Unterschiedliche ‚Beteiligungskulturen‘

Von der Grünpflege bis zu den Wasserbetrieben

Die Fällsaison ist da!

In Friedrichshain-Kreuzberg warten allein um die 150 Bäume auf die Säge, und wie jedes Jahr können wir die Bevölkerung nur auffordern, sich selbst zu überzeugen, ob das Aussehen der in ihrem Wohnumfeld auf die Fällliste geratenen Straßenbäume tatsächlich den standardisierten Fällbegründungen entspricht oder vielmehr noch einen vitalen, erhaltenswerten Eindruck machen.

Rodungen am Kanalufer

Bereits Anfang vergangener Woche nämlich bekamen wir wiederholt aufgeregte Anrufe wegen rabiater Grün’pflege‘ im Bezirk und v.a. auch am Landwehrkanal (LWK): Entgegen den Auflagen der Mediationsvereinbarung und der Empfehlungen des neuen Unterhaltungsplans der Bundesanstalt für Gewässerkunde wurden etwa am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg Sträucher nicht etwa zurückgeschnitten, sondern regelrecht gerodet, was Bürger*innen veranlasste, sich bei uns zu erkundigen, ob dies mit unserem Wissen und Einverständnis geschähe. − Tut es natürlich nicht, doch unsere Mailanfragen an die Bezirksvertreterin im Expertenkreis „Zukunft LWK„, die Zuständigen und Verantwortlichen ins CC gesetzt, wurden wie immer mit lapidarem Hinweis auf Unzuständigkeit beschieden, zwar eine Information der „Leitungsgruppe“ zugesichert, doch leider blieben weitere Nachrichten aus.

Siehe unbedingt auch das Nachwort zu #Blücher und #CampusOhlauer!

[Update: Hier die Präsentation der BWB auf der WSA-Site.]

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Sie funktioniert schlecht, bleibt aber so?

Expertenkreis-Sitzung zur Öffentlichkeitsbeteiligung

Kritische Evaluierung der ZÖB-Performance

Mit Spannung hatten wir die Sitzung des Expertenkreises Zukunft Landwehrkanal (LWK) zur Evaluierung der Partizipation und der Arbeit der „Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung“ (ZÖB) im besonderen erwartet, bei welcher Gelegenheit nach der Mitteilung Jan Hädickes von der Geraldirektion Wasserstraßen in Bonn ein Lösungsansatz insbesondere für den Fall präsentiert werden sollte, dass die ZÖB wegen Ausfalls sowohl von Björn Röske als auch seines einzigen Stellvertreters, Amtsleiter Michael Scholz, nicht mehr arbeitsfähig sei, wie es besonders in den zurückliegenden Wochen für einige Aufregung gesorgt hatte. [Siehe auch hier…]

Wie kann man nur…

Doch zum Einstieg zählte der WSA-Leiter in gespieltem Erstaunen und halb belustigt verschiedene Jubiläen und Jahreszahlen im Zusammenhang mit diesem Beteiligungsverfahren auf: von der auslösenden Havarie, über die Auftaktveranstaltung des Mediationsverfahrens bis zur Unterzeichnung seiner Abschlussvereinbarung –, Daten, an die sich Scholz jedoch im Unterschied zu den anderen Beteiligten nur noch vage zu erinnern vermochte, so als wolle er damit seinem Publikum u.a. bedeuten, nach dieser langen Zeit sei es doch wahrlich an derselben, sie endlich anderem zu widmen. Aus seinem Beteiligungsnullpunkt nach dem Ende der Mediation ist ja leider nichts geworden, aber so ganz scheint der Amtsleiter die Idee nicht fahren zu lassen. Den Rest des Beitrags lesen »