Infoveranstaltung zu den Wikingeruferbäumen

Kommt am 7. Feb, 18 h, in die Miriam-Makeba-Schule!

Unzureichende Öffentlichkeitsarbeit des Senats

[Update: Entsprechend gibt’s leider auf den letzten Metern Unsicherheit über den Veranstaltungsort: SenUVK beharrt auf der Miriam-Makeba-Grundschule, andere Informationen aus der Verwaltung verweisen auf die nahegelegene Erlöserkirche am Wikingerufer 9. − Bitte Aushänge beachten!]

Morgen soll nun in einer der beliebten Bürgerveranstaltungen den Anwohner*innen vorgestellt werden [siehe Anwohnerinfo], was die Senatsverwaltung (neuerdings SenUVK) beschlossen hat, nämlich dass sie nach sechs Jahren des Zuwartens am maroden Wikingerufer der Spree in Moabit wegen der für 2018 geplanten Instandsetzung bis Monatsende, also in Kürze die vordere Reihe von 32 Uferbäumen zu roden gedenkt.

[Siehe auch unsern Bericht vor einem Monat, die Senatspressemitteilung sowie MoabitOnline hier und hier.]

Und unter Umständen, da die Bäume der ersten mit jenen der zweiten Reihe höchstwahrscheinlich ein gemeinsames Wurzelsystem ausgebildet haben, also gleichfalls geschädigt werden würden, eben die zweite gleich mit, also summa summarum 64 Bäume.

Ein derart massiver Eingriff in Stadtnatur und Landschaftsbild sollte unserer Meinung nach sehr sorgfältig und von Anfang an unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, der Anwohner*innen und Nutzer*innen und auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik transparent und nachvollziehbar geplant und dabei vor allem auch die in den letzten Jahren für die Instandsetzung der Landwehrkanalufer gesammelte Expertise sowohl in ingenieurtechnischer als auch in baumsachverständiger Hinsicht herangezogen werden. Wenn schon nicht der Expertenkreis angesprochen wurde, obwohl ihm der Senat formal angehört, sollten doch wenigstens das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) bzw. das Wasserstraßenneubauamt (WNA) konsultiert werden, wo doch Erstgenanntes bzgl. Aufrechterhaltung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs ohnehin einbezogen werden muss.

Der BaL e.V. lädt alle Interessierte auch auf diesem Weg herzlich ein, an der morgigen Veranstaltung um 18 Uhr in der Miriam-Makeba-Grundschule, Zinzendorfstr. 15 teilzunehmen und u.a. den Verantwortlichen nahezubringen, wie Öffentlichkeitsbeteiligung so vor sich geht: dass sie mit einer Einladung beginnt, die eine gewisse Reichweite entfalten sollte, sich also nicht nur auf Aushänge in einigen Hauseingängen beschränken darf, sondern auch Lokalpresse und das Internet einbeziehen muss, halt die üblichen Kommunikationskanäle, auf dass nicht der Eindruck entstehe, hier wolle die Verwaltung nach sechs Jahren Sperrung des Uferwegs für die Öffentlichkeit an dieser nun größtenteils vorbei urplötzlich Fakten schaffen.

Kommt bitte morgen, Dienstag, 7. Februar um 18 Uhr, möglichst zahlreich in die Miriam-Makeba-Grundschule und verteidigt Euren Moabiter Baumbestand, der jahraus, jahrein viele Stämme lassen muss. Zugleich erfährt er nur selten Nach-, Ersatz- und Neupflanzung, die dann jeweils erst in Jahrzehnte die für die hoch verdichtete Innenstadt in Zeiten des Klimawandels und der Adaption an seine Folgen unverzichtbaren ökologischen Dienstleistungen erbringt und auch den Feinstaub der Dieselmotoren aus der Luft filtert. Jede unzureichende Planung und leichtfertiges Eingreifen in Natur und Landschaft verbietet sich selbstverständlich schon von Rechts wegen.

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