Gleisdreieck-Ostpark kurz vor Fertigstellung

Beispiel, wie Bürgerbeteiligung nicht aussehen darf

Den 3. September schon mal vormerken!

Am  Tag des diesjährigen Hornstraßenfests soll’s auf dem Gleisdreieck soweit sein: Nachdem sie am Vortag (Freitag,2.9., 16 Uhr) PressevertreterInnen informiert und rumgeführt hat, will Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer am folgenden Samstag den Ostpark auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs feierlich seinen NutzerInnen übergeben.

Zur Komposition dieser „Geste“, mit der dieser denkwürdige Akt gebührend vollzogen werden soll, und der sonstigen Inszenierung dieses von den AnwohnerInnen buchstäblich seit Jahrzehnten herbeigesehnten Moments hat die Verwaltung, wie könnte es anders sein, ein privates Unternehmen angeheuert, jedoch mit recht schmalem Budget ausgestattet.

Baumtopf

Baumtopf vor ehem. Verladehalle, Gleisdreieck-Ostpark

Eine Repräsentantin der Firma, die auch schon auf dem Tempelhofer Feld ein Event organisiert hat, kam kürzlich auf die VerteterInnen der verschiedenen Initiativen zu, um sie in besagte Geste „einzubetten“ − so tatsächlich die Formulierung −, denn man sei sich durchaus ihres Anteils am Gelingen des Werks bewusst. − Und in der Tat: ohne den frühzeitigen, beharrlichen Widerstand dieser Initiativen, wie z. B. der aus der BI Westtangente hervorgegangenen Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck, gebe es hier tatsächlich keinen Park, sondern vielmehr eine Autobahn [welche, mit Verlaub, die Senatorin womöglich auch viel lieber einweihen würde].

In sich gebrochene Geste gesucht

Überdies sei man sich bei Senatens, Grün Berlin etc. durchaus darüber im Klaren, dass die Tatsache des nicht eben konfliktarmen Entstehungsprozesses dieser Parkanlage und der nicht unproblematischen BürgerInnen-Beteiligung in dieser Geste und der sich anschließenden Veranstaltung berücksichtigt werden müsse. Dessen ungeachtet und trotz aller vergangenen Widrigkeiten solle aber das Schwergewicht auf dem gemeinsam Erreichten und dem Blick nach vorn liegen.

Der geometrische Park

Der geometrische Park

Für die meisten mit Recht besser als nichts

Dass sicherlich die übergroße Mehrheit der AnwohnerInnen begierig darauf ist, ihren Park endlich wieder nutzen zu können, egal wie er nun geworden ist, kann kaum verwundern. Die unvergleichlich schöne Bahnbrache mit ihrem artenreich-vielgestaltigen, ökologisch kostbaren Wildwuchs − eine Natur der vierten Art, welche die Zeugen und Spuren der früheren Nutzung malerisch in Besitz genommen und überwuchert hatte −, war sowohl zu DDR-Zeiten als auch nach dem Mauerfall ja immer von den BerlinerInnen, wenn auch halblegal, genutzt worden und das Spielen, Forschen und abenteuerliche Herumstromern auf diesem geheimnisvollen Areal für viele KiezbewohnerInnen unvergessener Teil ihrer Sozialisation gewesen.

Transparenz über Verwendung der A&E-Millionen  noch immer nicht hergestellt!

Und wenn der mit Ausgleichsmillionen für die Eingriffe in Natur und Landschaft auf Potsdamer und Leipziger Platz finanzierte Parkbau entgegen der Auflagen und Vorgaben jetzt auch so gut wie nichts vom einzigartig-unwiederbringlichen Charakter dieser Landschaft verschont hat, werden die Menschen die auf City-Park gestylte, weitgehend ausgeräumte und mit viel Beton „erschlossene“ Anlage für Grillen, Sonnen und Trendsport nutzen, denn in diesem dichtbesiedelten Innenstadtbereich ist eine „mulitfunktionale“ Grünanlage in all ihrer konfektionell-sterilen  Austauschbarkeit besser als nichts. Doch die Kritik an der Art, wie hier Kompensationsmittel auf Kosten von lebendiger Stadtnatur verbaut worden sind (und auf dem Westpark, der Fläche des ehemaligen Potsdamer Güterbahnhofs, weiterhin versenkt werden) und wie zivilgesellschaftliche Beteiligung marginalisiert und zur Farce herabgewürdigt wurde [siehe z. B. hier] −, diese Kritik halten Initiativen, Umweltschutzverbände und engagierte BürgerInnen uneingeschränkt aufrecht.

Mittlerer Weg durchs Wäldchen

Mittlerer Weg durchs Wäldchen im Gleisdreieck-Ostpark

Viel bleibt zu klären und zu verbessern

Eine Geste des Friedefreudeeierkuchens kann, darf und wird es also nicht geben! Und ungeachtet der gewünschten wahlkampfwirksamen Tableaus ist anlässlich der Ostpark-Eröffnung die öffentliche Aufmerksamkeit auch darauf zu richten, dass

  • das sogenannte Wäldchen, dessen Unterschutzstellung als LSG der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bei der Obersten Naturschutz Behörde (→ SenStadt) beantragt hat, nicht weiter durch brachiale Erschließungsmaßnahme geschädigt und damit die Initiative des Bezirks konterkariert wird;
  • die sog. Vegetationsinseln sich tatsächlich wieder ins so artenarme wie ausgedehnte Rasengrün ausbreiten können
  • die künftige Parkpflege gemäß einem ökologisch ausgerichteten Pflegewerk und in bezirklicher Zuständigkeit erfolgt! Eine von Senatens bisweilen schon als ausgemachte Sache propagierte Einrichtung einer Parkstiftung unter seiner Kuratel darf es nicht geben!

Kleine Fortschritte

Die vehemente Kritik an der Vernichtung von Stadtnatur und dem Fiasko von BürgerInnen-Beteiligung auf dem Ostpark hat bei den Behörden und der landeseigenen Grün Berlin GmbH unbestritten ein mähliches Ansteigen der Lernkurve bewirkt, was sich bspw. in der Einsetzung einer externen Moderation der Sitzungen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) niederschlug und insgesamt in einer stärkeren, wenn auch immer noch völlig unzureichenden Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen. Hier ist eine Aufwertung der PAG vom bloß beratenden zu einem Entscheidungsgremium unabdingbar, schon im Hinblick auf den „Bau“ des sich südlich ans Gleisdreieck anschließenden Flaschenhalsparks, den im Auftrag des Nachbarbezirks Tempelhof-Schöneberg dieselben Protagonisten dirigieren: die Grün Berlin GmbH und das Planungsbüro Atelier Loidl. Auch hier können wir, wie verschiedentlich berichtet, die stattgehabten „Werkstattgespräche“ nicht als wirkliche Partizipation der Zivilgesellschaft bewerten, schon weil die Vorschläge namentlich zu einem behutsameren Umgang mit dem Bestand an Stadtnatur einfach ignoriert oder weggewogen wurden.

Baufeld Möckernkiez

Baufeld Möckernkiez

Es geht weiter

Zunächst aber müssen sich alle Engagierten für eine Verteidigung der letzten Reste an Ruderalvegetation auf dem Gleisdreieck-Westpark einsetzten und für eine ökologisch modellhafte, wenn schon nicht mehr zu verhindernde Bebauung der Flächen entlang der Flottwellstraße, auf dem Yorckdreieck und nicht zuletzt auf dem drei Hektar großen, von Möckern- und Yorckstraße begrenzten Baufeld der Baugenossenschaft Möckernkiez e.V!

Modellprojekt Möckernkiez?

Diese Baugruppe würde am liebsten schon kommenden Herbst die letzte noch üppig bewachsene  Ecke auf dem Ostpark, die dank ihres Strukturreichtums von Stadtwald bis Trockenrasen selten gewordenen Vögeln und Insekten Habitate bietet und von nicht minder seltenen Pflanzen bewachsen ist, plattmachen, um anschließend das Baufeld zu sage & schreibe achtzig Prozent zu versiegeln. Der Teilbebauungsplan VI-140e wurde bis dato von der BVV weder beschlossen noch vom Stadtplanungsamt F’hain-Kreuzberg für eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung ausgelegt. Auch die Naturschutzverbände, die sich hier angeblich nur mit der Rolle von BIs bescheiden müssen (obschon doch zwei Drittel des Geländes Außenbereich nach § 35 BauGB sind, wo es für anerkannte Verbände eine Beteiligungspflicht gibt), wurden anders als die Träger öffentlicher Belange (TöB) noch nicht einbezogen. [Im Bezirk Lichtenberg sollen übrigens bei größeren Planungsvorhaben die Naturschutzverbände bereits wie TöB behandelt und beteiligt werden, was im Hinblick auf hehre Absichten wie Soziale Stadt im Klimawandel, StEP Klima, Berliner Strategie zu Stadtlandschaft und Schutz der Artenvielfalt etc. unbedingt und mit allem Nachdruck berlinweit einzufordern ist!]

Baufeld Möckernkiez | Yorckbrücke

Yorckbrücke | Baufeld Möckernkiez

Siehe auch das Posting auf dem Gleisdreieck-Blog.

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8 Kommentare

  1. E.A. said,

    26. Juli, 2011 um 0:24

    Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim Gleisdreieck oft auseinander:

    1) In der Wettbewerbsdokumentation für den Gleisdreieckpark hieß es noch: „Dass der zukünftige Park an einem außerordentlich geschichtsträchtigen Ort liegt, machte die Aufgabe noch attraktiver, aber auch komplexer“.
    Die Parkplaner haben sich nicht gerade dabei überschlagen, viel von den historischen Spuren aus 100 Jahren Bahngeschichte zu bewahren. Wenn man alte Fotos betrachtet, fällt einem immer wieder auf, wie viel vor allem in den Jahren der Parkplanung noch verschwunden ist, z.B. alte Gleistechnik, die an die Zeiten erinnerte, als hier noch die Züge fuhren. So verschwand vor nicht allzu langer Zeit das alte Gleissignal an den Laderampen, das vor einem Jahr noch auf alten Fotos zu sehen war. Angeblich war es total verrostet, auf den alten Fotos sieht es aber so aus, so als hätte es noch viele Jahre die Zeit überdauert.

    2. Das Atelier Loidl hat im Wettbewerb damit geworben, „dass die Binnenflächen mit unterschiedlichen Blumenwiesen, die mit abwechslungsreichen Wegen durchzogen sind, schöne, fast romantische Bilder erzeugen“.
    Dieses Konzept wurde schon früh aufgegeben: Man entschied sich für überdimensionierte kurzgeschorene bewässerungsintensive Liegewiesen, eingefasst von breiten, starren Betontrassen, für die monatelang das komplette Erdreich umgewälzt wurde, was wahrscheinlich nicht ganz billig war. Auf der Westseite sieht die Landschaft seit letztem November immer noch wie eine Mondlandschaft aus.

    3. Für die Trassen durch das „Wäldchen“, ursprünglich waren sogar drei Wege durch dieses Biotop geplant, sollten Betonplatten auf die Wurzeln als angeblich schonendste Variante gelegt werden. Man sollte quasi „erhaben“ laufen.
    Tatsache ist, dass der Generalszug und der zweite Weg im Zuge des Parkbaus ausgebaggert wurden, zum Teil mit entsprechenden negataiven Folgen für das Wurzelwerk. Die Gleise wurden abgetrennt und hängen nun in der Luft.

    4. Die Senatsumfrage für den Gleisdreieckpark hatte ergeben, dass sich die Bürger mehrheitlich einen naturnahen Park wünschten. Je länger der Planungsprozess dauerte, umso mehr nahm der Park den Charakter eines City- und Aktivitätsparks an. Die für den Wettbewerb vorgegebenen Spiel- und Sportflächen wurden schließlich um ein Vielfaches überschritten. Der Beachvolleyballplatz im Westpark allein umfasst z.B. 17.000 qm.
    Dass die Gelder für den Park aus dem Topf für naturschutzrechtliche Ersatz- und Ausgleichsmittel kamen und überwiegend für die an anderer Stelle zerstörte Natur eingesetzt hätten werden müssen, spielte stets eine untergeordnete Rolle. Wir wollen einen „nutzbaren“ Park hieß es von Senatens Seite, d.h. Natur geregelt, ordentlich und gezähmt!

    Meine große Hoffnung ist, dass sich die beiden Parkhälften als zu groß für eine intensive Pflege mit häufigem Rasenmähen erweisen und dass sich die Natur wieder Teile des Gleisdreiecks zurückerobert.

    • jürgen julius irmer said,

      27. Juli, 2011 um 21:46

      …stimmt, man kann nur hoffen, daß es wieder verwildert.
      aber einiges spricht dagegen:
      hier rund um`s engelbecken wird eine aufwändige schlacht gegen alles in diese richtung geschlagen.
      insbesondere auch gegen die graffities (da können die giftspritzen gar nicht hart genug sprühen).
      „hoffnung“ machte der obligatorische grünschnittcontainer, der rottete zuletzt mitten im „gartendenkmal“ dermaßen vor sich hin,
      daß man wegen der ausgesuppten kloake die nase sich zuhalten mußte!
      daneben:gestern war ich erstmals auf einer hunderunde auf dem „park“-stück hinterm „yaam“ an der friedrichshainer seite der spree.
      + da offenbart sich ganz und gar die zukunft dieser stadt:
      pseudogrüne ödnis pur.
      bäumchen in reih und glied, rollrasen, versiegeltes (ohne ersichtlichen grund!?) ufer…
      (bevor ich`s vergesse: wer hat eigentlich wie lange schon die politische mehrheit in diesem bezirk?)

      • KG said,

        27. Juli, 2011 um 22:32

        Alles was Atelier Loidl anfasst wird zu Tode gestaltet,
        fern jeder Natürlichkeit und Gefallen bei den Anwohnern!!!

  2. Green said,

    29. Juli, 2011 um 16:06

    Man könnte mal wieder den Eindruck gewinnen, die Hauptsache bei der 24 Millionen Euro teuren Gleisdreieckparkverunstaltung sei gewesen, dass das viele schöne Geld von der Bauindustrie/von der senatseigenen Firma Grün Berlin/von Atelier Loidl möglichst vollständig ausgegeben werden konnte.

    (Vor einer Weile stand übrigens in der Zeitung, dass die senatsnahe Stiftung Naturschutz, die die 24 Mio. Gelder im Senatsauftrag für den Gleisdreieckpark verwaltet hat, erschreckenderweise einen Teil des Geldes am Finanzmarkt verzockt hat !
    Man könnte hier also von doppelter Unfähigkeit des Senats sprechen: 1. Versagen in Sachen nachhaltiger, klimaschutzgerechter Stadtentwicklungspolitik und
    2. Versagen in Sachen vernünftiges Wirtschaften).

    Dass der sterile Park überhaupt keinen adäquaten Ausgleich für die Naturzerstörung durch die Baumaßnahmen am Potsdamer Platz bietet – wie es der Auftrag für die Verwendung des dafür vom Abgeordnetenhaus bei den Bauherren des Potsdamer Platzes eingesammelten Geldes war – ist dem „Rot-Roten“ Senat offenbar egal.

    Der neue sterile, baumarme Gleisdreieckpark ist klimatechnisch und pflegetechnisch unsinnig.

    Auch, dass den allermeisten Anwohnerinnen und Anwohnern der extrem teure Gleissdreieckpark nicht gefällt, ist dem Senat egal.Von der „unterirdischen“ BürgerInnenbeteiligung will ich gar nicht erst sprechen.

    Leider hat die Opposition, vor allem die angeblichen Kämpfer für den Klimaschutz, die Grünen, auf Landesebene, die überteuerte, nicht nachhaltige Fehlgestaltung des Gleisdreieckparkes in den letzten 7 Jahren nahezu konsequent verschlafen.

    Der überteuerte Park wird in den zunehmenden Hitzeperioden wohl vertrocknen und versteppen wie der Görlitzer Park.

    Die Chance auf die dringend nötige CO2 – Reduktion in der feinstaubüberlasteteten Stadt Berlin wurde mal wieder vertan. Wertvolle große Bäume im Gleisdreieckpark wurden trotz des scheinheiligen, werbewirksamen Klimaschutzplans der Senatsverwaltung unnötig gefällt.
    Die Schatten spendenden, ihre Umgebung kühlenden Bäume einfach stehen zu lassen wäre dem Senat wohl zu billig und ökologisch sowie klimatechnisch zu sinnvoll gewesen.

    Über ein anderes idiotisches Stadtentwicklungsprojekt, allerdings in Stuttgart, über das unterirdische Bahnhofs-Milliardenprojekt „Stuttgart 21“ wird hier berichtet:
    http://www.bei-abriss-aufstand.de/

    Auch in Stuttgart soll gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger jede Menge Geld verschwendet werden: Für einen verkehstechnisch schlechten unterirdischen Durchgangsbahnhof, obwohl ein sehr guter oberirdischer Kopfbahnhof vorhanden ist.

    Hier läuft gerade der Livestream von der letzten Schichtungssitzung (Das Thema heißt – frei formuliert: Der Stresstest im Stress)
    OBEN BLEIBEN !
    http://www.fluegel.tv/

    Das Ganze erinnert z.T. ziemlich an das Mediationsverfahren „Zukunft Landwehrkanal“.

    • KG said,

      31. Juli, 2011 um 12:53

      Mich interessierte:
      „Vor einer Weile stand übrigens in der Zeitung, dass die senatsnahe Stiftung Naturschutz, die die 24 Mio. Gelder im Senatsauftrag für den Gleisdreieckpark verwaltet hat, erschreckenderweise einen Teil des Geldes am Finanzmarkt verzockt hat !“

      Der Art. vom Tagesspiegel ist nicht mehr online.
      Hat den jemand abgespeichert?

      Auf der Seite der Stiftung fand ich:
      http://www.stiftung-naturschutz.de/presse/st-0111/

      Was meint ihr dazu?

      • BaL said,

        31. Juli, 2011 um 15:56

        Die Sache lag, als MoPo und TSP Ende Mai darüber berichteten [hier noch ein Link], schon eine ganze Weile zurück und wie uns mitgeteilt wurde, hielt sich der Ärger wohl auch in Grenzen: Die Anlagearten der SNB hätten trotz des Verlusts durch den Madoff-Betrug, dem eben auch andere und größere Stiftungen zum Opfer gefallen seien, unterm Strich mehr gebracht als eine „konservative“ Anlage.

        Dennoch: unter einer nachhaltigen, ökologisch und sozial verträglichen Geldanlage stellt sich unsereins natürlich was anderes vor.

        Was uns aber bzgl. der SNB momentan mehr frustriert, ist die Tatsache, dass wir in unserem Bemühen, über Art und Weise der Verwendung jener rd. 24 Ausgleichsmillionen für Potsdamer/Leipziger Platz beim Parkbau auf dem Gleisdreieck (den wir eben vielerorts seinerseits als zu kompensierenden Eingriff in Natur und Landschaft kritsieren) Transparenz herzustellen, nur von Stiftungsratsmitgliedern an die Grün Berlin GmbH und von dieser wieder retour verwiesen werden. – Auch der Versuch, Abgeordnete zu einer Kleinen Anfrage in dieser Richtung zu ermuntern, war leider noch nicht erfolgreich -, doch wir bleiben dran…

  3. jürgen julius irmer said,

    29. Juli, 2011 um 22:36

    …stuttgart 21 wird gebaut, weil es, wie heute im titel des leitartikels der „süddeutschen zeitung“ stand, „das dümmste großprojekt“ ist.

    mit diesen geschäftsmäßigen und bürokratischen lebensklugheiten der „politik“ müssen wir anscheinend auch weiter leben.

    heute las ich, daß 40% der berliner wähler nicht wissen, ob sie das kreuzchenmachen mitmachen am 18.9.
    ich auch nicht,aber wenn, dann an abgelegener stelle, denn die lust gestalten vertrauen einzuräumen, die nichts als alles bisherige in farbvarianten betreiben, ist gleich null…

  4. Green said,

    30. Juli, 2011 um 13:17

    @ irmer

    Hier zur Anregung im Wahlkampf 3 kleine Parteien, von denen ich noch nicht weiß, was von ihnen zu halten ist. (Von den etablierten Parteien wisssen wir das ja leider ! )

    Die Partei „Bürgerbestimmt“ ist im September allerdings nur in einigen Berliner Bezirken zugelassen und Friedrichshain-Kreuzberg ist nicht dabei und sie ist auch nicht auf Berliner Landesebene zugelassen, weil sie die dafür erforderlichen Unterschriften nicht rechtzeitig zusammen gekriegt hatten.

    Die Parteien „Unabhängige Kandidaten“ und die Ökologisch-Demokratische Partei sind anscheinend auf Landes- und Bezirksebenen zugelassen.

    http://www.buergerbestimmt.de/

    http://www.unabhaengige-kandidaten.de/

    Ökologisch-Demokratische Partei
    http://www.ödp.de/startseite/


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