BaumschützerInnen-Info vom 12.12.07

BürgerInnenbeteiligung im Prenzlauer Berg

Unter Leitung des Pankower Bürgermeisters und Umweltstadtrats Köhne (SPD) wurde am 4. Dezember das von ihm bewilligte, paritätisch mit drei Bezirksamts- und drei VertreterInnen des „Bürgervereins Gleimviertel“ besetzte Gremium zur Entscheidung strittiger Baumfällungen konstituiert. Und zwar soll in derartigen Fällen einvernehmlich ein externer Gutachter bestellt werden, dessen Votum dann den Ausschlag geben solle. Doch bei der Berufung eines unabhängigen Sachverständigen ergaben sich Schwierigkeiten: Ein Experte aus dem Süddeutschen versuchte sich dadurch im Amt einzuführen, dass er sich kritisch über die Arbeit mit Bürgerinitiativen ausließ, wogegen der sodann vorgeschlagene, auch zuweilen fürs WSA tätig gewordene Herr Brehm seine gute Zusammenarbeit mit der BI „Bäume am Landwehrkanal“ pries. Uns ist momentan nicht bekannt, ob die Gutachterfrage inzwischen gelöst werden konnte. – Höchst unerfreulich auch die Tatsache, dass das Pankower Amt für Umwelt und Naturschutz gegen den Bürgerverein Strafanzeige wegen Unterschlagung eines Baumstubbens gestellt hat und seine MitarbeiterInnen BI-VertreterInnen nicht einmal mehr die Hand reichen mögen. — Hier scheinen vertrauensbildende Maßnahmen mehr als überfällig und eine echte Partizipation auf Augenhöhe nach wie vor in weiter Ferne.

BaumschützerInnen-Info vom 03.12.07

Baumschutz und Bürgerbeteiligung in Pankow

Wie bereits angekündigt, soll am Dienstag, 4.12., als Ergebnis der Auseinandersetzungen um die Traubenkirschen im Gleimviertel und darüber hinaus (es geht, wie berichtet, um ca. 700 Bäume!) nun auch in Pankow ein von drei Bezirksamts- und drei BI-VertreterInnen paritätisch besetztes Gremium konstituiert werden, das bei strittigen Baumfällungen gemeinsam einen externen Gutachter bestellt, dessen Stellungnahme dann den Ausschlag geben soll. Auf hartnäckigen öffentlichen Druck des „Bürgervereins Gleimviertel“ hatte sich schließlich Bürgermeister Köhne (SPD) zu dieser Regelung durchgerungen.

Wir werden die Erfahrungen unserer „Schwester-BI“ in und mit diesem Gremium jedenfalls genau beobachten, nicht zuletzt, weil wir mit dem WSA eine ähnliche Vereinbarung getroffen haben, die jedoch noch immer ihrer angemessenen Institutionalisierung“ harrt.