbst viel Kraft und Geduld angesichts dieses unersetzlichen Verlusts.

Harun auf der Admiralbrücke

Harun auf der Admiralbrücke, 5.6.07

Zwischen den Zeilen

Nachrichten vom Kanal

Von Sommerpausen-Newsletter bis Bundestagsanfrage

Vorm Abtauchen in die Sommerpause erreicht die „interessierte Öffentlichkeit“ der “regelmäßige”, lange angekündigte, nun ein dreiviertel Jahr nicht erschienene Newsletter von der Zentralstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB) des WSA und hebt mit der Nachricht an, Silvester 14 habe das WNA die Instandsetzung des LWK übernommen.

Weiter heißt es:

„Das WNA Berlin hat ein vorläufiges Umsetzungskonzept für das Gesamtprojekt erstellt. Dieses wird das WNA Berlin den Mitgliedern des ExpertInnenkreises vorstellen.“

Zapperlot! Ein klein wenig Inhalt oder Terminierung könnte es doch sein im Interesse der viel beschworenen und beteuerten Transparenz, wenn schon dieses „vorläufige Umsetzungskonzept“ ohne jede Öffentlichkeitsbeteiligung erstellt worden ist! [Update, 21.Juli: Siehe auch den dpa-gestützten Beitrag in Berliner oder MoPo, der im Sommerloch offenbar nicht allzu viel Wind machen will...]
Den Rest des Beitrags lesen »

Notizen aus der Lausitzer

AI Lausitzer Straße

Inbetriebnahme des Regenüberlaufkanals

Rük-Bauwerk

Versiegelte Deckschicht des Auslaufbauwerks

Mit Demontage der Trennwand im Auslaufbauwerk ist der Kanal noch Ende Juni in Betrieb gegangen. Ein Taucher hat mit einer Unterwasserkettensäge die Wand zerschnitten.

Ebenfalls am 30. Juni begannen die Aushubarbeiten für den Bau des stufenlos-barrierefreien Zugangs und gehen seitdem zügig voran. Ab Juli ist dann auch die Erreichbarkeit des Uferweges für Rollstuhl- und RollifahrerInnen, Eltern mit Kindern und für den Radverkehr möglich. Für die rasche Genehmigung danken die AnwohnerInnen Baustadtrat Panhoff!

Bäume am Landwehrkanal

Wie des öfteren gegenüber dem Bezirksamt angemahnt, kommt es auf Grund insbesondere abgängiger Weiden zu einer schleichenden Veränderung des Landschaftsbilds am, nicht zu vergessen, als Ensemble denkmalgeschützten Landwehrkanal. Nun mussten, wenn auch im Koflikt mit den ökologische Zielen nicht zu vermeiden, auch noch vier gesunde Linden und ein Ahorn dieser Baumaßnahme weichen. Die AnwohnerInnen haben Vorschläge für Neupflanzungen gemacht, im Umweltamt wird von ausreichend Mitteln für Baumpflanzungen gesprochen, doch allen Ernstes von einem Mangel an geeigneten Stellen im Bezirk. Ein Termin für Baumpflanzungen, etwa im kommenden Herbst, wurde noch nicht benannt. Den Rest des Beitrags lesen »

Behördliches Ignorieren zivilgesellschaftlichen Engagements

AI Lausitzer Straße

Vorschläge der AI Lausitzer Straße ohne Antwort

Landschaftsbild am Landwehrkanal egal?

Kein Erosionsschutz

Neuanlage ohne Erosionsschutz

Im Februar war’s, da schickte die AnwohnerInnen-Initiative Lausitzer Straße, die eine ökologisch verträglichere Erweiterungsmethode des sog. Regenüberlauf-, also Mischwasserkanals der BWB durchsetzen konnte, einen Gestaltungsvorschlag für das Areal um das vergrößerte Auslaufbauwerk am Paul-Lincke-Ufer des Landwehrkanals ans Friedrichshain-Kreuzberger Bezirksamt. [Siehe auch hier.] Eine Reaktion blieb leider aus.

Genau einen Monat später nahm die Ini einen erneuten Anlauf und sandte ihren Vorschlag mit entsprechender Begleitmail wieder an die „tiefgrün“-Adresse des Bezirks, an Baustadtrat Panhoff u.a. − Doch wieder geschah nichts. Den Rest des Beitrags lesen »

Für Variante Stadtnaturhalt

Große Mehrheit für Rettung des Crelle-Urwalds

Update, 16.6.: Liebe Tempelhof-SchönebergerInnen: So Ihr über 16 seid, bitte unterschreibt bis 31. August für den Einwohnerantrag zum Erhalt des Grüns im Wannseebahngraben und für weitere Bürgerbeteiligung!

1000 Unterschriften sind nötig, damit sich die BVV TS mit den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der Anwohner- und NutzerInnen befasst und sie an der Planung der “Umgestaltung” des Wannseebahngrabens weiterhin beteiligt! − Und wenn Ihr noch bisschen mehr tun wollt: Druckt die Unterschriftenliste mit Vor- und Rückseite aus, sammelt einige weitere, schickt sie an die angegebene Adresse, oder gebt sie in der Geschäftsstelle des BUND Berlin, Crellestr. 35 ab und seid vielmals bedankt − nicht zuletzt auch von unseren nichtmenschlichen MitbewohnerInnen!

Planungswerkstatt Umgestaltung Wannseebahngraben

Kaum fünfzig BürgerInnen fanden letzten Samstag um zehn in den Willy-Brand-Saal im Rathaus Schöneberg: die fürs Verteilen der Einladungen beauftragte „professionelle“ Firma habe diese als Werbung missverstanden und alle Briefkästen mit entsprechendem Einwurfverbot ausgespart. Nun ja. − Dazu kommt unserer Meinung nach noch die Uhrzeit: „10 Uhr am Samstagmorgen ist für Berufstätige eine unmenschlich Zeit!“ verlautete aus dem Publikum. Kurz: viele bekannte Gesichter, wenig neue und weit und breit kein Allgemeininteresse.

Moderatoren, Publikum

Moderatoren, Publikum

Verfahrenskritik unerwünscht

Kritik an der Aufbereitung der in der vorigen Ideenwerkstatt schriftlich fixierten Interessen, Wünsche und Bedürfnisse von Anwohner- und NutzerInnen, an der Ausstellung der Variantenentwürfe im Rathaus-Foyer, der Gestaltung der Fragebögen u.v.m. konnte so gut wie gar nicht thematisiert werden, vielleicht auch, weil neben Planer-Moderator Martin Seebauer diesmal der Landesgeschäftsführer des BUND, Tilmann Heuser, mit der Co-Moderation betraut wurde, der nicht müde wird, vorm Hintergrund der miserablen Öffentlichkeitsbeteiligung auf Senatsebene, die am Sonntag ja die verdiente Quittung erhielt, Qualität und Standards der Partizipation sei’s nun an der Landwehrkanal-Sanierung, also auf Bundesebene, oder auf der kommunalen wie eben in Tempelhof-Schöneberg über den grünen Klee zu loben. Erst sollten mal die Planer ihre Entwürfe vorstellen. Den Rest des Beitrags lesen »

« Older entries

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 563 Followern an