WSA-Baumpflegemaßnahmen 2010

AmtsvertreterInnen loben Kooperation mit Baumsachverständigen

Auf Grund der gemeinsamen Baumschau am 30.11., woran neben dem ABZ-Leiter, Jörg Augsten, der WSA-Baumkontrolleur Kasper sowie die Baumsachverständigen Dipl.-Biol. Hirschmann und Dr. Barsig teilnahmen, wurde Einvernehmen über die notwendige Bearbeitung von insgesamt 39 Bäumen erzielt, darunter auch vier Fällungen. − Über eine beschränkte Ausschreibung unter drei Baumpflegefirmen, mit denen das Amt schon gute Erfahrungen gemacht hat, wird nun das beste Angebot ermittelt und mit Beginn der Baumarbeiten ist ab der zweiten Januarhälfte zu rechnen. [Die aktuelle Liste findet sich hier und hier die Präsentation.]

Von den 4000 kartierten Bäumen entlang des Kanals stehen lediglich 900 im Zuständigkeitsbereich des WSA; die zu bearbeitende Quote beträgt damit nur 4,1 Prozent. Hier braucht das Amt mit den jeweiligen Bezirken nur ein Benehmen herzustellen, d. h. sie in Kenntnis zu setzen, doch sei dies dem Vertreter Charlottenbug-Wilmersdorfs zufolge zu über neunzig Prozent ein Einvernehmen, was freilich nicht weiter verwundern kann. − Es wird also im Januar, wie gesagt, auch vier Fällungen geben (darunter ein Eschenahorn sowie zwei Stechfichten, die einem Umbau an der Unterschleuse weichen müssen, doch unter Naturschützern soll diese Koniferenart eh „ein Hassobjekt“ sein, da sie für die einheimische Avifauna praktisch wertlos); sodann sieben Kronenreduzierungen, achtzehn Totholzschnitte und drei Lichtraumprofil-Herstellungen. − Im Fall der Faulstellen aufweisenden Stileiche nahe Interconti, einem Naturdenkmal [die Eiche, nicht das Hotel!], sei noch unklar, wer hier überhaupt verkehrssicherungspflichtig ist.

Kurzfristige Maßnahmen im Umgang mit WSA Bäumen

Um bei latenter Gefahr (nicht jedoch bei beabsichtigten Fällungen!), wo kürzlich bereits die auf entsprechende Benachrichtigungen hin vereinbarte dreiwöchige Rückmeldefrist auf eine Woche verkürzt wurde, um künftig insbesondere aufwendige Verkehrsicherungen und regelmäßig zu kontrollierende Absperrungen zu vermeiden, eine neuerliche Modifizierung der Vereinbarung getroffen, wonach nun bei Entdeckung der Gefährdung das WSA eine E-Mail zeitgleich an die Mitglieder des AK Kurzfristig Maßnahmen und den Baumgutachter schickt, dieser sich baldmöglichst (bis maximal eine Woche) das Problem vor Ort ansieht, sein Urteil dazu abgibt und bei Einverständnis auch das Vorher-Nachher fotografisch dokumentiert und den AK-Mitgliedern zusendet.

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2 Kommentare

  1. helke said,

    3. Januar, 2010 um 17:39

    Wenn ich hier immer mal wieder in den Berichten lese, schlägts einem doch in die Magengrube und ich muß in den Erinnerungen buddeln, dass in den Bezirken, in denen sich Bürger für Baumaßnahmen mit Baumschutz eingesetzt haben, nicht nur vorübergehend, sondern zäh über Jahre, es durchweg 10, eher 15 Jahre oder noch länger dauerte, bis sich Änderungen, d.h. Besserungen zugunsten der Bevölkerung ergaben. Und aktuelle Schreckensmeldungen nie ausbleiben. Nun – manchmal läuft’s – ein wenig –
    auch umgekehrt. Ist es bekannt, was ich am 19.11.2009 in kleiner Notiz im Tagesspiegel fand?? Früherer Chef des Schiffahrtsamtes wegen Untreue vor Gericht! Der frühere Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts muß sich vor Gericht verantworten. Hartmut B., in dessen Amtszeit unter anderem die Fällaktion am Landwehrkanal fiel, wird Untreue vorgeworfen. Beim Prozess, der am 2. Dezember vor dem Amtsgericht Königs Wusterhausen eröffnet wird, geht es um den Verdacht, dass B. über Jahre hinweg den Fahrer und den Dienstwagen des Amtes für private Fahrten genutzt haben soll. Dabei sei laut Anklage in 655 Fällen ein Schaden in Höhe von 63 590 Euro entstanden (Aktenzeichen 2.1 Ls 7/09).
    Das war nur ein Fünkchen seines bösen Geistes – aber – immerhin! 2.Jan. 2010

    • BaL said,

      7. Januar, 2010 um 21:36

      Das war uns natürlich wohlbekannt, aber uns ging’s ja, nachdem er in Magdeburg „einer anderen Verwendung zugeführt“ worden war, nicht mehr länger um den Ex-Amtsleiter Hartmut B. – die Leiter kommen und gehen, das Amt aber bleibt -, und heute erfahren wir nun, dass er in allen Punkten der Anklage freigesprochen worden sei…


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