Von Aufbau und unsinnigem Abbau

AI Lausitzer Straße

[Update zu Kiehlsteg s.u.!]

Bericht vom 10. Jour fixe

BWB-Baumaßnahme Lausitzer Straße

Am Jubiläumsbaustellentag nahm neben VertreterInnen der AnwohnerInneninitiativen von Lausitzer und Friedelstraße, der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und der ausführenden Firmen Züblin sowie Meyer und John (Friedelstraße/Hobrechtbrücke) auch ein Vertreter der AG Landwehrkanal des Wasser-und Schifffahrtsamts des Bundes (WSA) teil.

Denkmalgeschützte Regelbauweise

Denkmalgeschützte Regelbauweise

Bauarbeiten im März und April

Das Auslaufbauwerk wird bis Ende März fertiggestellt, also bis zum Beginn der Schifffahrtsaison.
Taucher trennen die Stahlbohlen des Verbaus im Landwehrkanal .
Die beiden Zwischenbauwerke sind bis Mitte April hergestellt. Der Tunnelschluss an der Reichenberger Str. erfolgt bis Ende April. Dann lässt der Bezirk noch Ausbesserungen des Straßenbelages durchführen. An der Einfahrt zu Haus Nr. 34 soll ein Kontergefälle zum Straßenablauf beseitigt werden.

Die Straßensperrung bleibt, wie gesagt, bis ca. Mai bestehen.

Veranstaltungen in und um die Lausitzer

Im Regenbogen-Café ist vom 22. März bis 25. April eine Fotoausstellung von Lupo Finto unter dem Titel

Katzen und Mäuse,… Fuchs und Geflügel – urbanes und ländliches

zu sehen.

Donnerstags von 18 bis 19 Uhr dort im Café, wie immer, unser themenoffener Runder Tisch.

Und noch einmal zum Vormerken: Die NABU-Mitmachaktion „Die Stunde der Gartenvögel“, die wir der Bestimmung und Zählung der Vogelarten am Landwehrkanal widmen wollen, findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai statt.

Ort am Landwehrkanal gestalten

Unser Gestaltungsvorschlag liegt dem Bezirksamt zur Prüfung und Genehmigung vor.

Nächstes Treffen
Der 11. Jour fixe findet am Donnerstag, 27. März um 10:00 Uhr auf der Baustelle statt.

Wie immer sind betroffene Interessierte zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Hobrechtbrücke

Schäden am Belag der Fahrbahn

Dankenswerterweise hat der Brückenmanager die Behebung der Schäden und der Gefahr in Verzug an Brücke und Beleuchtungsanlage unverzüglich zu beheben veranlasst.

Bauen am Landwehrkanal

Nach erfolgreichem Abschluss des sechsjährigen Mediationsverfahrens „Zukunft Landwehrkanal“ am 17. Dezember vergangenen Jahres ist das Projekt nun in die Phase seiner partizipativen Umsetzungs- und Unterhaltungsplanung eingetreten, die unter möglichst breiter Öffentlichkeitsbeteiligung geschehen soll.

Die erste große Informationsveranstaltung unter Beteiligung des zum ExpertInnenkreis mutierten alten Mediationsforums, der möglichst um weitere Interessierte vergrößert werden soll, findet am Montag, 31. März um 16:30 Uhr im Wasser- und Schifffahrtsamts, Mehringdamm 129 (U Platz der Luftbrücke) statt. Die offizielle Einladung des WSA demnächst hier.

Diese Veranstaltung wird insbesondere einige Weichen in Bezug auf Besetzung und Tätigkeit der Zentralen Anlaufstelle Öffentlichkeitsbeteiligung (ZÖB) stellen. Näheres hier und hier.

Kommt bitte zahlreich!

Ergänzende Information der AnwohnerInnen-Initiative Friedelstraße

Baustelle Friedelstraße

Der Baulärm wird weiter reduziert und Gefahrenstellen wurden beseitigt.

Einblicke

Kanal Sanderstraße

Kanal Sanderstraße

Kanal Sanderstraße

Fotos zum Vergrößern anklicken!

Kanalarbeit ist heute immer noch hohe Maurerkunst (Schacht Sanderstraße)

AnwohnerInnen-Initiative Kiehlsteg

Mut zur Brücke

[Update 24.3.: Ist das Demokratie oder kann das weg?

Abgebauter Kiehlsteg

Abgebauter Kiehlsteg

Leider kommen die Ausarbeitung eines Kompromissvorschlags und das Bestreben, in der nächsten Sitzung der Neuköllner BVV am kommenden Mittwoch, 26.3., etwa durch Einwohneranfragen und via Dringlichkeitsantrag der Oppostionsfraktionen, dem bislang nicht befragten BürgerInnenwillen nach Erhalt der Brücke doch noch Gehör zu verschaffen, zu spät: Heute Vormittag – da konnte auch die Aufschrift „Rette mich!“ nichts helfen – wurde der Kiehlsteg demoniert, ein Stück Berliner Erinnerungskultur und funktionierende Infrastruktur zerstört und wieder was für die wachsende Politikerverdrossenenheit getan – wenn, ja wenn nicht (auch angesichts dessen, dass der Steg mit großer Sorgfalt auf dem Kiehlufer abgelegt wurde) doch noch jener Vorschlag seiner ungleich kostengünstieren Sanierung aufgegriffen und der Kiehlsteg anschließend wieder auf seine Auflager zurückgesetzt wird. Nicht nur die Nord-NeuköllnerInnen wären dankbar! – (Weitere Infos siehe z.B. hier oder hier.) – 25.3.: geschieht eher nicht…)]

AnwohnerInnen wollen den Steg über den Neuköllner Schifffahrtskanal am Weichselplatz erhalten. Die Brückenverwaltung des Landes Berlin hatte veranlasst, dass dieser Überweg für Fußgänger- und RadfahrerInnen letzten Dienstag, 18. März, abgerissen werden sollte, ohne die AnwohnerInnen ausreichend zu informieren, geschweige an der Entscheidungsfindung zu beteiligen. Der Antrag einer Anwohnerin auf Erhalt und Unterschutzstellung als Denkmal wurde mit Beschluss vom 14. März 2014 (VG 19 L 82.14) abgewiesen mit der schlagenden Begründung, dass die Anwohnerin nicht die Eigentümerin sei.

Diese Brücke ist ein Zeitzeugnis, errichtet als Reaktion auf den Mauerbau vom 13. August 1961, der die Lohmühlenbrücke unpassierbar gemacht hatte, und soll nach dem Willen der AnwohnerInnen deshalb auch als Baudenkmal erhalten bleiben und nicht nur, weil er ca. zweihundert Meter Weg einspart und überhaupt besonders in der warmen Jahreszeit sehr beliebt ist.

Auch in den Stadtentwicklungsplänen des Landes Berlin ist die Brücke vermerkt, und im Planwerk Südostraum Neukölln-Nord wird mit dem Motto „Vorhandenes in Wert setzen“ geworben. Zitat: „Es sind die vielen kleinen Maßnahmen, die Schritt für Schritt die Lebensbedingungen in dem Stadtteil verbessern.

„Vorhandenes in Wert setzen“, bedeutet nach SenStadtUm, „auf die vielfältigen Qualitäten des Stadtteils aufmerksam machen, die Angebote vernetzen und die Akteure zu unterstützen“.

Am 18. März sperrte die Brückenverwaltung gegen den Willen der AnwohnerInnen die Brücke ohne Angabe von Gründen. Durch sofortige Eingaben beim Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, und beim Bezirksbürgermeister, Heinz Buschkowsky, bzw. dem zuständigen Stadtrat, Thomas Blesing, sowie beim Landeskonservator Prof. Haspel (Tel. 90259- 3600) kann der Abriss der denkmalwürdigen Brücke vielleicht noch verhindert werden.

[Update: Die Mailadresse des Baustadtrats Thomas Blesing:
bau[ät]bezirksamt-neukoelln[punkt]de]

Zusätzlich ist nach Aussage von sachkundigen AnwohnerInnen die Brücke nicht so sanierungsbedürftig, dass sie unmittelbar abgerissen werden muss. Lediglich einige Holzbohlen und Seitenbretter sind demnächst zu erneuern.

Alle Bürger mit Mut zur Brücke sind aufgerufen, den Abriss zu verhindern!

Bäume erhalten

Ein Mitglied der AI Lausitzer Straße sorgt sich um den Baumschutz in der Umgebung des Kiehlstegs, wenn der Abriss gegen den Willen der Bürger doch noch durchgesetzt wird, und hat eine entsprechende Mail an den zuständigen Stadtrat Blesing (SPD) gesandt. – Hier ein Aufruf der AI Kiehlsteg.

Kiehlsteg

Kiehlsteg

Und siehe auch Abriss ablasen @kiehlsteg…

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