Keinen Asphalt in den Crelle-Urwald!

„Ideenwerkstatt“ zum Wannseebahngraben

Zivilgesellschaft muss Opposition stellen!

Deutlich weniger Interessierte als am 19. September zur Auftaktveranstaltung im Schöneberger Stadtteilverein kamen letzten Sonnabend (16.11.) zur „Ideenwerkstatt“ in den PallasT, um ihre Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse bei der geplanten „Erschließung“ des Wannseebahngrabens kundzutun.

Anfänglich war auch eine Bezirksverordnete der Grünen aus der BVV Tempelhof-Schöneberg zugegen, später stieß noch der Fraktionssprecher der Piraten, Michael Ickes, dazu, aber lange hielt es beide nicht und obwohl es einige ausdrücklich anders wünschten, debattierten die BürgerInnen schon bald ohne Delegierte ihrer Souveränität. Den Rest des Beitrags lesen »

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Grünzug-Erschließung im Wannseebahngraben

Ein Bürgervorgespräch

Sehr beengte Verhältnisse herrschten am Donnerstagabend im Stadtteilverein Schöneberg, sowohl räumlich wie zeitlich. Fünfzig, sechzig AnwohnerInnen und Interessierte drängten zum „Bürgergespräch“ über die Gestaltung des Grünzugs entlang des Wannseebahngrabens, und manche mussten in der offenen Tür stehen. Als würde das nicht reichen, verwies Martin Seebauer, in der spannungsreichen Doppelrolle des Moderators und Planers auftretend, sogleich auf die begrenzte Zeit: schon in zwei Stunden hätten die nächsten Gäste die Räumlichkeiten gebucht. (Auf sein Angebot eines weiteren Vorgesprächs ging niemand ein.)

Gedränge im Stadtteilverein

Gedränge im Stadtteilverein Schöneberg am 19.9. (Bilder zum Vergrößern anklicken!)

Neben den PlanerInnen von Seebauer, Wefers & Partner waren BezirksamtsvertreterInnen aus dem Stadtentwicklungsamt und vereinzelt auch BVV-Mitglieder anwesend.

Martin Seebauer erklärte freimütig, er sei hier als Moderator nicht neutral, vertrete eindeutig Planerinteressen − genau deswegen war er bei einer Bezirksamtsveranstaltung zur Bautzener Brache schon einmal von vielen BürgerInnen als befangen abgelehnt worden und wollte Ähnlichem wohl zuvor kommen. Jetzt gehe es doch vor allem darum, etwas ganz Neues, Verrücktes, ein Experiment zu wagen und Bürgerinnen und Bürger von Anbeginn in die Planung mit einzubeziehen, ja mehr noch, vor jeder Planung erst ihre Interessen und Wünsche zu erkunden.

[Update 4.10. Auf der BA-Site (Stadtentwicklungsamt → Aktuelles) entdeckt: das „offizielle“, undatierte Protokoll des Planungs- und Moderationsbüros. −
Die von Stadtentwicklungsamtsleiter Siegmund Kroll zugesagte Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie (drei Pläne) steht leider noch immer aus.]

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Die allerletzte Bürgerversammlung

Nord-Süd-Grünzug: Amt unterdrückt BürgerInnenvorschläge

Das Podium

Das Podium

Die PlanerInnen bekannten es freimütig ein und straften damit Baustadtrat Krömer (CDU), der gerade das Gegenteil behauptet und von Einarbeitung der Kritik und Anregungen der BürgerInnen schwadroniert hatte, tendentiell Lügen: „Wir haben unsere Planungen nur geringfügig verändert“, so Eva Mühlbauer vom Atelier Loidl und Eva-Maria Boemans vom Landschaftsarchitketurbüro Thomanek Duquesnoy Boemans (TDB) jeweils zu Beginn ihrer Präsentationen.

Das vierte Werkstattgespräch im November 2010 hatte Bernd Krömer, im Nebenjob Generalsekretär der Landes-CDU, vorab selbstherrlich als das letzte deklariert, eine von insgesamt elf Initiativen unterzeichnete kritische Resolution, die dagegen protestierte und die endliche Aufnahme echter Bürgerbeteiligung forderte, unbeantwortet gelassen, ebenso wie übrigens auch die gleichfalls adressierte Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer,  die anlässlich eines Wahlkampfspaziergangs sogar öffentlich eine Antwort in Aussicht gestellt hatte.

[Beachte auch den Nachtrag am Schluss!]

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1,5 Millionen für den Görlitzer Park

Asphalt − billig und barrierefrei

Eine Informationsveranstaltung

Obwohl auf der Infoveranstaltung am gestrigen Mittwoch (12.1.) zunächst nur die Planung zum Wegenetz des Görlitzer Parks vorgestellt werden sollte, folgte eine ansehnliche Zahl von Interessierten der Einladung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg und fand den Veranstaltungsort überm Schwarzlicht-Indoor-Minigolf-Café Isa Mitz im Haus 1 auf dem Parkgelände.

Übergabe

Görli-Infoveranstaltung 01

Bürgermeister Schulz, techn. Leiter Klees, FB-Leiter Grünflächen Schädel

Bürgermeister Schulz kam mit dem kurz vorher offiziell zum neuen Baustadtrat gewählten früheren Bezirksverordneten, Hans Panhoff von den Grünen, der sich aber noch darauf beschränkte, abwechselnd mit BzV Günter Schumacher, besser bekannt als Schucci, und Grünamtsleiter Schädel den Plan des Görlis ins eher schummrig-intime Licht zu halten. Auch die ebenfalls anwesende glücklose Amtsvorgängerin, Jutta Kalepky, die sich nach anfänglichen Missgriffen redlich bemüht hatte, gerade bei dieser Parkgestaltung so etwas wie BürgerInnenbeteiligung zu ermöglichen, blieb schweigsam.
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In der Schöneberger Schleife

3. Werkstattgespräch zum Nord-Süd-Grünzug

Nachdem sich das zweite in der Reihe der sog. Werkstattgespräche zum Stadtumbaugebiet Südkreuz am 24.6., wie berichtet, auf die Planungen des Atelier Loidl zum Flaschenhalspark konzentriert hatte, behandelte das dritte am vergangenen Donnerstag (23.9.) die Planungen des Büros Thomanek Duquesnoy Boemans zum „Schlüsselprojekt Schöneberger Schleife“, dem Teilstück zwischen Großgörschenstraße und Ost-West-Grünzug bzw. Bhf. Südkreuz entlang der Dresdener Bahn.

Wachsendes Interesse

Nahezu bis auf den letzten Platz war die Bestuhlung des Goldenen Saals im Rathaus Schöneberg ausgelastet: Das Interesse von AnwohnerInnen und Engagierten, sich zu beteiligen − welche Möglichkeit fast ebenso lange eingefordert werden musste wie das Vorhaben, in diesen hochverdichteten Innenstadtquartieren Grünanlagen und -verbindungen zu gestalten, alt ist −, wächst jetzt, wo aus dem Fördertopf Stadtumbau West endlich Geld fließt und es konkret wird, offenbar mit jeder weiteren Runde. Den Rest des Beitrags lesen »

Noch ein peinlicher Festakt

Einweihung der Lohmühleninsel-Erschließung

Bei jeder sich bietenden offiziellen Gelegenheit betont Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligung fürs Gelingen zukunftsfähiger Stadtplanung, so auch wieder am vergangenen Donnerstag (8.6.) anlässlich der Übergabe des südlichen Teils der Lohmühleninsel mit seinen drei fertig gestellten Bauabschnitten an die Öffentlichkeit.

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Renaturierung des nordöstlichen Görli

BürgerInnen-Initiative Bäume für Kreuzberg

Ein Vorschlag der BI Bäume für Kreuzberg

Toreinfahrten und Wegeverbreiterung

Überdimensionierte Toreinfahrten und Wege

Die nach Meinung zahlreicher BürgerInnen erhebliche Abwertung des eher naturnah gestalteten nordöstlichen Teils des ansonsten weitestgehend der Freizeit(über)nutzung vorbehaltenen Görlitzer Parks in Kreuzberg durch die aus Mitteln des Programms Stadtumbau West finanzierte Umgestaltung im vergangenen November ist hinlänglich bekannt. Ihre völlig unzureichende Beteiligung haben AnwohnerInnen und BürgervertreterInnen immer wieder deutlich gemacht, ohne freilich der Verwaltung hier auch nur das kleinste Eingeständnis abringen zu können, wogegen beharrliches Engagement bislang nur vermochte, ganze zwei ursprünglich ebenfalls zur Fällung vorgesehene Bäume zu retten.

Umgekehrt haben sowohl Bezirksbürgermeister Franz Schulz als auch seine Baustadträtin, Jutta Kalepky, wiederholt betont, dass die umstrittenen Maßnahmen gerade der Degradierung dieses ökologisch, naturschutzfachlich und ästhetisch wertvollen Parkbereichs (vor allem durch massenhaft freilaufende Hunde) abhelfen sollen, aber in diesem Bestreben nur ein erster Schritt sein könnten und deshalb die kritischen BürgerInnen aufgefordert, ihrerseits Vorschläge zu machen, durch welche weiteren Maßnahmen und Gestaltungen das gemeinsame Ziel: eine erneute ökologische Aufwertung des Biotops um den künstlichem Teich und Wasserlauf erreicht werden könne.

Die BfK wiederum sind der Meinung, dass die erfolgten Maßnahmen einen Eingriff in Natur und Landschaft darstellen, der dringend kompensiert werden muss, sieht hingegen die allen Ernstes beabsichtigte Einzäunung des Teichs überaus kritisch. Nach unserer Meinung ist ein niedriger Zaun weder geeignet, Kinder vorm Ertrinken zu schützen noch Wasservögel vor freilaufenden Hunden, sondern einzig dazu, die Parklandschaft weiter zu verschandeln. Wir können, um Kleinkinder vorm Ertrinken zu bewahren, nicht alle Parkteiche und sonstigen Gewässer mit Zäunen umgeben, die einerseits nur zum Überklettern einladen, andererseits aber eine Barriere bilden, die Kinder bei der doch gerade zu fördernden spielerischen Begegnung mit dem Wasser, seinem ungezwungenen Erkunden und Erleben behindern.

Allerdings ist es durchaus notwendig, geschützte Bereiche, Deckungs- und Nistmöglichkeiten für Vogelwelt und Kleintiere gerade auch im innerstädtischen Bereich zu schaffen: aus Gründen des Natur- und Artenschutzes wie des wohnungsnahen Naturerlebens!

Deshalb haben die BfK in einem Offenen Brief an Baustadträtin Kalepky und die BVV-Fraktionen kürzlich einen Vorschlag unterbreitet, wie durch „lebendige“ Barrieren − dornige Hecken zu Lande, scharfkantigen Schilf im Wasser − im östlichen Görli solche Deckungs- und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden können und gerade durch eine gezielte Beschränkung der Durchwegung das Wiederentstehen einer Ruhe- und Erholungszone mit Möglichkeiten der Naturbeobachtung und -erfahrung gefördert werden kann und erhoffen sich eine konstruktive Diskussion.

Skizze zur Einfriedung des östlichen Görli-Bereichs

Skizze zur Einfriedung des östlichen Görli-Bereichs

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