Neues BWB-Auslaufbauwerk fertig!

AI Lausitzer Straße

Anwohner helfen bei Pflege der Grünanlage

Bericht vom 16. Jour fixe

Am Mittwoch, 17.9., kamen VertreterInnen der BWB, des ausführenden Unternehmens ZÜBLIN, des Bezirksamts F’hain-Kreuzberg, der AI Lausitzer Straße sowie andere Betroffene und Interessierte zum 16. Treffen zusammen.

Arbeiten an Baustelle Paul-Lincke-Ufer abgeschlossen

behindertengerechte Rampe

behindertengerechte Rampe

Nach anfänglichem Dissens und öffentlichem Protest konnte durch respektvollen Umgang und zielorientierte Zusammenarbeit der Vorhabenträger, der Verwaltung und der AnwohnerInnen-Initiative ein tragfähiger Konsens mit einem nachhaltigen Ergebnis erzielt werden. Die monatlichen Baustellen-Jours-Fixes haben wesentlich dazu beigetragen, dies während der langen Bauzeit bis zur Fertigstellung aufrecht zu erhalten. Hierfür danken die AnwohnerInnen allen Beteiligten und Akteuren! Im Interesse des Gemeinwohls bei künftigen öffentlichen Dauerbaustellen sollten die Verantwortlichen das Erfolgsmodell AnwohnerInnen-Initiative Lausitzer Straße übernehmen.

behindertengerechte Rampe

ohne Asphalt

Der Gestaltungsvorschlag der AnwohnerInnen-Initiative

wurde von der Bezirksverwaltung weitestgehend akzeptiert. Der barrierefreie Zugang ist gebaut und die Überquerungshilfen des Paul-Lincke-Ufers an Lausitzer und Manteuffelstraße wurden bei der Arbeitsgruppe „Zebrastreifen“ der zuständigen Senatsstelle eingereicht. Die Prüfung zur Freigabe der Einbahnstraße Paul-Lincke-Ufer für Fahrradverkehr in beide Richtungen dauert noch an.

Blick in die Lausitzer

Blick vom P.-L.-Ufer in die Lausitzer Str.

Die Bäume

sollen in diesem Herbst von MitarbeiterInnen des Fachbereichs Grünflächen des BA Xhain gepflanzt werden.

  • Lausitzer/Reichenberger Str.: zwei Winterlinden
  • Grünzug am Ufer in Achse Lausitzer Str.: eine Silberlinde
  • Grünzug am Ufer: ein Rotdorn
  • im „Auge“ des barrierefreien Zugangs: ein Walnussbaum
  • An der Uferböschung: zwei Trauerweiden
Distelfink

Distelfink

An Stelle der vormals vorhandenen sechs Linden (5 Uferbäume, 1 Straßenbaum) werden nun fünf Bäume gepflanzt. In Bereich des früheren Standorts der gefällten Uferbäume wurde nun die Rampe eingefügt. Nachpflanzungen von Trauerweiden am Landwehrkanal sind angesichts der Abgängigkeit vieler Altbäume wegen Pilzbefall zum Erhalt von Landschaftsbild und Denkmalensemble dringend notwendig.

Die Sträucher

ehrenamtliche Grünpflege

ehrenamtliche Grünpflege

werden ebenfalls, wie vorgeschlagen, gepflanzt. Die Inhaberin des Geschäftes Blumen & Raumkunst am Paul-Lincke-Ufer möchte die Wildrosenwiese gestalten und durch Materialgabe des BA Xhain und ehrenamtliche AnwohnerInnen-Arbeit sollen die Sträucher gemeinsam in die Erde gebracht werden.

Die Blumen

Wildrosen-Setzling

Wildrosen-Setzling

wurden von AnwohnerInnen als Erosionsschutz gepflanzt und vom BA nachträglich für gut befunden. Jeden Tag besuchen zahlreiche AnwohnerInnen und TouristInnen diesen Ort des Begegnens, kurzen Verweilens und Kommunizierens, und manche nutzen die Gelegenheit sogar zum Gießen der Pflanzen.
Wegen des bevorstehenden Rodens der Schmetterlingswiese an der Lohmühlenbrücke in Vorbereitung der Umbaumaßnahme Weichselplatz konnten AnwohnerInnen Blumen und Büsche ans Paul-Lincke-Ufer „evakuieren“.

Schadhaftes Tiergartengitter

artenreiche Wildblumenwiese

Die Trimmgeräte

wurden wegen der Vandalismusproblematik nicht genehmigt.

Die Pflege der Grünanlage am Paul-Lincke-Ufer

ist in den vergangenen Tagen durch das Amt erfolgt. BürgerInnenn und Verwaltung haben vereinbart, dass die Pflege der Blumen von den AnwohnerInnen übernommen wird und der Fachbereich Grünflächen die Grünabfälle entsorgt.

AnwohnerInnen-Initiative und -engagement haben Zukunft,

da – mal unabhängig von der Personalverknappung − nur im respektvollen Umgang der Beteiligten, Betroffenen und NutzerInnen ein nachhaltiges Ergebnis zum Gemeinwohl Aller entstehen kann.
Inzwischen ist reger Kontakt und Zusammenarbeit mit anderen Initiativen entstanden:
Bäume am Landwehrkanal e. V.
Wildblumenwiese e. V. an der Baerwaldbrücke
AnwohnerInnen-Initiative Friedelstr.
AnwohnerInnen-Initiative Schmetterlingswiese Lohmühle
AnwohnerInnen-Initiative Blumen an der Kottbusser Brücke
AnwohnerInnen-Initiative Blumen an der Admiralbrücke
AnwohnerInnen-Initiative Erhalt des Kielstegs
ErdbotschafterInnen, We Go Paradise, Nachhaltig-Sein
und weitere werden wohl folgen.

Baustelle Friedelstraße

Eine Anordnung von SenStadtUm zum Lärmschutz

Friedelstraße

Friedelstraße

wurde zwar erlassen, da infolge der Baustelle für die AnwohnerInnen eine Lärmbelastung in unzumutbarer Stärke und Dauer aufgetreten ist und durch den Vorhabenträger, hier die BWB, keine Vereinbarung zu Ersatzwohnungen für Betroffene erzielt werden konnte. Der Erlass verfügt für extrem lärmintensive Arbeiten (Bagger, Stemmgeräte, HDI-Pumpen) ein Zeitfenster werktags von 10:00 bis 17:00 Uhr und nur für eine Dauer von jeweils max. 2,5 Stunden.

Friedelstraße

Friedelstraße

Leider wird dieser Erlass von den Bauarbeitern nicht ausreichend beachtet.
Heute (17.9.) arbeiteten z.B. an den vier Baugruben in unmittelbarer Nähe zu Wohngebäude vier Bagger.
Dieser Erlass selbst ist dennoch richtungweisend für alle zukünftigen Bauarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft von Wohnhäusern, die wegen der Instandsetzungs- und Unterhaltungsarbeiten in den nächsten 15 Jahren entlang des gesamten Landwehrkanals durchgeführt werden müssen.

Es sind dann die Bauablaufpläne wegen des Lärmschutzes anzupassen, und es müssen Maschinen mit geringerer Schallemission eingesetzt werden. Gutes Beispiel ist die Inbetriebnahme des schwimmenden Stromerzeugers mit umweltfreundlichem Flüssiggas als Versorgungsschiff der Passagierschifffahrt im Hamburger Hafen.

Abwasserpumpen

Anstelle von mobilen Pumpen befinden sich nun zeitweilig Lkw-Saugwagen im Einsatz, die offensichtlich nicht unter die Schallschutzbestimmungen für Baustellen fallen.

An der Baustelle wird zwar unter Hochdruck gearbeitet, doch wegen der Komplexität der Fertigstellung dennoch das Ziel Ende September nicht erreicht. Zum heutigen Zeitpunkt sind immer noch zehn Baugruben offen.

Eine zentrale Koordinierungstelle für Infrastrukturmaßnahmen

im Land Berlin ist immer noch nicht eingerichtet. Bereits mehrere Generationen von VerwaltungsmitarbeiterInnen und Regierungsdirektoren beklagen, dass eine solche Stelle fehlt. Diesen Mangel sollen die AnwohnerInnen regelmäßig bei unzureichend koordinierten öffentlichen Dauerbaustellen aushalten. Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese Stelle alsbald einzurichten!

Sicherheit auf dem Schulweg 2014 unzureichend

Inzwischen wurde das Maybachufer in Richtung Treptow für den Radverkehr wieder freigegeben. Das erhöht die Sicherheit an dieser Stelle. Die Kreuzung Friedelstraße/Maybachufer/Bürknerstraße ist jedoch nach wie vor ein gefährlicher Ort auf dem Schulweg der Kinder. Die Verantwortlichen werden aufgefordert, den öffentlichen Raum überall − und insbesondere auf den Schulwegen − auf denen sich öffentliche Dauerbaustellen bzw. Gerüste an Gebäuden befinden, besser vor Gefahren zu schützen und zu überwachen.

Denkmalschutz am Landwehrkanal beeinträchtigt!

denkmalschutzwidrig

denkmalschutzwidrig

wegen der von der ursprünglichen Gestaltung abweichenden Ausführung des Auslaufbauwerks in der steinernen Uferwand. Zu dieser Problematik wurde ein Ortstermin mit der Unteren Denkmalbehörde von Neukölln durchgeführt, in dessen Folge Abbrucharbeiten durchgeführt wurden und nun die Arbeiten am Auslauf zum Erliegen gekommen sind. Protokolle oder Zeichnungen zum Vorgang wurden den AnwohnerInnen nicht vorgelegt. Anfragen beim zuständigen Ministerium BMVI und dem Landeskonservator zum Vorgang und Verbleib des Denkmalschutzarchitekten gemäß Mediationsvereinbarung Zukunft Landwehrkanal blieben bisher leider unbeantwortet.

Immerhin ist der Regenüberlaufkanal Friedelstraße inzwischen in Betrieb.

Baustelle Lohmühlenwiese, Weichselplatz

Der Umbau der Schmetterlingswiese erfolgt als erster Bauabschnitt am Weichselplatz ab Oktober.

Der Regenüberlaufkanal Baerwaldbrücke

RüK-Neubau

Abwasserkanal-Erneuerung Friedelstraße, Neukölln

ist die nächste Baumaßnahme der Berliner Wasserbetriebe, bei der die Erkenntnisse von der Baustelle Lausitzer Straße/Paul-Lincke-Ufer umgesetzt werden sollten.

Zukunft Gerhart-Hauptmann-Schule
Die Verantwortlichen in Land und Bezirk werden dringend gebeten, sich mit den AnwohnerInnen in der Nachbarschaft der GHS wegen der zukünftigen Nutzung als Geflüchtetenzentrum frühzeitig ins Benehmen zu setzen.

Zukunft Landwehrkanal

Der Erfolg der Mediationsvereinbarung

wird in den Arbeitsgruppen des Expertenkreises fortgeschrieben. Die Begleitung der Baumaßnahme durch den sog. Expertenkreis soll sicherstellen, dass die Belange der 400.000 AnwohnerInnen im Einzugsbereich des Landwehrkanals bzgl. Stadtnatur-, Lärm- und Gesundheitsschutz, Landschaftsschutz sowie Denkmalpflege und Sicherheit im öffentlichen Raum angemessen berücksichtigt werden.

2. Öffentlichkeitsveranstaltung
Die Einladung zur öffentlichen Veranstaltung Zukunft Landwehrkanal am 17.11.2014 um 16:00 Uhr im WSA Berlin, Mehringdamm 129, richtet sich an alle Interessierte!

Den regelmäßigen ZÖB-Newsletter kann von der WSA-Website hier runtergeladen werden und/oder bei der Zentralen Anlaufstelle für Öffentlichkeitsbeteilung (ZÖB) unterzoeb.wsa-b[ät]wsv.bund[Punkt]de bestellt werden.

Abendstimmung

Abendstimmung überm Kanal

3 Kommentare

  1. Michael said,

    25. September, 2014 um 14:46

    Ihr seid der Wirklichkeit gewordene Traum aller Neoliberalen

    „Anwohner helfen bei Pflege der Grünanlage“

    Moment mal, bitte mal den Verstand einschalten. Der Artikel liest sich fast wie eine verschwurbelte Werbung der Verwaltung für ihre vermeintliche Bürgernähe.

    Engagement ist gut. Aber man sollte nicht die Arbeit der Zuständigen kostenlos übernehmen, sondern stattdessen konsequent einfordern, dass die Zuständigen ihre Arbeit machen !

    Euch ist schon klar, dass ihr Anwohner kostenlos die Arbeit des Friedrichshain-Kreuzberger Grünanlagenamtes macht?

    Wieso denkt ihr überhaupt nicht politisch?

    Ihr seid der Traum aller Neoliberalen, ist euch das eigentlich klar?
    Je mehr Arbeit ihr kostenlos macht, umso mehr Stellen bleiben bzw. werden in der Bezirksverwaltung abgebaut !

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung werden von unseren Steuergeldern finanziert. – Damit sie diese Arbeit machen, die ihr Anwohnerinnen und Anwohner zeitaufwendig und kostenlos macht.

    Und was ist mit dem verantwortlichen Politiker Stadtrat Pannen-Panhoff von den Grünen?

    Der ist zusammen mit Frau Herrmann von den Grünen an der Bezirksregierung, weil die Leute wollten, dass seine Verwaltung eine grüne, also ökologische Bezirkspolitik macht, wofür wir alle mit unseren Steuern bezahlen.

    Die sind aber leider unfähig. Nicht nur in Sachen Flüchtlingspolitik im Bezirk, wo sie einen Wohnquartier tagelang mit Polizei für viel Steuergeld abgesperrt hatten. Und jetzt wollen sie diese Schule doch räumen. Eine totale Zickzackpolitik.

    Echte Yoga-Politik machen die Grünen im Bezirk. Sich in alle Richtungen verbiegen und nix konsequent durchziehen. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

    Im Bezirk und auch am Landwehrkanal wird ganz schlechte Politik gemacht und ihr übertüncht die Misstände mit eurem Geschwafel,

    • BaL said,

      25. September, 2014 um 16:54

      Über diese ziemlich bekannten Missstände haben wir (und viele andere) schon öfter geschwafelt, aber dass politisch gewolltes Personalverknappen/Aushungern des Öffentl. Diensts ohne AnwohnerInnen-Engagement nur noch flächendeckender zu kostengünstiger, pflegeleichter Asphaltierung mit bisschen Architekten-Petersilie führt, ist allenthalben und nicht nur in Xhain zu besichtigen.

      Sollen wir also tatenlos zusehen, wie unser wohnungsnahes Grün dergestalt sterilisiert oder im konkreten Fall der ungeschützte Mutterboden in den Kanal befördert wird?

      Zum anderen soll angesichts der allgegenwärtigen (durchaus erklärlichen!) Vandalismus-Problematik die Einbeziehung der NutzerInnen in den Schutz von Stadtnatur und natürlicher Vielfalt ein Verantwortlichkeitsgefühl für ihr Wohnumfeld erzeugen/stärken, auf dass mehr BürgerInnen in Foren, Wahlkabinen und auf der Straße dem neoliberalen Staatsabbau und vor Ort ganz konkret dem Treiben unfachgerecht arbeitender Fremdfirmen entgegentreten.

      • jürgen julius irmer said,

        16. Oktober, 2014 um 23:29

        …uff!..“geschwafelt“?..ja jetzt hier von „bal“.
        michael said ist da der eher präzisere.
        ich wohne ja (gott sei dank) seit juli in johannisthal (nach 28jahren kreuzberg) und hatte das vergnügen heute nachmittag durch den görlitzer park zu spazieren, ein großes vergnügen!
        vermutlich ein „grünes“.

        wie lange soll der ganze wahnsinn eigentlich noch schöngeredet werden?
        für mich ist die „grüne“ herrmann der inbegriff des politischen bankrotts.
        (auf allen ebenen des bezirks)

        beste alt-linke grüße aus dem ziemlich gut verwalteten bezirk treptow-köpenick…


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