Halbzeit in der Einwendungsfrist

Btr. Planfestellungsverfahren zur so genannten Nordumfahrung

Spektewiesen 02

Ausgangspunkt Spektewiesen

Noch bis zum 9.9. liegen die Planunterlagen zur umstrittenen „Nordumfahrung“, einer Schnellstraße mitten durch ein wertvolles Naturschutz- und Naherholungsgebiet zwischen Spandau und Falkensee, im Spandauer Naturschutz- und Grünflächenamt aus (Carl-Schurz-Straße 8). Es sind dieselben Unterlagen, die schon 2008 parallel im Havelland und in Falkensee der Öffentlichkeit präsentiert wurden, also z. B. ohne eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die diesen Namen verdiente. − Was aber die Einwendungsfrist angeht, so ist jetzt mit Blick auf die Deadline des 23.9. ungefähr Halbzeit.

Die BISF sammelt auf dem Spandauer Marktplatz und andernorts fleißig Unterschriften und hat diverse Informationsveranstaltungen organisiert, auch eine nahe dem Pferdehof im Eiskeller, der nordwestlichsten, angeblich kältesten Ecke Berlins, wo dereinst das Eis aus dem Falkensee gelagert wurde, der aber sommers auch schnell zum „Heißkeller“ werden kann. − Doch wenn erst Blech mit hundert Sachen hier durch brettert, dürfte es auch winters wärmer werden. Dass es soweit nicht komme, bedarf möglichst stichhaltiger und am besten individueller Einwendungen [ausgezeichnete Hilfestellungen auf der Website der BISF!], aber auch Unterschriften unter die von der BISF und ihren Anwälten, Peter Kremer und Karsten Sommer, formulierten Mustereinwendung.

Die BaL sammeln mit

Sie zu sammeln und Natur und Naherholung auch im Nordwesten der Hauptstadt zu schützen, helfen die BaL im Südosten, u.a. während ihres wöchentlichen

Freitag-Treffs
von 17:30 bis 19:30 Uhr
auf der Kottbusser Brücke in Xberg.

Wer im Augenblick nicht bis Spandau fahren, aber sich dennoch für den Erhalt eines FFH-Gebiets und einem wahren Kleinod für unsere Naherholung einsetzen will: hier kann sie/er die Sammeleinwendung mitzeichnen! Wenn nur ausreichend Quantität zusammenkommt, hoffen wir auf einen Umschlag in die Qualität und zu einem Überdenken der anachronistischen Planung auf Seiten der Verantwortlichen. Die Entwicklung im Hinblick auf den Widerstand gegen die Seeprivatisierung, dem sich mittlerweile auch namhafte SPD-Politiker angeschlossen haben, was die BVVG immerhin zum „Aussetzen“ veranlasste, macht Hoffnung. Auch hier kann mensch, sofern noch nicht geschehen, bei unserm Infotreff auf der K. Brücke unterschreiben: die Masse macht’s!
Reginas Sonntagspaziergang: Allsinnliches Mobilisieren

Durch urigen Laubwald

Durch urigen Laubwald

Wer jedoch selber in Augenschein nehmen möchte, was hier auf dem Spiel steht − und das ist nur wärmstens zu empfehlen! −, die/der sei nachdrücklich aufgefordert, an

Regina Henkes
Aktionsspaziergang

am nächsten Sonntag, 6.9., durchs betroffene Gebiet teilzunehmen.

Treff um 10 Uhr
Endstation des M37
Freudstr./Goldkäferweg.
Karte

Regina, eine leidenschaftliche Flaneurin aus Reinickendorf, die schon viele Wanderungen in & um Berlin beschrieben und auch am Projekt der 20 Grünen Hauptwege mitgewirkt hat, gibt kenntnisreiche Erläuterungen zu Natur und Landschaft und (dies allerdings bewusst sparsam) zum unsinnigen, überflüssigen Bauvorhaben, da ihrer Meinung nach die eigene Anschauung die überzeugendsten Argumente liefert.

Dieser Einschätzung können wir nur vollumfänglich beipflichten!

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