Renaturierung des nordöstlichen Görli

BürgerInnen-Initiative Bäume für Kreuzberg

Ein Vorschlag der BI Bäume für Kreuzberg

Toreinfahrten und Wegeverbreiterung

Überdimensionierte Toreinfahrten und Wege

Die nach Meinung zahlreicher BürgerInnen erhebliche Abwertung des eher naturnah gestalteten nordöstlichen Teils des ansonsten weitestgehend der Freizeit(über)nutzung vorbehaltenen Görlitzer Parks in Kreuzberg durch die aus Mitteln des Programms Stadtumbau West finanzierte Umgestaltung im vergangenen November ist hinlänglich bekannt. Ihre völlig unzureichende Beteiligung haben AnwohnerInnen und BürgervertreterInnen immer wieder deutlich gemacht, ohne freilich der Verwaltung hier auch nur das kleinste Eingeständnis abringen zu können, wogegen beharrliches Engagement bislang nur vermochte, ganze zwei ursprünglich ebenfalls zur Fällung vorgesehene Bäume zu retten.

Umgekehrt haben sowohl Bezirksbürgermeister Franz Schulz als auch seine Baustadträtin, Jutta Kalepky, wiederholt betont, dass die umstrittenen Maßnahmen gerade der Degradierung dieses ökologisch, naturschutzfachlich und ästhetisch wertvollen Parkbereichs (vor allem durch massenhaft freilaufende Hunde) abhelfen sollen, aber in diesem Bestreben nur ein erster Schritt sein könnten und deshalb die kritischen BürgerInnen aufgefordert, ihrerseits Vorschläge zu machen, durch welche weiteren Maßnahmen und Gestaltungen das gemeinsame Ziel: eine erneute ökologische Aufwertung des Biotops um den künstlichem Teich und Wasserlauf erreicht werden könne.

Die BfK wiederum sind der Meinung, dass die erfolgten Maßnahmen einen Eingriff in Natur und Landschaft darstellen, der dringend kompensiert werden muss, sieht hingegen die allen Ernstes beabsichtigte Einzäunung des Teichs überaus kritisch. Nach unserer Meinung ist ein niedriger Zaun weder geeignet, Kinder vorm Ertrinken zu schützen noch Wasservögel vor freilaufenden Hunden, sondern einzig dazu, die Parklandschaft weiter zu verschandeln. Wir können, um Kleinkinder vorm Ertrinken zu bewahren, nicht alle Parkteiche und sonstigen Gewässer mit Zäunen umgeben, die einerseits nur zum Überklettern einladen, andererseits aber eine Barriere bilden, die Kinder bei der doch gerade zu fördernden spielerischen Begegnung mit dem Wasser, seinem ungezwungenen Erkunden und Erleben behindern.

Allerdings ist es durchaus notwendig, geschützte Bereiche, Deckungs- und Nistmöglichkeiten für Vogelwelt und Kleintiere gerade auch im innerstädtischen Bereich zu schaffen: aus Gründen des Natur- und Artenschutzes wie des wohnungsnahen Naturerlebens!

Deshalb haben die BfK in einem Offenen Brief an Baustadträtin Kalepky und die BVV-Fraktionen kürzlich einen Vorschlag unterbreitet, wie durch „lebendige“ Barrieren − dornige Hecken zu Lande, scharfkantigen Schilf im Wasser − im östlichen Görli solche Deckungs- und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden können und gerade durch eine gezielte Beschränkung der Durchwegung das Wiederentstehen einer Ruhe- und Erholungszone mit Möglichkeiten der Naturbeobachtung und -erfahrung gefördert werden kann und erhoffen sich eine konstruktive Diskussion.

Skizze zur Einfriedung des östlichen Görli-Bereichs

Skizze zur Einfriedung des östlichen Görli-Bereichs

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