Vereinbarungen und ihre Einhaltung

Eine Serie von Verstößen

Aus leidvoller Erfahrung wissen wir jedoch, dass gegen solche Routinen und Absprachen auch ab und an bedenkenlos verstoßen wird, wie z. B. hier, da oder dort, die „Wiedergutmachung“, sprich: der ökologische Ausgleich auf sich warten lässt oder, wie im Fall der unangekündigten und fachlich unbegründeten Pappelverkrüppelungen am Müller-Breslau-Ufer in Mitte (7./8. Juli ’09), überhaupt nicht als Verstoß gegen getroffene Vereinbarungen gesehen wird, deren Existenz die Verantwortlichen vielmehr einfach mal eben in Abrede stellen, während sie aber umgekehrt unseren Protest hiergegen als geeignet ansehen, die „gemeinsam erarbeitete und mühsam aufgebaute Zusammenarbeit für die Zukunft zu gefährden.“

Der Bezirk Mitte und die Mediation

Ebendieser Fall sollte in der 19. Forumssitzung nun endlich erörtert werden, doch da der Baumrevierleiter von Mitte und Mitglied des Mediationsforums, Wolfgang Leder, vorsorglich durch Abwesenheit glänzte, ja sein Vorgesetzter, der Leiter des Straßen- und Grünflächenamts, Hans-Gottfried Walter, die MediatorInnen auch noch wissen ließ, der Bezirk Mitte habe „all seine Ziele im Mediationsverfahren erreicht“ und gedenke, von einer weiteren Teilnahme abzusehen, wurde dieser eklatante Bruch von gemeinsam beschlossenen Vereinbarungen auch prompt nicht thematisiert.

Neu verhandeln!

Dies wiederum ist nach unserer Auffassung nicht dazu angetan, unser Vertrauen in einvernehmlich getroffene Vereinbarungen zu befördern! Vielmehr bedarf es hier offenkundig einer Neuverhandlung der mit den fünf Kanalanrainer-Bezirken getroffenen Vereinbarung, wonach es auch von ihrer Seite keine unabgesprochenen und schon gar keine unangekündigten Schnitt- und Fällmaßnahmen ufernahen Baum- und Vegetationsbestands geben darf!

Verstöße reihum

In diesen Kontext gehören auch die kürzlich ebenfalls unangekündigt erfolgten Kroneneinkürzungen von etlichen Birken und Graupappeln am Brachvogel in Kreuzberg, wovon bei der gemeinsamen Bereisung des LWK von WSA– und BezirksvertreterInnen sowie dem Baumsachverständigen, Dr. Barsig, im vergangenen Mai, die eben der Baumschau dienen sollte, keine Rede war. Der Verweis auf die Fällliste des Grünamts F’hain-Xberg im Netz, in der Fällungen oft erst nach Vollzug angekündigt werden (und sich über die in Rede stehenden Schnittmaßnahmen nichts findet), geht hier auch deshalb fehl, weil es ja gerade der Zweck solcher Bereisungen ist, mit dem dabei versammelten Sachverstand die Notwendigkeit von Schnitt- und Fällmaßnahmen sowie die Art ihrer Ausführung gemeinsam  zu erörtern. M.a.W., wäre es denn in irgendeiner Weise konsquent und sachgerecht, wenn es um die Pflege des ufernahen Baumbestands am LWK geht, dass das WSA auf Bundesflächen jede Schnittmaßnahme mit dem Forum abstimmen muss, derweil die bezirklichen Grünflächenämter mit „ihren“ Bäumen verfahren können wie sie wollen (und dabei pikanterweise Hinweise auf Totholz und abgestorbene Bäume, die durchaus ein Risiko für die Verkehrssicherheit bergen, mitunter monatelang beharrlich ignorieren)?

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