Stadtpolitisches Hearing am 2.11., 18:30 Uhr

[Update, 29.10.: Die Deadline fürs Einreichen der Drei-Minuten-Statements wurde auf vielfachen Wunsch bis morgen, So, 30.10., verlängert!]

Der Miethai

Der Miethai

Testen wir eine politsche Kardinaltugend: Zuhören!

Selbstorganisiertes Hearing von Stadtteil-Inis für #r2g

Längst hätten wir auch hier im Blog schon drauf aufmerksam gemacht, doch es gab, nach unserm Gefühl bis kurz vor Schluss, Unstimmigkeiten, wann und wo nun diese wichtige Idee zu einem selbstorganisierten Hearing mit Fachpolitiker*innen der künftigen Mitte-Links-Koalition schließlich materialisieren würde. So bewarben wir auf Twitter auch die Hlg.-Kreuz-Kirche am Donnerstag, 3. November als Austragungsort und bitten an dieser Stelle, die Fehlinfo zu entschuldigen!

Jedenfalls haben sich die Nebel jetzt gelichtet, das Event ereignet sich im Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez und auch die BaL laden ebenfalls ganz herzlich ein! Wie hoffen auf zahlreiches Erscheinen, nicht zuletzt auf Seiten der Politiker*innen!

Einladung zum stadtpolitischen Hearing zum politischen Neustart von #r2g

Einladung fürs stadtpolitischen Hearing zum politischen Neustart von #r2g

Falls noch Inis ein Statement abgeben und vortragen möchten, so ist leider heute schon die Deadline für die Einreichung von Beiträgen an hearing[ät]pankower-mieterprotest.de! Weitere Erläuterungen findet Ihr hier.

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Immer noch neue Zuständigkeiten

Nachträge zum „Stadtgespräch“ mit Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller

Der Tagesspiegel hat eine recht detaillierte Darstellung der Veranstaltung vom letzten Donnerstag (18.1.) gebracht, nicht zuletzt, weil neben Frau Dr. Ursula Flecken von der Planergemeinschaft Berlin auch der Leitende Redakteur der Zeitung, Gerd Nowakowski, als Stichwortgeber Michael Müllers und dosiert kritisch Rückfragender auf dem Podium saß, derweil dem großen Auditorium in lächerlich knapper Zeit nur eine einzige Fragerunde zugebilligt wurde. So was wie Diskussion kann unter solchen Rahmenbedingungen, wie auch schon länger bekannt, nicht aufkommen.

Deshalb im Folgenden noch einige Nachträge aus stadtnaturschützerischer Sicht.

Metropolen-Marketing

Um mit der Flächenpolitik zu beginnen: das bornierte Metropolen-Marketing soll anscheinend moderat zurückgefahren werden und dem Liegenschaftsfonds Höchstpreis-Verwertung beim Privatisieren von Volkseigentum nicht mehr oberste Priorität haben; auch um den Mehrwert für die Stadt müsse es künftig gehen. Das wäre wahrlich ein spektakulärer Paradigmenwechsel, und gleich ist man versucht, hier einschlägige Begriffe wie Bruttosozialglück einzuwerfen, doch das wäre sicher übereilt. Wenn auch Mietenproblematik, längst real sich vollziehende Gentrifizierung und das „soziale Auseinanderfallen“, dessen Verhinderung für Müller übrigens vornehmste Pflicht der Stadtentwicklung ist, völlig zu recht breiten Raum einnahmen − mit Fokus auf Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums, wobei der Senator freilich nur von Mieten-Dämpfung (und nicht Deckelung) sprach −, seine wenigen konkreteren Vorschläge werden den akut von Verdrängung und Zwangsumsiedlung in die Außenbezirke Betroffenen schwerlich genügen. Den Rest des Beitrags lesen »

Sicherheitsgefühl versus Stadtnatur

Im Wald, da sind die Räuber

Kriminalpräventive Stadtentwicklung

Einerseits engagiert sich die Architektin Ingrid Hermannsdörfer sehr erfolgreich für die Akzeptanz von Solarstrom und Photovoltaik, genauer für gestalterisch gelingendes Integrieren von PV-Anlagen in Altbauten, denkmalgeschützte Gebäude und (Stadt-)Landschaften, auch mittels speziellen Designs der Solarmodule. Auf der anderen Seite jedoch scheint es der Planerin, will man diversen Berliner Blättern glauben [sieh hier, hier und dort], überhaupt ums Licht zu gehen: und zwar um mehr Licht im Interesse all derer, die sich im Dunkeln fürchten, und wider die bösen Absichten jener, die in dunklen Ecken ihre Verbrechen begehen, also z. B. mit Rauschgift handeln oder Kinder schänden. Auch Verwahrlosung, bspw. Graffiti oder auch nicht ordentlich eingekürzte Hecken und Sträucher in Grünanlagen, zieht nach dieser Lesart das Verbrechen an wie die Motten − nein, passt jetzt nicht. Haben wir hier so was wie den inkarnierten Konflikt von Ökologie (im Sinn von Energiewende), Genderproblematik und Naturschutz vor uns?

Alkis und Dealer vergrämen

Oft bedarf es zumindest nach Frau Hermannsdörfer nur ganz wenigem, etwa ein bisschen Bänkerücken am Neuköllner Hermannplatz, schon ist der Zweck erreicht, denn „Trinkern und Drogendealern soll der Aufenthalt ungemütlicher gemacht werden“, so die Expertin gegenüber der Berliner Zeitung.

[Update: „Architektur gegen Angst(t)räume“: Ingrid Hermannsdörfer war am 9.1. auch im Inforadio zu vernehmen und schlug (jedenfalls lt. Teaser) u. a. vor, dass ein regelmäßiger Wochenmarkt dafür sorgen solle, dass die Leute lieber auf den Hermannplatz gehen. − Ihr Vorschlag ist bekanntlich seit einigen Jahrzehnten umgesetzt…]
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BaumschützerInnen-Info vom 02.05.08

Einführung vom Vize-Chef des Landesdenkmalamts

Dr. Klaus-Henning von Krosigk, stellvertretender Landeskonservator, gab zunächst eine historische Einführung mit Schwerpunkt auf Werk und Intentionen Peter Josef Lennés, dessen 200. Geburtstag 1989 Anlass war für die Beauftragung des genannten Gutachtens durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Lenné ist nicht nur als Gartenarchitekt und Landschaftsparkgestalter, sondern vor allem auch als Stadtplaner zu würdigen, der, immer im Wettbewerb mit Schinkel, beständig über die Gestalt Berlins nachdachte. Schon ab 1826 widmete er sich auch kommunalen und sozialen Aufgaben. In diesen Kontext gehören nicht nur das Konzept des „Volksgartens“ (siehe Volkspark Friedrichshain, den allerdings sein Schüler Gustav Meyer schuf) oder auch das Schmuckplatzerbe (Victoria-Luise-, Pariser, Schinkelplatz), sondern eben auch die Kanäle Luisenstädtischer und LWK, die, zugleich nutzbar und stadtbildprägend, das Schöne mit dem Nützlichen verbinden sollten. — Ursprünglich als Grenze zwischen Stadt und Land konzipiert, mit einer ländlich gestalteten Stadt- und einer städtischen Landseite, deren Promenaden dem Bürger gleichermaßen als sozialer Begegnungsraum dienen und ihm das Panorama seiner Stadt erschließen sollten, wurde der Kanal schon bald von deren schnellem Wachstum überwuchert und noch zu Lennés Lebzeiten die prinzipiell unterschiedliche Gestaltung von Süd- und Nordufer aufgegeben. Der anwachsende Güterverkehr auf dem Kanal verursachte an seinen Schrägufern starke Erosionen, weshalb es bereits in den 1880er Jahren zur sog. zweiten Setzung kam, nämlich den steinernen Ufereinfassungen.