Fotos zum Posting „Fällmoratorium“

Fällkandidatin, Stubben ohne Schadsymptom, Freigeschnittenes Vogelnest

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Die Linde mit der Baum-Nr. 186 in der Karl-Marx-Allee 71 ist natürlich nicht etwa rundum gesund, sondern weist einen gut überwallten Riss im unteren Stamm- und auch einen im oberen Stammbereich sowie einen weiteren an einem der Starkäste in der Krone auf. Ein Starkast wurde bereits vor längerem gekappt. Erst kürzlich musste der große Baum wegen Freischnitts der Laterne etliche Grobäste lassen. Jedenfalls ist er weder abgestorben noch absterbend und sollte nicht ohne eingehendere fachkundige Begutachtung gefällt werden. − Der Stubben der einstigen Nr. 170 weist, wie gesagt, keinerlei Schadsymptome auf − doch weg ist eben weg…

Dass bei der Linde 120 (Karl-Marx-Allee 103) wegen der Laterne ein Vogelnest freigelegt wurde, das nun bestimmt nicht wieder benutzt wird, halten wir für einen Verstoß gegen Natur- und Artenschutzrecht!

Neue Fällliste

In der am 20. August nun endlich auch für den Ortsteil Friedrichshain aktualisierten Fällliste − glücklicherweise sind wenigstens keine neuen Fällkandidaten hinzugekommen* − wird an der Fällung zahlreicher Bäume, wo wir es nicht für erforderlich und auch die Begründung für unzutreffend halten, weiterhin auf Fällug beharrt.

Um nur einige Beispiele herauszugreifen: Der Götterbaum Nr. 28 in der Karl-Marx-Allee ist nicht „absterbend“, aber Götterbäume haben ohnehin offenbar stadtweit einen schweren Stand. − Den „drohenden Gebäudeschaden“, der von den beiden Ahornbäume 26|1 und 26|2 auf dem Schulgelände in der Corinthstr. 1-5 ausgehen soll, können wir nicht erkennen, ebensowenig [und wie schon mitgeteilt] jenen im Fall der Pappel Nr. 7 hinter dem Jugendclub in der Gryphiusstr. 29: wenn dieser Baum deswegen fallen muss, weil er im Sturmfall aufs Dach stürzen könnte, kann man mit gleicher Begründung drei oder vier benachbarte Bäume gleich mit fällen bzw. den ganzen Hof roden. Dies soll mit dem Ahorn Nr. 53 auch tatsächlich geschehen, doch er hat weder Pilze noch ist er bruchgefährdet, sondern weist lediglich Schrägstand auf.


* [Nachtrag: Das ist angesichts der Differenz zwischen 172 im Juli und jetzt 183 Fällungen in der Tat missverständlich ausgedrückt − vielen Dank für den Hinweis! Die Differenz  resultiert also daraus, dass die Liste durch längst gefällte Bäume komplettiert wurde, die vorher gar nicht erst verzeichnet worden waren; insofern kamen keine neuen Fällkandidaten hinzu −, d. h. bis auf eine Ausnahme, eine angeblich umsturzgefährdete Robinie (1290) am Kl. Bunkerberg im Volkspark −, doch wenigstens hier wird ja hoffentlich der Fällstopp eingehalten. − Der Ahorn 139 auf der Bänsch-Promenade, auf dessen Vitalität wir das Amt hinwiesen, war hingegen ein Fehleintrag, darf also stehen bleiben, und der alte Ahorn (Nr. 9) am Rudolfplatz, bei dem wir weder Pilzbefall noch mangelnde Standsicherheit feststellen konnten, wurde inzwischen nur stark eingekürzt, was wir uns freilich moderater gewünscht hätten.]

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