Dokumentation oder Selbstbeweihräucherung?

Am Weltfriedenstag Uneinigkeit unter den Ex-Forumsmitglieder der Landwehrkanal-Mediation

Die Verschiedenverstehbarkeit von Datenschutz

Manche haben die Einladung nicht gefunden, vielleicht gar nicht bekommen, so auch wir. Unsere ZÖB-Mail vom 14.7., an der die Einladung höchst unprofessionell unten angehängt war, haben auch andere bloß erhalten. Der frisch gekürte Inhaber der ZÖB und „Sieger“ eines über achtmonatigen Auswahlverfahrens, der Techniker Björn Röske, hat sie nach eigener Aussage gesondert verschickt, und sein Chef riet zur Geduld: auch er kriege hausintern manche Mail erst Tage später…

Wie auch immer, zum meterologischen Herbstanfang hatten acht „ExpertInnen“ ins WSA gefunden, darunter dankenswerter Weise auch die BezirksvertreterInnen von Neukölln und Treptow-Köpenick. (Letztgenannte sogar mit einem Plan zur Umgestaltung des Lohmühlen-Dreiecks im Gepäck, die sieben Bäume kosten soll!) Frau Kayser von der Obersten Denkmalbehörde hatte sich entschuldigt, andere urlaubten noch, aber die rhetorische Klage von Amtsleiter Scholz gegenüber der Presse, die Expertenkreissitzungen würden nur wenig besucht, erwies sich trotz erneut mangelhafter Einladung als unbegründet. Den Rest des Beitrags lesen »

Wieder mal Brand auf der TAU

Schicksal des Wracks als Sinnbild blockierter Verwaltung

Freitagabend brannte es mal wieder auf dem seit elf Jahren im Urbanhafen verrottenden Schiffswrack namens TAU. Rauch stieg auf,  Polizisten sahen, Feuerwehrleute  löschten. Laut Springerpresse sollen Unbekannte zwei Holzbänke angezündet haben, weshalb nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt wird.

TAU nach Brand

TAU im Urbanhafen nach x-tem Brand

[Siehe auch das Update am Schluss!]
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Ein Kreis schließt sich

Wenn auch noch anderthalb Arbeitsgänge ausstehen und mensch bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben soll, dürfen wir dennoch sagen: am Bauabschnitt 6 mit den berühmten vier Linden [Tempelhofer Ufer nahe U-Bhf. Möckernbrücke] hat sich nach zweieinhalb Jahren ein Kreis geschlossen. Ohne Frage geht’s bei der zukunftsfähigen Sanierung des LWK um weit mehr als den Schutz des Uferbaumbestands, doch bleibt dieser Katalysator des BürgerInnen-Engagements für den Kanal.

Wir erinnern uns

Baumbesetzung

Baumbesetzung am 23.06.07

Eines Samstags im Juni 2007 war hier ein Fällkommando angerückt, um nach den dreizehn Bäumen am Einsteinufer in Charlottenburg, den zehn Rosskastanien am Reichpietschufer in Mitte und den sechs Graupappeln am Prinzenbad in Kreuzberg, auch die „umsturzgefährdeten“ vier Linden am Tempelhofer Ufer mitsamt dem einen Eschenahorn, der nicht mal in der Fällliste verzeichnet war, im Auftrag des seinerzeitigen WSA-Chefs Hartmut Brockelmann umzusägen, um im Wortsinn radikal die angebliche „Gefahr im Verzug“ zu beseitigen, damit der ihretwegen gesperrte Kanal wieder geöffnet werden könnte, bevor die ökonomische Existenz der sich lautstark beklagenden Fahrgastschiffer vernichtet würde.

geschafft!

geschafft!

Nachdem am Reichpietschufer in Mitte und nahe dem Zollhaus in Kreuzberg heimtückisch und in skandalöser Weise während laufender Verhandlungen abgeholzt worden war, wurde die geplante Fällung am Tempelhofer Ufer während einer Pressekonferenz immerhin offiziell angekündigt − mit dem Ergebnis, dass schon in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages BaumschützerInnen kurzerhand in die Kronen kletterten und die bedrohten Bäume besetzten. Im Laufe des Vormittags eilten dann weit über hundert Engagierte herbei und formierten sich zu einer schützenden Mauer, und mit ihnen kamen auch gewählte BürgervertreterInnen von SPD und Grünen, aus BVV und Abgeordnetenhaus.

Selbstredend war auch die Staatsgewalt zur Stelle, brauchte jedoch nicht einzuschreiten, denn der Leiter des WSA-Außenbezirks Neukölln, Jörg Augsten, hielt zwar die Behauptung einer Gefahr im Verzug aufrecht, setzte sich jedoch von Anbeginn für eine Deeskalierung der Situation ein und schickte nach Rücksprache mit seinen Vorgesetzen schon bald seine Kolonne ins Wochenende, wobei er versprach, dass zumindest bis zum darauf folgenden Montag den Bäumen nichts geschehen werde − was ihm freilich niemand abnahm −, doch die Zusage hatte Bestand.

Um einerseits bei der Wiederfreigabe des Kanals das Gesicht zu wahren und anderseits den Ökowahn, dem die BaumschützerInnen anheim gefallen seien, sinnfällig werden zu lassen, wurden für 40 TEuro 20 Bäume mit schwerem Geschirr an vierzig noch schwerere Betonklötzer gepflockt, darunter auch jene am Tempelhofer Ufer. Und was damals niemand von WSA und BAW, weder Tiefbauingenieur noch Wasserbauer für möglich gehalten bzw. öffentlich eingeräumt hätte; was auch die meisten Verwaltungsangehörigen, PolitikerInnen, BürgerInnen und Presseleute, ja selbst einzelne Baumsachverständige nachdrücklich bezweifelten −, nun ist’s in einem wegweisenden, disziplinen- und ressortübergreifenden und vor allem die engagierten BürgerInnen beteiligenden Akt gelungen: Die wasserseitige Ufersicherung, deren sachliche Notwendigkeit die BaumschützerInnen freilich nach wie vor bezweifeln, der sie im Interesse der Bäume aber schließlich zustimmten, nicht ohne indessen Art und Weise der Ausführung nachhaltig zu beeinflussen −, der schwierigste Teil dieser „wasserseitigen Sicherung“ der maroden Uferbefestigung durchs Vorsetzen einer Stahlspundwand (mit sich später anschließendem Verfüllen des Raums zwischen Stahl und Stein) wurde im Abschnitt 6 bewältigt, ohne den wertvollen, stark über die Mauerkrone geneigten Bäumen auch nur einen einzigen Starkast abzubrechen, und auch Schwachäste und Zweige nur in ganz minimalem Umfang!

unverletzt

Die Linden am Tempelhofer Ufer (16.11.09) - unversehrt!

Konzertierte Aktion

Aufstieg 02

Aufstieg eines Seilkletterers

Nach diversen Anfangsschwierigkeiten in diesem Frühjahr klappte die Zusammenarbeit zwischen der Wasserbaufirma Mette, dem Maschinenführer des Subunternehmens Tauber, den vor Ort Zuständigen des WSA, der Baumpflegefirma GvL und dem von den BürgervertreterInnen durchgesetzten „Bauleiter Baumschutz“ in hervorragender, Maßstäbe setzender Weise. Der von Amtsleiter Scholz persönlich ausgegebenen Devise des „bestmöglichen Baumschutzes“ wurde vollumfänglich Genüge getan, nicht zuletzt dadurch, das Baumpfleger und Wasserbauer simultan arbeiteten und nicht ein schematisch postulierter Arbeitsraum im Vorfeld freigeholzt worden ist.

Baumschonender Wasserbau

Akrobatik

Justieren

Auf beharrlichen Druck der BürgervertreterInnen hatte sich Mette Wasserbau schriftlich verpflichtet, unter Starkästen die maximale Arbeitshöhe von sechs Metern keinesfalls zu überschreiten und sich strikt daran gehalten. Dort, wo es möglich war, längere (sc. 8,40 m) Bohlen einzufädeln, um die, den betreffenden Baum ja abermals gefährdenden Arbeitsschritte des Aufständerns und Nachpressens bzw. -rammens einzusparen [jede rot nummerierte Bohle ist noch nicht auf Endtiefe], vollbrachte der Führer des kleinen Fuchs-Seilbaggers, Franke, wahre Meisterstücke, derweil die GvL-Seilkletterer, die nun an Stelle der BaumbesetzerInnen, wenn auch erheblich weiter oben, in den Kronen saßen bzw. standen, um immer, wenn’s heikel ward, mittels einer hakenbewehrten Stange die Äste bei Seite zu biegen, einen akrobatischen Knochenjob leisteten. [Nur die im Foto rechts oben erkennbaren rot nummerierten Bohlen müssen im Unterschied zu den „grünen“ noch in einem zweiten und dritten Arbeitsgang aufgeständert und auf Endtiefe gerammt werden. Nachtrag: Je nachdem, zu welchem Resultat der Prüfstatiker kommt, werden es aber nicht, wie zunächst angenommen, um die dreißig, sondern vielleicht nur fünf bis sechs Bohlen sein. Begonnen wird damit voraussichtlich kommenden Donnerstag, 19.11.]

Ökologisch nachhaltige Wasserstraßenunterhaltung

Teamwork

Zureichen einer 6m-Bohle

Alle Beteiligten standen in solch brenzligen Momenten buchstäblich miteinander in Blickkontakt; VertreterInnen von WSA, Bezirk, der BaL, AnwohnerInnen oder auch Passanten verfolgten das Geschehen hinterm Absperrgitter bisweilen mit angehaltenem Atem, und der neue Techniker in der AG LWK, Björn Röske, trotz seines noch jugendlichen Aussehens bereits zwanzig Jahre in WSA-Diensten (zuletzt ABZ Erkner), dokumentierte als Basis für Evaluierung, Qualitätsmanagement und Kostenabschätzung jede Einzelheit gewissenhaft.

Einfädeln 02

Durchfädeln

Natürlich erfordert der Baumschutz einige „Personalien“ zusätzlich und wegen der nur vier Meter Einbringtiefe müssen zur Stabilitätserhöhung die Schlösser der Bohlen auch sogleich verschweißt werden, damit die elf Tonnen und Millionen Euro schwere Presse nicht etwa ins Wasser kippt, aber der Erhalt ökologisch wertvoller und das Landschaftsbild prägender ca. sechzig Jahre alter Bäume rechtfertigt diesen Mehraufwand allemal.  Röske jedenfalls scheint das Gebot der Stunde erkannt zu haben, sei es, was ökologisch sensible Wasserstraßenunterhaltung, umweltverträglichen Wasserbau oder auch, was BürgerInnenbeteiligung am Planungsprozess angeht, und es steht zu hoffen, dass jetzt, wo der Kreis möglicher BewerberInnen für die noch immer vakanten Stellen in der AG LWK über den Personal-Pool des WSA-B hinaus erweitert worden ist, sich auch in dieser Hinsicht engagierte IngenieurInnen finden, die in ihr technisches Herangehen eine ökologische Folgenabschätzung zu integrieren bereit und in der Lage sind und öffentliche Partizipation nicht als störende Randbedingung wahrnehmen, sondern als Bereicherung und notwendiges Korrektiv schätzen lernen.

Weiter so!

Seilkletterer

Kein Ast geknickt!

Wegen der angespannten Personallage lässt die genaue Kartierung zwar noch auf sich warten, aber auf jeden Fall sind es noch viele Abschnitte mit ufernahem oder überhängendem Baumbestand entlang des Kanals, die es im Zuge dieser Sanierung noch zu meistern gilt. Möge das bisherige Vorgehen im Abschnitt 6 dabei nachhaltig stilbildend wirken! − Und Brockelmanns Würfel sollten nun auch am Tempelhofer Ufer schnell verschwinden. Ob das Absterben eines der Wipfel-Stämmlinge der hohen Weide Nr. 22 unterhalb des FußgängerInnen-Übergangs Möckernbrücke, der kürzlich von GvL endlich entfernt wurde, auf die Korsettierung des Baums zurückgeführt werden muss, bleibt zumindest strittig.

GIKEN Z-Piler mit 6m-Bohle

Versierter Geräteführer von TAUBER mit GIKEN Silent-Z-Piler

BürgerInneninitiative Bäume für Kreuzberg

Der Wundertopf

Ein Kreuzberger Sommermärchen

Lockung

Mysteriöse Verlockung

Als Einstimmung auf nicht nur spannende, sondern auch lehrreiche Urlaubslektüren, die, lange hinausgeschoben, uns in den kommenden Wochen vielleicht noch erwarten, steuert unsere Schwester-BI Bäume für Kreuzberg eine tiefgründige Parabel bei über die gefährlichen Mittel und Abwege, auf die unsere Politiker bisweilen verfallen, wenn sie, vom Gähnen leerer Kassen gepeinigt und verfolgt, koste es, was es wolle, Gelder zu beschaffen trachten.

Kommt und folgt diesem Link

Ein (mal abgesehen vom schiefen Einstieg) sehr erhellend Tacheles redender zitty-Beitrag zum grünen Anstrich Kreuzbergs und darüber hinaus findet sich hier

Rückblick 2007

– Rückblick 2007 –

Ein ereignisreiches, bis zur Dramatik spannendes und für viele von uns auch entsprechend anstrengendes Jahr neigt sich dem Ende, und wir alle haben uns eine friedliche Verschnaufpause redlich verdient. Die heiße Phase im Kampf um unsere Bäume liegt fürs erste hinter uns, und sicherlich haben wir einiges erreicht!

Um kurz zu rekapitulieren: Nach jenen beiden, inzwischen wohl legendären Schadensereignissen: dem Abrutschen zweier, übrigens gänzlich baumfreier Stellen der Uferbefestigung, veranstaltete die für die Unterhaltung des Landwehrkanals zuständige Bundesbehörde, das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin (WSA) unter seinem mittlerweile nicht minder legendären, längst abberufenen Leiter Hartmut Brockelmann ab Ende Mai um die Bäume am Landwehrkanal einen ordentlichen Wirbel, indem zur Abwendung einer angeblich unmittelbar dräuenden Gefahr kurzerhand ihrer 200 fallen sollten. Das jahrzehntelange fahrlässige Ignorieren der Auswirkungen eines hinsichtlich Frequenz, Größe und Schnelligkeit der Fahrzeuge rapide gewachsenen Fahrgastschiffsverkehrs auf die denkmalgeschützten Ufermauern sollte mal eben auf Kosten hunderter alter Bäume und also der Lebensqualität hunderttausender BügerInnen vertuscht und „saniert“ werden.

Quasi über Nacht und aus dem Nichts formierte sich daraufhin — angestoßen und ins Rollen gebracht vom bekannten Solarschiffer und Umweltaktivisten Arno Paulus, der auf der Kreuzberger Admiralbrücke seine Stimme erhob — ein täglich anschwellender Protest von AnwohnerInnen und Betroffenen aller Berufs- und Altersgruppen, dem sich alsbald auch BürgerInnen aus entfernteren Quartieren und Kiezen anschlossen, für die der LWK unverzichtbarer Naherholungsraum ist und die sich in einer Ära des Klimawandels und des Artensterbens für den Erhalt nicht nur unserer alten Bäume, sondern unserer Stadtnatur überhaupt zu engagieren bereit sind, und organisierte sich in einer BI, welche das zu verteidigende und zu erhaltende Gut im Namen führt: die Bäume am Landwehrkanal.

Gemeinsam mit Umweltverbänden und NGOs auch aus dem sozialen Bereich wurde ein Aktionsbündnis geschmiedet, um in politikverdrossener Zeit, da von oben zum Behuf größerer BürgerInnenbeteiligung wortreich und salbungsvoll die Lokale Agenda 21, die Leipziger Charta u. dgl. proklamiert wird, endlich einmal wieder „von unten“ schlimmen Auswüchsen einer autokratischen, bürgerfernen, die Lebensinteressen der Bevölkerung missachtenden Behördenwillkür die Stirn zu bieten und sich in die öffentlichen Belange einzumischen. Mittels einer Website und eines Newsletters, der binnen Kurzem über 2000 Abonnentinnen fand, wurde für die behördlich verweigerte Information und Transparenz gesorgt.

Engagierte VertreterInnen aller politischen Ebenen (und nicht nur von Oppositionsparteien!) solidarisierten sich, stellten Anfragen und forderten ihrerseits von den Regierenden Rechenschaft; JournalistInnen aller Medien liehen ihre Stimme, gaben dem Protest Raum und Gelegenheit zur Artikulation; knapp 26.000 Menschen unterschrieben bis heute den Protestaufruf; viele Hundert beteiligten sich über ethnische Grenzen hinweg an spektakulären Aktionen und fanden in einer „Menschenkette gegen Kettensägen“ zu neuem Wir-Gefühl… — bis schließlich Politik und Verwaltung nicht mehr umhin kamen zu reagieren.

Nachdem während erster Scheinverhandlungen auf heimtückische Weise noch weitere 22 Bäume gefällt worden waren, hat das WSA seither von offenen Feindseligkeiten abgesehen. Hartmut Brockelmann, mit dem wir uns seinerzeit nie mehr an einen Tisch zu setzen gelobten, wurde nach Magdeburg geschickt, und WSA und WSD traten mit Vertretern der BI und ihres Vereins Bäume am Landwehrkanal, der betroffenen Bezirksämter, zweier Senatsverwaltungen, der Reeder und weiterer wirtschaftlicher Interessengruppen, der Umweltverbände sowie anderer Träger öffentlicher Belange erstmals in seiner Geschichte in ein ergebnisoffenes Mediationsverfahren ein.

In bislang zwei Sitzungen wurden, wie berichtet, das Mediationsforum als zentrales Gremium dieses Verfahren konstituiert; ein Arbeitsbündnis und eine Vereinbarung über den Umgang miteinander geschlossen; aus berufenem Mund, nämlich von Frau Swieters von der Planfeststellungsbehörde, das projektierte Verhältnis des Mediations- zum förmlichen Planfeststellungsverfahren (PFV) [siehe hier, hier und hier] und insbesondere der Mediationsbeschlüsse zum dereinstigen Panfeststellungsbeschluss erörtert sowie insgesamt vier Arbeitskreise gebildet, welche die Konflikte in themen- und interessenspezifischer Aufspaltung bearbeiten sollen. — Das alles mag für rund zehn Verhandlungsstunden kein überwältigendes Ergebnis sein, doch ist sicher nachvollziehbar, dass angesichts der vom Konsensprinzip nun mal erforderten Einstimmigkeit aller Beschlüsse und des andererseits im Hinblick auf die skizzierte Vorgeschichte bestimmt verständlichen Misstrauens während der ersten Sitzungen viel Zeit aufs gegenseitige Abtasten und Taxieren verwendet wird und das Mediationsteam z. B. alle Hände voll zu tun hat, um immer wieder auftretende Missverständnisse nach Möglichkeit aufzuklären, so dass schon die einstimmige Genehmigung des Sitzungsprotokolls in einen zeitraubenden Kraftakt ausarten kann.

Aber alle Beteiligte, das sei abschließend noch einmal betont, haben hier Neuland betreten, und wie heißt es doch im Grußwort des Leiters der Unterabteilung Wasserstraßen im BMVBS, Reinhard Klingen: „Bitte gestehen Sie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zu, dass sie während der Mediation selbst einen Lernprozess durchläuft, aber seien bitte auch Sie offen für neue Erkenntnisse. Dann werden wir den jetzt begonnenen Prozess erfolgreich abschließen können.“
In diesem Sinne

wünschen die Bäume am Landwehrkanal
all ihren Mitgliedern, UnterstützerInnen,
ihren Schwester-BIs sowie
allen Beteiligten dieser Mediation
ein glückliches Neues Jahr 2008!