Grünverbindung entlang Bautzener Str. bleibt!

IG Stadtplanung von unten plant Bürgerbegehren

Ökologisch wertlos?

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Nachdem, wie berichtet, die rot-grüne Zählgemeinschaft in der BVV Tempelhof-Schöneberg ihren ursprünglichen Antrag auf Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit dem schon skurrilen Titel „Wohnungsbau und neue Wege an der Bautzener Brache − Chancen für einen ökologischen und sozialen Ausgleich nutzen!“ für eine Fläche ohne Baurecht in noch gegenüber der März-Version tüchtig verwässerten Fassung und auch mit den Stimmen der CDU beschlossen hat, plant die Initiativgruppe Stadtplanung von unten die Durchführung eines Bürgerbegehrens mit dem Ziel eines Bürgerentscheids.

Wenn ihre gewählten VertreterInnen derart investorenfreundlich und die vielmals artikulierten Interessen der Bestandsbevölkerung missachtend zu Werke gehen, wird es höchste Zeit für die BürgerInnen, bei einer für die AnwohnerInnen so elememtar wichtigen Entscheidung wie der zwischen Grünvernetzung und Freiraum einerseits, der Betonierung ihres Wohnumfelds einzig im Interesse privater Rendite andererseits und zum Dritten und nicht zuletzt angesichts eines wahren Zerrbilds von Öffentlichkeitsbeteiligung das Heft selbst in die Hand zu nehmen.

Stadtnaturzerstörung in Serie

Auch handelt es sich hier beileibe um keinen Einzelfall, sondern um ein Glied in einer Kette von privater Versiegelung öffentlicher Fläche entlang des Bahngrabens, sei es an der Eylauer-, an der Crellestraße oder eben an der Bautzener. Und was mit Förder-, also Steuermitteln angeblich im öffentlichen Interessen geschieht, hat wohl eher die sog. mittelständische Wirtschaft des Planungs- und (Landschafts-)Baugewerbes im Auge.

Hellweg im Yorckdreieck

Hellweg im Yorckdreieck

Der Besitzer des ehemaligen Eisenbahn-, also der Allgemeinheit gehörenden, mit Hilfe der VIVICO fatalerweise privatisierten Geländes, HELLWEG-Inhaber Reinhold Semer, der in unmittelbarer Nähe und bester Lage gerade seine berlinweit größte Filiale errichten lässt, nachdem er dort teils illegal alles Pflanzenähnliche tilgen ließ, will sich entlang der Bautzener Straße für ein paar lumpige soziale und ökologische Zugeständnisse von ungewisser Haltbarkeit eine preiswert erstandene „grüne Wiese“ von der öffentlichen Hand zu Bauland vergolden lassen. Warum diese nicht statt Semer zugriff, wird wohl ewig im Dunklen bleiben.

Augenmerk auf etwaige Naturzerstörung!

In den noch bis zur Durchführung des Bürgerbegehrens verstreichenden Monaten ist nun allerdings verschärft zu besorgen, dass Semer − es wäre übrigens nach Köpenick und Kreuzberg allein in Berlin schon das dritte Mal! − illegal Bäume fällen und brachial Tatsachen schaffen lässt. Die AnwohnerInnen, deren übergroße Mehrheit das Vorhaben, vor ihren Fenstern sieben massive Wohnschränke samt Supermarkt und Fitnessstudio hochzuziehen, nachdrücklich ablehnen, sind deshalb dringend aufgerufen, ein wachsames Auge auf die Vorgänge auf der Brache zu haben und etwaige Fällungen und Rodungen oder anderweitige Naturzerstörung, vor allem auch zu ungewöhnlichen Tageszeiten, möglichst umgehend zu melden.

Für den grünen Fraktionschef und Geschäftsführer der MEDIACITY Adlershof Gesellschaft für Standortmarketing und Gebäudemanagement, Jörn Oltmann, gibt es da zwar nichts und erst recht nichts ökologisch Wertvolles auf der Fläche, aber viele (ehemalige) Grünen-WählerInnen und natürlich auch etliche bekennende Grüne sehen das ganz anders.

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