Notwendige Baumfällungen am Wikingerufer?

Auf Landwehrkanal-Mediation keinerlei Bezug

Bürger*innen vor vollendeten Tatsachen noch kurz informieren

Einigen Unmut hoffentlich nicht nur unter Baumschützer*innen weckte gestern ein Artikel von Uwe Aulich in der Berliner Zeitung über die baufällige Befestigung des Wikingufers an der Spree in Moabit, der mit dem Absatz schloss: „Doch am Wikinger Ufer sind Baumfällungen unausweichlich. Das weiß auch Stadträtin Weißler. Denn etwa jeder zweite Baum steht viel zu dicht an der Uferwand − manche sind nur einen Meter von der Steinmauer entfernt.“ (BLZ, 03.01.2017)

Unsere Zeit ist schnelllebig, informationsbeladen, sich selbst überholend in der wachsenden Stadt, und was da etwas so Ephemeres wie das Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“ betrifft und eine etwa davon ausgehende Strahlwirkung, machen wir uns natürlich immer weniger Illusionen.

Lernfähigkeit des Senats nahe Null

Aber besagter BLZ-Artikel, „Einsturz“ überschrieben, stürzt uns jedenfalls in noch ärgere Zweifel bezüglich der Lernfähigkeit der Berliner Verwaltung, als wir ohnehin schon hegen, von der Lokalberichterstattung zu schweigen: nicht einige Dutzend − zweihundert Bäume sollten am Landwehrkanal fallen, wobei die Zahl umgekehrt proportional zum Protest weiter und weiter sank. Davor aber wollte der damalige WSA-Chef Brockelmann im Vier-Meterabstand den gesamten Baumbestand roden lassen. Er sollte diese Schnapsidee im Amt nicht überleben, aber das ist Geschichte.

Bürgerbeteiligung im Vollzug ist demgegenüber immer langwierig, zähflüssig, vom Hin und Her der Parteien, hauptsächlich Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, geprägt, also leider weder spektakulär noch sexy (wie sich auch 2007, obschon immer wieder kolportiert, niemand angekettet hat, sondern fünf Bäume wurden schlicht „besetzt“). Partizipation also wird viel von den Mühen der Ebene gezeichnet, aber dazwischen gibt es auch immer wieder Ausschläge nach oben auf der Skala des Informations- und Unterhaltungswerts, ja Bürger*innenbeteiligung führt mitunter auf innovative Lösungswege, auf welche die Verwaltung gar nicht gekommen wäre oder nicht kommen wollte, wer weiß, ergo: hat Story-Potential. − Auch deswegen haben wir uns in diesem Blog viele Jahre lang als Chronist*innen versucht und uns bemüht, die Verhandlungslinien und Kurven mit- und nachzuzeichnen, damit andere an unsern Erfahrungen anknüpfen, Fehler vermeiden, sich Umwege ersparen, Möglichkeiten sofort gewahren können etc.

„Wir greifen grundsätzlich nicht auf Erfahrungen zurück!“

Zurück ans Wikingerufer, und da selbst noch nicht am Ort des erst noch bevorstehenden, zum Glück bislang ausgebliebenen „Einsturzes“ gewesen, können wir uns allein auf die Infos von Aulich beziehen, der übrigens mit der Thematik einigermaßen vertraut sein müsste: Hin und wieder hat er einst auch und gar nicht schlecht über die Landwehrkanal-Mediation berichtet.

Die Ausgangsposition mutet doch jetzt frappierend ähnlich an wie 2007 am LWK, doch wie gesagt: In Berlin und zumal in Sachen Öffentlichkeitsbeteiligung wird das Rad immer wieder neu erfunden, herausgegebene, durchaus informative Handbücher augenscheinlich prinzipiell nicht gelesen bzw. berücksichtigt, kurz: von nichts und niemandem gelernt.

Statik belegte 2012 auch übertragbar Lastneutralität von Uferbäumen

Dass im LWK-Verfahren 2012 Mitarbeiter des Ingenieurbüros Krebs und Kiefer belegen konnten [siehe hier], was Baumsachverständige und -schützer*innen, durch Aufgrabungen bestärkt, nicht müde wurden zu erklären: dass nämlich Uferbäume mitnichten eine Uferwand beschädigen; dass ihre Wurzeln niemals Kaimauern „Richtung Wasser drücken“, sondern im Gegenteil Durchwurzelung die Stabilität einer Böschung erhöht… − das ist mittlerweile ja schon vier, gar fünf Jahre her und von der täglich hereinbrechenden News-Woge komplett überrollt. Unzumutbar auch, sich des seit vielen Jahren bekannten und bestaunten Phänomens zu erinnern, dass auch am Landwehrkanal mit tradierten Methoden „die Standsicherheit der Ufermauer nicht nachgewiesen werden kann“.

Ebendarum setzten die Leute von Krebs und Kiefer auch ein schon 2012 nicht mehr ganz so neues, nur etwas aufwändigeres, teureres, computergestütztes Verfahren ein, die sog. Finite-Elemente-Methode, womit sie nachweisen konnten, dass die Baumlast über die Wurzelverzweigungen ins umliegende Erdreich abgeleitet und damit neutralisiert wird. Senatsvertreter immer dabei!

Für die Methode der Instandsetzung des Landwehrkanals war dieses Ergebnis jedenfalls ein Durchbruch und nahm u.a. die Uferbäume − und sollten sie auch fast auf der Mauerkrone stehen − endlich endlich aus der Schusslinie.

Ungereimtes

Dass Mittes neue Bau- und Umweltstadträtin Sabine Weißler (Grüne) das Fehlen eines schon für 2014 avisierten Baumgutachtens des Senats, das noch immer nicht vorliege, moniert haben soll, weshalb sie auch keine Fällgenehmigung erteilen könne, lässt uns vollends rätseln.

Da es sich um bezirkseigene Bäume handelt, wäre wohl das SGA Mitte nicht nur fürs Fällen, sondern auch fürs Begutachten zuständig (und die Stadträtin wird ja auch mit der Aussage zitiert, die Bäume seien „standsicher“) –, aber wie man von einem Baumgutachten Aufschlüsse über die Uferstatik erwarten kann, nimmt uns vollends wunder.

Lernschwäche aktiv angehen!

Wir wissen freilich, dass die Mediation und zumal die Abschlussvereinbarung, in der sie kulminierte, nur sehr allmählich in der Wasserbehörde des Senats bekannt werden, gewissermaßen durchsickern, obwohl doch Senatsvertreter*innen mit unterschiedlicher Intensität fast bis zum Schluss dem Verfahren beiwohnten und es sich jedenfalls nicht nehmen ließen, anlässlich des Festakts im Verkehrsministerium ihre Unterschrift unter genannte Vereinbarung zu setzen. Der Bezirk Mitte als LWK-Anrainer selbstverständlich auch. Der Senat aber hätte für quasi zeitgleich notwendige eigene Maßnahmen doch wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln können und müssen.

Doch schon am sog. Studentenbad in Kreuzberg (genauer: am Drei-Bezirke-Eck F’hain-Kreuzberg, Neukölln und Treptow-Köp.), wo der Neuköllner Schifffahrtskanal sein deutlich schmutzigeres Wasser mit dem des LWK mischt, wurden auf Geheiß der Wasserbehörde Bäume gefällt, weil sie Jahrzehnte zu dicht am Ufer standen. Einen einzigen, und zwar einen im Stadtgebiet seltenen Bergahorn, vermochten wir mit knapper Not zu retten und bei dieser Gelegenheit dem Zuständigen des Senats auch vom Mediationsverfahren und der erwähnten Vereinbarung zu erzählen.

Senatswasserbehörde sollte informiert sein

Die Ergebnisse des komplexen Verfahrens vermochten den Senatsbediensteten freilich nicht zu überzeugen: Ein Baum am Wasser, so seine feste Meinung, fällt unter Umständen ins Wasser und dann auf Fahrgastschiffe usw. − absolut ausschließen lässt sich das natürlich nicht −, und deswegen ist seither der Bereich um den betreffenden Bergahorn für die Schifffahrt weiträumig ausgetonnt − wie auch jetzt im Zehn-Meterabstand zur einsturzgefährdeten Mauer vierhundert Meter entlang des Wikingerufers, wenngleich aus völlig verschiedenen Gründen.

Geschichte wiederholt sich

In Moabit ist ebenfalls die Uferbefestigung nach hundert Jahren überholungsbedürftig, womit die Bäume wiederum überhaupt gar nichts zu tun haben! Das müsste den für Wasserbau Zuständigen bei SenStadt bekannt sein, oder es gibt keine innerbehördliche Kommunikation, sondern nur Besorgnis erregende Konfusion.

Wir fordern die Verantwortlichen daher dringend dazu auf, das WSA anzusprechen und sich über die ja schließlich auf Grund der Verausgabung von Steuermitteln gewonnenen vielfältigen Expertise informieren zu lassen. Wenn sie sie schon nicht zur Kenntnis genommen hat, so hat sie deren Gewinnung und Anerkennung für die weitere Uferinstandsetzung am LWK zugestimt. Zumindest das Vorgehen sollte mutatis mutandis auf die Spree übertragbar sein.

Natürlich ist sie auch online zugänglich, doch nach wie vor nicht leicht aufzufinden.

Bestmöglicher Baumschutz!

Bei der offenkundig notwendigen Sanierung aber muss der Senat in eben derselben Weise bestmöglichen Baumschutz walten lassen, so wie es sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zum Credo gemacht und der Senat für die LWK-Instandsetzung mitbeschlossen hat. Dies muss insgesamt für die Länder und gleichermaßen für den Berliner Senat nach der Stand- und Verkehrssicherheit die höchste Priorität haben!

Auftakt Bürger*innenversammlung: Wann & Wo?

Senatssprecherin Petra Rohland hat ja zu dem ganzen Vorhaben, über die sich die Zuständigen selbstredend längst ihre unverrückbare Meinung gebildet haben, eine Bürgerversammlung in Aussicht gestellt, für die unabdingbare Bürger*innenbeteiligung ein denkbar ungünstiges Format, aber als Auftakt durchaus zu begrüßen. Wenn wir bedenken, dass Mitte schon seit Jahren aufgefordert wird, 32 der Uferbäume zu fällen und zumindest einen Teil und noch dazu diesen Februar zu fällen jetzt auch schon die neue Stadträtin für unausweichlich hält, liegt die Terminierung wirklich gut in der Zeit.

Eine einzige Impertinenz! Hier sollen die Bürger*innen einmal mehr vor vollendete Tatsachen gestellt werden und dass überhaupt im Vorfeld informiert werden soll, haben wir wohl einzig der neuen Machtkonstellation in Mitte zu verdanken.

Die ist allerding auch auf Senatsebene eine andere geworden, was der sich jetzt abzeichnenden intendierten Vorgehensweise am Wikingerufer so ganz und gar nicht entspricht. − Hier sollte auch mal die oder der Beteiligungsbeauftragte vorbeischauen.

[Siehe auch hier…]

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8 Kommentare

  1. Jürgen Sadlowski said,

    7. Januar, 2017 um 18:36

    Hallo liebe Leute
    so traurig wie es ist, aber leider werden die Bäume da, wo eine Spundwand davor steht, eingehen. Weil die Verbindung zum Wasser abgeschnitten wurde. Helfen könnte da nur die Bäume kräftig zu verschneiden und zu hoffen, dass der Neuaustrieb die Bäume rettet. Starker Rückschnitt regt den Baum zu starkem Neuaustrieb an. Sowohl in der Krone und auch in der Wurzel und gerade in der Wurzel ist es wichtig, um dem Baum die Verbindung zum Grundwasser zu erleichtern.
    Jeder Baum und jedes Grün soll und muss erhalten werden und immer weiter so. Staune nur, dass die Grünen so lange gebraucht haben.
    Weiter so !!!!
    Gruß

  2. BaL said,

    7. Januar, 2017 um 18:56

    Sorry, verstehn wir nicht.
    Die Uferwand ist marode und damit haben, wie ausgeführt, die Bäume rein gar nichts zu tun. Die Mauer instand zu setzen, ist mit einer vorgesetzten und dann hinterfüllten Stahlspundwand sicher möglich, und die wiederum könnte den Bäumen nichts anhaben, indem sie horizontal und nicht vertikal verpresst wird.
    Davon abgesehen, ist uns schleierhaft, wieso die betreffenden Bäume, deren 32 ja angeblich gefällt werden müssen, weil sie, „zu dicht am Ufer“ stehend, die Kaimauer geschädigt haben bzw. ihre Sanierung verhindern sollen, ein Kronenrückschritt „retten“ könnte?
    Bei der jetzigen Kälte ohnehin ausgeschlossen, würde ein solch überflüssiger Eingriff, auch wenn er nach Kritierien der ZTV-Baumpflege erfolgte, ihrer Viatilität sicher erheblich beeinträchtigen, insofern durch die verringerte Assimilationsfläche nicht mehr versorgte Wurzeln gerade abstürben, während die Bäume dank der vielen Wunden im Frühjahr entsprechend infektionsanfälliger würden.

  3. Jürgen Sadlowski said,

    8. Januar, 2017 um 9:36

    Hallo allen hier!
    An anderer Stelle werden Bäume zur Sicherung der Ufer gepflanzt, gut das geht hier nicht. Warum werden nicht abschnittsweise, etwas weiter weg von der Uferwand, Spundwände als Arbeits-Schutzwand gesetzt und die alte Uferwand instand gesetzt ?
    Immer nur Spundwände davor setzen, geht auf die Dauer auch nicht. So breit ist diese Wasserstraße auch nicht.
    Auch sollte mal darüber nachgedacht werden, warum die Uferwände zerstört werden. Das starke Schrauben Wasser der Schiffe ist sicher ein Grund dafür. Eine Geschwindigkeitsreduzierung und damit verbundener geringerer Wellenschlag könnte auch schon was bewirken.
    Auch könnten kürzere Spundwand-Stücke verpresst werden. So ausgewählt, dass die Spundung unterhalb der Grundlinie sitzen würde. Diese lassen sich nicht verschweißen, weil sie dann im Schloss klemmen würden. Die glatten Spundwandbereiche werden verschweißt und schon würde der Baumkronenbereich unverletzt bleiben, da die kurzen Spundwand Stücke mit einem kürzeren Hubgerät in die Presse eingesetzt werden könnten.
    Denke mal, dass kein Baum einfach so gefällt werden dürfte und gerade in Berlin, das ja eine grüne Stadt sein möchte.

    Zu meinem letzten Kommentar möchte ich noch anmerken, dass ich mich da im Datum vertan habe. Auch meinte ich nicht die Bäume im Winter zu verschneiden. Dann würden noch Frostschäden hinzu kommen. Wenn die Bäume im Frühjahr beschnitten werden , würde der Pflanzensaft die Wunden schnell verschließen und den Bäumen weniger schaden. Auch würden sie dann neue Wurzeln treiben und das ist, meiner Meinung nach, das Wichtigste in diesem Falle.

    Gruß Jürgen

    • BaL said,

      8. Januar, 2017 um 15:58

      Wunderbar, Jürgen, das sind alles erwägenswerte Vorschläge! Über gestückeltes Spundwandverpressen gibt’s in unserm Blog reichlich Material. Es erfolgte am Tempelhofer Ufer und am Zollhaus in Xberg.

      Diese technisch-inhaltlichen Aspekte aber müssen in einer geeigneten und in Bälde, d.h. vor irgendwelchen Fällungen anzuberaumendem Beteiligungsveranstaltung transparent und nachvollziehbar erörtert werden, wie es, wie ausgeführt, beispielhaft in der Landwehrkanal-Mediation geschah, woran, wie wir ebenfalls noch mal erinnerten, ja auch SenStadt, Mitte, Naturschutzverbände etc., kurz alle Stakeholder beteiligt waren.

      • Jürgen Sadlowski said,

        8. Januar, 2017 um 22:14

        Entschuldigung, ich hab mir nicht den gesamten Blog durchgelesen und wollte ja auch nur eine Anregung zu diesem aktuellen Problem einbringen.
        Aus meiner Sicht ist es nur schade, dass die Verantwortlichen im Senat nicht gleich, in den jeweiligen Ausschreibungen dies gleich mit anbieten lassen.
        So würden viel Zeit, Geld und einige Bäume, die nicht gefällt werden müssen, gespart bleiben.
        Dabei sind es doch gerade die Bäume in Ufernähe, die uns vor den Dieselabgasen der Fahrgastschiffe und Motorboote schützen. Denn gerade diese fangen den größten Teil des Feinstaubes auf.
        Da regen sich alle über die Abholzung in den Regenwäldern auf und hier bei uns sollen die Bäume einfach so gefällt werden.
        Gruß Jürgen

      • BaL said,

        8. Januar, 2017 um 23:35

        Kein Grund, Dich zu entschuldigen, Jürgen!
        (Abgesehen von Google haben wir übrigens auch ’ne eigene Suchfunktion 🙂 )
        Am Landwehrkanal wurden seit 2007 eben einschlägige Erfahrungen gemacht, insbes. mit bzw. auf Grund von Bürger*innenbeteiligung neue Methoden entwickelt und mehrfach erfolgreich erprobt, woraus die jetzt Zuständigen am Ende lernen könnten. (In aller Bescheidenheit: Auch deshalb führen wir schließlich seit neun Jahren diesen Blog.) — Es ist nicht unbedingt rühmlich, das Rad immer wieder neu zu erfinden!

        Hier paar Beispiele zum Spundwand-Stückeln:

        Aber erst müssen wir halt noch einen Schritt zurück!
        Die Verantwortlichen auf kommunaler wie Landesebene sollten in absehbarer Zeit gelernt haben, bei solchen Vorhaben mit ganz verschiedenen Betroffenen ebendiese auch zu BETEILIGEN! Nach aktueller politischer Programmatik ist das sogar ein Muss!
        Schließlich handelt es sich um Bäume in öffentlichem Besitz, d.h. um unsere Bäume, die uns neben Feinstaub-Absorption noch viele weitere ökologische Dienste leisten, von denen für die natürliche Mitwelt oder vom Landschaftsbild gar nicht erst zu reden!
        Jedenfalls muss das Bewusstsein einfach breiter werden, dass die Verwaltung nicht nach Gusto darüber verfügen kann, als handele es sich um Parkmöbel!

        Baumfreundliche Grüße,
        Birgit & Achim

  4. Susanne said,

    24. Januar, 2017 um 21:09

    Hier wurde der Schaden der Uferwand 2011 genauer beschrieben:
    http://www.moabitonline.de/11622

    • BaL said,

      24. Januar, 2017 um 21:55

      Vielen Dank für diesen hilfreichen Hinweis!

      Für die Instandsetzung dieser Befestigungsvariante (Bohrpfahlwand) gibt es sicher eine ganze Palette von Möglichkeiten. Wenn es dann heißt „Zur Wiederherstellung der Standsicherheit der Uferwand ‚Wikingerufer‘ wird bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Tiefbau, gemeinsam mit dem Wasser- und Schiffahrtsamt Berlin, der Wasserbehörde des Landes Berlin, dem Landesdenkmalamt und dem Bezirksamt Mitte eine Lösung erarbeitet und umgesetzt“ fällt auf, dass Naturschutzverbände und Vertreter*innen der Öffentlichkeit leider fehlen. Durch solch breite Beteiligung aber sind bekanntlich am Landwehrkanal wiederholt recht innovative, v.a. naturverträgliche Lösungen gefunden worden. (Auch bei der Instandsetzung des erwähnten havarierten Anlegers an Maybachufer/Kottbusser Brücke wurde übrigens zusätzlich zur vorgesetzten und hinterfüllten Spundwand die neue sog. HDI-Wand rückverankert.)

      Wir brauchen uns hier nicht über den kaum zu überschätzenden ökologischen Wert von Altbäumen verbreiten, aber neben einer umfassenden Partizipation der Betroffenen hoffen wir, dass das Motto des WSA vom „bestmöglicher Baumschutz“ nicht nur für die Sanierung des LWK gilt. Jedenfalls muss alles für die Rettung des Altbaumbestands getan werden!


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