Ein Rück- und Ausblick aus Kanalperspektive

2017 — Ein Jahr der Turbulenzen

Ungefeiertes Jubiläum

In diesem vergehenden Jahr – wie das vorige berstend voll von Menschen gemachter Jahrhundert-Katastrophen nehmen sich die Vor-, Zwischen- und Unfälle am Landwehrkanal und darüber hinaus in Berlins Stadtnatur vergleichsweise unspektakukär aus, selbst wenn Orkan Xavier (angeblich) zwei Prozent des Berliner Baumbestands entwurzelt oder beschädigt haben soll.

Menschen, deren Einsatz für eine ökologische Instandsetzung, Unterhaltung und Pflege des Landwehrkanals nun bereits in die zweite Dekade geht, aber auch all jene, die das Gewässer mit seinen grünen Böschungen als Naherholung schätzen, sehen das naturgemäß etwas anders.

Und für uns „Expert*innen“ geht es dazu halt nach wie vor um das größte Beteiligungsprojekt im deutschen Sprachraum, das nicht schon deshalb beendet ist, weil die Medien nicht mehr darüber berichten, und dessen Dissense nicht schon dadurch beendet werden, dass die Generaldirektion Wasserstraßen (GDWS) sie in einer Art letztgültigem Machtwort dafür erklärt.

Blick über die Ufermauer

Viel Bedauerliches wird im Gefolge hastigen Neubaus in unserer Stadt derzeit angerichtet, ein Herangehen, das den Bestand, zumal den lebendigen, zu bewahren trachtet und integrieren will, muss explizit verpönt sein, so wenig Postivbeispiele gibt es im Neubaubereich, doch auch wenn jetzt logischerweise noch eine messbare Wirkung fehlen muss, sind wir sehr im Zweifel, ob das allgegenwärtige Betonieren und Asphaltieren tatsächlich den dringend gebrauchten bezahlbaren Wohnraum schafft, denn daran und nicht an Wohnraum als solchem fehlt es in Berlin, in das bekanntlich viele streben, nicht nur weil es hip und noch relativ billig ist, sondern neben ihren vielen Facetten immer noch eine der grünsten und artenreichsten Metropolen ist.

Urbanhafen

Urbanhafen

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Harun Faroqhi ist tot

Ein Nachruf

Völlig überrascht und tief betroffen hat uns die Nachricht, dass am gestrigen Mittwoch, 30. Juli, unser liebes Vereinsmitglied, der herausragende, international renommierte Dokumentarfilmer, Medienkünstler und Lehrer,
Harun Faroqhi, im Alter von nur siebzig Jahren gestorben ist.
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Mitglied der „Bäume am Landwehrkanal“ von der ersten Stunde an, widersetzte er sich ab dem Frühsommer 2007 mit so vielen anderen den Kahlschlagsplänen des WSA, war Gründungsmitglied von BI und dem späteren Verein BaL, filmte mit seiner Frau Antje Ehmann Menschenkette und Auftaktveranstaltung des Mediationsverfahrens, spendete und sammelte Spenden für rechtlichen Beistand gegen die Bundesbehörde und unterstützte trotz seiner vielen beruflichen Verpflichtungen unsere Arbeit, wann immer es seine Zeit erlaubte und er auf seinen vielen Reisen und Auslandsaufenthalten mal wieder in Berlin zwischenlandete, zuletzt erst vor einigen Wochen. Bei dieser letzten Zusammenkunft wirkte er so vital, energiegeladen und mitreißend wie je, so dass wir ausriefen: „Du veränderst Dich nie!“, worauf er nur in sein unverwechselbares Lachen ausbrach.
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Nun werden wir es nie mehr hören und können es noch nicht glauben. − Wir möchten seiner Frau, seinen Kindern, Freunden und KollegInnen unser tiefes Mitgefühl ausdrücken und wünschen ihnen allen und uns selbst viel Kraft und Geduld angesichts dieses unersetzlichen Verlusts.

Harun auf der Admiralbrücke

Harun auf der Admiralbrücke, 5.6.07

Editorial

Zum BaumschützerInnen-Info vom 12.12.07

wie auch schon im Baumschutz-Newsletter vom 12.12. angesprochen, haben wir uns aus arbeitstechnischen wie Lesbarkeitsgründen und nicht zuletzt wegen der weit besseren Möglichkeiten von Interaktivität entschlossen, unsere aktuellen Beiträge zunächst sukzessive hier im Landwehrkanal-Blog zu veröffentlichen, sie nach Bedarf zu aktualisieren, zu vertiefen oder ggf. auch zu korrigieren, um sie dann in der wöchentlichen NL-Ausgabe aufgelistet nur mehr anzuteasern.

Da es bei unserer jüngsten NL-Ausgabe aber noch umgekehrt lief, ist uns erwartungsgemäß gleich zum Einstand ein doller Fehler unterlaufen, dass nämlich der Newsletter hier im Blog gewissermaßen Kopf steht. – Wir müssen Euch also bitten (wenn Ihr denn überhaupt unserem „Ranking“ folgen wollt), ihn auf die Füße zu stellen, indem Ihr ihn von unten nach oben lest, und das Versehen zu entschuldigen!

Und falls Euch oder Ihnen, wie’s ja gar nicht anders sein kann, was formal oder inhaltlich gegen den Strich geht, falls Ihr/Sie Ergänzungen, sachdienliche Hinweise oder sonst was beizusteuern habt/haben, macht/machen Sie doch bitte von der Kommentar-Funktion Gebrauch! [Um uns vor Spam, Robots und dgl. zu schützen, geht das freilich nur via vorheriger Registrierung bei WordPress. – Wer das nicht möchte, schreibe bitte wie gehabt an baumschutz-newsletter@snafu.de und sei schon mal bedankt von Achim & Birgit!]