Kahlschlag als Bürgerwille?

Amputation einer grünen Lunge verhindern!

Vom Ortstermin im Ottopark

Ottopark-Begehung 07.04.11

Ottopark-Begehung am 7. April

Nasskalte Böen drohten am Donnerstagnachmittag den Frühling schon wieder wegzublasen, als sich im Ottopark in Moabit ca. drei Dutzend Menschen zur Ortsbegehung einfanden, um sich von Mitarbeitern des Landschaftsarchitekturbüros Latz + Partner die Umgestaltung und Aufwertung der Grünanlage zwischen der verkehrsreichen Turmstraße und Alt-Moabit erläutern zu lassen. Vor allem dass es (zunächst) um die Fällung eines Drittels der ca. 750 Bäume des kleinen Parks gehen sollte, hatte schon vergangenen Winter für einige Furore gesorgt, für Kritik bei Grünamtsmitarbeitern von Mitte und auch die BaL aufgeschreckt.

Von um ihre Bäume besorgten AnwohnerInnen, die den gestrigen Ortstermin nur mühsam hatten durchsetzen können, alarmiert und um Teilnahme gebeten, waren drei BaL-Mitglieder erschienen, lauschten eine Weile dem inzwischen zu so was wie dem Gassenhauer der Landschaftsbauer avancierten Refrain von multifunktionaler Erschließung, Transparenz und Sozialkontrolle / Auslichtung des Baum- und Vegetationsbestands und sträflich sich selbst überlassenen „Wildwuchses“ / in zeitgemäßer Erfüllung gewandelter Nutzungsansprüche…

Nun gebieten die Zeichen der Zeit allerdings auch, die Lebensbedürfnisse nichtmenschlicher Nutzer- bzw. Bewohnergruppen wie Vögel, Kleinsäuger und Insekten zu berücksichtigen, deren Artenreichtum der Fallout unseres Lebensstils täglich mehr dezimiert, sowie Erfordernisse wie etwa die Anpassung an die Folgewirkung Klimawandel, die mit Blick auf den zusätzlichen, ca. 10° C betragenden innerstädtischen Klimaeffekt fußläufig in fünf Minuten erreichbaren Schatten für Jung und besonders Alt schon in naher Zukunft (über-)lebenswichtig machen wird.

Für klima- und biodiversitätsgerechten Landschaftsbau

Fällkandidaten 01

Fällkandidaten

Jene Zeiten, als ein Lenné oder gar Fürst Pückler die Goldene Axt und Säge als die vornehmsten Handwerkszeuge des Landschaftsgärtners priesen, sind endgültig dahin − nicht zuletzt deshalb, weil wir Hochindustrialisierten in den vergangenen 150, 200 Jahren nun mal den Löwenanteil all dessen in Rauch aufgehen ließen, was in hunderten von Jahrmillionen durch chemisch-geologische Aktivität entstand. Und in unserer postindustriellen Dienstleistungs-, Wissens-, Informations- oder sonst was Gesellschaft hat der Kampfruf nach Licht, Luft und Sonne, wie ihn Erwin Barth oder Bruno Taut in finstren Hinterhöfen proletarischer Mietskasernen ausstießen, einen eher musealen Geschmack.

Für die meisten alles nichts Neues, für manche leider nach wie vor, und so entlud sich im Ottopark wiederholt einiger Unmut, als ein BaL-Vertreter immer mal wieder mit Hinweisen auf den hohen ökologischen Wert von Altbäumen, Buschwerk und Unterwuchs, sogar dann, wenn sie sich in Abweichung von historischen Pflanzlisten selbst ausgesät und eigendynamisch entwickelt haben, die Planer-Suada interpunktierte.

Fällkandidaten 02

Schrägstand heißt Fällung

Der sichtlich gestresste Tilman Latz, der ob so viel laienhaft-planungsferner Ahnungslosigkeit immerfort um Fassung rang, verlor sie schließlich, als auch noch das Wort „Naturverjüngung“ fiel, minutenlang fast vollends, welches Intermezzo mal wieder sehr schön den Coaching-Bedarf so mancher Landschaftsbauern und -bäurinnen  in Sachen BürgerInnenbeteiligungsbewältigung illustrierte. − In fachlich-inhaltlicher Perspektive aber verortete der Planer die Artenvielfalt samt der Problematik ihrer galoppierenden Vernichtung im mediterranen Raum und in den Tropen, aber doch nicht in der Großstadt und vermochte damit das Gros seiner ZuhörerInnen auch unschwer zu überzeugen. − An Nachpflanzungen oder Ersatz für entfallende Brutmöglichkeiten war zunächst nicht gedacht, aber nun sollen’s doch paar Maulbeerbäume [!] sein, und sogar die Anbringung von Nistkästen wurde generös erwogen.

Die Schattenseite der Bäume

Fällkandidaten 03

Fällkandidat

Einigen der im Grund nicht eben zahlreich erschienenen unmittelbar Betroffenen − ein erklecklicher Teil entstammte verschiedenen Verwaltungsinstitutionen, dem Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KoSP GmbH), genanntem Planungsbüro, aber auch verschiedenen BVV-Fraktionen − einigen der BürgerInnen also kann das „Abfällen“ von Baum und Strauch gar nicht weit genug gehen, zumal „Wildwuchs“, als Angstraum und Brutstätte des Verbrechens gilt und die weiland „böse Natur“ heuer in Gestalt des sich im unbeschnittenen Wildwuchs verbergenden Dealers oder Pädophilen wiederkehrt, der ihn zu allem Überfluss auch noch als Nottoilette missbraucht.

Bereitwillig räumte denn auch Landschaftsbauer Latz ein, dass neben ästhetisch-gestalterischen Kriterien, Pflegeleichtigkeit und -kostenersparnis der kriminalpräventive Aspekt eine gewichtige Rolle beim intendierten Kahlschlag spielt, mochte ein anwesender Polizeibeamter auch bestätigen, dass sich Drogendealer, Junkies und zumal Alkis auch durch die Auslichtung der Stadtnatur nicht verdrängen lassen, ja dass solche Verdrängung in Berlin gar nicht polizeiliche Strategie sei. − Und weshalb bitte, so möchten wir mal ganz blauäugig fragen, gebühren der immer wachsenden Minderheit der an den krisengeschüttelten gesellschaftlichen Zuständen und entwürdigenden Lebensumständen schwer und chronisch Erkrankten nicht ebenfalls Rückzugsgebiete im öffentlichen Raum? Ferner würde die Legalisierung weicher Drogen diesen Teil der Dealerfrage quasi über Nacht von Parkanlagen, Plätzen und U-Bahnhöfen verschwinden lassen.

Biotop-Baum

Biotop-Baum darf bleiben

Wie auch immer, es ging nun auch nicht um die Besichtigung sämtlicher 115 Fällkandidaten, sondern nur um die der Streitfälle, und der Baumsachverständige, Dr. Uwe Neumann, konnte nachweisen, dass einzelne Bäume aus Krankheits- und Verkehrssicherungsgründen tatsächlich fallen müssen. [Es handelt sich dabei um ungefähr ein Dutzend.] Allein wenn heliotroph schräg gewachsene Bäume nur aufgrund dessen umsturzgefährdet sein sollen bzw. ein kerzengerader, kerngesunder Baum nur deshalb zu weichen hat, weil er den Blick auf die Heilandskirche verstellt, die sich zum Park hin öffnen will, fehlt’s uns [und mit Sicherheit auch dem Gutachter!] an Verständnis. − Dr. Neumann verwies indessen auf einen malerisch von Efeu umrankten abgestorbenen Baum, der, da keine Verkehrsgefährdung darstellend, aus ästhetischen und Artenschutzgründen stehen bleiben darf.

Naturferner, unökologischer Gartendenkmalschutz

Fällkandidaten 04

Ortstermin

Die Heilandskirche ist übrigens nicht denkmalgeschützt, dafür aber die Parkanlage, wenngleich auch erst seit Mai letzten Jahres. Das allermeiste ist freilich Nachkriegsaufwuchs, so dass also neben einigen alten Eichen und prächtigen Ulmen, von denen man immerhin die Säge lassen will − „die sind selten und stehn zum Glück auf der Nordseite!“ −, laut Planer Stegmeier nur paar „mineralische Spuren“, sprich: gepflasterte Wegereste überkommen sind. Im nämlichen Design sieht die Planung die Anlage weiterer vor.

Ein solcher Gartendenkmalstand aber erleichtert, wie an in ihn erhobenen Parkanlagen immer wieder rigoros durchexerziert, das Roden von Bäumen, geschweige Sträuchern ungemein, indem er bspw. die Baumschutzverordnung aushebelt −, aber die gilt ja, worauf Dr. Neumann insistierte, ohnehin nur für Privatbäume, wohingegen das Amt (zu seinem eigenen Bedauern) nicht daran gebunden sei. − Dass die aufgrund interner Verwaltungsvorschriften sehr wohl auch behördlicherseits (jedenfalls theoretisch) beachtet werden muss und die Ämter auch nicht jenseits von Natur- und Artenschutzrecht stehen, müssen wir an dieser Stelle nachdrücklich betonen.

Zielstellung aus Verwaltungssicht

In der Antwort von H. Biedermann, Fachbereichsleiter Planung, Entwurf und Neubau im Straßen- und Grünflächenamt Mitte, vom 22.02.11 auf eine mündliche Anfrage des bündnisgrünen BzV Böttrich heißt es etwa: „Ziel der Planung ist es, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf historisch relevanten Arten. […] Durch geeignete Pflegemaßnahmen […] werden einzelne Bäume besonders hervorgehoben […]“ D.h. entgegen der ersten Aussage wird der Gehölzcharakter systematisch zerstört und der Baumbestand auf repräsentative Solitäre reduziert.

Paradigmenwechsel überfällig

Vor allem aber muss es, ums zu wiederholen, in der Gestaltung und Pflege von Grünflächen und Parkanlagen, die ein Refugium der im urbanen Raum eben verblüffend hohen Artenvielfalt ist bzw. bleiben muss, endlich der schon jahrzehntelang von Stadtökologie und Naturschutz angemahnte Paradigmenwechsel stattfinden: Naturnahe Grünflächenpflege und -unterhaltung, das Zulassen von Wildnis im urbanen Raum − auch aus den soziokulturellen Gründen von Naturerleben, naturnaher Freizeitgestaltung und Umweltbildung −, vor allem aber eine Landschaftsplanung und Grünflächengestaltung, die nicht von abstrakten minimalistischen Ideen und dem Datei–neu ausgeht, sondern vom natürlichen Bestand, ihn schützt, integriert und in seiner Eigendynamik fördert und sich allein dadurch als zukunftsfähig erweisen kann, ist lange überfällig (selbst im Hinblick auf die chronisch unterfinanzierte Grünpflege, denn gerade regelmäßiges Mähen und Wässern großer Rasenflächen sind personal- und kostenintensiv, und letztgenanntes unterbleibt bekanntlich, gerade wenn sommers am nötigsten, mit dem Ergebnis versteppter Gelbanlagen).

Wie das Baugesetzbuch [siehe vor allem § 9, 20-25] schon seit einigen Jahren bei Bebauungsplänen die Einhaltung ökologischer Kriterien zur Klimagerechtigkeit, Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer sowie Bindungen für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen vorschreibt, so müssen Kriterien des Klimaschutzes, der Adaption an den Klimawandel und Aktivitäten zur Verlangsamung des Artenschwunds auch endlich für Landschaftsplanungen verbindlich vorgeschrieben, ihre Berücksichtigung kontrolliert und widrigenfalls einklagbar werden! − Doch

…zurück in den Ottopark

Fällkandidaten 05

Fällkandidat

Eiben, welche die Anlage zu den die Grünfläche flankierenden dröhnenden Straßen hin abschirmen, fallen als Nadelgehölze ohnehin nicht unter die Baumschutzverordnung, die in ihrer aktuellen wässrigen Form hier nur noch im Fall der Waldkiefer eine Ausnahme macht; Eiben sind giftig, haben deshalb schon mal an Spielplätzen nichts zu suchen und dämpfen „allenfalls psychologisch“ den immerhin 80 Dezibel lauten Verkehrslärm; die vorhandenen Eiben sind auch einfach zu groß geworden: sie müssen weg!

Hauptplanziel besteht östlich der Kirche darin, einen − zur Ermöglichung von Sichtbeziehungen ständig unterbrochenen Heckensaum − an den Rand zum Straßenland zu drängen, um in der Mitten eine freie, mit Rasen einzusäende, von etlichen gepflasterten Wegen gequerte innere Freifläche zu schaffen: „So wird der Ottopark zum Straßenbegleitgrün“, bemerkte einer aus der kritischen Minderheit der Anwesenden sarkastisch. Der Sound aus tausend Motoren, von den Häuserfronten verstärkt zurückgeworfen und noch von keinem Blattwerk gedämpft, ließ die Köpfe allmählich dröhnen und die Diskussionen ersterben. − Aber egal: Bäume, welche Rasenflächen verschatten, Gras eingehen und bei Regen Morast entstehen lassen, mögen sie so alt, mächtig und vital sein, wie sie wollen, müssen weg. Ebenso wie auch westlich der Heilandskirche, jenseits der Thusneldaallee, wo zum „Rumrennen und Austoben“ der Jugend, Feste feiern und dgl. eine Rasen-„Arena“ bzw. ein großer sozial kontrollierter Raum entstehen soll.

Dass mit den Bäumen auch die Vögel verschwinden und zahllosen Arten der Lebensraum genommen wird, nicht zu reden vom kühlenden Verdunstungs- und die Luft reinigenden Staubbindungseffekt, der Sauerstoffproduktion inmitten enormer Abgaswolken − solche Argumente dringen, wir können’s kaum fassen, bei vielen einfach nicht durch. Und auch dass es spezielles Saatgut für Schattenrasen gibt, scheint unbekannt.

Ein Spielplatz, ebenfalls allzu verschattet, soll frei geholzt werden, wohl weniger, damit die Kleinen schön braun werden, sondern für die Aufsichtspersonen immer kontrollierbar bleiben, mag sich bspw. das Gros der Missbrauchsfälle auch in den heimischen vier Wänden zutragen.

Suboptimale Beteiligung

Die BaL-VertreterInnen bekamen immer wieder zu hören − nicht bloß, dass sie gefälligst in Kreuzberg bleiben sollten und im Nachbarbezirk nichts verloren hätten −, sondern auch, dass sie an keiner der zahlreichen bisherigen Veranstaltungen zur Parkumgestaltung teilgenommen hätten. Dies ist zutreffend, doch wir können bei weitem nicht überall gleichzeitig sein, wo Berliner Stadtnatur planmäßig misshandelt wird, müssen uns also bei der Umgestaltung von Ottopark und Kleinem Tiergarten auf Berichte einer ganzen Reihe von VeranstaltungsteilnehmerInnen stützen, wovon nur ein einziger positiv ausfiel. [Im Web gibt’s natürlich ebenfalls wohlwollende Beurteilungen, doch ändert diese nichts an unserer grundsätzlichen Kritik, dass unverhandelbare Standards missachtet wurden. (s.u.)]

Zunächst einmal wurde die Präsentation der zahlreichen Eingangsentwürfe bemängelt, die viel zu kurz geraten und mit zu wenig Erläuterung erfolgt sei; sodann die Zusammensetzung und der schließliche Entscheid der Jury*, an der Delegierte der örtlichen BI Silberahorn nur in beratender Funktion hatten teilnehmen können; ferner wurde, wie gesagt, kritisiert, dass der Entwurf von Latz + Partner überhaupt gewonnen habe (aber „unter faulen Äpfeln ist eben nicht viel Wahl“); dass auch die Vorstellung des Siegerentwurfs dann so ausfiel, dass der Umfang der Fällungen den wenigsten habe deutlich werden können und dass der Ablauf jenes ganztägigen Workshops bei hoher BesucherInnen-Fluktuation völlig chaotisch verlaufen sei. Auch ließen die von den Veranstaltungen gefertigten Protokolle vom KoSP vieles an Einwendungen einfach unter den Tisch fallen.

Unterlaufen von Standards

Wenn sich Partizipation nur an einem vorgesetzten Entwurf abarbeiten und ihn allenfalls marginal modifizieren darf, ist sie ein totgeborenes Kind. Wenn die BürgerInnen bei der Gestaltung ihres Wohnumfelds nicht mitentscheiden dürfen, handelt es sich um einen Verstoß gegen die Vorgaben der 2006 vom Abgeordnetenhaus beschlossenen Lokalen Agenda 21, denn von Transparenz und Augenhöhe als Voraussetzung echter Beteiligung kann dann keine Rede sein. Nach unserer Auffassung mithin ein neuerliches Beispiel gescheiterter BürgerInnenbeteiligung, doch der Vorschlag, auf reset zu drücken und mit einer repräsentativen Anwohner- und NutzerInnenbefragung zu beginnen, verbiete sich schon deshalb, weil dann angeblich mal wieder „Fördermittel verfallen“. − Das ist einerseits ein beliebtes Totschlagsargument (es gibt bei triftigen Gründen immer Rückstellungs- und Parkmöglichkeiten, eine unzureichende BürgerInnenbeteiligung ist ein solcher Grund und das Ganze nicht zu vergessen eine politische Entscheidung!), und andererseits braucht Stadtlandschaft nicht deshalb planerisch misshandelt zu werden, weil gerade das Geld zur Hand ist.

Zurück auf Anfang!

Angesichts der augenscheinlichen Minderheit, welche die baum- und stadtnaturfeindliche, bürgerferne Planung ausdrücklich unterstützt, wird es jedenfalls mit einiger Sicherheit Akzeptanzprobleme geben, die AnwohnerInnen werden sich nicht mit ihrem Park identifizieren können und somit auch nicht für seine Instandhaltung nicht verantwortlich fühlen, was sich gemeinhin in exzessiver Vermüllung und Vandalismus artikuliert.

Wir schlagen jedenfalls auch ungefragt vor, noch einmal auf Anfang zu gehen, die Interessen, Bedürfnisse und Vorschläge der Anwohner- und NutzerInnen repräsentativ zu ermitteln, vor allem auch den großen Bevölkerungsteil mit Migrationshintergrund nach Kräften aktivierend zu befragen − um z. B. solche eklatanten Missgriffe zu vermeiden,  einen bei türkischstämmigen Eltern und Kindern besonders beliebten Platz grundlegend umzugestalten −, und anschließend die Planung mit echter Beteiligung der Betroffenen und nicht zuletzt unter Berücksichtigung stadtökologischer, natur- und artenschutzfachlicher Erfordernisse umfassend zu überarbeiten. Wir sind keine Baumfundis, eine Reihe von Fällungen wird unumgänglich sei, aber nicht in diesem Umfang und vor allem nicht mit den oben geschilderten, offiziell vorgebrachten Rechtfertigungen.


* „Der Siegerentwurf überzeugte das Preisgericht besonders durch die gelungene Öffnung der Parkanlage zum öffentlichen Straßenraum…“

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3 Kommentare

  1. Ein Tiergartener said,

    11. April, 2011 um 19:22

    Liebe Blogger,

    herzlichen Dank für diese ausführliche Information zur Parkbegehung. Ich wäre gerne dabei gewesen, habe aber wie vermutlich viele interessierte um 16:00 noch gearbeitet. Geht anderen vermutlich ebenso. Warum findet so ein wichtiger Termin nicht am Wochenende statt?? Wer hat denn in der Woche am Nachmittag Zeit??

    Teile Eure Argumente im Wesentlichen. Das Argument, „Entbuschen“ müsse man um die soziale Kontrolle herzustellen finde ich hahnebüchen: Wenn dies stimmen würde, müsste man den halben Tiergarten und den englischen Garten in München kahlschlagen. Habe zudem in Berlin schon oft gesehen, dass gesunde alte Bäume (kann das einigermaßen beurteilen – habe Forstwissenschaft studiert) fällt, um dann an genau der gleichen Stelle neue junge zu Pflanzen, die dann mangels Wässern viele Jahre vor sich hinkümmern und dann irgendwann absterben.

    Wäre gern bei der nächsten Begehung, wenn es um die westlichen Teile des kleinen Tiergartens geht, dabei und kann auch andere Anwohner/innen mit ähnlichen Ansichten mitbringen, aber bitte nicht Wochentags vor 18:00

    Beste Grüße
    von einem Tiergartener

  2. moabiterin said,

    6. Oktober, 2011 um 18:19

    diesen Beitrag erst jetzt gelesen, anlässlich der Fällmaßnahmen.
    War dabei – zumindest am Anfang – bei dem Rundgang mit dem Baumgutachter. Leider war der Stil der „Baumschützer“ unmöglich und aggressiv. Es war nicht möglich über die Pläne zu sprechen, dir Gründe für Fällungen reiflich zu diskutieren und überhaupt zuzuhören. Denn alles wurde mit den im allgemeinen natürlich richtigen Argumenten von Artenschutz, Klima usw. „totgeschlagen“. Es geht hier aber nicht um einen Wald, sondern um eine Grünfläche in einem dicht besiedelten Gebiet. Hier ist es durchaus angesagt die Nutzungswünsche der Menschen in den Vordergrund zu stellen. Hier halte ich persönlich eine Spielwiese im Rondell gegenüber der Heilandskirche und Spielgeräte für Jugendliche am Ottoplatz für sinnvoll. Auch die Auslichtung und Fällung der Bäume. So ca. über 5-6 Bäume hätte meiner Meinung nach durchaus noch diskutiert werden können, aber das haben leider die „Baumschützer“ mit ihrer aggressiven „Nichtdiskussion“ verhindert.
    Ein Projekt bei dem es wirklich eine sehr umfassende Bürgerbeteiligung gab.
    Eine späte emotional manipulierende Unterschriftensammlung.
    Das ist gruselig gewesen.

  3. Eckhard Heuer said,

    31. Juli, 2012 um 0:19

    Sehr geehrte Damen und Herren vom Blog,

    könnten Sie bitte meinen Namen und die Adresse aus meinem Beitrag im Blog entfernen, bzw durch „ein Tiergartener“ ersetzen, Ich habe schon unangenehme Post erhalten!

    Vielen Dank

    E. Heuer


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