Vorerst stehen die Bäume noch!

Umweltausschusssitzung auch zum Wikingerufer

Es geht ums Verfahren!

Auf Initiative des BUND will die Fraktion Die Linke in der BVV Mitte in der heutigen (15.2.) Umweltausschusssitzung im Sinne der vielstimmigen Forderung nach einem Moratorium während der Informationsveranstaltung am letzten Dienstag (7.2.) eine Aussetzung der Fällung beantragen.

Orientiert an der Mediation „Zukunft Landwehrkanal“, soll ein wirkliches Beteiligungsverfahren angestoßen, also alle Nutzer*innen, Engagierte und sonstigen Stakeholder an einen Tisch geholt werden, um gemeinsam nach baumfreundlichen Alternativen der Erneuerung der maroden Kaimauer am Wikingerufer zu suchen.

Da der Beginn der Bauarbeiten ohnehin erst für nächstes Jahr geplant und der Uferweg bereits fünf Jahre gesperrt ist, sollte noch ein Halbjahr, wenn es um das Schicksal von 32+ Bäumen geht, wahrlich keine Rolle spielen!

Um es nochmals zu betonen, da sich auch die Referentin von Verkehrsstaatssekretär Kirchner, Melanie Henneberger, entsprechend missverständlich geäußert hat:

Niemand glaubt, die technischen Lösungen am Landwehrkanal seien 1:1 aufs Wikingerufer übertragbar. Vielmehr geht es darum, sich an den dort gemeinsam beschlossenen und berücksichtigten Verfahrens- und Beteiligungstandards (der Bezirk Mitte und SenStadt waren schließlich seinerzeit ebenfalls gleichberechtigte Beteiligte) auch hier in Moabit doch mindestens zu orientieren:

D.h. mit allen Planungsbetroffenen − am Wikingerufer kommen wohl nur Anwohner*innen, Nutzer*innen und für Stadtnatur Engagierte wie natürlich kleine und große Umweltverbände in Betracht − an einem Tisch mit Vertretern von Bezirksamt und Senat (also der Senatsverwaltung für Umwelt,Verkehr und Klimaschutz und neben dem bezirkliche Straßenbauamt auch das Umweltamt) auf gleicher Augenhöhe gemeinsam für alle gute, zukunftsfähige Lösungen zu suchen.

Auf der Sachebene muss es natürlich darum gehen, transparent und für Laien nachvollziehbar verschiedene Lösungsalternativen zu prüfen und dabei nicht zuletzt ingenieurbiolgische Expertise und arboristischen, also baumkundlichen Sachverstand einzubeziehen.

Wir hoffen einfach mal darauf, dass es inzwischen bei denen, die es wissen wollen, bekannt ist, welch hohes Gut Altbaumbestand bedeutet (und hier geht es gleich um eine ganze Allee!), welches Spektrum ökologischer Dienstleistungen er erbringt, mit Auswirkungen aufs Mikroklima, auf die physische und mentale Gesundheit, auf Wohlbefinden, Lebens- und Wohnqualität der Bevölkerung etc.

Da sollten sich Aktionismus und die einseitige Privilegierung plötzlich umgehend herzustellender Verkehrssicherheit von vornherein verbieten.

Kommt also, wenn Ihr Zeit und Gelegenheit findet,
in die Sitzung des BVV-Mitte-Ausschusses für
Umwelt, Natur, Verkehr und Grünflächen
heute, Mittwoch, 15.2.,um 17:30
ins Rathaus Mitte, Raum 121,
in der Karl-Marx-Allee 31

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