Stoppt die Degradierung des Gleisdreiecks!

Erhebt Eure Einwände gegen den Bebauungsplan „Urbane Mitte“

Heute letzter Termin, massive Bausünden zu verhindern!

Cobe-Entwurf

Cobe-Entwurf

Die Bäume am Landwehrkanal e.V. (BaL) sind nachdrücklich gegen den Bebauungsplan VI-140ca mit einer derartigen Verdichtung und Verstellung der Stadtlandschaft unter den alleinigen Kriterien höchster Flächennutzungseffizienz und Grundstücksverwertung, und all das in unmittelbarer Nachbarschaft eines weltberühmten Technologie-Denkmals und eines bekanntlich als Ausgleichsfläche für die Eingriffe in Natur und Landschaft an Potsdamer und Leizpiger Platz dienende, bedauerlicherweise für sich schon recht naturfern konzipierten Parkanlage.

Wir plädieren hingegen für eine Wiederholung des diesmal nach dem aktuellen Stand von Theorie und Praxis unter der Beteiligung aller Stakeholder durchzuführenden und so weit offenen Beteiligungsverfahrens, dass höchstmögliche Grund- und Geschossflächenzahl (GFZ und GRZ) nicht von vornherein feststehende, unverrückbare Größen sind, sondern eine gewissermaßen dynamische Interpretation der hier vorgesehenen Kerngebietsbebauung entwickelt wird, welche die gewandelten Bedarfe und Anforderungen an eine nachhaltigen Stadtentwicklung berücksichtigt.

Der Gleisdreieckpark würde nun nicht nur von Westen („Flottwell Living“), sondern auch noch von Osten durch Beton und Glas gewissermaßen in den Schwitzkasten genommen und sowohl vor- als auch nachmittags in seinem nördlichen Zipfel früh verschattet, was sich auf Bepflanzung sowie Aufenthalts- und Erholungswert äußerst negativ auswirken müsste.

Denkmalschutz blieb unberücksichtigt

Aspekte des Denkmalschutzes und des Stadtlandschaftsbilds wurden gänzlich ignoriert. Das Allgemeininteresse an einer lebenswerten urbanen Umwelt, dessen Qualität sich bekanntlich unmittelbar auf Leistungsbereitschaft und Arbeitsproduktivität auswirkt, wurde in höchst kurzsichtiger Weise privater Gewinnorientierung untergeordnet.

Die Zeiten, in denen jener unsägliche städtebauliche Vertrag mit der Vivico, die ja eine Privatisierung gerade noch öffentlichen, nämlich Bahneigentums darstellte, geschlossen wurde, sind mit den heutigen nur noch sehr bedingt vergleichbar, und angesichts der ökologischen und demographischen Entwicklungen geht es gerade darum, die negativen Auswirkungen dieses viel kritisierten, fürs öffentliche Interesse höchst nachteiligen Vertrags, der doch keine Ewigkeitsgarantie besitzt, so gut wie möglich abzumildern.

Mit der vorliegenden rückwärtsgewandten Planung aber sollen sie auf ungeheuerliche Weise: durch megalomanische Brutal- und zugleich peinliche Banalarchitektur noch so lange und weit wie möglich verstärkt und irreversibel buchstäblich einbetoniert werden!

Unzureichendes Beteiligungsverfahren

Urbane Mitte

Urbane Mitte

Der Beteiligungsprozess war nicht etwa ein Konsensfindungsprozess mit sämtlichen Planungsbetroffenen, dessen Notwendigkeit die jüngsten politischen Erfahrungen doch eigentlich nahelegen (und was begriffen zu haben, alle Parteien nicht müde werden zu versichern), sondern sein Ergebnis als ein von allen Bürgereinwänden gereinigter „Konsensplan“ oder als ein „Konsenskonzept“ vorgelegt −, was auch immer das sei. Dass alle Beteiligten im sog. Werkstattverfahren zugestimmt hätten, trifft jedenfalls schon deshalb nicht zu, weil Haupt-Stakeholder wie die BVG oder der Denkmalschutz überhaupt nicht teilgenommen haben. − Bürgervorschläge und -einwände aber wurden nicht einmal dokumentiert, geschweige berücksichtigt − die xte Farce eines Beteiligungsverfahrens in dieser Stadt.

Dieses oktroyierte Vorgehen mit seinem diktierten Ergebnis ist wieder ein Paradebeispiel gründlich überholter Stadtplanung und -entwicklung von oben, auf dem Rücken der Anwohner- /bzw. Nutzer*innen, die aufs neue und auf eine lange Zeit Baubetrieb und -lärm mit allem, was dazu gehört, und anschließend durch den geplanten Büro- und Hotelkomplex an einer ohnehin verkehrsreichen Straße unter einem massiv erhöhten Verkehrsaufkommen zu leiden haben werden.

Details finden Sie, findet Ihr auf dem Gleisdreieck-Blog.

Und hier geht’s zum Online-Formular.

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