Bürgerprotest gegen Entwurfsplanung

Gastbeitrag

Neu- und Umgestaltung Kleiner Tiergarten Moabit

Auch Vertreter des Landesdenkmalamts erhebt Einwände

Die Berliner Woche berichtet von der Informationsveranstaltung zu den Umgestaltungsplänen des östlichen Teils des Kleinen Tiergartens am 24. Juli in der Heilandkirche und der Protestaktion der Bürgerinitiative Kleiner Tiergarten / Ottopark (BI KTO) gleich zum Auftakt.

Vor dem Podium wurde zu Beginn der Veranstaltung ein Spruchband “Rettet die Bäume, Sträucher und Hecken im Kleinen Tiergarten“ entrollt, und durchs Mikrofon gab es einen kurzen Redebeitrag, der die Kritik an der Entwurfsplanung wie z.B. den nach wie vor beabsichtigten über hundert Baumfällungen, der geplanten Hecken- und Bodendeckervernichtung usw. bündelte.

Kleiner Tiergarten Ost

Kleiner Tiergarten Ost

Planung nicht beschlossen − Ortstermin vorgeschlagen

Von einer abschließenden “Planverkündigung” konnte keine Rede mehr sein − die vielen Einwände und Kritikpunkte der gut 100 Anwesenden nahmen in der bis ca. 22.30 Uhr andauernden Debatte breiten Raum ein.

Auch war es höchste Zeit, dass der Vertreter des Landesdenkmalamts, Klaus Lingenauber, scharfe Kritik übte: z.B. an der übermäßigen Bodenversiegelung und der Anzahl der umstrittenen „Sitzkiesel“. Die Genehmigung des LDA steht damit weiterhin noch aus. Zum sichtlichen Missvergnügen von Stadtrat Spallek schlug Lingenauber eine gemeinsame Ortsbegehung vor, deren Termin wir rechtzeitig bekannt geben werden.

Steril-Design 04

Steril-Design mit den Sitzkieseln genannten Betonwülsten im Ottopark, 25.8.12

Am 21. August um 17:30 Uhr stehen die Pläne in der öffentlichen Sitzung des zuständigen BVV-Ausschusses Soziale Stadt, QM, Verkehr und Grünflächen im Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, auf der Tagesordnung. Alle an Stadtnaturschutz, Baum- und Grünerhalt Interessierten sind herzlich eingeladen!

Rudolf Blais

[Update: Weitere Berichte/ Stellungnahmen siehe hier und dort ]

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2 Kommentare

  1. Johannes said,

    20. August, 2013 um 15:35

    Das finde ich wirklich äußerst traurig, dass uns immer mehr „grün Flächen“ genommen werden. Egal wo man auch nur hin sieht werden neue Gebäude, Straßen etc. gebaut… Die Natur braucht scheinbar keiner mehr!

  2. g. said,

    10. September, 2013 um 11:38

    Es heißt offiziell: Ein Park (3 Parks) für alle –
    Was ist mit den 2800 Unterschriften der Menschen, die viel mehr Natur erhalten wollen? Und denen, die sich unermütlich dafür einsetzen? Sie werden offiziell als Minderheit abgetan.
    Das mit der angeblichen Demokratie ist in Wirklichkeit bei genauem Hinsehn keine.


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