Gefahren für Menschen, Bäume, Bauwerke und mögliche Abhilfen

AI Lausitzer Straße

Bericht vom neunten Jour Fixe

Baustelle Lausitzer Straße

Am 18.2., 10 Uhr kamen VertreterInnen der Berliner Wasserbetriebe (BWB), der ausführenden Firmen Züblin und später Meyer & John GmbH, der Objektmanager für Brücken bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, ein vereidigter Baumsachverständiger sowie Mitglieder der beiden AnwohnerInnen-Inis Lausitzer und Friedelstraße zum neunten Baustellen-Jour-fixe zusammen.

Auslaufbauwerk

Auslaufbauwerk Paul-Lincke-Ufer

Zunächst wurde zugesichert, die Lärmentwicklung der Baustellen weiter zu reduzieren. Das Hochdruckinjektions (HDI-) verfahren wird noch diese Woche abgeschlossen. Die Straßensperrung bleibt noch bis ca. Mai bestehen.

Von März bis April ist die Herstellung von vier unterirdischen Betonbauwerken geplant, und zwar an der Kreuzung Lausitzer/Reichenberger Straße, in der Lausitzer Str. sowie am Ufer des Landwehrkanals das Auslaufbauwerk.

Umweltverträglichkeit

Zur Prävention von Umwelthavarien sollen ölhaltige Mittel, die baustellenbedingt direkt am Landwehrkanal eingesetzt werden, dort möglichst kurzzeitig verwendet werden.

Die AnwohnerInnen lobten die Qualität Wiederherstellung des Pflasterbelags an der Ecke Lausitzer /Reichenberger Straße.

Die Wundbehandlung des beschädigten Straßenbaumes in der Lausitzer Straße steht nach wie vor aus.

Bauen am Landwehrkanal

Landwehrkanal sanieren, Bäume schützen, Bürgerbeteiligung stärken!

„Es ist vor allem den engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus den Betroffeneninitiativen unseres Bezirks zu verdanken, dass nach mehrjährigen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wasserschifffahrtsverwaltung, Senat, Bezirken, Wirtschaft und Interessenverbänden eine Einigung, ein guter Kompromiss für die Sanierung des Landwehrkanals getroffen wurde“, sagte Bezirksstadtrat Hans Panhoff in einer Pressemitteilung zum Verfahrensabschluss.

Nun beginnt die Umsetzung der in der Konzeption-Haushaltsunterlage und der Mediationsvereinbarung fixieren Ergebnisse der sechsjährigen Mediation „Zukunft Landwehrkanal“, sowohl hinsichtlich einer partizipativen Ausführungsplanung der Zielvariante der Sanierung als auch der Unterhaltung des Gewässers und seiner begrünten Uferstreifen. [Siehe auch hier und dort.]

Erster Dissens

Im Gespräch am vergangenen Dienstag traten unterschiedliche Auffassungen zwischen den Wasserbetrieben, dem Land Berlin und dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Bezug auf die Art des Einbaus der Spundwände zutage. Genauer ging es um Vibrationspressen vs. Vibrationsrammen (DIN 4150 T.1–3), obwohl die Mediationsvereinbarung hier das erstgenannte Verfahren festschreibt und beauflagt, nicht nur um das denkmalgeschützte Bauwerk und die umliegende Wohn- und sonstige Bebauung vor Erschütterungen zu schützen, sondern auch die Bevölkerung insbesondere vor Lärmemissionen. Klarheit darüber zu schaffen, wird bis zum nächsten Treffen angestrebt.

Berliner Baumkataster

Das Land Berlin entwickelt ein stadtweites Baumkataster für den Straßenbaumbestand. Im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Mediationsverfahrens „Zukunft Landwehrkanal“ wurde bereits ein digitales, öffentlich zugängliches Kataster für den Landwehrkanal erarbeitet, das naturgemäß ständig aktualisiert werden muss auf Grund der Zuarbeiten der fünf Anrainerbezirke ständig aktualisiert werden muss, wegen abweichender Formate jedoch leider nicht ins übergreifende integriert werden kann.

Ort am Landwehrkanal gestalten

Unter reger Teilnahme nimmt der Gestaltungsvorschlag für den Uferbereich oberhalb des Auslaufbauwerks weiter Form an. Neben den Diskussionen um die Wiederbepflanzung soll die Überwindung des Höhenunterschieds vom Uferweg zur Straße stufenlos ermöglicht werden. Es geht um Bäume, Vögel, Blumen, Insekten, Menschen am und um Fische, Muscheln, Krebse und sauberes Wasser im Landwehrkanal!

À propos Bäume

Der Bereich am Auslaufbauwerk soll bekanntlich mit Bäumen bepflanzt werden. Im Boden befinden sich auch die Abwasserdruckleitungen. Deshalb baten die AnwohnerInnen die Bauleitung der Wasserbetriebe, die Notwendigkeit eines Wurzelschutzes zu prüfen und falls erforderlich zu erklären.

Die NABU-Mitmachaktion Die Stunde der Gartenvögel findet heuer vom 9. bis 11. Mai statt. Der Grünspecht ist zwar Vogel des Jahres 2014, wird sich jedoch am Paul-Lincke-Ufer leider nicht einfinden, aber zählen sie im Mai mit uns die Vögel am Landwehrkanal!

Zur Gestaltung

Um die vorhandenen historischen Gaslaterne zu erhalten wurde beim Land Berlin ihre Beleuchtung per LED als Musterprojekt angefragt.

Tiergartengitter

Tiergartengitter

Unfallprävention

Zwischen dem Uferweg und dem Landwehrkanal steht ein niedriges, korrodiertes sogenanntes Tiergartengitter, welches wir das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bitten, nach Abschluss der BWB-Baumaßnahme reparieren zu lassen.

Bereits jetzt besteht dort Unfallgefahr!

Fassasdenabbrüche

Fassasdenabbrüche

Brüchige Fassade in der Lausitzer Straße
Nachdem in der Lausitzer Str. von einem Wohngebäude Fassadenteile auf den Bürgersteig gestürtzt sind, beseitigte die Feuerwehr unter Drehleitereinsatz die akute Gefahr, doch nun wird die Hausverwaltung ersucht, die Situation zu prüfen und die Beseitigung der Gefahrenquelle zu bestätigen.

Parkplatzsituation und Ordnungsamt

Wegen des Entfallens von ca. 40 Stellplätzen für die Dauer der öffentlichen Großbaustelle wurde zwischen Bauherrn, Baufirma, Anwohnerschaft und Xhainer Bezirksamt Einvernehmen darüber erzielt, sonst ordnungswidriges Parken zu dulden. Am Vormittag des 18. jedoch verteilten überfleißige MitarbeiterInnen des Ordnungsamts dutzende von Strafzetteln wegen unzulässigem Schrägparken. Die AnwohnerInnen bitten das Bezirksamt, diese Strafzettel zu stornieren und danken im Voraus!

Verschiedenes

Veranstaltungen in der Regenbogenfabrik: My Heart is a Jungle, Vernissage 23.2.14 um 19 Uhr, unter musikalischer Begleitung von Patricia Duarte.

Donnerstags 18 bis 19 Uhr themenoffener Runder Tisch im Café der Regenbogenfabrik.

Hobrechtbrücke

Der SenStadtUm-Objektmanager für Brücken bescheinigte der Bogenbrücke einen guten Erhaltungszustand. Die BWB hat ein Ingenieurbüro zur Zustandsüberwachung der Brücke während der Baumaßnahme beauftragt. Zuständig für Brückenbauwerk, Fahrbahnbelag und Gehweg ist die Brückenbehörde der Senatsverwaltung, für den südlichen Gehweg bis zur Brückenfuge das Bezirksamt Neukölln, entsprechend für den nördlichen das von Ffriedrichshain-Kreuzberg, für die Laternen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit dem Betreiber Vattenfall und schließlich für die Rettungsmittel gegen Ertrinken die Feuerwehr.

Schadhafte Laterne und kein Rettungsring

Schadhafte Laterne und kein Rettungsring

Schäden an Fahrbahnbelag und einer Laterne wurden aufgenommen und wegen Gefahr in Verzug für Zweiradfahrer als Sofortmaßnahme die Reparatur des Straßenbelages veranlasst. Auch die beschädigte Bekrönung der mittleren Laterne bildet wegen möglichem Absturz auf Passanten eine Gefahrenquelle, weshalb Vattenfall aufgefordert ist, für umgehende Reparatur zu sorgen. (Zahlreiche Gaslaternen an Paul-Lincke-Ufer, Ohlauer, Lausitzer Straße usw. brennen bekanntlich auch tagsüber.)

Die an der Brücke angebrachten Notfall-Rettungsringe werden leider immer wieder gestohlen, da ist guter Rat teuer. Was tun, werte Feuerwehr?

Ergänzende Information der AnwohnerInnen-Initiative Friedelstraße 

Baustelle Friedelstraße

Ungesicherte Dacharbeiten

Ungesicherte Dacharbeiten

Dacharbeiten ohne Gerüst
Auf dem Dach des Eckgebäudes Friedel-/Pflügerstraße finden Dacharbeiten ohne Gerüst und Schutzmaßnahmen statt. Um Unfällen vorzubeugen, sollten die Verantwortlichen für ausreichende Einrüstung sorgen, damit weder Material noch gar Dachdecker auf die Passanten fallen können.

Parkplatzsituation und Ordnungsamt

Wegen des Wegfalls von ca. 50 Stellplätzen für die Dauer der öffentlichen Großbaustelle wurde zwischen Bauherrn, Baufirma, Anwohnerschaft und Neuköllner Bezirksamt auch hier Einvernehmen darüber erzielt, sonst ordnungswidriges Parken zu dulden, wofür die KraftfahrerInnen danken.

Erweiterter Baumschutz

Erweiterter Baumschutz

Baumschutz in der Friedelstraße

Die Wasserbetriebe sorgen sich tatsächlich um die Bäume und beauftragten den vereidigten Baumsachverständigen, Dipl.Ing. Christoph Beckschulte, ein erweitertes Konzept für den Schutz von Bäume und Baumscheiben zu entwickeln. Dieser erweiterte Baumschutz kam in der Lausitzer Straße bereits zum Einsatz. Wegen des voraussichtlich großen Nutzens für den Baumschutz unterstützen wir den Einsatz des Baumsachverständigen für eine Änderung der entsprechenden DIN-Vorschrift 18920 für den „Schutz von Bäumen bei Baumaßnahmen“ und der entsprechenden Ausführungsrichtlinie für den Baumschutz an Baustellen in Berlin.

Maybachufer-Geländer

Schadhaftes Geländer am Maybachufer

Verrottete Geländer am Ufer

Auch zwischen am Maybachufer sind die Geländer zum Landwehrkanal beschädigt und korrodiert. Das Bezirksamt Neukölln wird gebeten, nach Abschluss der BWB-Baumaßnahme die erforderlichen Reparaturen vornehmen zu lassen. Bereits jetzt besteht Unfallgefahr.

Lärm reduziert und Gefahrenstelle beseitigt!

Die Wasserbetriebe haben mehrere Niederspannungs-Baustromanschlüsse bereitgestellt. Hierdurch ist die Belastung der AnwohnerInnen durch Lärm und Schadstoffe emittierende Dieselaggregate deutlich zurückgegangen. Ein Fußgängerübergang zur Querung der Pflügerstraße trägt ab 18.2. zur Verkehrssicherheit bei.

Nächstes Treffen

Der 10. Jour Fixe findet am Dienstag, 18. März um 10:00 Uhr auf der Baustelle am Paul-Lincke-Ufer statt. Wie immer sind betroffene Interessierte zur Teilnahme ganz herzlich eingeladen!

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