Letzter Aufruf zur 7. WSA-Infoveranstaltung!

Wichtig für Partizipation & Grüne Infrastruktur

Auch hier geht’s um zukunftstaugliche Stadtentwicklung!

Wir erneuern unsere Einladung, der zu folgen uns gerade in dieser Phase der Beteiligung an der Landwehrkanal-Instandsetzung überaus wichtig erscheint. Kommenden Dienstag, 9. Mai, findet die siebte WSA-Informationsveranstaltung statt und wird sich u.a. auch der im Auftrag des Wasserstraßenneubauamts (WNA) von der Firma Ramboll IMS getesteten Methoden widmen, im Fall der Instandsetzung mit Vorschüttung die sog. Ziegelflachschicht zwischen sichtbarer Ufermauer und Schwergewichtsfundament unter Wasser zu sanieren.

Das hört sich erst mal ziemlich trocken und unspektakulär an, doch wurde diese Ziegelflachschicht (ZFS) seinerzeit von den Mitarbeitern des entscheidenden Ingenieurbüros Krebs und Kiefer als ‚Achillesferse‘ der Gesamtkonstruktion bezeichnet. Die ZFS ist an vielen Stellen schadhaft oder ganz ausgewaschen, so dass die aufgehende Uferwand quasi in der Luft hängt und nur dank der Spannungskräfte, welche ihre leichte Wölbung erzeugt, genialer Weise von den jeweils benachbarten Quadern fixiert wird.

Unbefriedigende Vorschläge

Ziegelflachschicht-Sanierung

Ziegelflachschicht-Sanierung bei Vorschüttung

Die am 2. Mai in einer Expertenkreis-Sitzung  präsentierten Methoden − je nach Schwere des Schadensbilds entweder mit einer Stahlplatte, mit Stahlblech oder nur Geotextil − stießen vor allem, was die obere Befestigung der Stahlplatte betrifft [siehe Pfeil], die in Abweichung des Vereinbarten nicht wie Stahlspundwände vierzig Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche enden soll, sondern bei Niedrigwasser sichtbar sein würde, stieß auf den so heftigen wie berechtigten Widerstand der Denkmalpflege. Klaus Lingenauber vom Landesdenkmalamt (LDA) schloss eine solche Lösung kategorisch aus und schlug zudem die Verwendung eines anderen Baumaterials, nämlich Holz vor: Die inzwischen verrottete Holzspundwand hat ein Jahrhundert ihre Pflicht erfüllt und war auch nicht aus Tropenholz.

 

Ramboll-Folie

Ramboll-Folie für den Prinzenbad-Abschnitt

Merkwürdigerweise wurde jedoch die allgemein für erforderlich befundene weitere Expertenkreis-Sitzung zu dieser Problematik von Frau Barth, der Vorgesetzten des Projektleiters Bonny, zunächst nicht für nötig gehalten, obwohl doch ein krasser Dissens sichtbar geworden ist. Und eine Beteiligung bei der Modifizierung der Methoden ist offenbar ebenso wenig erwünscht. Auch müssen wir mit dem LDA-Vertreter fragen, ob der von ihm mühsam durchgesetzte Denkmalarchitekt überhaupt unabhängig ist, denn dass er einer solchen Variante zugestimmt hat, muss denn doch verwundern.

Rollback beschlossen?

Und wenn dann noch argumentiert wird, man müsse auch das zunehmende Gewicht der wachsenden Bäume bei der Gewährleistung der Standsicherheit der Böschung berücksichtigen, sind wir endgültig wieder am Nullpunkt, also anno 2008 angelangt! Jahrelange Diskussionen und praktische Untersuchungen scheinen vergessen bzw. ihre Ergebnisse nie ernst genommen worden. Vom mangelnden Einhalten der langwierig ausgehandelten Richtlinien für Verfahren und den Umgang miteinander wollen wir gar nicht erst anfangen. Zusehends scheinen sie bei WNA und WSA vom berühmten „Geist der Mediation“ verlassen und ohne große Tarnung den Rollback einzuleiten.

Das jedoch muss auf den ganz entschiedenen Widerstand der interessierten Öffentlichkeit treffen, oder eine Dekade der Partizipation war weitgehend umsonst! Die WSV tut trotz dafür reservierter Haushaltsmittel nichts für Partizipation, was übers Symbolische hinausginge.

Entschiedener Protest gegen Beteiligungshandhabung ist überfällig!

Überdies muss gefragt werden, was das WSA die ganz Zeit über gemacht hat, denn, wie auf der vorigen Infoveranstaltung im Herbst 2016 verkündet, war doch einiges an Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen geplant, angefangen mit der Fugenpflege und der Beseitigung von Aufwuchs durch den Abz Neukölln. − Und wenn wir an die im Rahmen der Unterhaltung durchführbaren und seit Ende 2012 mit Haushaltsmitteln unterlegten ökologischen Aufwertungsmaßnahmen denken, können wir bald nur mehr von Arbeitsverweigerung sprechen.

Stereotyp wurde zunächst auf Abschluss der Instandsetzung verwiesen, und nachdem dies als nicht haltbar erwiesen werden konnte, auf die Aktualisierung des BfG-Unterhaltungsplans. Die liegt jetzt aber schon eine ganze Weile vor, wenn auch im Feintuning noch was zu tun bleiben mag, doch welche der Vorschläge innerhalb von Pflege und Unterhaltung umgesetzt werden können, steht längst fest, und auch, welche mit der Instandsetzung dereinst nicht konfligieren, dafür aber das unzureichende ökologische Potential des Gewässers LWK verbessern könnten, wie es die EU-WRRL vorsieht.

Zum Schluss noch eine Anekdote

Als ein Anwohner und Vertreter der „interessierten Öffentlichkeit“ zum wiederholten Male die Zentrale Anlaufstelle Öffentlichkeitsarbeit (ZÖB) anfragte, was es mit der von F’hain-Kreuzberg behaupteten Unterrichtung des Expertenkreises über die Brutzeit-Baumarbeiten am Fraenkelufer auf sich habe, woran sich nämlich niemand erinnern kann, doubelte Amtsleiter Scholz den Mitarbeiter, der sonst die Pflichten der ZÖB versieht, und erzählte von sich überschneidenden Mails, ungeprüften Accounts und einer beabsichtigten internen Klärung. − Doch nichts haben wir seitdem mehr gehört, natürlich ebenso wenig vom Schicksal der Ulme 92, die eines Tages bis auf ihren Stubben verschwunden war, doch wenn die eigens für Interessen und Belange der Beteiligung kreierte ZÖB in dieser Form ‚ausgefüllt‘ wird, führt sie sich selbst ad absurdum. Dabei steht doch sogar auf der WNA-Site: „Die [ämterübergreifende] ZÖB informiert gebündelt und detailliert über die Inhalte, Sachstände und Planungen der Maßnahmen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, des Senates, der Bezirke und Firmen am Landwehrkanal.“ − Demnach müssen wir feststellen, dass die ZÖB ihrer Aufgabenstellung nicht nachkommt, wobei Amtsleiter Scholz ganz offiziell als Vertreter von Björn Röske vorgesehen ist.

All dies und noch viel mehr wollen wir nach Möglichkeit am Dienstag zur Sprache bringen und hoffen, dass auch andere Vertreter*innen der „interessierten Öffentlichkeit“, also der Zivilgesellschaft, kritische Fragen stellen und diesen kaltschnäuzigen Versuch, Beteiligung auszutrocknen und -zuhungern, nicht durchgehen lassen.

Kommt also zahlreich am
Dienstag, 9. Mai, 16:30 Uhr ins
Amtsgebäude von Wasser- & Schifffahrts-
und Wasserstraßenneubauamt,
Mehringdamm 129
(U Platz der Luftbrücke)
!!!

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