Wem gehört Schöneberg?

Heute, 20.7., 16:20 Uhr weiterer Protest vorm Rathaus Schöneberg

Zum Auftakt der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Tempelhof-Schöneberger BVV am vergangenen Donnerstag (13.7.) demonstrierten Mitglieder verschiedener Initiativen und Anwohner*innen vor dem Rathaus Schöneberg erneut gegen die ungeachtet allen Bürger*innenwiderstands geplante massive Bebauung sowohl des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf in Friedenau wie der Bautzener Brache in Schöneberg bzw. überhaupt gegen die Erteilung von Baurecht statt Schaffung von Grünflächen in extrem damit unterversorgten, bereits hoch verdichteten Ortsteilen.

Protest Rath. Schöneberg, 13.7.16

Protest Rathhaus Schöneberg, 13.7.16 (Klick zum Vergrößern!)

In unserm Namen wird privaten Profiteuren Baurecht erteilt

In beiden Fällen handelt es sich um entwidmete Bahnflächen, also Außenbereiche nach § 35 BauGB und ehemals in öffentlichem Besitz, so dass es vorab einer ausdrücklichen politischen Willensentscheidung der BVV bedarf, hier überhaupt Bebauung, sei es für Wohnen oder Gewerbe, aber jedenfalls für Versiegelung, Betonierung, Umwelt- und Naturzerstörung zuzulassen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Aus Steuermitteln finanzierte Naturzerstörung

Eröffnung von Radstraße und Themen-Spielplatz

Donnerstag letzter Woche (5.12.) wurde in Tempelhof-Schöneberg wieder eine aus Fördermitteln finanzierte stadtplanerische Großtat eingeweiht: ein überflüssiges, weil parallel zur Bautzener verlaufendes Stück Radstraße und der skurrile, an die Ausstellungsfläche eines Steinmetzbetriebs erinnernde Themen-Spielplatz für die Kleinen.

Bautzener Radpiste

Bautzener Radpiste im dereinst von Ruderalvegetation bewachsenen Bahngraben

Die für solche infrastrukturell genutzten Flächen typische, spontan entstandene und besondere Stadtnatur, Hort einer erst vor wenigen Jahren/Jahrzehnten namentlich von deutschen Wissenschaftlern entdeckten immensen Artenvielfalt, wird von dieser Art Landschaftsarchitektur systematisch zurückgedrängt und vernichtet. Dies wurde und wird gerade in Berlin, das auch aus historischen Gründen einen außerordentlichen Reichtum solcher „Hot Spots“ aufzuweisen hat, immer wieder kritisiert und beklagt, doch es ändert sich nichts. Im Gegenteil: Die anschwellende, mit Sicherheit auch wieder platzende Immobilienspekulationsblase wird in Berlins Stadtlandschaft weit nachhaltigere Narben hinterlassen und dabei die von einer katastrophischen Geschichte eingegrabenen, von ihr zeugenden und zugleich für eine „Natur der vierten Art“ so attraktiven austilgen. Weiterlesen auf „Stadtplanung von unten“ »

Volks- und Bürgerbegehren für Freiraum

BaL-Aktive beim Auftakt 100% Tempelhofer Feld

Ungeachtet des schwer mit Wolken verhangenen Himmmels demonstrierten am gestrigen Sonntag (15.9.) gut tausend Menschen für den Erhalt der wohl weltweit größten innerstädtischen Verkehrsbrache, des Tempelhofer Felds, darunter auch Aktive der BaL und Mitglieder der neuen BI Stadtplanung von unten (SPvU).

Freies Feld für Alle!

Freies Feld für Alle!

Parallel zum Volksbegehren 100% Tempelhofer Feld hat die BI SPvU das Bürgerbegehren für den Erhalt der Bautzener Brache als Grünverbindung gestartet; dazu weiter unten.

Feldpaten ab 3 .- €

Feldpaten ab 3 .- €

Auf dem THF macht der Senat ungeniert Anstalten, noch bevor die BerlinerInnen ihre Meinung kundtun konnten, ob sie an sozialen Wohnungsbau am Parkrand glauben oder an die Notwendigkeit einer Wowi-Gedenkbibliothek für 270 Mio. Euro oder eines weiteren Gewerbegebiets auf Kosten von Kleingärten, ab Oktober Fakten zu schaffen und mit der Zerstörung dieser einzigartigen Freifläche inmitten einer Metropole zu beginnen: Aus dem Regenrückhaltebecken soll eine riesige Wassereventfläche werden, und ein mit dem Aushub ca. 3,50 Meter hoch aufgeschütteter Damm soll sich quer durch das einmalige Feldlerchen-Brutgebiet (150 Brutpaare!) erstrecken. − Details auf thf100.de.
Update: Siehe auch das kurze Video am Schluss des Beitrags.
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Grünverbindung entlang Bautzener Str. bleibt!

IG Stadtplanung von unten plant Bürgerbegehren

Ökologisch wertlos?

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Nachdem, wie berichtet, die rot-grüne Zählgemeinschaft in der BVV Tempelhof-Schöneberg ihren ursprünglichen Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit dem schon skurrilen Titel „Wohnungsbau und neue Wege an der Bautzener Brache − Chancen für einen ökologischen und sozialen Ausgleich nutzen!“ für eine Fläche ohne Baurecht in noch gegenüber der März-Version tüchtig verwässerten Fassung und auch mit den Stimmen der CDU beschlossen hat, plant die Initiativgruppe Stadtplanung von unten die Durchführung eines Bürgerbegehrens mit dem Ziel eines Bürgerentscheids.
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Bauprojekt Crellestr. 22a vorläufig ausgesetzt – alle andern durchgewunken

Wohnen mit Weitblick auf Kosten des Bestands

[Update 17.6.: Zu den „Verbesserungen“ der Beschlussempfehlung „Wohnungsbau und neue Wege an der Bautzener Straße − Chancen für einen ökologischen und sozialen Ausgleich nutzen!„, ursprünglich von der Grünen-Fraktion eingebracht, nun vom Ausschussvors. Jahnke von der Zählgemeinschaftspartnerin SPD unterschrieben:

  • Statt 7 Jahren nur noch 5 Jahre Mietpreisbindung
  • nun doch Bebauung südlich der Großgörschenstraße statt der ursprünglich noch geforderten Grünflächen
  • für den Grünstreifen wird keine Breite mehr festgelegt (war 10 Meter)
  • keine Umzäunung des Grünstreifens
  • keine Begrenzung der Kfz-Stellplätze
  • keine überdachten Fahrradstellplätze
  • kein Vorbehalt für Klimagutachten und Einzelhandelskonzept (aus Sicht des BA erledigt?)
  • keine Forderungen mehr bez. GRZ/GFZ oder Versiegelung

Mit Dank an Matthias S.!
 
Update 15.6.: Gestriges Abstimmungsgespräch zwischen Bezirksamt und Bauherrn führte u.a. zum zweiwöchigen Aussetzen der Fällung der drei Linden, bis Gutachten zu Möglichkeit ihres Erhalts vorliegt. Siehe BA-Site.]

Hände weg vom Crelle-Eck!

Auf dem Weg ins Rathaus Schöneberg am Mittwochabend (12.6.) noch ein Abstecher zum eigentlichen Ort des dort Verhandelten und von der Langenscheidtbrücke in die Crellestraße abgebogen. Vor den drei, wegen des nächsten Neubauprojekts im Schöneberger Norden zur Fällung ausgeschriebenen Linden sitzen ein halbes Dutzend AnwohnerInnen auf Klappstühlen und haben ein wachsames Auge auf ihre Bäume. Wir unterschreiben ihren Protest, kleben uns Sticker an − Keine Bebauung! Keine Fällung! − und weiter geht’s, den anderen hinterher, in den Stadtentwicklungsausschuss.

Drei-Linden-Wacht

Drei-Linden-Wacht an der Crellestr. 22a in Schöneberg

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Mit harten Bandagen

Tempelschöner Grüne verunglimpfen Anwohnerprotest

 Öl ins Feuer auf BZ-Niveau

Der Kampf um die Bautzener Brache gerät zur Schlammschlacht, nicht mit dem politischen Gegner, sondern mit engagierten BürgerInnen − mal was anderes. Nachdem, wie berichtet, eine bezirksamtliche Pressemitteilung von Stadträtin Sibyll Klotz (B’90/Die Grünen) und Moderator Martin Seebauer die „Anwohnerversammlung“ zur Bautzener Brache schon auf einen, nur wenige Minuten währenden, dafür umso verzerrter geschilderten Vorfall reduzierte, hat Kai Goll auf der Website der Tempelschöner Grünen noch deftig eins drauf gesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

Siegt wieder mal Goliath?

[Update, 17.5.: Nun hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg offenbar seinen Nebenkriegsschauplatz gefunden, spricht in einer Pressemitteilung − hatte es nicht kleiner − von einem „Tiefpunkt demokratischer Unkultur“, da sich die sonst von BürgerInnenbeteiligung eher fernhaltenden Migranten, die in dieser weiteren puren Alibi-Veranstaltung am 14.5. nun endlich ebenfalls und unmissverständlich ihre Haltung gegen die Verbauung ihres Kiezes kundtaten, die Etikette verletzten. − Seltsamerweise haben von der ominösen Gewaltandrohung nur der Investor und die Pro-Bauen-Fraktion mitbekommen. Dass jedoch die vorgestellte Planung nicht als Quartierserweiterung, sondern als eine Bedrohung des Kiezes wahrgenommen wird und vielmehr eine jahrzehntelange, absolut unzureichende Partizipation den sozialen Frieden gefährdet, sollte den Verantwortlichen deutlich geworden sein und in ganz anderer Weise zu denken geben. Deren Handhabung von BürgerInnenbeteiligung ist vielmehr Auswuchs „demokratischer Unkultur“! − Gerne suchen wir das Gespräch auch mit den migrantischen KiezbewohnerInnen über diesen jetzt hochgejazzten Vorfall [damit’s kein Missverständnis gibt: „Vorfall“ meint ihren nur kurzen Auftritt, gipfelnd im „Wir sind bereit, unsere Straße zu verteidigen!“], denken aber nicht im Traum daran, uns von ihrem Auftritt zu distanzieren, aus dem schließlich nur ihre allzu begründete Furcht vor Verdrängung spricht! − Beredt auch diese zeitverzögerte amtliche Empörung: Wäre es nicht vornehmste Aufgabe des Moderators gewesen, die Situation zu klären? Was heißt denn noch gleich Moderieren ?]

Turbulente „Anwohnerversammlung“

Weitere Beteiligungsfarce zur Bautzener Brache

Die Argumente Für und Wider Bebauung der Bautzener Brache in Schöneberg sind bekannt und zigmal ausgetauscht [siehe auch hier oder hier]. Dennoch wurde die im Grunde nur minimal modifizierte Collignon-Planung von sieben „kartonförmigen“ Wohngebäuden (so ein Anwohner) auf der von der grünen BVV-Fraktion initiierten Anwohnerversammlung am 14.5. nicht auf neutralem Boden, wie zunächst angekündigt, sondern im BVV-Saal des Rathaus Schöneberg − also auch noch als Heimspiel − zum vierten oder gar fünften Mal abgespult.

Plakatiertes Rathaus Schöneberg, 14.5.13

Tranpis vorm Rath. Schönebg. vor Anwohnervers. Bautzener Brache, 14.05.13

Vergeblich hatten BürgerInnen, inzwischen in der Initiativgruppe Stadtplanung von unten (IG SVU) organisiert, eine Einwohnerversammlung beantragt, um erneut einen Versuch zu starten, endlich eine ergebnisoffene Diskussion zu führen, die auch die Nullvariante, den Verzicht nicht nur auf HELLWEG-Semers Projekt, sondern jedwede Bebauung des ehemaligen Bahngeländes einschließt −, zeigt doch schon ein flüchtiger Blick auf die Karte, dass die Fläche in Gänze und nicht nur mit ihrer südlichen Hälfte integraler Bestandteil des Grünstreifens entlang des Bahngrabens ist, über die Yorckbrücken mit dem Gleisdreieck-Ostpark verbunden. Den Rest des Beitrags lesen »

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